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Land: Marokko Region: Nordafrika المغرب al-maghrib Fläche: 458.730 in km² Bevölkerung: 30.168.000 Einw. (2005) Hauptstadt: Ar-Rabat (Rabat) Amtssprache: Arabisch Bruttonationaleinkommen: 1.222 EUR (2005) Währung: 1 Dirham (DH) = 100 Centimes Bevölkerungswachstum: 1,1%; letzte Zählung 2004: 29891708 Einw. - ca. 60% arabischsprachige Marokkaner, 30--40% Berber; ca. 60000 Ausländer (Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier)
Hören können – Lebensqualität für marokkanische Bedürftige
Die kleine Marya kann nun endlich hören.
Im Dezember 2009 erhielten 13 Hörgeschädigte im marokkanischen Beni Mellal individuell angepasste Hörgeräte. Mithilfe unserer einheimischen Partnerorganisation BASMA verhalf mh auf diese Weise fünf Männern, zwei Frauen und sechs Kindern zu neuer Lebensqualität.
BASMA engagiert sich für eine soziale Integration körperlich behinderter Menschen in der Tadla-Azizal-Region im nördlichen Marokko. Für ihre Hör-Kampagne konnten sie wiederholt die französische Spezialistin Veronika Michiels gewinnen. Nach ausgiebigen audiometrischen Untersuchungen der Patienten auf ihre beidseitige Hörfähigkeit hin ließen unsere Projektpartner kompatible Hörgeräte für die Begünstigten angefertigten und später durch die Ärztin individuell anpassen. mh übernahm mit 2.840 Euro die Kosten für 20 der insgesamt 34 Hörhilfen, Veronika Michiels kam für die restlichen Hörgeräte auf. Alle Begünstigten stammten aus sehr armen Familien ohne ausreichende gesundheitliche Absicherung. Schwerhörige haben es in der marokkanischen Gesellschaft nicht leicht. Hörgeräte sind immens teuer und für viele Betroffene nicht erschwinglich. So kosten die günstigsten Hörhilfen um die 400 Euro, und das ohne Mehrwertsteuer. Wie uns BASMA mitteilte, berichten viele Betroffene von Kommunikationsschwierigkeiten, die einer Arbeitsaufnahme im Wege stehen. Unter den Begünstigten befinden sich auch Kinder aus Beni Mellal, Khenifra und Azilal. Manche besuchen die Schule, hatten jedoch bislang Probleme, die Lehrer zu verstehen. Andere waren völlig gehörlos und haben nun eine ganz neue Chance auf Verständigung. Für den einen oder anderen bedeutet das, künftig inschallah auch eine Schule besuchen zu können, was einen großen Schritt in Richtung gesellschaftlicher Integration darstellt.

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