Die Begünstigten bedanken sich

Ein Fundament für die Zukunft: Moderne Bildungschancen in Indonesien

Soufian El Khayari

Von der „Kreidezeit“ ins moderne Zeitalter: Wie Deine Spende eine Schule in Banten digital transformiert und Kindern aus armen Verhältnissen neue Hoffnung schenkt.

Unser Prophet Muhammad (saw) sagte sinngemäß: „Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim.“ Doch während wir in Europa den Zugang zu digitaler Bildung oft als selbstverständlich ansehen, sieht die Realität in den ländlichen Regionen Indonesiens häufig anders aus. In dem kleinen Dorf Cihideung, gelegen in der Provinz Banten, mussten sich Lehrer und Schüler jahrelang mit mangelnden Ressourcen zufriedengeben. Doch pünktlich zum Schuljahr 2025/2026 hat sich das Blatt gewendet und ein neues technisches Zeitalter bricht an.

Indonesien: Eines der fünf neuen Notebooks angeschlossen an einen Beamer für den multimedialen Unterricht der Kinder.

Wenn Motivation auf Grenzen stößt

Die Islamic Primary School in Cihideung ist mehr als nur ein Gebäude; sie ist das Herz der Gemeinde. Hier kommen Kinder aus einkommensschwachen Familien zusammen, um die Grundlagen für ihr späteres Leben zu erlernen. Doch vor Beginn unseres Projekts war der Schulalltag von Entbehrungen geprägt: Die Klassenräume waren unzureichend ausgestattet, was sowohl die Motivation der Schüler als auch die Effektivität der Lehrkräfte dämpfte. Ohne moderne Lehrmittel war es fast unmöglich, den Kindern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie in der heutigen Welt benötigen.

Indonesien: Ein starkes Team für eine bessere Zukunft: Dank der Spenden in Höhe von 6.674 Euro konnten die Lehrkräfte und Kinder der Islamic Primary School in Cihideung pünktlich zum neuen Schuljahr mit moderner Ausstattung durchstarten.

Ein Paket voller Möglichkeiten

Dank der großzügigen Unterstützung der Spender von muslimehelfen konnte ein umfassendes Ausstattungspaket im Wert von 6.674 Euro realisiert werden. Zwischen dem 25. September und dem 25. Oktober 2025 wurde die Schule systematisch modernisiert.

Das Projekt konzentrierte sich auf drei Säulen:

  • Digitale Infrastruktur: Die Bereitstellung von 5 Laptops, 2 Projektoren, einem All-in-One-Drucker und Laminiergeräten ermöglicht multimedialen Unterricht.
  • Struktur und Ordnung: 13 neue Schranksysteme mit insgesamt 156 Einzelfächern sorgen dafür, dass jedes Kind einen sicheren Platz für seine Sachen hat.
  • Würdevolle Arbeitsbedingungen: 14 neue Tisch- und Stuhlgarnituren für das Lehrpersonal schaffen eine professionelle Umgebung.

Stimmen der Dankbarkeit

Die wahre Wirkung des Projekts zeigt sich in den Worten der Menschen vor Ort:

Wahyu (23), Lehrer: 

“Alhamdulillah, wir danken muslimehelfen herzlich für die Unterstützung unserer Schule. Gerade in dieser digitalen Zeit ist Eure Hilfe eine große Bereicherung für unsere Lernaktivitäten und hat einen sehr großen Einfluss auf unseren Unterrichtsprozess.“

Suminar (26), Mitarbeiterin: 

Wir als große Familie der Schule in Cihideung möchten uns zutiefst bedanken. Diese Hilfe ist ein wahrhaft sichtbares Zeichen der Liebe gegenüber uns. Möge Allah die Güte und Aufrichtigkeit von muslimehelfen mit vielfacher Belohnung segnen.

Alfian (32): 

Ein riesiges Dankeschön an muslimehelfen für die Unterstützung und all die Dinge, die für unsere Schule so nützlich sind. Hoffentlich wird uns dies jetzt und in der Zukunft von Nutzen sein. Möge Allah Euch dafür doppelt belohnen.

Spielend lernen: Ein Herz für Kinder

Indonesien: Nach getaner Arbeit: Unsere Helfer vor Ort nach dem Aufbau des Spielgeräts für die Kinder.

Besonders für die 80 Kinder, von denen 11 Waisen sind, ist die Schule ein Ort der Entfaltung. Ein Highlight der Modernisierung war daher die Installation eines neuen Indoor-Spielgeräts mit einer Rutsche. Gerade wenn sonst in der Umgebung private Spielmöglichkeiten oftmals fehlen, fördert dies nicht nur die Bewegung, sondern schenkt den Kindern auch Momente unbeschwerter Freude.

Mehr als nur Unterricht. Die leuchtenden Augen der Kinder sind der schönste Beweis für die Wirkung Deiner Hilfe. Deine Spende schenkt diesen Kindern eine Perspektive und ein Stück unbeschwerte Kindheit.

Indonesien: : Eines der Mädchen beim Spielen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft. Durch die verbesserte Lernumgebung steigt die Motivation der Kinder und die Qualität der schulischen Lehre. In diesem Ramadan blicken wir voller Stolz auf das Erreichte in Indonesien. Insgesamt haben 95 Personen direkt von dieser Maßnahme profitiert. Noch mehr wenn, man die nachfolgenden Schulkinder mitzählt. Dies zeigt eindrucksvoll: Deine Spende ist mehr als nur eine finanzielle Zuwendung. Sie ist ein Versprechen für eine bessere Zukunft der heranwachsenden Kinder.

Indonesien: : Das neue Spielgerät bei der Einweihung.
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Ein Fundament für die Zukunft: Moderne Bildungschancen in Indonesien

Zugehöriges Projekt

Neue Hoffnung durch Bildung: Schulhilfe für Waisen in Bangladesch und Simbabwe

Aleyna Işık

Bildung ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Zukunft, doch für viele Waisenkinder weltweit bleibt der Zugang zu Schulmaterialien und Schulkleidung ein unüberwindbares Hindernis. In Bangladesch und Simbabwe setze muslimehelfen Hilfsprojekte um, um diesen Kindern die Chance auf eine geregelte Schulbildung zu ermöglichen und sie auf ihrem Weg zu stärken.

In Bangladesch wurden in fünf Ortschaften der Distrikte Lalmonirhat, Dinajpur und Moulvibazar 1.910 Waisenkinder mit Schulmaterialien ausgestattet. Alle diese Kinder besuchen eine Grund- oder Sekundarschule, stehen jedoch vor großen Herausforderungen, ihre Schulbildung fortzusetzen – insbesondere aufgrund fehlender grundlegender Lernmaterialien. Die meisten von ihnen leben bei ver-witweten Müttern oder nahen Verwandten, die in extremer Armut leben und kaum in der Lage sind, selbst für alltägliche Ausgaben aufzukommen. In solchen Lebensverhältnissen gerät Bildung oft in den Hintergrund, und viele Kinder sind gefährdet, die Schule vorzeitig abbrechen zu müssen.

Um dem entgegenzuwirken und die Kinder in ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen, erhielt jedes Kind ein umfangreiches Schulpaket, bestehend aus einem Schulranzen, 6 Schulheften, 12 Kugelschreibern, 6 Bleistiften, einem Federmäppchen, 2 Anspitzern, 2 Radiergummis, einem Lineal, einem Klemmbrett für Prüfungen, einer Trinkflasche sowie einem Regenschirm. Der Regenschirm ist dabei besonders wichtig, da er die Kinder vor Regen und starker Sonneneinstrahlung schützt und ihnen den sicheren Schulweg ermöglicht.

