Indonesien
Kurban-Hilfe für Menschen am Rande der Existenz
Wirtschaftliche Schwierigkeiten machen gerade das Leben der ländlichen Bevölkerung zu einem täglichen Überlebenskampf.
Trotz des großen Wirtschaftswachstums, den Indonesien in den vergangenen Jahren verzeichnen konnte, sind die Folgen wirschaftlicher Probleme im indonesischen Alltag nach wie vor spürbar. Bombenattentate, die Folgen des Tsunami vom Dezember 2004, die sich zyklisch wiederholenden Erdbeben, die die Infrastruktur des Landes immer wieder beschädigen oder die Vogelgrippe sind hier nur als einige Beispiele negativer interner Einflüsse zu nennen.
Offiziellen Angaben zufolge leben mehr als 37 Millionen Indonesier unter der Armutsgrenze. Laut UNO müssen sie mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Hinzu kommt eine breite Masse derer, die nur knapp über dem Existenzlimit leben, also nur etwas mehr als einen US-Dollar am Tag zur Verfügung haben. So spricht die Weltbank davon, dass sogar ein Viertel der 240 Millionen-Bevölkerung Indonesiens in Armut lebt.
Vor allem die Verhältnisse auf dem Land sind schwierig, die urbane und infrastrukturelle Entwicklung findet nur langsam ihren Weg in entlegene und runter gekommene Gegenden.
Zur Unterstützung sozial schwacher Familien gerade dieser wenig beachteten, entlegenen und zum Teil zerstörten Randgebiete organisierte muslimehelfen mit örtlichen Partnern ein Kurban-Programm, dessen Abwicklung sich auf 17 Provinzen erstreckte. Zwischen 11. November und 25. Dezember 2008 arrangierte unsere langjährige, vertraute Partnerorganisation Lazis Dewan Da’wah in Zusammenarbeit mit örtlichen Helfern den Einkauf und die Schächtung des Kurban und verteilte Fleisch von insgesamt 50 Rindern in folgenden Regionen: Aceh, Bali, Banten, Bengkulu, DKI Jakarta, West Java, Zentral Java, Jogjakarta, West Kalimantan, Lampung, Maluku, Nord Maluku, West Nusa Tenggara, Ost Nusa Tenggara, Papua, Zental Sulawesi und West Sumatra.
Auf diesem Wege konnte Ihre Hilfe 5.000 Bedürftige erreichen. Dabei handelt es sich größtenteils um sozial benachteiligte Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt als Feld- oder Plantagenarbeiter verdienen. Weitere Begünstigte sind Tagelöhner in zerstörten oder Randgebieten. Eine dritte Gruppe Begünstigter machte eine Gruppe von „Bürgern zweiter Klasse“ aus, die in heruntergekommenen Stadtvierteln unter ärmlichsten Verhältnissen wohnen.
Indirekt von unserer Hilfe begünstigt waren auch örtliche Bauern, die das Vieh stellten. Unsere Partner förderten, wenn auch verhältnismäßig nur in geringem Maße, die regionale Viehzucht und verhalfen dabei Viehhaltern zu einem erheblich überdurchschnittlichen Lohn im heiligen Monat Dhu l-Hiddscha.
Das gesamten Projektkosten betrugen 27.500 Euro.
Land: Indonesien
Region:
Fläche: 1.912.988 in km²
Bevölkerung: 220.558.000 Einwohner (2005)
Hauptstadt: Jakarta
Amtssprache: Indonesisch (Bahasa Indonesia)
Bruttonationaleinkommen: 826,55 EUR pro Kopf (2005)
Währung: 1 Rupiah (Rp.) = 100 Sen
Bevölkerung: Bevölkerungswachstum: 1,4%; letzte Zählung 2000: 206.264.595 Einw. - Z 1995: v.a. Malaien (malaiisch-polynesisch bzw. austronesisch); 40% Javaner, 15% Sundanesen, 5% Maduresen; Atjeher, Bataker, Minangkabau, Balinesen, Menadonesen, Dayak, Ambonesen (Maluken), Papuas; Chinesen, Araber, Inder, Pakistaner; Europäer und Amerikaner
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