Die Begünstigten bedanken sich

Wärme spenden: Winterhilfe für die Ärmsten in Indien

Der Winter trifft nicht alle Menschen gleich. Während viele von uns zuhause Heizungen aufdrehen und warme Kleidung tragen können, kämpfen zahllose Familien in armen Regionen um das Nötigste: ein warmes Bett, ausreichend Kleidung und ein wenig Schutz in den kalten Nächten. Gerade in den ländlichen Gegenden Indiens bedeutet der Winter für Bedürftige nicht nur Unbehagen, sondern oft auch Krankheit, geschwächte Körper und schlaflose Nächte.

Die Winterhilfe von muslimehelfen setzt genau hier an: Wärme spenden, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Gute Taten, die unmittelbar ankommen, weil sie Menschen in einer ihrer härtesten Jahreszeiten entlasten.

Wenn Kälte zur täglichen Prüfung wird: Die Geschichte von Shaheens Familie

Shaheen lebt mit ihrem Mann und drei Kindern im Distrikt Dharwad im südindischen Bundesstaat Karnataka. Die Familie wohnt in einem kleinen gemieteten Haus, das kaum Schutz vor Wind und Kälte bietet. Die Wände sind notdürftig geflickt, der Boden ist hart und eiskalt. Die beiden Eltern verdienen ihren Lebensunterhalt durch einfache Arbeiten. Zusammen verdienen sie oft nicht mehr als 200 Rupien am Tag. Das reicht kaum für Nahrung, geschweige denn für warme Kleidung oder Decken.

Wenn der Winter über Dharwad hereinbricht, wird jede Nacht für Shaheen und ihre Kinder zu einer Prüfung. Die Familie drängt sich dicht aneinander, um etwas Wärme zu spüren. Die Kinder zittern oft vor Kälte, werden krank und wachen erschöpft auf. Shaheen versucht alles, um sie zu schützen. Sie nutzen Schichten aus alten Kleidern und improvisierte Tücher, die kaum etwas nützen.

„Wir konnten kaum schlafen. Vor allem meine Kinder litten unter der Kälte“, erzählt sie. „Jeden Morgen sah ich, wie sie froren.“

Winterhilfe, die ankommt und Leben verändert

Unterstützung notwendig war. Dank der Spenden an muslimehelfen konnten Shaheen und ihre Kinder ein Winterhilfe-Set erhalten, bestehend aus:

• einer warmen, hochwertigen Decke

• einem Pullover

• einem großen Bettlaken mit Kissenbezügen

Was für uns oft selbstverständlich wirkt, war für Shaheen ein Wendepunkt.

„Heute können wir endlich warm schlafen“, sagt sie. „Ich kann zur Arbeit gehen, ohne zu frieren – und meine Kinder können nachts durchschlafen. Diese Decke ist ein Segen. Möge Allah die Spender von muslimehelfen reich belohnen.“

Ihre Worte zeigen, wie viel Wärme spenden wirklich bedeutet: nicht nur Schutz vor der Kälte, sondern Trost, Hoffnung und neue Kraft für den Alltag.

750 Familien in Dharwad konnten versorgt werden

Die Winterhilfe in Indien wurde im Zeitraum vom 06.12.2024 bis 26.12.2024 umgesetzt. Insgesamt erhielten 750 bedürftige Familien im Distrikt Dharwad dringend benötigte Winterkleidung.

Zu den Begünstigten gehörten Familien unter der Armutsgrenze, Tagelöhnerinnen, ältere Menschen, Witwen und Waisen.

Für sie ist der Winter besonders hart – denn ohne warme Kleidung steigt das Risiko für Krankheiten erheblich. Die Winterhilfe lindert diese Not unmittelbar und nachhaltig.

Dein Beitrag zählt: Wärme schenken mit nur 30 Euro

Mit einer Spende kannst Du Kälte in Wärme verwandeln und gute Taten in die Tat umsetzen:

Mit 30 Euro versorgst Du eine bedürftige Familie in Indien mit einer Decke, einem Pullover und Bettwäsche.

