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Palästina

GAZA NOTHILFE

Al-hamdu li-llah, Gott sei gelobt, die Kämpfe haben aufgehört, oder zumindest sind sie unterbrochen

Seit Beginn der Krise ist ein medizinisches Notfall-Team unserer Partner im Einsatz
						Unsere Partner verteilen ein 8-er Pack Käse pro Familie.
						Das Haus einer palästinensische Familie: Bei israelischen Luftangriffen wurde es völlig zerstört.
						In Gaza herrscht großer Brotmangel. Al-Huda versorgt Kinder und Bedürftige mit Brötchen aus eigener Herrstellung.
						Rund 1.000 Familien erhalten täglich 15 frische Brötchen.
						Die Not ist groß. Brot, Käse und warme Speisen lindern den Hunger der Not Leidenden.
						Vor vielen Jahren richtete muslimehelfen eine Backstube zur Versorgung von Kindergarten- und Schulkindern mit Vollwertmahlzeiten ein.
						Der Betreib der Backstube wurde seit Beginn der Krise auf Brotfertigung umgestellt.
						Mehlvorräte ermöglichen die tägliche Herstellung von 20.000 Brötchen.
						Leicht Verletzte und Kranke erhalten in Al-Hudas Ambulanz medizinische Hilfe.
						Ein Junge hat eine Kopfverletzung erlitten.
						Ärzte behandeln seine Wunde.
						Medikamente sind im Krieg oftmals unerschwinglich. Al-Huda versorgt Bedürftige wo nötig mit Arzneimitteln.
						Mit Essen versorgt Al-Huda täglich die vielen Flüchtlinge, die unmittelbare Kampfzonen verlassen und in Schulen untergekommen sind.
						Kinder unterliegen einem besonderen Unterernährungs-Risiko. Vor allem sie gilt es mit ausreichend Nahrung zu versorgen.Lupe
Seit Beginn der Krise ist ein medizinisches Notfall-Team unserer Partner im Einsatz

Wir wissen nicht, von welcher Dauer dies sein wird. Wir beten für Frieden und Schutz für die Schutzbedürftigen. Über Ursachen und Folgen, über Leid und Angst, über die Opfer und die Hinterbliebenen, über all das braucht hier im Einzelnen nichts weiter gesagt zu werden. Auch wenn die Öffentlichkeit hierzulande darüber ganz sicher nicht ausreichend unterrichtet wurde, das, was bekannt ist, genügt, um die Not zu erkennen, die im Gazastreifen herrscht.
Inzwischen haben wir eine Bestätigung erhalten, dass unsere erste Rate zur Finanzierung der Unterstützung für die notleidenden Menschen im Gazastreifen angekommen ist, al-hamdu li-llah. Die zweite Rate ist ebenfalls unterwegs, sie soll inschallah in Kürze dort eingehen. Die Verantwortlichen und die Helfer unserer Partnerorganisation Al-Huda sind bislang gesund geblieben. Das sind gute Nachrichten, und wir beten, dass es so bleibt.

Mit Allahs Hilfe gelang es, unsere Partner in Gaza am zweiten Tag nach dem Angriff telefonisch zu erreichen und seither nahezu täglich mit ihnen in Verbindung zu bleiben. Die Lage war dramatisch, nicht zuletzt auch die Versorgungslage unerträglich schlecht schon vor den Luftangriffen durch die völlige Abriegelung des Gazastreifens. Überhaupt leben ja, abgesehen von manchen Wohlhabenden, die es in Gaza auch gibt, die Menschen dort seit Jahrzehnten in ärmlichsten Verhältnissen. Der einfache Mann muss für alles, was er benötigt, mit zwei Dollar am Tag auskommen. Unsere Partner baten um eine sofortige Notfallhilfe von 15.000 Euro für Lebensmittel und Medikamente. Damit sollten besonders Bedürftige unterstützt werden. Wir haben zugesagt, den Betrag auf den Weg gebracht und die Unterstützerinnen und Unterstützer vom muslimehelfen zu großzügigen Spenden aufgerufen. Alle überwiesenen Beträge sind bei Al-Huda angekommen.