Die Freude der Kinder beim Erhalt der Materialien war groß. Minhaj, 14 Jahre alt und aus Dinajpur, erzählt: „Assalamualaikum. Mein Name ist Minhaj. Zurzeit wohne ich im Haus meines Onkels. Meine Eltern sind gestorben, als ich noch jung war. Nach ihrem Tod wurde es sehr schwierig für mich, meine Ausbildung fortzusetzen. Es ist immer noch schwer, Geld für meine Bildung aufzubringen. Heute habe ich viele Dinge bekommen – eine Schultasche, einen Regenschirm, Stifte, Bleistifte und Hefte. Ich bin sehr glücklich, sie zu haben. Vielen Dank, muslimehelfen.”

Bangladesch: Schulsachenverteilung.

Durch die Bereitstellung der Schulmaterialien haben die Kinder nun die Möglichkeit, aktiv am Unterricht teilzunehmen und ihre Hausaufgaben sorgfältig und vollständig zu erledigen. Das Projekt wurde mit 35.500 Euro finanziert und im Zeitraum vom 01. Januar bis 28. Februar 2025 erfolgreich umgesetzt.

In Simbabwe lag der Fokus auf Schulkleidung. In den Städten Mt. Darwin, Bindura und Harare wurden 251 Waisenkinder mit der dringend benötigten Schulkleidung versorgt. Diese Kinder gehören bereits seit längerem zu einem Waisenhilfeprogramm, das ihre Schulgebühren übernimmt und sie monatlich mit Lebensmitteln unterstützt. Bei der jüngsten Erhebung stellte sich heraus, dass den Kindern angemessene Kleidung für die Schule fehlte.

Die Jungen erhielten jeweils ein Hemd, eine kurze Hose, Socken und Schuhe, während die Mädchen mit einer Bluse, einem Rock oder Kleid sowie ebenfalls mit Socken und Schuhen ausgestattet wurden. Die Bereitstellung von Kleidung erleichtert nicht nur den Zugang zur Bildung, sondern entlastet auch die Erziehungsberechtigten finanziell und trägt dazu bei, sichtbare soziale Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern zu verringern. Das Projekt wurde im Mai 2025 umgesetzt und mit einem Betrag von 19.981 Euro finanziert.

Simbabwe: Waisenkinder mit neuer Schulkleidung.
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Neue Hoffnung durch Bildung: Schulhilfe für Waisen in Bangladesch und Simbabwe

Zugehöriges Projekt

Nach Flut in Bangladesch: Sanierte Klassenzimmer sichern Bildung für Mädchen

Aleyna Işık

Im September 2024 führten schwere Überschwemmungen im Südosten Bangladeschs, insbesondere im Distrikt Feni, zu verheerenden Schäden an Häusern, Straßen, landwirtschaftlichen Flächen und wichtiger Infrastruktur. Besonders betroffen waren Bildungseinrichtungen: Insgesamt 951 Schulen erlitten Schäden. Kinder und Lehrkräfte standen plötzlich vor der Herausforderung, unter unsicheren und teilweise widrigen Bedingungen zu lernen und zu unterrichten. Für gezielte Hilfe wurde eine der am stärksten betroffenen weiterführenden Mädchenschulen ausgewählt: Zwei stark beschädigte Klassenzimmer wurden durch muslimehelfen vollständig renoviert und bieten nun 108 Schülerinnen ein sicheres und förderliches Lernumfeld.

Hintergrund und Notwendigkeit

Bangladesch: Außenansicht der beschädigten Klassenräume.

Die ausgewählte Schule ist die einzige Einrichtung im Dorf, die insgesamt 291 Mädchen von der 6. bis zur 10. Klasse eine Sekundarschulbildung ermöglicht. Bereits vor den Überschwemmungen war die Infrastruktur begrenzt, was den Unterricht erschwerte. Die Flutwellen im September 2024 verschärften die Situation: Wände, Böden, Dächer und Möbel der Blechdach-Klassenzimmer wurden stark beschädigt, sodass zwei Räume dringend renoviert werden mussten. Vor der Renovierung mussten die Schülerinnen oft in überfüllten Klassen lernen, in denen mehrere Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet wurden. Lärm, Unruhe und fehlende Ausstattung erschwerten das konzentrierte Lernen erheblich und beeinträchtigten die Unterrichtsqualität.

Die meisten Schülerinnen stammen aus einkommensschwachen Familien, deren Lebensgrundlagen von Landwirtschaft, Kleinhandel oder Tagelohnarbeit abhängen. Die Renovierung der beiden Klassenzimmer war entscheidend, um ein sicheres und förderliches Lernumfeld wiederherzustellen und den 108 Mädchen die Chance auf kontinuierliche Bildung zu sichern.

Projektdurchführung

Bangladesch: Innenansicht der beschädigten Klassenräume.

Das Renovierungsprojekt wurde vom 1. Juli bis zum 30. September 2025 mit einem Geldbetrag von 5.930 Euro umgesetzt. Es begann mit einer detaillierten Schadensbewertung in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung. Anschließend wurde ein umfassender Renovierungsplan erstellt, der den Arbeitsumfang, die benötigten Materialien und den Zeitplan definierte.

Hochwertige Baumaterialien wurden lokal beschafft, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Klassenzimmer zu gewährleisten und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Erfahrene Maurer, Bauingenieure und lokale Arbeitskräfte führten die Renovierungsarbeiten durch. Diese umfassten die Verstärkung der tragenden Säulen, die Reparatur von Wänden, Böden und Dächern sowie die Instandsetzung der Veranda. Darüber hinaus wurden Möbel, Türen, Fenster und das Belüftungssystem erneuert.

Regelmäßige Kontrollen und Qualitätsprüfungen stellten sicher, dass die Arbeiten termingerecht und auf hohem Standard abgeschlossen wurden. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wurden die Klassenzimmer sorgfältig inspiziert und offiziell an die Schulleitung übergeben. Am 23. September 2025 konnten die Räume wieder für den regulären Unterricht genutzt werden. Folgebesuche durch unsere Partnerorganisation sind geplant, um die nachhaltige Nutzung und Wartung sicherzustellen.

Bangladesch: Renovierungsarbeiten.

Wirkung und Nutzen

Mit der Fertigstellung der renovierten Klassenzimmer können 108 Schülerinnen nun in einem sicheren, funktionalen und förderlichen Umfeld lernen. Die Lehrkräfte profitieren ebenfalls von besseren Arbeitsbedingungen, was die Qualität des Unterrichts steigert und Lernlücken reduziert.

Das Projekt verringert das Risiko von Schulabbrüchen und eröffnet Mädchen Perspektiven für höhere Bildung und spätere Erwerbstätigkeit. Durch die gezielte Förderung von Mädchen unterstützt das Projekt die Gleichstellung der Geschlechter im Bildungsbereich und stärkt das Vertrauen der Familien in die Sicherheit der Schule.

Nusaiba, 15 Jahre alt aus Feni, teilt ihre Eindrücke:

„Aufgrund der Überschwemmung waren die Klassenzimmer unserer Schule nicht mehr für den Unterricht geeignet. Daher konnten wir keinen Unterricht besuchen. Nun wurden unsere Klassenzimmer gestrichen, eine Tafel wurde bereitgestellt, die Tische wurden lackiert, die Decke installiert und Türen sowie Fenster repariert. Wir besuchen den Unterricht jetzt sehr gerne. Vielen Dank an muslimehelfen.“

Bangladesch: Fertige Klassenräume von außen und innen.

Darüber hinaus profitiert die lokale Wirtschaft von der Beschaffung von Materialien vor Ort und der Beschäftigung lokaler Arbeitskräfte während der Renovierung.

Der erfolgreiche Wiederaufbau der Klassenzimmer zeigt, wie gezielte Bildungsunterstützung nach Naturkatastrophen die Gemeinschaft nachhaltig stärkt. Das Projekt bietet den Schülerinnen ein sicheres Lernumfeld, unterstützt die lokale Wirtschaft durch Beschäftigung und Materialbeschaffung und stärkt zugleich die Resilienz der Region gegenüber zukünftigen Katastrophen.