Jede Spende, ob groß oder klein, hilft einem Menschen, den Winter sicherer und würdevoller zu überstehen.

Möge Allah Dich für jede gute Tat reichlich belohnen und Deine Spende zu einem Licht für Menschen machen, die gerade jetzt auf Hilfe angewiesen sind.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Wärme spenden: Winterhilfe für die Ärmsten in Indien​

Zugehöriges Projekt

Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Miriam Laiouar

Wenn die Temperaturen fallen, wird Kälte vielerorts zu einer echten Herausforderung – vor allem dort, wo Heizmöglichkeiten, warme Kleidung oder ein sicherer Unterschlupf fehlen. Dank Eurer Spenden konnte muslimehelfen während der letzten Wintersaison an 15 verschiedenen Orten, über Kontinente hinweg, helfen – mit Decken, Kleidung, Lebensmitteln und Heizmaterial.

Verteilung von Decken und Kleidung in Südasien

Bangladesch: Ein Junge kann seine Freude über das Winterpaket kaum verbergen.

Besonders in Südasien, wo die Menschen über den Großteil des Jahres Hitze gewohnt sind, macht der Winter vielen Familien zu schaffen. Kaum jemand besitzt Winterkleidung, die Häuser sind schlecht isoliert, und dicke Decken und Jacken sind Luxus.

In Bangladesch spüren das vor allem Tagelöhner, Rikscha-Fahrer und Kleinbauern. Sie arbeiten hart, doch ihr Einkommen reicht nicht aus, um für den Winter vorzusorgen. In den Distrikten Dinajpur und Lalmonirhat konnten ganze 1.430 Familien mit Decken und Schals unterstützt werden. Mit Spenden in Höhe von 21.500 Euro konnte so Wärme an eine Vielzahl bedürftiger Familien verteilt werden.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Auch in Indien konnte Hilfe geleistet werden. In Dharwad erhielten 750 besonders arme Familien je eine dicke Decke, Jacken sowie ein Bettlaken-Set. Für das Projekt standen 18.000 Euro zur Verfügung. Gousiya, eine 32-jährige Mutter von drei Kindern, erzählt, wie sehr sich ihr Leben durch die Winterhilfe verändert hat: „Wir hatten nichts, womit wir uns vor der Kälte schützen konnten. Alhamdulillah, heute haben wir von muslimehelfen ein Winterpaket bekommen. Jetzt können meine Kinder warm schlafen, ohne Sorgen. Es wäre für mich unmöglich gewesen, solche hochwertigen Wintersachen zu kaufen. Ich bete von Herzen, dass Allah die Spender reichlich segnet.”

Ihre Familie lebte bislang mit selbstgenähten Tüchern als Decken, die Kinder waren ständig krank. Erst das Winterpaket aus Decke, Jacken und Bettlaken brachte Erleichterung.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Nicht nur Kleidung, auch Nahrung war ein Thema: In der indischen Berglandschaft Kodaikanal arbeiten viele Tagelöhner auf Kaffee- und Pfefferplantagen. Für sie bedeutet der Winter nicht nur Kälte, sondern auch weniger Arbeit und Hunger. Um sie und ihre Familien zu entlasten, verteilten wir Decken, Schlafunterlagen und zusätzlich große Lebensmittelpakete mit 25 kg Reis, 10 kg Mehl, 4 kg Linsen, 2 Litern Speiseöl sowie Zucker, Salz, Tee und Gewürzen. Mit 29.953 Euro konnten sogar mehr Familien versorgt werden als ursprünglich geplant. Insgesamt erreichten wir 451 Familien im Ort Kodaikanal mit den ausgiebigen Winterpaketen.

