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Land: Nordossetien Fläche: 7.987 km² Bevölkerung 700.858 Einw. (Stand: 2010[1]) Bevölkerungsdichte 88 Ew./km² Hauptstadt Wladikawkas Offizielle Sprachen ossetisch, russisch Ethnische Zusammensetzung Osseten (62,7 %) Russen (23,2 %) Inguschen (3,0 %) Armenier (2,4 %) Kumyken (1,8 %) Georgier (1,5 %) (Stand: 2002) Oberhaupt Taimuras Mamsurow
Neue berufliche Perspektiven für Inguschen in Nordossetien
Hier ensteht ein neuer Stall.
18 Jahre ist es nun her, dass im Zuge einer ethnischen Auseinandersetzung zwischen inguschetischen und ossetischen Bevölkerungsgruppen zehntausende Inguschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Etwa 50.000 Inguschen mussten damals vor den Osseten und deren russischer Militärunterstützung aus der Prigorodny-Provinz in Nordossetien fliehen. Inzwischen kehren die Inguschen in ihre nordossetische Heimat zurück, sind hier als Minderheit aber starken Diskriminierungen ausgesetzt. Hinzu kommt eine örtliche Arbeitslosenquote von 75 Prozent.
Im Dorf Kurtat in der betroffenen Prigorodny-Provinz ist daraufhin eine kleine Wirtschaftsschule im Rahmen einer Förderungskampagne der Menschenrechtsorganisation Memorial in Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Civic Assistance entstanden. In dreimonatigen Seminaren vermitteln Fachkräfte eine solide Wissensgrundlage, mit der die TeilnehmerInnen bei guter Mitarbeit, viel Kreativität und mit Allahs Beistand ein eigenes Gewerbe gründen können. Inhalte der Kurse sind z.B. Buchhaltung, rechtliche Grundlagen, Computerkenntnisse und Fachsprache. Alle Kursbesucher entwerfen im letzten Seminarmonat einen eigenen Business-Plan, von denen die besten eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung erhalten. Bereits im Februar 2009 hat mh die Geschäftsideen von drei Absolventen unterstützt. Diesmal konnte mh 15 Rückkehrerfamilien den Weg in die Selbstständigkeit ebnen, und zwar für zwei Viehhöfe, zwei Bäckereien, ein Gewächshaus, eine Milchproduktion, ein Kosmetikstudio, ein Süßwarenladen, ein Fitness-Center, drei Nähateliers, zwei Schreiner-Werkstätten und eine Bienenfarm. mh erstattete den Familien jeweils bestimmte Materialien oder Gerätschaften, die für den Aufbau des neuen Betriebs erforderlich waren. Insgesamt belief sich der Anteil von mh auf 5.000 Euro. Das Projekt ist sehr wichtig für die Entwicklung der Region – allein durch die letzte Förderung sind 26 neue Arbeitsplätze entstanden.

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