Bangladesch: : Schülerinnen beim Unterricht in renovierten Klassenzimmern.
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Nach Flut in Bangladesch: Sanierte Klassenzimmer sichern Bildung für Mädchen

Zugehöriges Projekt

Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Ahmad von Denffer

Im Koran heißt es vom Menschen, wenn er vierzig Jahre erreicht hat, er sagt: Mein Herr, erteile mir, daß ich Deine Wohltat danke, mit der Du mir wohlgetan hast und meinen beiden Eltern, und daß ich Rechtschaffenes tue, das Dir wohlgefällt, und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft, ich kehre reuig um zu Dir, und ich bin einer von den friedenmachend Ergebenen (d.i. Muslimen, 46:15).

Gegründet 1985

Als Reaktion auf das Leiden, weltweit hervorgerufen durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not und sichtbar geworden durch die große Hungersnot in Ostafrika 1984, gründeten in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität nach einigen Vorarbeiten am 5. April 1985 das Hilfswerk muslimehelfen e.V. (mh). Sie legten damit den Grundstein für die erste organisierte muslimische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus. Zweierlei war dabei wesentlich und miteinander verbunden – das konkrete Helfen und der Gottesbezug.

Viel hat sich verändert

Die erste Hilfsmaßnahme war eine Medikamentensammlung für notleidende Menschen im kriegsgeplagten Afghanistan. Seither sind vier Jahrzehnte vergangen, und es hat sich viel verändert, von der Fortentwicklung der Kommunikation und Medien über die welt- und innenpolitischen Verhältnisse bis hin zum Klima. Optimisten, die eine Verbesserung erwarteten, sind enttäuscht. Selbst die erst im Jahr 2000 festgelegten „Millennium-Entwicklungsziele“ der Vereinten Nationen wurden weitgehend, wenn nicht überhaupt, verfehlt. Insbesondere die weltweite Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen sinkt nicht, sondern steigt immer mehr, allein von 2023 auf 2024 um 5 Prozent auf über 122 Millionen Menschen. Ebenso kommt es zu mehr klimabedingten Naturkatastrophen, die vor allem den ohnehin Armen ihre Lebensgrundlagen zerstören.

Während all dieser Zeit setzte muslimehelfen sich ein „für bedürftige Menschen vor allem in Notstandsgebieten, bei Krieg, Hungersnot und Naturkatastrophen sowie für anderweitig unschuldig in Not geratene Menschen…“, wie es schon von Anfang an in der Satzung hieß.

Große und kleine Katastrophen

Über die großen Katastrophen wie etwa Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürre, aber auch Kriege, die sich immer wieder ereignen, berichten die Medien und machen damit auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Betroffenen zu helfen. Doch daneben gibt es unzählige kleine Katastrophen, von denen man hierzulande nie etwas erfährt. Wenn beispielsweise in Kambodscha, wo viele Häuser aus Holz gebaut sind und nicht selten noch auf offenem Feuer gekocht wird, ein solches Haus niederbrennt, werden oft auch noch die nahebeigelegenen Häuser von den Flammen erreicht. Der Verlust und die daraus folgende Not für die Betroffenen sind ebenso schlimm wie die Nöte der Opfer von großen Katastrophen. Nur wenn man vielleicht Verbindungen in derart abgelegene Gegenden hat, wird man benachrichtigt und kann dann möglicherweise Menschen in Not Beistand leisten. muslimehelfen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder auch um Hilfe bei kleinen Katastrophen gebeten und konnte sie leisten, al-hamdu li-llah.

Vom Ehrenamt zur Professionalisierung

muslimehelfen begann seine Arbeit als ein sehr kleiner Kreis von „Ehrenamtlichen“, die alles Erforderliche von zuhause aus erledigten und die damit verbundenen Kosten trugen. Die weitere Entwicklung machte schrittweise eine Professionalisierung erforderlich. Sowohl der wachsende Umfang der Spenden als auch die Umsetzung der Hilfsprojekte waren allein von den freiwilligen Mitwirkenden nicht mehr zu bewältigen. Nach etwa fünf Jahren erfolgte erstmals die Einstellung einer unterstützenden Teilzeitkraft und 1993 infolge des Bosnienkriegs erstmals einer Vollzeitkraft. Heute hat muslimehelfen ein Büro mit drei kleinen Abteilungen, überwiegend mit Schwestern als Teilzeitbeschäftigten, die sich um die Bereiche Projekte, Spenden und Verwaltung kümmern.

Ein Gemeinschaftswerk geblieben

An die Stelle der Gründer und anfänglichen Helfer sind längst ihre Nachfolger getreten. Doch trotz mancher Veränderungen ist muslimehelfen ein Gemeinschaftswerk von Muslimen in Deutschland geblieben, das in den vergangenen 40 Jahren allein durch Allahs Hilfe und nur mit der Unterstützung der Spender seine zahlreichen Projekte verwirklichen konnte. Sie hier alle auch nur aufzuzählen, geschweige denn zu schildern, ist nicht möglich. Angefangen mit der Medikamentensammlung von 1985 waren es bald um ein halbes Dutzend im Jahr, dann zunehmend mehr, und schließlich über Hundert jährlich. Allein im vergangenen Jahrzehnt waren es nach Angabe auf der muslimehelfen-Internetseite über 1300. Insgesamt müssen es Zehntausende von Bedürftigen gewesen sein, denen die Hilfsmaßnahmen zugutekamen.

Information über Projekte

Zu Beginn informierte muslimehelfen über die Projekte durch Berichte in der Zeitschrift „Al-Islam“. Später kamen gelegentliche muslimehelfen-Infoblätter hinzu, im März 2000 die erste Ausgabe der „muslimehelfen-zeitung“, und dann mit der Internetseite „www.muslimehelfen.org“ und den „Social media“ sowie „Youtube“ Informationsmöglichkeiten, die es zur Gründungszeit von muslimehelfen noch gar nicht gab.

Arten von Projekten

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Arten von Projekten herausgebildet. Die Hilfsmaßnahmen von muslimehelfen sind teils durch den Jahresablauf oder durch besondere Umstände bedingt. Vom Jahresablauf bedingt sind die alljährlichen Ramadan-Projekte, die Kurban-Projekte, Festgeschenke für bedürftige Kinder und die Winterhilfe. Umständehalber bedingte Projekte sind Not- und Katastrophenhilfe, Flüchtlingshilfe, Waisenhilfe, Gesundheitsfürsorge und medizinische Hilfe, Behinderten- insbesondere Blindenhilfe, Bildungsförderung und Berufsausbildung sowie Existenzgründungsforderung.

Alleinstellungsmerkmale

Allen Projekten gemeinsam ist aber, daß es dabei allein um die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen geht. Dies unterscheidet muslimehelfen von vielen anderen sogenannten Nichtregierungsorganisationen, die humanitäre Hilfe oftmals mit weiteren Interessen verbinden. muslimehelfen führt Hilfsmaßnahmen durch, wo Hilfsbedürftigkeit besteht, wo die Verhältnisse vor Ort eine sinnvolle und effektive Hilfeleistung erlauben, wo die Hilfsmaßnahmen allein den Hilfsbedürftigen zugutekommen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Die Projekte erfolgen stets in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern vor Ort. Auslandsbüros und die damit verbundenen Kosten werden so vermieden. Auch längerfristig angelegte Projekte gehen in die Verantwortung der Partner über, selbst wenn muslimehelfen bei Bedarf weiter unterstützt.

Das erste Jahrzehnt

Über die ersten zehn Jahre berichtete das muslimehelfen-Infoblatt zum Ramadan 1996, nachstehend gekürzt, wie folgt:

1985 

  • Als Reaktion auf das Leiden, das Muslimen weltweit durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not widerfährt, gründen in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität das Hilfswerk muslimehelfen V. Sie legen damit den Grundstein für die erste organisierte islamische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus….

1986  

  • muslimehelfen versorgt Hungernde in Äthiopien und organisiert… mit anderen…
  • einen Medikamententransport für afghanische Flüchtlinge.
Sachspenden für Afghanistan, Februar 1986

1987

  • Auch in diesem Jahr zwingt der Krieg, den die damalige Sowjetunion nach Afghanistan getragen hat, zu umfassender Flüchtlingshilfe von Pakistan aus: Medikamente, Lebensmittel und Decken.

