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Bangladesch

Nothilfe für Sturmopfer

Am 15. November fegte der Wirbelsturm SIDR mit einer Stärke von über 240 Stundenkilometern über Bangladeschs Zentral- und Küstenregionen hinweg und löste dabei örtlich bis zu zehn Meter hohe Sturmwellen aus. Die Flutkatastrophe kostete Tausende Menschen ihr Leben. Hunderttausende wurden obdachlos. Das Bild der Verwüstung prägt auch heute, ein Jahr nach der Katastrophe, noch immer das Landschaftsbild. Nur langsam erholen sich die Regionen von den vielen wirtschaftlichen Schäden der nahezu völlig zerstörten Infrastruktur, vernichteter Ernten, Auslöschung des Viehbestandes und knapp einer Million zerstörter und einundeinhalb Millionen beschädigter Häuser.

Im Vordergrund der Hilfeleistung: Lebensmittel für Überlebende
							Fertige Lebensmittelpakete: Mittels Booten gelangen sie zu den Bedürftigen
							Teil unserer Nothilfe: Der Aufbau von Latrinen
							Medizinische Ersthilfe: 6.500 Opfer wurden behandelt
							Eigenes Engagement: Aktive Mithilfe bei AufräumarbeitenLupe
Im Vordergrund der Hilfeleistung: Lebensmittel für Überlebende

Unsere britische Partnerorganisation Muslim Aid war schnell vor Ort, als es darauf ankam, eine erste Nothilfe für die Sturmopfer zu leisten. Für uns wickelte sie ihre Hilfsarbeit in den drei am stärksten betroffenen Regionen Sharankhola und Morelgonj (Unterbezirk von Bagerhat) sowie in Patuakhali ab.
Das große Ausmaß der Katastrophe erforderte eine dringende Notversorgung der Bevölkerung mit haltbaren Grundnahrungsmitteln. Ein beträchtlicher Teil des von mh zur Verfügung gestellten Budgets über 51.800 Euro wurde daher für Lebensmittel verwendet. 17.755 Personen erhielten insgesamt rund 38 Tonnen Nahrungsmittel, davon 26.6 Tonnen Reis, 3.5 Tonnen Hülsenfrüchte, 4.3 Tonnen Kartoffeln und 3.3 Tonnen Salz. Bedürftige wurden außerdem, wo nötig, mit Kleidung ausgestattet. Haushaltsgegenstände verteilten unsere Partner an 1.450 Familien.

mh übernahm auch die Kosten rund um die Organisation des Aufbaus von Notunterkünften  sowie zur Errichtung von 400 und der Reparatur von 50 Latrinen.

Unsere Nothilfe umfasste ebenso kostenlose medizinische Behandlungen für 6.500 Patienten. In einer über vier Wochen betriebenen mobilen Klinik verschiedenster internationaler Hilfsorganisationen übernahm mh die Kosten für deren Behandlung und Versorgung mit Medikamenten.

Ein Teil der Mittel wurde zur Reparatur von Straßenschäden sowie für Aufräumarbeiten eingesetzt. 450 Menschen, die selbst Opfer der Sturmkatastrophe wurden, konnten dabei etwas Geld verdienen und verhalfen mit ihrem Engagement  zugleich zur schnelleren Instandsetzung des Straßennetzes.

Unser Nothilfeprojekt begünstigte insgesamt 12.697 Familien.

Die Notleidenden bedanken sich recht herzlich bei den Spendern.

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