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Indonesien

Kurban im Zeichen der Erdbebenopfer

Nach den verheerenden Beben auf West-Java und -Sumatra im September 2009 konzentriert sich mh's Kurban-Hilfe vorrangig auf die Unterstützung der hinterbliebenen Opfer. Auch in isolierten Randgebieten erhalten Arme eine helfende Kurbanspende.

Der Seeweg führt nach Solan, einer 700 Menschen zählenden Siedlung auf Seram Island
							Projektmitarbeiter erreichen Solan. Mit im Boot sind Opferziegen
							Dürftige Wohnverhältnisse. Schlecht zusammengestellte Baumhütten sind der einzige Schutz der Bewohner vor Witterungen
							Verteilung im entlegenen Solan
							Gefertigte Kurbanportionen für Rand- und zerstörte Gebiete
							Chaos nach den verheerenden Beben. Viele Orte sind verwüstet worden
							Überreste eines erdbebenzerstörten Familienhauses
							Kurbanverteilung um die Garut-Region mit Al-HusnaLupe
Der Seeweg führt nach Solan, einer 700 Menschen zählenden Siedlung auf Seram Island

Unser diesjähriges Kurban-Programm in Indonesien stand im Zeichen der jüngsten Erdbebenopfer von West-Java und West-Sumatra. Beben der Stärke 7,3 auf der Richterskala hatten Anfang September die beiden Inseln erschüttert und dabei schwere Schäden hinterlassen. Sie verwüsteten ganze Ortschaften, zerstörten die örtliche Infrastruktur und brachten mancherorts das soziökonomische System zum Erliegen. Hunderte Wohnhäuser, Moscheen und Schulen wurden in Mitleidenschaft gezogen, dutzende Menschen kamen ums Leben.

 

Mithilfe unserer beiden Partnerorganisationen Lazis Dewan Da’wah und Al-Husna konnte mh Kurbanhilfen in Gesamthöhe 38.762 Euro verteilen. Unsere beiden Partner schafften es dabei, neben Randregionen auch in schwer zugängige Gebiete vorzudringen und mehr als 11.000 Haushalte mit Kurbanportionen zu versorgen.

 

Lazis Dewan Da’wah LDD

LDD wurden in insgesamt 68 Ortschaften in elf Provinzen tätig. Die Zuwendung von 33.280 Euro ermöglichte hier die Opferfleischverteilung von 350 Kurban-Ziegen und 10 Kurban-Kühen. 10.500 Haushalte kamen so in den Segen Ihrer Spenden. Neben Erdbebenopfern handelt sich um schwer zugängliche Landstriche mit überwiegend armer Bevölkerung.

 

Eine davon ist die isolierte Siedlungen Solan auf Seram Island. Sie besteht aus drei zusammengeballten Dörfern mit gerade einmal 88 Haushalte zählt. Die 700 Bewohner sind nur über einen gefährlich langen See- und Landweg von 20 Stunden Gesamtfahrtlänge zu erreichen. Am 27. November erreichten LDD-Mitarbeiter die Region und übergaben den Einwohnern mitgebrachte Kurban-Tiere zur Schächtung. Von den dürftigen Lebens- und Wohnverhältnissen – die hiesigen Einwohner leben in kleinen, bescheidenen Baumhäuschen - hatten LDD bereits durch frühere Projekte gewusst, die sie hier durchgeführt hatten.

 

Al-Husna

Al-Husna’s Kurban-Programmm konzentrierte sich auf Erdbebengeschädigte um die Garut-Region auf West-Java. Für die Erdbebenopfer in Pameungpeuk und Cikeulet, den beiden am stärksten zerstörten Arealen, wurden 5 Kühe geschächtet, verpackt und unmittelbar nach dem Fest-Gebet am ersten Idu-l-Adha Tag 1430 bzw. 27. November 2009 verteilt. Zudem ließen Al-Husna weitere 2 Kühe für arme Familien in Samarang und Jatinangor, Ost-Java, schächten. 5.482 Euro hatte mh hierfür bereit gestellt. 925 Familien wurden begünstigt.

 

Die Opfer der Katastrophe halten sich im heute oftmals nur notdürftig mit Feldarbeiten über Wasser. Manche von ihnen besitzen sogar etwas Vieh, mit dem sie die grundlegendsten Bedürfnisse ihrer Familie decken können. Nichtsdestotrotz leben sie in Armut und sind auf Hilfe von außen angewiesen.

INDO19707-01K09(1),INDO19707-01K09(2)
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