1988  

  • Zwei erste längerfristige Projekte… Flüchtlingshilfe von Uganda aus,
  • und finanzielle Unterstützung von Witwen und Waisen in Palästina…

1989  

  • Hungersnöte in Äthiopien und … Sudan erfordern… Unterstützung… mit Lebensmitteln und Medikamenten.
  • Nach… Erdbeben im Iran erstmals Hilfslieferungen auch in dieses Land.

1990  

  • Schwerpunkt… Hilfe für Palästina in… der Intifada … Patenschaften für Waisenkinder.

1991  

  • … Lebensmittel und Medikamente nach Albanien… In Palästina… Aufbau einer Poliklinik…
  • Hilfslieferungen in afrikanische Länder… verstärkt.
  • Nach Afghanistan… Medikamente und medizinisches Großgerät…

1992  

  • Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Gerät… verschifft… Sudan, Somalia, Uganda, Tansania und Südafrika.
  • Erstmals erreichen Hilfsgüter Bosnien.

1993  

  • muslimehelfen und Muslim Aid vereinbaren enge Zusammenarbeit…
  • Bosnienhilfe…
  • neben der Hilfe für Afghanistan, Palästina und Afrika das größte Volumen…
  • Brunnenbauprojekte in Sierra Leone… seit 1991… abgeschlossen.

1994  

  • Bosnienkrieg verlangt… größten Einsatz. In Visoko … pharmazeutische Produktion aufgebaut… großangelegte Paketaktion…
  • In Sri Lanka… Grundstück zur Ansiedlung von muslimischen Flüchtlingen… finanziert.
  • Im Sudan … Schulen, Lehrstätten und Selbsthilfeprojekt aufgebaut und ausgestattet. Muslimische Studenten in der GUS und Muslime in Kasan … finanziell und mit Medikamenten unterstützt…

1995  

  • Pakete für Bosnien… unterschiedlichen… Zielgruppen angepaßt: Hungernde, Mütter und Säuglinge…
  • In Palästina… Bau einer Poliklinik in Gaza-Stadt gefördert… mit AREA…
  • Mutter-Kind-Pflegezentrum in Kandahar…
  • Medikamente erreichen Muslime in Togo, Kuba und Albanien… In Tschetschenien… medizinische Hilfe…
Mutter-Kind Gesundheitsfürsorge Jalalabad/Afghanistan Okt. 1995

Das zweite Jahrzehnt

Im Dezember 1994 hatte der erste Tschetschenienkrieg begonnen, der Bosnienkrieg endete im Dezember 1995, und die enge Zusammenarbeit mit Muslim Aid lief nach einiger Zeit aus. Ein zusammenfassender Blick auf die Projekte im zweiten Jahrzehnt erschien in der muslimehelfen-zeitung 3/2005, nachstehend nur stark gekürzt wiedergegeben:

1996  

  • Hilfsmaßnahmen für Bosnien… Container mit Hilfsgütern kamen in Senegal an, …
  • Studenten in der ehemaligen Sowjetunion gefördert…
  • Waisenkinder im Sudan erhielten Kleidung, …
  • Klinik in Lomé (Togo) medizinische Ausstattung…
  • umfangreiche Kurban-Aktion eingeleitet und seither jährlich durchgeführt.

1997  

  • Mutter-Kind-Zentrum in Dschalalabad… zweites… in Herat (Afghanistan)…
  • Universitätskrankenhaus Lomé (Togo)… medizinische Geräte (Dialyse u.a.m.),
  • ebenso… Kinderkrankenhaus… Alexandria (Ägypten) und…
  • Krankenhaus Priština (Kosovo).
  • In… Flüchtlingslagern bei Muzaffarabad (Kaschmir/Pakistan) wurden 746 Kinder… neu eingekleidet.
  • Nochmals… Studenten in Russland unterstützt, …
  • in Tulkarem (Palästina) Waisenkinder… Die Palästina-Waisenhilfe… erweitert in „muslimehelfen Waisen“…

1998   

  • … infolge El-Nino-Trockenheit… Reisverteilung im Gebiet Zamboanga (Mindanao). In…
  • Rückkehrersiedlung der Krimtataren… Bachtschisaray (Ukraine) …
  • „Medical Point“ … in Betrieb… Auch für Kosovo… medizinische Hilfe…
  • Weitere Hilfeleistungen… in Afghanistan, Burkina Faso, Ghana, Palästina, Senegal und Uganda.

1999  

  • Kosovo… Soforthilfe sechs Tonnen Lebensmittel, Hygiene-Artikel … drei Tonnen Medikamente… zeitweilig Koordinierungsstelle in Pogradec (Albanien)…
  • 12 000 Hilfspakete an Kosovo-Flüchtlinge…
  • Erdbebenkatastrophe… Türkei… Soforthilfe… 400 kg Medikamente und Wasserreinigungstabletten… anschließend mehrfach Lebensmittel und Zelte, … dann vor allem Wohncontainer…
  • Hilfe für Tschetschenienflüchtlinge in Georgien… fortgesetzt…
Hygieneartikel in Kosovo, 1999
Wohncontainer nach Erdbeben in der Türkei 1999

2000  

  • Erneut… Ostafrika… Dürrekatastrophe… in Fafan (bei Dire Dawa, Äthiopien)… Mutter-Kind-Ernährungsstation…,
  • In Kenia… zehn neue Brunnen gebaut und zehn… bestehende mit Handpumpen ausgestattet…
  • in Afghanistan… Flüchtlinge… erhielten über vier Monate Lebensmittelpakete und Haushalts-Sets… in Kabul…
  • Flüchtlinge in Peschawar (Pakistan) … Steppdecken für den Winter…
Mutter-Kind Ernährungsprogram in Äthiopien 2000.

2001  

  • Tschetschenische Flüchtlinge in Georgien…
  • erneut… Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung. Medizinisches Gerät… nach Baku (Aserbaidschan)… dort zudem… Hilfsprojekt für tschetschenische Mütter und Waisen…, auch in den Folgejahren…
  • Reisverteilungen in Mindanao (Philippinen)…
  • fortgesetzt… Erdbebenopfer in Gujarat (Indien)… unterstützt…
  • Auf der Krim (Ukraine)… „Medical Point“ in Bachtschisaray… zudem… dort… TBC-Vorsorgeprogramm…

2002  

  • Lebensmittelpakete, Decken… in… Nangarhar (Afghanistan) und… Kabul… Abazak-Klinik (Provinz Logar)… mit Personal und Medikamenten ausgestattet…
  • Lebensmittelhilfen sowie Erste Hilfe-Material… nach Jericho und Hebron (Palästina),
  • Lebensmittelhilfe… in zehn Dörfern bei Garut (Java, Indonesien)…
  • Versorgung von Kriegsflüchtlingen mit Reis in… North Cotabato und Davao (Mindanao, Philippinen), „Medical Mission“ auf Palawan (Philippinen)… Unterstützung eines Waisenhauses in Karabulag (Inguschetien)…

2003  

  • „40 Brunnen“-Projekt für Ostafrika…
  • Lebensmittelhilfen… in Sierra Leone…
  • Medikamente für … bevorstehenden Krieg… in den Irak gebracht, … Notversorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Wasser in Bagdad, Kerbela und Basra (Irak)…,
  • in Grozny (Tschetschenien) Ambulanz („Medical Point“) insbesondere für Frauen …
  • Medikamente für die El-Wafa-Klinik… sowie Unterstützung der Zentralen Blutbank in Gaza (Palästina),…
  • Lebensmittelpakete… für Rückkehrerfamilien im Gebiet Srebrenica (Bosnien) 20 Milchkühe…

2004  

  • … Hilfe für die Überlebenden des… Erdbebens in Bam (Iran)…
  • Erdbebenopfer um Al-Houceima (Marokko) erhielten Unterstützung…
  • In Afghanistan sorgte muslimehelfen für die Neueröffnung… eines Krankenhauses in… Gardez (Provinz Paktia)…
  • Puwami-Moschee-Klinik in… Slum von Nairobi (Kenia) erhielt… Medikamentenausstattung…
  • tschetschenische Flüchtlinge in Georgien Winterhilfen,…
  • groß angelegte Sammelaktion von Brillen, … für bedürftige Brillenträger in Kenia…
  • Am 26. Dezember 2004 … die ersten Nachrichten von… Flutwellenkatastrophe in Süd- und Südostasien ein. muslimehelfen… noch am selben Tag aktiv, lieferte bereits drei Tage darauf Trinkwassertanks, Wasserpumpen, Bodenmatten sowie Lebensmittel nach Marathamunai (Sri Lanka) und traf Vorbereitungen für… Notpakete in Indien und Indonesien.

