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Land: Ruanda Fläche 26.338 km2 (Weltrang: 144) Einwohner 9.736.000 = 370 je km2 (F 2007, Weltrang: 81) Hauptstadt Kigali Amtssprachen Kinyarwanda, Französisch, Englisch Bruttoinlandsprodukt 3,339 Mrd. US-$ realer Zuwachs: 6,0% Bruttosozialprodukt (BSP, pro Einwohner und Jahr) 320 US-$ Währung 1 Ruanda-Franc (F.Rw) = 100 Centimes
Ruanda- Frauen machen sich stark
Vom Maiskorn bis zum Maismehl.
Mühlenprojekt verbessert Lebensqualität.
In der Halle herrscht rege Betriebsamkeit. Die Mühlen verarbeiten den Mais zu Mehl. Das ist ein Zeichen der Hoffnung für die Frauen, die hier Arbeit gefunden haben. Die Halle steht in der Stadt Nyagatare in Ruanda. Das afrikanische Land benötigt dringend unsere Hilfe. Über 60 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, 20 Prozent sogar unter der Grenze absoluter Armut. Regional und saisonal kommt es immer wieder zu Hungersnöten. Manche Gebiete und Bevölkerungsgruppen leiden unter chronischer Unterernährtheit. Dank unserer Spender konnte muslimehelfen die Not in Nyagatare lindern. Wir haben bei der Gründung der Frauenkooperative Nyagatare Vision Cooperative geholfen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Frauen, die ihren Lebensunterhalt mit Maisanbau bestreiten. Unser Projektleiter Ahmad von Denffer war vor Ort und berichtete bereits in einer älteren mhz-Ausgabe über seine Erlebnisse (siehe mhz 2/2010). Auf der ganzen Welt arbeiten viele Frauen unzählige Stunden am Tag. Sie können aber häufig kaum davon leben, weil ihre Tätigkeiten so schlecht bezahlt sind. Das musste auch Bruder von Denffer wieder erfahren, als er die Schwestern der Kooperative erstmals in einer Moschee traf. Als Bäuerinnen besaßen sie ein Maisfeld, das sie alle gemeinsam bewirtschafteten. Manche konnten sich nicht mal den medizinischen Grundversorgungsplan leisten, der im Krankheitsfall ärztliche Untersuchungen für wenig Geld ermöglicht. Die Frauen baten uns um Unterstützung. Alhamdulillah, nun gibt es gute Neuigkeiten: Unsere Partner von Umbrella for Vulnerable stellten den Schwestern Land für den Maisanbau zur Verfügung. Auf dem Grundstück wurden für die Weiterverarbeitung und den Vertrieb der Ware zudem eine Halle, ein Büro sowie ein kleines Zimmer für Sicherheitspersonal errichtet. Im Juli 2010 wurde der Betrieb offiziell der Kooperative übergeben. Die Frauen können jetzt mit der Fertigung und dem Verkauf des Maises ihr Einkommen und dadurch ihren Lebensstandard verbessern. In der Halle stehen drei Mühlen, die die Körner zu feinem Maismehl mahlen. Damit erzielen die fleißigen Schwestern bessere Marktpreise als mit ganzen Körnern. Außerdem verarbeiten auch Menschen, die nicht im Betrieb tätig sind, ihren Mais in der Mühle, was zusätzliche Einnahmen bringt. Die Frauen sind sehr glücklich über das Geld, das sie verdienen. Sie können ihren Familien jetzt Nahrung, Kleidung und ärztliche Hilfe geben und die Kosten für die Schulbildung ihrer Kinder tragen. Und die Mühlen drehen sich weiter...
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