In Nepal sinken die Temperaturen im Winter oft auf unter 5 °C. Besonders in den Morgen- und Nachtstunden ist ein Schutz gegen die Kälte daher lebenswichtig. In Kathmandu verteilten wir an 456 arme Familien Pullover oder Jacken, Decken und Mützen. Zu den Empfängern gehörten unter anderem Tagelöhner, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. 13.504 Euro wurden hier für Schutz und Wärme eingesetzt. Junu, eine alleinstehende Mutter aus Kathmandu, arbeitet als Straßenreinigerin, um ihre Kinder zu versorgen. Nach Erhalt unseres Winterpakets berichtete sie Folgendes: „Meine älteste Tochter ist jetzt 8 Jahre alt und geht zur Schule. Ich habe nicht einmal die Möglichkeit, ihr eine Uniform und Schreibwaren zu kaufen. Durch das Metalldach dringt Wasser ein, und es wird sehr kalt wegen des Windes. Vielen Dank, dass Sie uns mit einer warmen Decke, einer Jacke und einer Wollmütze geholfen haben. “

Pakistan: Große Winterpakete aus Decken, Kleidung, Matratzen und Kissen kommen in Dera Ghazi Khan an.

Auch in Pakistan war die Not groß. In den Distrikten Muzaffargarh, Multan, Jhang, Rajanpur und Dera Ghazi Khan erhielten 250 Familien nicht nur Decken und Kleidung für Groß und Klein, sondern auch Bodenmatratzen und Kissen. Ein weiteres Projekt in Peshawar konzentrierte sich auf von Frauen geführte Haushalte. 326 Haushalte erhielten große Winterpakete mit Kleidung und Decken. Insgesamt waren in den Paketen jeweils 3 Kinder- und Jugendpullover, 2 Kinder- und Jugendjacken, ein Schal, ein Paar Kindersocken, ein Paar Erwachsenensocken, eine Kindermütze, 2 Steppdecken und ein Schultertuch für Frauen. Für dieses Winterprojekt wurden 29.700 Euro aufgewendet.

Rohingya-Hilfe: Wärme im Exil

In Cox’s Bazar in Bangladesch befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt. Es besteht aus mehreren Camps, die zusammen ein Megacamp bilden und so groß wie eine Großstadt sind. Insgesamt beherbergt es über 900.000 Menschen, die hauptsächlich Rohingya sind – eine muslimische Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar verfolgt und aus dem Land vertrieben wurde. Der Winter trifft sie besonders hart, da sie nur in provisorischen Hütten leben, die ihnen kaum Schutz gegen die Kälte bieten. Im letzten Winter verteilte muslimehelfen Decken und Schals an 773 Flüchtlingsfamilien. Auf Anregung der lokalen Behörden konnten wir zusätzlich 257 einheimische Familien in die Verteilung einbeziehen – auch sie litten unter den schwierigen Umständen. Insgesamt kamen hier 15.550 Euro zum Einsatz.

Indien: Voller Freude schlüpfen Rohingya-Kinder in ihre neuen Winterjacken.

Auch in den Camps von Hyderabad in Indien erhielten 910 Rohingya-Familien Winterhilfe: Decken, Jacken und Bettwäsche. Für die Menschen, die nur mit Gelegenheitsarbeit ihr Überleben sichern, bedeutet die Kälte oft Krankheit und Hunger. So berichtete Mohammad, ein 46-jähriger Familienvater, über die Erschwernisse seiner Familie in Hyderabad: „Ich arbeite als Tagelöhner, doch mein Einkommen reicht kaum, um die Grundbedürfnisse meiner Familie zu decken. Manchmal mussten meine Kinder hungrig schlafen, was sehr schwer zu ertragen war, insbesondere bei sechs Kindern. Im Winter hatten wir keine angemessene Kleidung, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In dieser schwierigen Zeit erhielt ich die Winterhilfe von muslimehelfen mit einer dicken Decke, Bettwäsche und einer Jacke. Ich bin sehr dankbar für dieses Hilfspaket, das meine Kinder nun vor der Kälte schützt. Alhamdulillah, es erleichtert uns das Leben sehr. Möge Allah Euch reichlich segnen.“

Winterhilfe im südlichen Afrika

Auch im südlichen Afrika, wo die Winter von Juni bis August dauern, während wir auf der Nordhalbkugel mitten im Sommer sind, konnten mehrere Projekte umgesetzt werden. In Malawi führten wir unsere Winterhilfe von Mitte Juni bis Mitte Juli 2024 durch. Insgesamt erhielten 575 Familien in den Distrikten Mulanje und Phalombe je eine dicke Decke. Vor allem die kalten Nächte machen den Menschen dort zu schaffen, weshalb diese einfache Hilfe eine große Erleichterung bedeutete.