Das dritte Jahrzehnt

2005  

  • Im Vordergrund… stand… das Tsunami-Katastrophengebiet…
  • im Januar im Gebiet Cochin (Kerala, Indien) Haushalts-Sets und Medikamente an Flutopfer…
  • und versorgte obdachlos gewordene Überlebende in Aceh (Indonesien) mit Lebensmitteln…
  • Seit Abschluss der akuten Nothilfephase… für 100 obdachlose Familien in Nintavur und Kuchavelli (Sri Lanka) feste Notunterkünfte…
  • ein Waisenhaus für Mädchen in Kinniya… und… eine medizinische Ambulanz. In Aceh (Indonesien)…
  • nochmals Lebensmittel… und Notinstandsetzung zerstörter Häuser… in Durung… Witwen durch ein kleines Landwirtschaftsprojekt… zu eigenem Lebenserwerb zu kommen… , ein zweites ebenfalls speziell zur Unterstützung von Witwen mit Kindern vorgesehenes Projekt ist in Sigli angelaufen. Erneut wurde die „Woche der Waisen“ durchgeführt und die Sammeldosenaktion erweitert. (Verkürzt aus muslimehelfen zeitung 3/2005)
2005 in Sri Lanka Tsunamihilfe mit Wasserpumpen
Beratung mit Tsunami-Betroffenen in Aceh, Indonesien, 2005

Mittlerweile waren die Projekte im dritten Jahrzehnt so zahlreich geworden, daß später in der muslimehelfen-zeitschrift nur noch über die verschiedenen Kategorien berichtet wurde. Unter der Überschrift „Sorgen nehmen, Hoffnung geben“ war zu lesen: Seit 30 Jahren leistet muslimehelfen humanitäre Hilfe. Immer bemüht durch die Hilfsprojekte in die Zukunft der Begünstigten zu investieren. Natürlich sind kurzfristige Hilfen wie im Ramadan oder zu Kurban wichtig. Noch wichtiger ist die Nachhaltigkeit der Projekte, das bedeutet eine langandauernde Wirkung der Spenden. Schon jetzt laufen Projekte erfolgreich, die vor vielen Jahren begonnen wurden. Diese entwickeln sich so gut, dass sie den Bedürftigen langfristig nutzen.

Bildung

Die Bildungsprojekte von muslimehelfen dienen besonders den Kindern, aber auch jungen Erwachsenen. Oft fehlt ihnen Zugang zu Bildung. Erst Ende 2014 hat zum Beispiel das Dorf Vranjt Gujras in Albanien seine erste Grundschule errichten können. Gani H. lebt in dem Dorf und sagt dazu: „Wenn eine Schule gebaut wird, ist das nicht nur für einen Moment gut, das ist wichtig für die Zukunft.“

Nahrung und Landwirtschaft

Hierbei geht es um die Verteilung von Lebensmitteln. Neben dieser kurzzeitigen Hilfe wird auch nachhaltig geholfen. Wie 2014 in Uganda, wo 80% der Einwohner von der Landwirtschaft leben. Den Bedürftigsten im Bezirk Mpogo wurden 10kg Saatgut und 3 Hacken ausgegeben. Bauer Mukite A. aus Kadua, Sironko fasst zusammen: „Das wird unsere landwirtschaftliche Arbeit vereinfachen. Wir haben Hacken und Saatgut erhalten und das hat unseren Lebensstandard verbessert.“

Uganda 2014

Medizin & Gesundheit

Kranken und Verletzten, die sich keinen Arztbesuch leisten können, wird geholfen. Auch Krankenhäuser und mobile Kliniken werden ausgerüstet, um Hilfe langfristig gewährleisten zu können. Das Tawfiq Hospital in Kenia ist eines davon. Es hat drei Inkubatoren erhalten. Frühgeborene, wie der 1200 g leichte Ali, konnten mit den Geräten behandelt werden. Seine Mutter Rukia sagt: „Ich bin Euch so dankbar, dass ihr dem Tawfiq Hospital die Geräte gespendet habt.“

Selbsthilfe

Hilfsbedürftigen soll die Möglichkeit gegeben werden aus eigener Kraft und auf erlaubte Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Berufsbildungszentrum in Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür. Jugendliche erhalten hier eine Ausbildung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. So sieht das auch Herr Ayoub, der Projektmanager: „Dieses Projekt bietet eine Lösung.“

Frauenhilfe

Diese Projekte fördern ausschließlich alleinstehende und alleinerziehende Frauen. Sie sollen sich und ihre Familien langfristig selbst versorgen. Das funktioniert bei der Frauen-Kooperative aus Ruanda schon gut. Die Endprodukte, die sie mit den gespendeten Maismühlen herstellen, verkaufen sie und erwirtschaften so ihren Lebensunterhalt. Erst kürzlich wurde das Projekt durch den Bau eines neuen Maismehllagers erweitert. „Es ist so eine Freude,“ sagt die 43-jährige Murekezi T., Mitglied der Nyagatare Vision Cooperative, „Möge Allah euch belohnen.“

Ruanda 2014

Existenzgründung

In Kambodscha haben 150 Familien zwischen Mai 2014 und Mai 2015 einen Mikrokredit erhalten. Natürlich zinslos. Einzelhändler wie die Schneiderin Kei A. aus Phnom Penh konnten so ihre Geschäfte festigen und erweitern. „Ich habe mich so über den Mikrokredit gefreut, weil er ohne Zinsen ist und ich ihn Schritt für Schritt zurückzahlen kann“, berichtet sie.

Waisenhilfe

Waisen erhalten neben den anderen Projekten noch eine zusätzliche Hilfe. Dazu gehören Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung. Ihre selbst bedürftigen Verwandten sind für jede Hilfe dankbar. So wie Yasmeen, die Tante des Waisenjungen Musharaf aus Indien: „Einige meiner Lasten haben sich durch diese Ausbildungshilfe von muslimehelfen verringert. Jetzt habe ich Hoffnung, dass er eine gute Ausbildung haben wird und sein Traum, Arzt zu werden, sich erfüllen wird“.

Not- & Katastrophenhilfe

Durch einen eigenen Notfallfonds kann muslimehelfen bei Katastrophen und Notständen unmittelbar und gezielt Hilfe leisten. So konnten nach der schweren Flut in Kaschmir dort zügig neue Unterkünfte gebaut werden. Witwen, wie der 62-jährigen Jana Begum, wurde geholfen: „Mein Haus wurde zerstört. Ich hatte keinen Ort zum Leben. Durch die Gnade Gottes haben mir einige gute Leute ein Häuschen gebaut. Sie werden dafür belohnt.“ Inschallah.

Winterhilfe

In schwerzugänglichen Gebieten wird armen Gemeinden zum Jahreswechsel geholfen, wie dem Kindergarten in Rozaje, einer Stadt in Montenegro.