Als wir vor Jahren in Gaza ein Schulspeiseprojekt für etwa 2.000 Kinder begannen, wussten wir natürlich nicht, wie nützlich das auch gerade unter den jetzigen Umständen sein würde. Doch Fakt ist, dass unsere Partner zur Umsetzung dieses Projekts mit einer voll ausgerüsteten Backstube versehen sind und über eine kleine auf das Backen spezialisierte Belegschaft verfügen. Auch sind trotz der allgemein besonders schwierigen Versorgungslage gewisse Mengen an Vorräten notwendig, um den Backbetrieb zur Versorgung der Schulkinder ordentlich durchführen zu können. Diese Vorräte ermöglichten es nun, kleine Brote zu backen und an Flüchtlinge und andere Bedürftige zu verteilen. Der Schulbetrieb ist seit den täglichen Bombardierungen natürlich unterbrochen. Die Schulen dienen jetzt als Notunterkünfte für Menschen, die aus den unmittelbaren Kampfzonen fliehen mussten, um ihr Leben zu retten. So fügt es sich, dass auch die Orte, an denen sich die Flüchtlinge aufhalten, unseren Helfern in Gaza bestens bekannt sind. Es sind dieselben Schulen, an denen sonst täglich den Schulkindern ihr frisch gebackenes Frühstück ausgegeben wurde. Zu den Lieferanten der Backzutaten, vor allem Mehl, besteht auf Grund der mehrjährigen Tätigkeit ein Vertrauensverhältnis. So wurde die erforderliche Ware geliefert, obwohl es klar war, dass die Bezahlung auf Grund der Umstände erst später erfolgen kann.

Da die meisten Bäckereien geschlossen hatten, wurde die Backstube von Al-Huda nun besonders wichtig. Mit täglich 20 000 kleinen Broten, ähnlich unseren Semmeln oder Brötchen, werden etwa 1000 Familien versorgt. Sie kommen aus den Gebieten von Khan Yunis, Rafah und Beit Hanoun. Jede Familie erhält eine Tüte mit 15 Stück Brot und ein Paket Käse dazu. Auch warme Mahlzeiten werden gekocht und verteilt. Kranke können sich an die kleine Ambulanzstation von Al-Huda wenden und werden dort soweit möglich betreut und mit Medikamenten versorgt. Ein medizinischer Dienst besucht auch die Flüchtlinsfamilien in den Schulen und anderen Unterkünften. Sicher, die Not in Gaza ist groß, viel größer, als dass sie allein mit Brot und Medikamenten zu bewältigen wäre. Aber auch die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend. Jeder, der guten Willens ist, tut, was in seinen Kräften steht, und was er kann.
Für ein Flüchtlingskind, notdürftig in einer Schule untergebracht, ist es wirklich nicht gleich, ob es vor Hunger weint oder ob es vor Freude lacht, weil es in eine frisch gebackene Semmel beißen kann. Auch für seine Mutter ist das ein großer Unterschied. So unterstützen wir von Muslime Helfen - und damit Sie, die zahlreichen Spenderinnen und Spender, denn wir handeln an Ihrer Stelle - die notleidenden Menschen in Gaza nach unseren Möglichkeiten.
Allen Spenderinnen und Spendern, die auf den „Hilferuf aus Gaza“ geantwortet haben, sei herzlich gedankt, dschasakumu llahu khairan, Gott vergelt’s auf’s Beste. Trotz der wahrlich bedrückenden Lage im Gaza-Streifen haben wir wie gesagt auch gute Nachrichten. Deshalb bitten wir weiterhin um großzügige Spenden. Und vergessen Sie die Notleidenden in Gaza nicht in Ihrem Bittgebet.

Update Mai 2009:

Für eine nahtlose Fortsetzung der dringend erforderlichen Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung in Gaza überwies mh noch im Januar 2009 und in einer zweiten Überweisung im Februar 2009 weitere Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. 

Damit konnte unser Partner in Khan Younis die tägliche Nahrungsmittelversorgung  für 1.000 Familien sicherstellen. Verletzte und Kranke erhielten medizinische Hilfe in der kleinen Ambulanz von Al-Huda und wurden dort mit Medikamenten versorgt. Ein medizinischer Dienst besuchte Flüchtlingsfamilien in Schulen und Notunterkünften.

Besten Dank für Ihre Unterstützung! Möge Allah ta'ala es Ihnen auf die beste Weise vergelten!

PALE27707-01P08(2),PALE27707-02P09(2),PALE27707-03P09(2)
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