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Kambodscha

Damit sie im Ramadan nicht hungern müssen...

Mehr als 9.000 Kambodschaner erhalten im Ramadan 2009 eine dringend erforderliche Lebensmittelhilfe. Hunderte Familien erhielten Lebensmittelpakete, mehrere Hunderte Menschen speisen gemeinsam zu Iftar.

 

Gemeinsames Iftar an Moschee in Phnom
							Nachdenklicher Mann kurz vor Iftar-Anbruch in Phnom
							Angor Ban: Etwa 200 Menschen brechen in der Ortsmoschee gemeisam das Fasten
							In der Phom Toul sprechen Fastende Iftar-Bittgebete für muslimehelfen
							Menschen mit Lebensmittelpaketen an einer Moschee in der Provinz Kandal
							Kinder und Alte mit Lebensmitteln am Moscheeeingang in der Kandal Provinz
							CAMSA-Vorsitzender Dr. Mousine spricht mit Hilfeempfängern
							Verstecktes Lächeln auf Gesichtern begünstigter Frauen in der Kandal Provinz
							Dr. Mousine verteilt mit Helfern abgepackte Lebensmittel an Arme und Bedürftige
							So sah der Berg mit mh-Lebensmittelhilfen ausLupe
Gemeinsames Iftar an Moschee in Phnom

9.190 Kamboschaner sind Nutznießer des breitflächigen mh-Ramadanhilfsprogramms 2009 geworden. Träger der Hilfsaktion vor Ort waren neben unserer langjährigen Partnerorganisation Cambodian Muslim Student Association (CAMSA) auch zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer. In Kooperation mit örtlichen muslimischen Gemeindevorstehern und lokalen Obrigkeiten organisierten sie Lebensmitteleinkäufe, Hilfspaket-Verpackungen sowie deren Verteilung an die arme Bevölkerung. 650 Haushalte, die zusammen etwa 3.250 Mitglieder zählen, bezogen je 10 Kilo Reis, 10 Päckchen Nudel, 2 Kilo Zucker, 2 Kilo Salz, 3 Liter Milch, 1 Liter Orangensaft und 2 Dosen Fisch. Ein jedes Paket kostete 15 US-Dollar, umgerechnet 10 Euro. Die Distribution erfolgte an den beiden Ortschaften Bonteay Brey und Cham Krom. Menschen aus 19 Dörfern des Prey Nub und Krom Thom Distrikts versammelten sich hier zum Empfang ihrer Ramadanhilfe. 

 

Darüber hinaus beauftragte CAMSA 37 Moscheegemeinden in ebensovielen Ortschaften mit der Organisation von Iftar-Speisungen für Fastende. Im Rahmen der eigenen Gebetsräume gab es ein gemeinsames Fastenbrechen pro Dorf. Mancherorts lief das Iftar-Programm auch über zwei Tage. CAMSA übergab das hierfür erforderliche Geld an Verantwortliche, welche ihrerseits Essen zubereiten ließen und zusammen mit Obst und Getränken servierten. Schätzungsweise 5.940 Menschen erhielten dieser Art Ihre Zakatu-l-Fitr-Spenden. Die Rede ist vorwiegend von körperlich Behinderten, Witwen, Waisen und Menschen in finanziellen Nöten. Unter den Begünstigten sind auch  Auszubildende unserer mh-Nähschule 2009/10 im Dorf Roka, Provinz Kampong Cham.

 

Kambodscha zählt zu jenen Ländern der Welt, in denen breite Menschenmassen von Armut betroffen sind. Schätzungen zufolge lebt sogar 35 % der Gesamtbevölkerung unter der Armutsgrenze. Für die hiervon Betroffenen heißt es: Tagtäglich hungern. Auch der aktuelle Welthungerindex gibt keine Entwarnung, ganz im Gegenteil: Er stuft die vorherrschende Hungersituation in Kambodscha nach wie vor als sehr ernsthaft ein. Zu den rund 30% der Menschen, die hierzulande im Landwirtschaftssektor arbeiten, zählen überwiegend auch unsere Begünstigten. Manche sind Fischer oder Kleinverkäufer. Die verdienen nur sehr wenig für ihren Lebensunterhalt, haben kaum anderweitige Berufserfahrung und sind auch sonst ungenügend qualifiziert. Ihre mangelnde Bildung erschwert ihnen den Zugang zu besser bezahlten Arbeitsstellen.

 

Ein zusätzliches Problem ergibt sich für Viele durch die gegebene lokale Infrastruktur. Etliche Menschen leben weit abseits der wirtschaftlichen Ballungszentren. Manche Dörfer sind so weit entlegen, dass ihre Bewohner weder Strom, noch Wasser beziehen. Und auch die Straßenverbindungen lassen zu wünschen übrig. Es gibt - wenn überhaupt - nur Landstraßen, die Wege in nächstgelegenen Städte sind weit und teuer. Arme Menschen haben somit keine Möglichkeit, ihre Ernteerträge auf Stadtmärkte zu transportieren und sie dort zu verkaufen. Damit schließt sich der Teufelskreis der Not, aus dem sie nicht auszubrechen vermögen. Denn keine Geld für eine Fahrt zum Stadtmarkt bedeutet auch keine Einnahmen und damit wiederum keine finanzielle Sicherheit.

 

Die Nutznießer unseres diesjährigen Ramadanprogramms - insgesamt waren es 2.857 Männer, 3.210 Frauen und 3.123 Kinder -  sind äußerst erfreut über die Hilfe, die mh ihnen zukommen ließ. Einige berichteten, dass die ohne unsere Hilfspakete nichts zu essen gehabt hätten.

 

mh finanzierte die Ramadanhilfe mit 13.322,77 Euro.

 

Das muslimehelfen-Team bedankt sich im Namen aller Begünstigten für Ihre Unterstützung.

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