Die 52 Kleinkinder dort haben seit 2014 eine Heizung. Eltern wie Mersiha G. sind nun beruhigt: „Als Mutter bin ich besonders für die Heizung dankbar, weil ich mich jetzt nicht mehr sorgen muss, dass mein Kind sich dort erkältet.“ (muslimehelfen 3. Ausgabe 2015)

Diese Darstellung übergeht leider viele für muslimehelfen wichtige Projekte aus dem dritten Jahrzehnt, auf die einzugehen hier indes auch hier der Platz fehlt. Nur als Beispiele seien erwähnt Projekt Olivenbaum Gaza 2007-2009, Erdbebennothilfe Pakistan 2007-2009, Zweites Waisenhaus Bau Sri Lanka 2007/8, Waisenschule Bau Burundi 2009/10, Waisenschule Bau Garut/Indonesien 2010/11, Blindenzentrum Togo 2010, Klinik Bau Haiti 2012, Berufsbildungszentrum Bau Ruanda 2012, Blindenzentrum Bau Togo 2013.

Montenegro Winterhilfe 2014

Das vierte Jahrzehnt

Von mancherlei Widrigkeiten abgesehen, die nicht allein muslimehelfen betrafen, brachte das vierte Jahrzehnt (2015-2024) der Arbeit von muslimehelfen, zwei besondere Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren. Einerseits machten personelle Veränderungen die Einarbeitung jüngerer Mitarbeiter, im Übrigen meist Schwestern, notwendig. Andererseits verursachten die coronabedingten Einschränkungen 2020-2023 veränderte Arbeitsweisen, vermehrten den Bedarf an Hilfsmaßnahmen aber erschwerten zugleich deren Umsetzung vor Ort und schränkten auch den persönlichen Kontakt mit den Partnern ein.

Zudem konnte muslimehelfen sich als freies, von Regierungen, Parteien und anderen Interessen unabhängiges muslimisches Hilfswerk wie schon in der Vergangenheit nicht überall betätigen, wo es notwendig und wünschenswert war. Dennoch gelang es mit Allahs Hilfe neben den üblichen Ramadan-, Kurban- und Winterhilfeprojekten weiterhin zahlreiche Hilfsmaßnahmen umzusetzen, darunter 2015 für Flüchtlinge aus Syrien in Serbien, Bosnien und im Libanon sowie für Flüchtlinge von der Krim in der Ukraine, Berufsvorbereitungszentrum Bau Indien 2016-2019, seit 2017 Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch, Indien und Nepal, Erweiterung der Waisenschule Burundi 2017, Krankenhauserweiterung Malindi/Kenia 2018, Waisenhilfen u.a. in Burundi, Indien, Simbabwe 2019, Betrieb des Blindenzentrums in Kadambara/Togo, zahlreiche Corona-Nothilfen in Ländern Afrikas und Asiens 2020-2021, Kleinbauernhilfe in Simbabwe 2023 und viele andere. Für die Begünstigten sind sie allesamt erfreulich, besonders bemerkenswert ist vielleicht eines der Solarprojekte 2024:

Auf den Flachdächern der beiden von muslimehelfen 2005 und 2008 erbauten Waisenhäuser in Kinniya/Sri Lanka wurden 2024 Solarmodule installiert. Die Anlagen versorgen nun die Waisenhäuser mit ihrem eigenen Elektrizitätsbedarf, und überschüssiger Strom kann in das öffentliche Netz gehen. Die Einsparungen einerseits und Einnahmen andererseits erleichtern inschallah den Betrieb beider Waisenhäuser, ein schönes Beispiel für „sadaqa dscharija“ –  eine fortwährende gute Tat.

Anlaß zur Erinnerung

Nun ist muslimehelfen also 40 Jahre geworden, ein Anlaß, daran zu erinnern, wie wir vor 40 Jahren mit dieser Arbeit begonnen haben und wo wir heute mit Gottes Hilfe sind. Anders als der Mensch hat muslimehelfen keine Eltern. Dennoch dürfen und wollen wir Allah danken und allen, die mitgeholfen haben, muslimehelfen das sein zu lassen, was es ist, den Spendern, Helfern, Partnern, Mitarbeitern und Mitgliedern, und Allah bitten, unsere Mängel und Fehler zu vergeben und weiterhin zu Allahs Wohlgefallen und zum Nutzen für die hilfsbedürftigen Menschen als Muslime Rechtschaffenes tun zu dürfen.

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Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Zugehöriges Projekt

Waisenhilfe mit Weitblick

Die Zahl der Waisen weltweit steigt aufgrund von Kriegen, Naturkatastrophen und wirtschaftlichen Krisen dramatisch. Für viele Kinder bedeutet dies Schutzlosigkeit, kein Zugang zu Bildung, keine Perspektive. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Kinder nicht allein gelassen werden. Unsere Waisenhilfe kommt daher nicht nur durch direkte Unterstützung den Waisen selbst zugute, sondern hilft ihnen auch indirekt durch die Förderung der Menschen, die sich tagtäglich für ihr Wohlergehen einsetzen.

Die Heldinnen und Helden des Alltags hinter den Waisen

Hinter jedem erfolgreichen Waisenprojekt steht ein Netzwerk engagierter Menschen. So finanzieren wir beispielsweise in verschiedenen Projekten die Gehälter von Lehrerinnen und Lehrern, die den Waisen regelmäßig Bildung und Halt geben. Wir unterstützen auch weiteres Personal, das sich mit großem Einsatz für eine bessere Zukunft der Waisen aufopfert. Zum Beispiel medizinisches Personal, Köche und Betreuer. Denn Waisenhilfe bedeutet für uns nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern sich mit einem ganzheitlichen Ansatz, um die Waisen zu kümmern und somit die Lebensumstände der Kinder nachhaltig zu verbessern.

Diese Bemühungen stiften Hoffnung und dass alles dank Deiner Spende.

5 Wege, wie Du Waisen unterstützen kannst

Neben regelmäßigen finanziellen Spenden kannst Du auch auf anderen Wegen ein Teil dieser Mission werden. Fünf Möglichkeiten für Deine Waisenhilfe möchten wir Dir kurz erläutern:

1. Spendenaktionen starten
Gemeinsam mit Freunden oder im Verein kannst Du Aktionen auf die Beine stellen. Von einem Benefiz-Kuchenverkauf bis zu einem Sportturnier ist vieles denkbar. Jeder Beitrag zählt.

2. Dua sprechen
Nie zu unterschätzen: Aufrichtige Bittgebete für die Waisen, ihre Familien und die Helfenden. Dies ist das Mindeste, was wir tun können.

3. Weiterverbreiten
Erzähle in Deinem Umfeld von unseren Waisenprojekten oder teile Beiträge von muslimehelfen auf Social Media. So erreichen wir mehr Menschen, die helfen möchten.

4. Engagement im Team
Auf der Arbeit, in der Schulklasse oder als Verein könnt ihr gerne monatlich Spenden für Waisen organisieren und gebündelt an uns weiterleiten. Zusammen wirkt es stärker.

5. Zeit schenken
Auch mit Deiner Zeit kannst Du helfen. Zum Beispiel bei Veranstaltungen oder mit einem ehrenamtlichen Blog-Beitrag. Jede Stunde ist wertvoll.

Gemeinsam für Waisen

Ob als Familie, im Freundeskreis oder als Verein. Die Waisenhilfe ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Mit Deinem Engagement, in welcher Form auch immer, schenkst Du Kindern nicht nur Hoffnung, sondern echte Zukunftsperspektiven.

Lass uns den Blick weiten, Verantwortung teilen und die Waisenhilfe als festen Teil unseren Alltags integrieren.

Waisenhilfe mit Weitblick

Zugehöriges Projekt

Erfolgsgeschichten: Lebenswege von geförderten Kindern und Jugendlichen

Aleyna Işık

Hinter jeder Hilfe steht ein Schicksal – und oft auch ein Neubeginn. Dank der Unterstützung von muslimehelfen und seinen Spendern konnten Kinder und Jugendliche in Burundi, Ruanda und Togo schwierige Lebensumstände überwinden und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Ihre Geschichten zeigen, wie Hoffnung, Bildung und Fürsorge Leben verändern können.

