Kenia
„Week of Mercy“ - Kostenlose medizinische Behandlung in Malindi
Nun schon zum zweiten Mal fand in Kenia die “Week of Mercy” statt. Zwischen 10. und 16. Dezember tätigte das zahlkräftige Personal, bestehend aus einem Arzt, einem Kinderarzt, drei Doktoren der Medizin, drei Krankenhausverwaltungsangestellten, sechs Krankenschwestern, vier Labortechnikern, einem Röntgentechniker, acht Pharmazeuten, sechs Beratern und 40 Freiwilligen, vielseitige medizinische Behandlungen.
Im Tawfiq Hospital in Malindi war es Armen, Witwen und Mittellosen möglich, kostenlose medizinische Fürsorge in Anspruch zu nehmen. Mehr als 1.000 Menschen suchten täglich das Krankenhaus auf. Sie kamen aus einem breiten Umfeld von etwa 75 km².
In den Fachbereichen der Zahn- und Augenmedizin sowie der HNO-Heilkunde, Gynäkologie und Chirurgie wurden innerhalb nur weniger Tage insgesamt 9.000 Menschen behandelt werden.
Zahlreiche Labortests und Röntgenaufnahmen verbesserten während dessen die Diagnostizierungsmöglichkeiten der Ärzte.
Während viele Patienten nach ihrer Untersuchung nur Medikamente verordnet bekamen, mussten sich einige Patienten chirurgischen Eingriffen unterziehen. In allen Abteilungen herrschte Hochbetrieb. Von Blinddarm-, Wasserbruch-, Gebärmutter- und Mandelnoperationen bis hin zur operativen Entfernung des so genannten „grauen Stars“, einer Form der Linsentrübung, war alles vertreten.
Ein besonderer Fall spielte sich in der Zahnklinik ab, die unter der Leitung eines Zahnarztes aus Nairobi stand. Die sechs Monate alte Diyana Idza wurde operiert. Das kleine Mädchen wies eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, eine angeborene Fehlbildung auf, die zu Beeinträchtigungen beim Essen, Trinken und Sprechen führen kann. Dank der Operation konnte diese aber behoben werden. Der Vater der kleinen Diyana wandte sich an mit Worten der Dankbarkeit die Stifter: "Wir sind allen, die diese Operation möglich gemacht haben, zutiefst dankbar. Möge Gott sie alle reichlich belohnen."
Agnes Janji, eine junge Mutter, ist eine der fünf Frauen, denen die gesamte Gebärmutter entfernt werden musste. Trotzt der schweren OP ist sie erleichtert, noch für ihre Kinder da sein zu können. Mit den Worten: "Danke, dass ihr mein Leben gerettet habt" sagte sie, noch geschwächt von ihrem Eingriff.
Doch die „Week of Mercy“ diente in besonderem Maße der Aufklärung über das in Afrika so weit verbreitete HIV Virus. Sechs Berater stellten sich in der freiwilligen HIV/Aids Beratungs- und Teststelle tagelang zur Verfügung, um die Bevölkerung über die wichtigsten HIV-/Aids- Problematiken in Kenntnis zu setzten. Von den 500 Besuchern willigten nur 240 ein, sich testen zu lassen. Zwei Männer sowie 3 Frauen wurden für positiv befunden. Diese wurden anschließend an das „Government Hospital“ verwiesen, um später kostenfrei entsprechende Pharmazeutika zu erhalten.
mh finanzierte die „Week of Mercy“ mit 11.172 Euro.
Vielen Dank für ihre Mithilfe.
Land: Kenia
Region: Ost-Afrika
Jamhuri ya Kenya
Fläche: 582.646 in km²
Bevölkerung: 34.256.000 Einwohner (2005)
Hauptstadt: Nairobi
Amtssprache: Swahili, Englisch
Bruttonationaleinkommen: 348,87 EUR pro Kopf (2005)
Währung: 1 Kenia-Schilling (K.Sh.) = 100 Cents
Bevölkerung: Bevölkerungswachstum: 2,3%; letzte Zählung 1999: 28.686.607 Einw. - rd. 40 Ethnien: (S 1989) über 60% Bantu (u.a. 20,8% Kikuyu, 14,4% Luhya, 11,4% Kamba), 12,4% Luo (West-Niloten), 11,5% Kalenjin (Ost-Niloten), 1,6% Maasai u.a.; 89185 Asiaten (v.a. Inder), 41595 Araber und 34560 Europäer
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