In Südafrika wurden gleich zwei Hilfsaktionen durchgeführt: In den Provinzen Gauteng und Nordwest erhielten 1.000 bedürftige Familien jeweils eine Decke und ein Set aus einer Mütze, einem Paar Handschuhe und einem Schal. Die Projektkosten beliefen sich hier auf 16.484 Euro. In Johannesburg bekamen 350 Familien Decken und 350 Kinder ein eigenes Winterbekleidungspaket, bestehend aus einem Kindertrainingsanzug, einem Paar Handschuhe, einem Paar Wintersocken und einer Wintermütze. Die Kosten lagen hier bei 9.982 Euro. Maryam, eine 61-jährige Frau aus der Provinz Gauteng, bedankte sich mit folgenden Worten: „Ich bin muslimehelfen so dankbar, dass sie mir bei diesem extrem kalten Wetter eine warme Decke zur Verfügung gestellt haben. Da wir keinen Strom haben, können wir keine Heizungen benutzen. Ich bin Euch so dankbar. Möge Allah Euch reichlich belohnen.”

Simbabwe: Herzerwärmender Moment bei der Übergabe warmer Kinderkleidung.

Auch in Simbabwe sind Decken und warme Kleidung für viele Familien Luxus. Die meisten bedürftigen Familien leben von kleinen landwirtschaftlichen Tätigkeiten oder Gelegenheitsjobs und verfügen nicht über ausreichend finanzielle Mittel, um sich mit warmen Wintersachen einzudecken. Im Juli 2024 verteilten wir daher an 866 bedürftige Familien Decken und an 380 Kinder warme Trainingsanzüge, Mützen und Handschuhe. Mit 34.769 Euro halfen wir so vielen Menschen den Winter gesund zu überstehen.

Europa: Wärme in Zeiten von Krieg und Kälte

Auch in Europa gibt es Regionen, in denen die Winter für viele Menschen schwer zu überstehen sind. Besonders spürbar ist das in der Ukraine, die nach wie vor unter den Folgen des Krieges leidet. Einige Familien haben ihr Zuhause verloren und mussten in andere Landesteile fliehen. Im Winter steht für sie an erster Stelle die Frage: „Wie können wir uns warmhalten?“ In den Regionen Kiew, Charkiw und Odessa erhielten deshalb 150 geflüchtete Familien je eine warme Decke und ein elektrisches Heizgerät. Für diese Winterhilfe wurden 25.628 Euro eingesetzt.

Während die Menschen in der Ukraine vor allem durch die Folgen des Krieges leiden, sind es in Bosnien und Herzegowina die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die den Winter für viele kaum erträglich machen. Holz und Kohle sind teuer, Sozialleistungen decken die Kosten nicht ab. Vor allem arme Familien, ältere Menschen und Waisen sind betroffen. Im Kanton Tuzla erhielten deshalb 50 Familien jeweils zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Darüber hinaus gingen 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje, in dem Obdachlose und Menschen mit Behinderungen aufgenommen und versorgt werden. So konnten 440 weitere Bedürftige den Winter in Wärme überstehen. Die Projektkosten lagen bei 10.500 Euro.

Bei einem zweiten Winterprojekt in Bosnien und Herzegowina lag der Fokus auf Waisenfamilien. In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten 93 Waisenfamilien je zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Verwendet wurden hierfür 17.500 Euro. Eine 53-jährige Mutter von zwei Waisenkindern bringt ihre Dankbarkeit mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Assalamu alaikum lieber Spender, mein Name ist Nezira und ich bin Mutter von zwei Töchtern […]. Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage schon begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Wir danken dem Spender muslimehelfen. Gott segne Euch und Eure Familien. Wir wünschen Euch gute Gesundheit und senden Euch viele Grüße aus Bosnien.”