BURUNDI

Ibrahim, ehemals gefördertes Waisenkind aus Burundi

Links: Ibrahim, ehemals gefördertes Waisenkind aus Burundi, rechts: Diana, ehemalige Schülerin der muslimehelfen- Grundschule in Burundi

„Ich bin Ibrahim, 33 Jahre alt, Französischlehrer in Daressalam, Tansania. Seit über 20 Jahren bin ich Teil der muslimehelfen-Familie. Ich wurde im Jahr 2003 als eines der ersten Kinder aufgenommen. Damals waren wir weniger als 30 Waisenkinder. Zunächst erhielten wir kleine
Lebensmittelpakete. Doch mit der Zeit wurde die Unterstützung umfassender: ausreichend Nahrung für einen ganzen Monat, medizinische Versorgung, Schulmaterialien – sogar die Schulgebühren wurden übernommen.

Dank Eurer Spenden erhielt ich eine vollständig finanzierte Ausbildung, von der Grundschule bis zum Universitätsabschluss, sowie eine Krankenversicherung bis zu meinem 25. Lebensjahr. Bis heute steht Ihr uns zur Seite – mit Unterstützung, Rat und Herz.“

Diana, ehemalige Schülerin der muslimehelfen-Grundschule in Burundi

„An meine Schule – die muslimehelfen-Grundschule,
Ich bin eine Waise – ein Kind, das das Leben nicht verschont hat, aber Ihr habt euch entschieden, es zu lieben, zu unterstützen und aufzuziehen. 2012 wurde ich bei euch eingeschult und verbrachte zehn Jahre in Eurer Obhut – zehn Jahre voller Lernen, Wärme und Menschlichkeit.

Ihr wart mehr als eine Schule – Ihr wart mein Zuhause, mein Licht in der Dunkelheit. Ihr habt mir Essen, Kleidung und Schulmaterial geschenkt – und vor allem Würde. Ich werde nie die Lehrer vergessen, die uns frühmorgens weckten, mit ganzem Herzen für unseren Erfolg kämpften und uns Stärke, Disziplin und Ehrgeiz lehrten. Heute lebe ich in Kanada und habe am 6. Juni 2025 meinen High-School-Abschluss gemacht. Dass ich Französisch spreche, mein Studium mit Hoffnung verfolge und klare Ziele habe – das verdanke ich Euch. Auch wenn ich weit weg bin, trage ich Euch immer in meinem Herzen.“

RUANDA

Aboub, ehemaliger Schüler des Berufsbildungszentrums Kwigira in Ruanda

„Mein Name ist Aboub. Ich habe am Berufsbildungszentrum Kwigira im Bereich Elektrizität meinen Abschluss gemacht. Dort habe ich Kenntnisse im Bereich der Hausinstallation erworben. Derzeit arbeite ich bei einem Stromnetzbetreiber und erhalte ein Gehalt von 450.000 FRW. Seit 2015 kann ich meine Miete bezahlen, mich selbst versorgen und monatlich etwa 200.000 FRW sparen.“

Shakila, ehemalige Schülerin des Berufsbildungszentrums Kwigira in Ruanda

„Im Berufsbildungszentrum in Kwigira habe ich kostenlos Wissen und praktische Fähigkeiten erworben.

Heute bin ich selbstständig und unabhängig tätig. Ich arbeite mit einer Nähmaschine, die mir durch das Berufsbildungszentrum zum Abschluss des Nähkurses geschenkt wurde. Ich verdiene mein eigenes Geld, kann mich und meine Familie versorgen und bin vor allem finanziell unabhängig geworden.“

TOGO

Waïbou, ehemaliger Schüler des Blindenzentrums in Sokodé

„Ich verlor 2009 mein Augenlicht und sah keinen Ausweg mehr. 2010 erfuhr ich über das Islamische Zentrum für die Ausbildung und Schulung blinder Menschen (CIEFA), wo ich Brailleschrift lernte und neuen Lebensmut fand. Ich absolvierte erfolgreich den Grundschulabschluss, das Abitur und ein Studium in Zeitgeschichte an der Universität Lomé. Heute bin ich Lehrer am Lycée Kadambara. Dank der umfassenden Unterstützung von CIEFA und muslimehelfen – moralisch, finanziell und materiell – konnte ich alle Hindernisse überwinden, selbstständig werden und meine Familie unterstützen. Zudem lernte ich den Koran in Braille und vertiefte meine Arabischkenntnisse. Ich bin allen Helfern von Herzen dankbar und bitte Allah um seinen Segen für jeden Einzelnen von ihnen.“

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Erfolgsgeschichten: Lebenswege von geförderten Kindern und Jugendlichen

Zugehöriges Projekt

So hilfst Du Waisen in Simbabwe

Ein Waisenkind wächst oft in einer Welt voller Unsicherheit auf. Waisen fragen sich: Wer kümmert sich um mich? Habe ich genug zu essen? Kann ich weiterhin zur Schule gehen? Solche Fragen begleiten diese Kinder Tag für Tag, doch Deine Unterstützung schenkt ihnen Hoffnung, Sicherheit und eine Perspektive.

Dank Deiner Hilfe konnte muslimehelfen zum Beispiel Anfang dieses Jahres wichtige Waisenhilfe in Simbabwe leisten. In den Städten Mt. Darwin, Bindura und Harare haben wir zwischen Januar und April 258 Waisenkinder mit monatlichen Lebensmittelpaketen versorgt. Jedes Kind erhielt Grundnahrungsmittel wie Maismehl, Bohnen, Speiseöl, Sojastücke, Zucker und Salz. So war sichergestellt, dass die Kinder regelmäßig satt werden.

Mehr als Lebensmittel, sondern eine Perspektive

Doch nicht nur Nahrung ist entscheidend: Wir haben auch die Schulgebühren für 251 Waisen übernommen. Damit konnten sie die Schule besuchen, anstatt Kinderarbeit nachgehen zu müssen. Bildung schützt sie langfristig vor Armut und eröffnet ihnen die Chance auf ein eigenständiges Leben. Der Projektwert betrug 69.843 Euro, aber der wahre Wert liegt in der Hoffnung und Stärke, die diese Kinder durch Dich erfahren haben.

Eine der begünstigten Waisen ist Trish. Sie ist 15 Jahre alt und beschreibt das Projekt folgendermaßen:
„Ich bin muslimehelfen dankbar für eure lebensverändernde Unterstützung. Die Lebensmittelpakete und die Übernahme der Schulgebühren haben mir ein Gefühl von Sicherheit und Hoffnung gegeben. Eure Freundlichkeit hat mir gezeigt, dass es Menschen gibt, die sich kümmern, und ich bin entschlossen, euch stolz zu machen, indem ich hart arbeite und meine Ziele erreiche.“

Warum Dauerspenden so wichtig sind

Regelmäßige Unterstützung verändert nicht nur das Leben der Kinder – sie verändert auch Deine eigene Sicht.

Eine Dauerspende ermöglicht es Dir:

⦁ Lieblingsprojekte langfristig zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuverfolgen

⦁ nachhaltig Hoffnung zu schenken, weil wir Waisen über Jahre hinweg sicher versorgen

⦁ und Dich bewusst mit Deinen Werten und Prioritäten auseinanderzusetzen.

Mit einer Dauerspende wirst Du zu einem festen Teil dieser Veränderung: Du schenkst Kindern nicht nur heute eine Mahlzeit, sondern ebnest ihnen den Weg in ein inschallah selbstbestimmtes Morgen.

Danke, dass Du Waisen Hoffnung gibst.


Gemeinsam können wir noch mehr Kinder erreichen und ihnen das geben, was sie am meisten brauchen: Geborgenheit, Bildung und die Chance auf eine bessere Zukunft.

