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Indonesien

Zuckerrohrmühlen für die Erbebenopfer von Bukik Batubuah

Am 6. März 2007 bebte im indonesischen West-Sumatra die Erde. Schnell wurden Erinnerungen an den verheerenden Tsunami vom Dezember 2004 geweckt, alhamdulillah war das Ausmaß der Katastrophe dieses Mal nicht so gravierend, aber dennoch erschreckend: Allein in dem Dorf Bukit Batabuah im Distrikt Agam zerstörte das Beben mehr als 300 Häuser, weitere 592 Gebäude waren mehr oder minder schwer beschädigt. Über 3.960 Menschen mussten fortan in Zelten übernachten.

Lupe

Dazu kam noch der wirtschaftliche Schaden. Viele Bewohner des Dorfes verdienen ihr Geld mit Zuckerrohrmühlen, in denen brauner Zucker produziert wird. Doch auch hier waren Verluste zu vermelden: 46 Mühlen wurden schwer, weitere 31 mittelschwer und 27 Mühlen leicht beschädigt.

mh unterstützte die Betroffenen mit dem Wiederaufbau und der Sanierung von vier Zuckerrohrmühlen. Traditionell wird die Maschinenanlage zur Fertigung von braunem Zucker mit Ochsen betrieben. Die Zuckerrohrmühlen wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten auch modernisiert: Dank einer neuen Technologie und eines Dieselantriebs produzieren die vorwiegend von Zuckerherstellung lebenden Farmer Bukik Batubuahs wesentlich schneller und effektiver und zudem noch unter verbesserten hygienischen Bedingungen.

Und auch die Qualität der Ware ist gestiegen, obgleich die Herstellungskosten gesunken sind. Die Produktion in der Kollektivanlage stieg von 15 auf 150 bis 200 Kilo pro Tag an. Das entspricht einer Zunahme von über 1000 (!) Prozent. Natürlich bedeutet das zugleich einen vielfach geringeren Arbeitsaufwand für die Bauern. Nun haben sie mehr Zeit für sich und ihre Familien.

63 Familien profitieren von diesem Projekt, für das mh 10.432 Euro zur Verfügung stellte.

M. Nasir, erzählt: „ Endlich kann ich die Bildung meiner Kinder finanzieren. Dank der neuen Zuckerrohrmühle kann ich das, wofür ich sonst einen halben Monat brauchte, in nur drei Tagen leisten. Mir fällt auch auf, dass bei derselben Menge eingesetzten Zuckers nun viel mehr Zuckersaft erzeugt wird. Und das bedeutet mehr Geld für mich und die Erfüllung der Bedürfnisse meiner Familie.“

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