Bosnien: Älterer Mann freut sich beim Erhalt von zwei Raummeter Brennholz.

Ein Dank von Herzen

Auch wir möchten unseren Dank an unsere Spenderinnen und Spender aussprechen: Durch Eure Spenden konnten wir während der Winterhilfe 2024–25 erneut tausenden Menschen in Asien, Afrika und Europa Wärme, Schutz und Hoffnung schenken. Jedes Projekt, jedes Paket, jede Decke – es sind Zeichen der Barmherzigkeit, die durch Euch möglich wurden. Möge Allah Euch reichlich belohnen, Eure Spenden annehmen und Euch mit Barakah erfüllen! Amin

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Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Zugehöriges Projekt

Ein Fest, das nach Fleisch und Hoffnung duftet

Für viele von uns ist das Opferfest eine Feierlichkeit voller Freude, Gemeinschaft und guter Speisen. Für andere bedeutet es vor allem: Verzicht, Hunger und das Gefühl nicht genug zu haben. Doch durch Deine Spende kann sich das ändern. Zwei Frauen aus Indien zeigen, was Deine Unterstützung wirklich bewirken kann.

Shabana ist 26 Jahre alt, Mutter von drei kleinen Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann Javed lebt sie in einem einzigen Raum in einem gemieteten Haus in Old Hubli, im indischen Bundesstaat Karnataka. Beide arbeiten hart – Shabana rollt zu Hause Beedis, ihr Mann repariert Motorräder – aber zusammen verdienen sie kaum genug, um Miete, Wasser und Lebensmittel zu bezahlen. Fleisch? Ein unerreichbarer Luxus. Besonders zum Fest ist das schmerzhaft: Während andere Familien feiern, fehlt ihnen oft sogar das Nötigste.

Doch vergangenes Jahr war alles anders. Dank Kurban-Spenden erhielten sie 1,5 kg frisches Fleisch. Als Shabanas Kinder das Paket sahen, strahlten ihre Gesichter. „Ich kann heute Shaie-Biryani und Seekh-Kebabs kochen und mit meiner Familie feiern“, sagte sie voller Freude. „Drei Tage lang können wir jetzt gemeinsam essen – danke, dass Ihr uns nicht vergessen habt.“

Auch Sayeera erlebte ein Fest der Hoffnung. Sie ist 35, Witwe und allein verantwortlich für drei Kinder, ihren alten Vater und ihre Schwester. Seit dem Tod ihres Mannes kämpft sie täglich ums Überleben. Sie arbeitet als Haushaltshilfe, doch mit umgerechnet weniger als 50 Euro im Monat reicht es kaum für das Nötigste – schon gar nicht für ein Festessen.

Am Tag des Opferfeste brachten ihr unsere Projektpartner ein Fleischpaket. „Wir hatten nichts, um den Tag zu feiern. Keine neuen Kleider, kein besonderes Essen“, erzählt sie. „Aber als das frische Kurban-Fleisch kam, war das wie ein Geschenk Allahs. Wir werden noch fünf, sechs Tage davon essen können. Ihr habt uns das Fest zurückgegeben.“

Diese Geschichten sind kein Einzelfall.

Jedes Jahr sehnen sich Tausende Familien wie die von Shabana und Sayeera nach einem würdigen Opferfest – nach einem Tag, an dem auch sie satt werden und spüren, dass sie nicht vergessen wurden.

Du kannst das möglich machen.

Spende Dein Kurban. Und schenke einer bedürftigen Familie ein Fest, das nach Hoffnung, Würde und Fleisch duftet.

Möge Allah Deine Opfergabe annehmen. Amin und Eid Mubarak.

