Sichere Verbindung wird aufgebaut!

128bit SSL verschlüsselt

Deuschland
Konto: 22 90 450
BLZ: 700 700 24
Bank: Deutsche Bank
BIC: DEUTDEDBMUC
IBAN: DE88 7007 0024 0229 04500
Östereich
Konto: 92.159.385
BLZ: 60 000
Bank: PSK
BIC: OPSKATWW
IBAN: AT696000000092159385
Schweiz
Konto: 60-301601-2
Bank: Post Finance Bern
BIC: POFICHBEXXX
IBAN: CH84 0900 0000 6030 1601 2
E-Mail:

info@muslimehelfen.org

Besuchen Sie uns:

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 9 bis 17 Uhr

muslimehelfen e.V.

Kaiser Wilhelm Str. 15
67059 Ludwigshafen

Telefon: 0621 - 40 54 670
Fax: 0621 - 40 54 674 0
Freitags-Blog

Infaaq, Hidschra und Dschihaad

Hilf mit:
29 Jun 2012

Im Koran werden nur drei Sachen mit der Bedingung „auf dem Wege Allahs“ (fi sabilillah) anbefohlen, undzwar der Dschihaad (Einsatz), die Hidschra (Auswanderung) und der Infaaq (Spenden).

Der Infaaq ist in einem gewissen Sinne ein „finanzieller Dschihaad“ und in einer weiteren Dimension eine Hidschra. Mit dieser Auswanderung entfernt man sich von den irdischen Gütern (mataa) und streitet den ewigen Gaben (na'iim) entgegen.

Der koranische Begriff 'Infaaq' wird von der Wortwurzel „nafaqa“ abgeleitet. Es heißt übersetzt „weggeben, ausgeben, zu Ende gehen“. Als islamischer Fachbegriff meint man das „Teilen einer nutzbringenden Sache mit denen, die dieser Sache bedürfen ohne eine Gegenleistung von dem Nutznießer dafür zu erwarten.“ Da dasVerb „nafaqa“ transitiv ist, deutet das Wort darauf hin, dass diese Ibadah (der Gottesdienst) nicht umgesetzt werden kann, wenn es kein Gegenüber gibt, dem man etwas zukommen lassen kann.

Eigentlich ein interesanter Gedanke: Was wäre, wenn wir spenden wollten und keiner würde es benötigen bzw. die Menschen würden es nicht von uns annehmen?

Die verpflichtende Abgabe (unter bestimmten Voraussetzungen) wird Zakat genant. Es ist somit die „verpflichtende Infaaq“, die Allah von den Gläubigen verlangt. Zakat bedeutet übersetzt „Vermehrung, Steigerung und die Hinführung in einen reinen, unbefleckten Zustand“.

Es ist eine der koranischen Sichtweisen, dass man mit der Zahlung der Zakat sein Vermögen 'vermehrt' und 'reinigt'.

Hier kommt das Prinzip der „imanischen“ Rationalität und Mathematik zum Tragen. Nach Adam Riese ergibt vierzig minus eins - der abzugebende Zakatanteil beträgt 1/40 - neununddreißig. Nach der „imanischen Mathematik“ beträgt vierzig minus eins aber vierhundert! Allah gibt durch die Abgabe des vierzigsten Teils soviel Barakah (Segen), dass sich das Vermögen vierhundertfach 'vermehrt'. Wer es nicht glaubt, der muss es mal selbst probieren. Barakah ist ählich der Vermehrung der Früchte wie die Vervielfachung einer Frucht durch die Beschneidung der Äste an einem Baum.

 Im Fiqh wird die Infaaq, die über die Pflicht hinaus unternommen wird, also naafila ist, als Sadaqa bezeichnet. Das Wort „Sadaqa“ bedeutet „Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Redlichkeit und Treue“. Welche inhaltliche Verbindung besteht somit zum Spenden ?

Die Muslime betrachten ihren Besitz und ihr Vermögen nicht als ihren „eigenen“ Besitz, sondern als ein anvertrautes Gut (amaana) von ihrem Schöpfer. Das anvertraute Gut soll deswegen nach dem Willen des wahren Besitzers benutzt werden und Allah will, dass wir unser Vermögen mit anderen teilen. Das Vermögen zu teilen und in diesem Sinne auszugeben, ist also Treue gegenüber der amaana und Redlichkeit gegenüber Allah gefordert. Vermögen und Besitz anzuhorten und damit zu geizen bedeuten hingegen Verrat.

 

Rüştü Aslandur, muslimehelfen