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Indonesien

Ramadan-Pakete für Familien auf Java

Indonesien hat in jüngster Zeit mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Die ökonomische Instabilität wirkt sich merkbar auf die Preissetzung im Lande aus: Sie treibt Lebensmittelpreise in die Höhe, ein Bestand, der wie so oft, die ärmste Bevölkerungsschicht am schlimmsten trifft. Viele Menschen, die ohnehin mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sehen sich in der verzweifelten Lage, nicht einmal mehr die Grundbedürfnisse ihrer Familie decken zu können.

Nahrungsmittel-Verteilung in Garut: 250 Familien erhielten ein Hilfs-Paket
							Al-Husna verteilten 150 Pakete in Bandung
							Weitere Ramadan-Pakete gingen an 250 Familien in BojonegoroLupe
Nahrungsmittel-Verteilung in Garut: 250 Familien erhielten ein Hilfs-Paket

In Zusammenarbeit mit Al-Husna, unserem örtlichen Partner, initiierte muslimehelfen ein Ramadanprogramm, das 650 finanziell angeschlagenen Familien in Garut, Bandung und Bojonegoro zugute kam.

Unsere Hilfsaktion begann in Garut an der Al-Mustaqim- und der Darul Muttaqin Moschee. Am  16. beziehungsweise 18. September 2008 fand dort jeweils ein islamisches Programm mit integrierter Ramadan-Predigt und Qur’an-Rezitation statt. Bevor es an die Verteilung der Iftar-Speisen und Nahrungsmittelpakete an 250 Familien ging, wandten sich öffentliche Personen sowie Al-Husna Mitarbeiter an die Empfänger mit ein paar Trost spendenden Worten. Die unterstützen Personen stammen vorwiegend aus der Peripherie Garuts. Sie arbeiten als Fahrer, Kleinverkäufer, Arbeiter oder Selbstständige (Farmer) mit ungesichertem Einkommen. Sie leben in schlechten Wohnverhältnissen und in schwerer Armut, haben durchschnittlich zwei bis vier Kinder und ein monatliches Einkommen von ca. 33 Euro: eine verschwindend kleinen Summe, selbst zur  Deckung von Grundbedürfnissen einer mittelgroßen Familie, von „Luxus-Gütern“ wie Kleidung oder Schuhen ganz zu schweigen.

Weitere 150 Lebensmittelpakete und Iftar-Mahlzeiten verteilten unsere Partner am 21. September 2008 an der Al-Kauthar Moschee in Ost-Bandung. Bandung ist ein wichtiger Transitpunkt zwischen Ost-, Mittel und West-Java. Jüngst ließen sich hier ganze Menschenmassen nieder in der Hoffnung, hier ein neues, besseres Leben anfangen zu können - ein Leben mit einer gesicherten Zukunft. Bandung zählt etwa zehn wichtige Fabrikationsanlagen. Die Träume vieler Zuzügler von einer besseren Zukunft zerplatzten jedoch bald. Zu gering ist ihre Qualifikation für eine erhoffte Anstellung als Fabrikarbeiter. So schlagen sie sich durch das Leben, genötigt jegliche anderweitige Arbeiten auszuüben, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Allen Mühen zutrotzt führen noch immer viele ein Leben  in großer Armut.

Zuletzt in  Bojonegoro, einem Ort etwa 25 Kilometer von der Küste Ost-Javas entfernt, fanden Distributionen von 250 Paketen und Iftar-Mahlzeiten statt. An der Bait Ar-Rahman- sowie der Darul Muhtadin Moschee versammelten sich arme Bauern-Familien. Viele von ihnen sind Opfer der gewaltigen Flut und zahlreicher Erdrutsche, die die Region am 30. Dezember 2007 heimgesucht hatten. Eigenes Land haben sie also größtenteils nicht mehr. Ihre einzigen Einnahmen stammen aus der Bebauung fremder Ackerfelder gegen Entlohnung. Auf diese Weise verdienen sie etwa 30 Euro im Monat.

Die Zusammensetzung der Hilfspakete gestaltete sich in Garut und Bojonegoro gleich: Pro Familie und Paket gab es Reis, Milch, Nudeln und Zucker. Für alle begünstigten Familien in Bandung packten Helfer Reis und Nudeln ein. Alten und Kranken wurden Hilfspakete, sofern erforderlich, nach Hause geliefert. Daneben gab es für alle begünstigten Familien noch eine Iftar-Mahlzeit zum mitnehmen.

Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf 6.125 Euro.

INDO19702-01P08
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