Ein Fest, das nach Fleisch und Hoffnung duftet

Zugehöriges Projekt

Vom Waisenkind zum Lehrer, Ingenieur und Unternehmer

Dank Spenden kümmert sich muslimehelfen seit Jahrzehnten in zahlreichen Projekten um Waisen. Viele der Waisen haben wir dabei einen großen Teil ihres Lebens von der Kindheit bis hin zu den Herausforderungen junger Erwachsener begleitet. Gemeinsam wollen wir daher nachfolgend den Lebensweg einzelner begünstigter Waisen aus Burundi betrachten.  

Ibrahim ist inzwischen 33 Jahre alt. Er wurde über 20 Jahre durch muslimehelfen unterstützt. Inzwischen arbeitet er als Französischlehrer in einem Kultur- und Sprachzentrum. Er beschreibt seinen Lebensweg als äußerst aufregend. 

(Links Ibrahim als Schüler, rechts als Lehrer)

2003 begann seine Unterstützung. In dem damaligem Hilfsprojekt war er das fünfte Kind von weniger als 30 Waisen, die anfangs jeweils Lebensmittel in Form eines halben Kilos Reis, Bohnen, Zucker und Speiseöl erhielten. Mit der Fortsetzung der Waisenhilfe und den entsprechenden Spenden wurde die Versorgung aufgestockt. Die Waisen erhielten daraufhin genügend Lebensmittel für einen ganzen Monat, Zugang zu kostenlosen medizinischen Untersuchungen, Schulmaterial und ihre Schulgebühren wurden übernommen. 

Ibrahim fasst diese Unterstützung folgendermaßen zusammen: „Ich habe eine voll finanzierte Ausbildung von der Grundschule bis zum Universitätsabschluss und eine Krankenversicherung vom 11. bis zum 25. Lebensjahr erhalten und bis jetzt seid ihr immer da. […] Ich schätze Euren Beistand sehr.“  

Emotional bewegt blickt er auf die Vergangenheit zurück. So zeigt sich Ibrahim nicht nur sehr dankbar für die Fürsorge, Freundlichkeit, Leidenschaft und Liebe, die ihm über Jahre zuteil wurde, sondern er hat gelernt der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Aus diesem Antrieb heraus unterstützt er dank weiterer Spenden Waisenkinder in Sansibar in Tansania, für deren Schulgeld und Schulsachen er aufkommt. „Möge Allah für Eure Großzügigkeit mit Euch sein in diesem Leben und im Jenseits und Euch mit dem Paradies belohnen. Wir können nicht dankbar genug sein. Eure Spenden und Euer aufrichtiges Geben waren die treibende Kraft, die uns am Leben hielt.“ 

(Links Nargis in Burundi 11, rechts Nargis in den USA.)

Nargis wurde seit ihrem 6. Lebensjahr unterstützt, bis sie die Gelegenheit bekam in die USA auszuwandern. Dies sind ihre Dankesworte: „Ich möchte meine Wertschätzung aus tiefstem Herzen äußern für den unglaublichen Einfluss, den Ihr mit Eurer Freundlichkeit und Aufopferung auf mich ausgeübt habt. Eure jüngste Unterstützung hat nicht nur einen merklichen Unterschied auf mich persönlich hinterlassen, sondern dieses Verhalten ist auch ein bemerkenswertes Vorbild im Bereich der Bildung und der Unterkunft für Bedürftige. Dies demonstriert wahrlich Leidenschaft und Einsatzbereitschaft in der Hilfe anderer. Ich kann kaum beschreiben, wie dankbar ich bin, aber möge Allah Euch mit dem Paradies belohnen.“ 