Herzliche Grüße und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
So hilfst Du Waisen in Simbabwe

Zugehöriges Projekt

Wenn Schulsachen Hoffnung bringen

Stell Dir vor, ein Mädchen in Bangladesch verbringt den ganzen Tag damit, ihrer Mutter beim Fischverkauf zu helfen. Am Abend, wenn andere Kinder schon schlafen, setzt sie sich in ein Klassenzimmer, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Diese sogenannte „Informal School“ ist ihre einzige Chance, den Kreislauf von Armut zu durchbrechen. Mit diesem Projekt in der Provinz von Cox’s Bazar konnten wir auf die Bedürfnisse von 25 Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren eingehen und ihnen den Zugang zur Grundschulbildung ermöglichen.

Eine der Schülerinnen ist die 14-jährige Tahmina. Sie liebt das Lernen und bedankt sich für die Hilfe. Sie kommt aus einer sehr armen Familie. Früher ging sie zur Schule, jedoch musste sie abbrechen, um ihrem Vater bei der Versorgung der siebenköpfigen Familie unter die Arme zu greifen. Dank der „Informal School“ und Spenden von muslimehelfen, kann sie jedoch wieder am Unterricht teilnehmen. Wenn sie erwachsen ist, möchte sie Ärztin werden.

Es gibt aber auch Kinder, die ihren Eltern zwar nicht beim Lebensunterhalt helfen müssen, aber kaum die Schule besuchen können, weil ihnen selbst die einfachsten Schulsachen fehlen. Allein in diesem Jahr hat muslimehelfen in einem weiteren Projekt in fünf Ortschaften 1.910 Waisenkinder mit Schulpaketen ausgestattet. 

Dazu gehörten jeweils Hefte, Stifte, ein Klemmbrett, ein Schulranzen, eine Trinkflasche und sogar ein Regenschirm, damit sie bei Regen wie auch bei starker Sonne sicher zur Schule gehen können. Die Freude in ihren Gesichtern war unbeschreiblich.

Bildung als Rettungsanker

Ob eine informelle Abendschule oder ein einfaches Schulpaket. Beide Wege führen zu einem Ziel: faire Bildungschancen für Kinder, die sonst kaum Hoffnung hätten.

Mit Deiner Sadaqa machst Du diesen Weg möglich. Du förderst die Alphabetisierung und schenkst Kindern Werkzeuge für ihre Zukunft. Sei es durch Schulmaterialien oder durch eine sichere Lernumgebung.

Jedes Kind hat das Recht, zu lernen und seine Träume zu verwirklichen. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass in weiteren Projekten mehr Kinder nicht auf Bildung verzichten müssen.

Herzlichen Dank für Deine Großzügigkeit.

Dein muslimehelfen-Team
Wenn Schulsachen Hoffnung bringen​

Zugehöriges Projekt

Drei lebensverändernde Ausbildungswege

In Ruanda träumen viele junge Menschen von einem Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für 150 Männer und Frauen wurde dieser Traum im vergangenen Jahr dank der Unterstützung unserer Spender Wirklichkeit.

Unterschiedliche Karrierepfade, aber ein Ziel

Im Berufsbildungszentrum Kwigira in Kigabiro absolvierten sie dafür eine einjährige, praxisnahe Ausbildung in den Bereichen Schneiderei, Kochen oder Elektrotechnik. Dieses Wissen ist in Ruanda eine gute Basis für ein eigenständiges Einkommen, doch dies allein reicht nicht. Deshalb erhielten alle Absolventen dank Spenden auch die nötigen Utensilien, um direkt durchstarten zu können.

58 Schneiderinnen und Schneider erhielten je eine Nähmaschine. 52 Köchinnen und Köche wurden jeweils mit einer Gaskochplatte, einer Gasflasche, einer Pfanne und einem Waffeleisen ausgestattet und 40 Elektrotechnikerinnen und Elektrotechnikern wurde jeweils ein Werkzeugkoffer mit einem Multimeter, einem Schraubendreher, einem Spannungsprüfer, einem Hammer und Zangen ausgehändigt.

Einer der Absolventen ist Mupenzi. Er ist 18 Jahre alt und hat seine Ausbildung als Elektrotechniker erfolgreich abgeschlossen. Mupenzi lässt Euch folgendes ausrichten:

„Dank muslimehelfen konnte ich Fähigkeiten erwerben, die mir helfen, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich möchte auf professionelle Weise Elektroinstallationen anbieten und damit für meine Zukunft sorgen. Vielen Dank an unsere Schule und die Unterstützer!“

Alle Absolventen stammen aus armen Familien. Viele waren zuvor ohne Aussicht auf Arbeit oder Einkommen. Jetzt können sie alhamdulillah ihr Handwerk ausüben, Kunden gewinnen und für sich und ihre Familien sorgen.

Mit Deiner Spende schenkst Du jungen Menschen wie Mupenzi eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Jeder Euro wirkt. Ob für Lehrmaterial oder Werkzeuge. Mach mit!

Eine Ausbildung verändert nicht nur Lebenswege. Sie verändert ganze Gemeinschaften. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich in Ruanda und in weiteren Projektländern noch viele weitere Türen öffnen.

Möge Allah (swt) den beruflichen Weg der Jugendlichen segnen und Dich für Deine großzügige Unterstützung reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Drei lebensverändernde Ausbildungswege

Zugehöriges Projekt

„Ich wünsche Euch ein gutes Leben.“

Diese Worte stammen von Halima aus Bujumbura. Sie ist 13 Jahre alt, Waise und besucht dank Deiner Unterstützung die muslimehelfen Primary School in Burundi. Sie bekommt dort nicht nur Unterricht, sondern auch tägliche Mahlzeiten, Schulmaterialien, Kleidung und medizinische Versorgung. Ihre Dankbarkeit ist spürbar, ihre Hoffnung ansteckend.

„Wir haben gute Lehrer und eine Krankenschwester, um uns zu behandeln, wenn wir krank sind. Vielen Dank für all dies!“, sagt Halima.

Bildung ist ein Schlüssel – auch in Burundi

In einem Land, in dem viele Familien ums Überleben kämpfen, ist Bildung oft der einzige Weg, dem Kreislauf von Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Umso wertvoller ist Deine Hilfe: Sie schenkt Kindern in Burundi nicht nur Schulbildung, sondern auch Schutz, Wärme und eine echte Chance auf eine hoffnungsvolle Zukunft.

Zwei unserer Projekte machen dies möglich. Eines bietet für 175 Kinder, von denen 158 Waisen sind, Unterricht von der 1. bis zur 6. Klasse. Vom zweiten Projekt profitieren 75 Kinder, die größtenteils Waisen sind, in den Klassen 7–9. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Verpflegung mit warmen Mahlzeiten in der Mittagspause, ein nahrhaftes Frühstück, Schulmaterialien, Uniformen und für die Gehälter der Lehrer und des medizinischen Personals wird aufgekommen.

Die Kinder haben bei offiziellen Tests sehr gut abgeschnitten. Dies ist ein starkes Zeichen für die Qualität des Unterrichts.

Was wir gemeinsam erreicht haben und warum es weitergehen muss

Diese Projekte zeigen: Bildung ist weit mehr als Lesen und Schreiben. Sie bedeutet Sicherheit, Nahrung, Gesundheitsversorgung und vor allem Würde.

Dass diese Kinder lernen, lachen und träumen dürfen, ist auch Dein Verdienst. Deine Spende hat echte Veränderung bewirkt. Du hast Kindern wie Halima einen Ort geschenkt, an dem sie lernen, satt werden und sich geborgen fühlen dürfen.

Unser Prophet Muhammad (ﷺ) ermutigte uns, Wissen zu suchen. Sowohl für uns selbst als auch für andere. Eine Sadaqa zugunsten von Bildungsprojekten ist daher weit mehr als materielle Hilfe: Sie ist eine Investition in die Zukunft – im Diesseits und im Jenseits.

Schon mit kleinen Beträgen kannst Du viel bewirken.

Möge Allah (swt) Dich und Deine Familie für Deine Großzügigkeit reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
„Ich wünsche Euch ein gutes Leben.“ – Halima, 13 Jahre, aus Burundi

Zugehöriges Projekt

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