Djuma ist ebenfalls einer der Waisen, die in Burundi von muslimehelfen unterstützt wurden. Er bedauert, dass er seinen Dank erst jetzt mitteilen kann, aber er ist zutiefst dankbar für alles, was für Ihn getan wurde. Er wollte seine Dankbarkeit für die unschätzbare Unterstützung ausdrücken und sagt: „Ihre Hilfe und Anwesenheit waren für mich eine unerschütterliche Quelle des Trostes, da sie mich stärker und unabhängiger gemacht hat. Ich bin Ingenieur für Computertechnik geworden, weil ich dank der Bemühungen und Eurer Hilfe meinen Bachelor-Abschluss an der Universität von Burundi machen konnte. Ich arbeite heute problemlos in verschiedenen Abteilungen, die notwendigen Fähigkeiten, die ich erwerben konnte, habe ich Ihnen zu verdanken. Ich konnte mein eigenes Unternehmen gründen, das sich mit verschiedenen Dienstleistungen befasst, insbesondere mit Informatik und Bauingenieurwesen. Alles, was ich heute bin, habe ich Ihnen zu verdanken.“ 

Abschließend spricht er Bittgebete für jeden Unterstützer und er bittet um weitere Kraft und Mitteln, um mehr Waisenkindern zu helfen. 

Bizabishaka wuchs mit unserer Waisenhilfe auf. Seine Ausbildung und seine Lebensmittel wurden dank Spenden getragen. Eine andere Unterstützung als muslimehelfen hatte er nicht. Wie Nargis konnte auch er in die Vereinigten Staaten auswandern. „Ich arbeite jetzt und habe alhamdulillah alles, was ich nicht hatte. Ich habe ein Geschäft und besitze drei Autos. Ich werde Eure Freundlichkeit nie vergessen. Ihr habt mich gelehrt, anderen Gutes zu tun. Ich habe nicht viel zu sagen, außer dass ich mich bedanken möchte. Möge Gott es möglich machen, damit weiterzumachen und Euch mit all Seinen Segnungen belohnen. Ich liebe Euch alle so sehr.“, sagt er. 

Dies war eine kleine exemplarische Auswahl an Lebensgeschichten aus unseren Projekten, die stellvertretend für viele weitere Waisen stehen, die erfolgreich ihren Weg in unterschiedlichen Berufen gegangen sind, zu verantwortungsbewussten Erwachsenen gereift sind und voller Dankbarkeit niemals vergessen werden, was für eine Hilfe für sie geleistet wurde. 

Einige der ehemaligen Begünstigten besuchten außerdem Anfang Juli 2024 ihre ehemalige Schule, um bei einer Abschlusszeremonie die besten Absolventen mit einer Geldprämie auszuzeichnen und sie mit einer Ansprache als positives Beispiel zu motivieren und um etwas zurückzugeben. 

Vom Waisenkind zum Lehrer, Ingenieur und Unternehmer

Zugehöriges Projekt

Eine Fahrrad-Spende als Sadaqa Dscharija​

In vielen Teilen der Welt geht der Schulweg mit einem langen beschwerlichen Fußmarsch einher, der Zeit, Energie und auch Sicherheit kostet. Insbesondere für Mädchen ist ein Fahrrad daher weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist der Schlüssel zu Bildung, Unabhängigkeit und einer besseren Zukunft. Ein Fahrrad hilft Träume zu verwirklichen und Hindernisse zu überwinden. Für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist ein Fahrrad allerdings unerschwinglich.

Deine Spende kann einen entscheidenden Unterschied machen. So konnten beispielsweise in einem abgelegenen Dorf in Indien die Kosten für Fahrräder samt Sicherheitsschlössern übernommen werden. Dafür wurden umgerechnet ca. 105 Euro pro Fahrrad und Schloss aufgewendet. Die Fahrräder gingen an 400 Mädchen.

Die inspirierenden Geschichten von drei dieser Mädchen kannst Du hier nachlesen.

Darum solltest Du mitmachen

Wir sind besonders froh über Hilfsprojekt dieser Art, da die Fahrräder einen nachhaltigen Effekt haben. Sie helfen mit jedem Tritt in die Pedale und bei jedem Meter, der damit zurückgelegt wird. Eine Spende dafür ist somit eine Sadaqa Dscharija. Eine Spende, die zwar einmalig getätigt wird, aber dauerhaft hilft, und damit zum Anlass für fortlaufenden Segen wird. Profitiere auch davon und unterstütze diesen Zweck!

Tipp: Schaffe mehrere Anlässe für dauerhaften Segen und richte eine regelmäßige Sadaqa Dscharija ein. Dafür wahlweise bei der Zahlungsart Lastschrift ein Intervall (z.B. monatlich/vierteljährlich/jährlich) auswählen oder via Online Banking einen Dauerauftrag für den Verwendungszweck „Sadaqa Dscharija“ einstellen.

Unser Spendenkonto lautet:

muslimehelfen
GLS Bank
IBAN: DE55430609676030448700
BIC: GENODEM1GLS

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Deine Sadaqa Dscharija annehmen!

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Wärme spenden: Winterhilfe für die Ärmsten in Indien​

Zugehöriges Projekt

Wie neue Fahrräder das Leben dreier Schulmädchen verändern

Heute möchten wir Dir von einem bemerkenswerten Hilfsprojekt aus Karnataka in Indien erzählen. In den ländlichen Gebieten des Distrikts Dharwad wurde im Rahmen eines unserer Hilfsprojekte ein wichtiger Beitrag gegen die Benachteiligung von Mädchen geleistet. Sage und schreibe 400 Fahrräder samt Sicherheitsschlössern wurden dank der Spender von muslimehelfen an Schülerinnen verteilt, um ihnen den Zugang zu Bildung zu erleichtern und ihren langen und beschwerlichen Schulweg zu verkürzen. Dieses Projekt wurde zu Beginn des Jahres umgesetzt und hat das Leben vieler junger Mädchen maßgeblich verändert.

Mädchen wie die 14-jährigen High School Schülerinnen Ayeesha, Fatima und Shagufta. Mehr über diese drei Mädchen erfährst Du nachfolgend:

Ayeeshas inspirierender Weg zur Ärztin

Die Achtklässlerin Ayeesha wollte schon immer Ärztin werden. Doch das Leben in ihrem Dorf mit ihren vier Geschwistern und ihrem Vater, der in einem Geflügelgeschäft arbeitet, machte diesen Traum zu einer Herausforderung. Der tägliche 6 Kilometer lange Schulweg, der oft mit erheblichen Wartezeiten und überfüllten Bussen verbunden war, kostete Ayeesha viel Energie und Zeit. Sie musste bisher um 6:30 Uhr aufstehen, um nach ihren Gebeten Hausarbeiten zu erledigen, bevor sie sich auf den Weg zur Schule machen konnte. Oft kam sie erschöpft und verspätet an, was ihre schulischen Leistungen beeinträchtigte.

Dank der Unterstützung von muslimehelfen erhielt Ayeesha jedoch ein Fahrrad, das ihr Leben veränderte. Mit dem Fahrrad konnte sie die Strecke zur Schule schnell und sicher zurücklegen, ohne dabei unter der körperlichen Erschöpfung und dem Stress der langen Busfahrten zu leiden.

„Jetzt kann ich mehr Zeit und Energie in mein Studium investieren“, sagt Ayeesha mit einem Lächeln.

Die regelmäßige Teilnahme am Unterricht und die gesteigerte Konzentration brachten sie ihrem Traum, eines Tages Ärztin zu werden, ein Stück näher.

Fatima überwindet Hindernisse

Fatima hatte ähnliche Schwierigkeiten wie Ayeesha. Ihr Vater, der als Schneider arbeitet, verdient nur wenig und kämpft, um die Grundbedürfnisse der siebenköpfigen Familie zu decken.

Der Schulweg von 8 km war für Fatima eine tägliche Strapaze. Sie musste stets sehr früh aufstehen und auf den überfüllten Bus warten, oft ohne einen Sitzplatz zu ergattern. Dies führte dazu, dass sie regelmäßig die erste Schulstunde verpasste, was wiederum ihre akademische Leistung negativ beeinflusste.

Dieser Zustand gehört nun der Vergangenheit an, denn muslimehelfen und unsere Projektpartner erkannten die Notlage von Fatima und stellten ihr ein Fahrrad zur Verfügung.

„Jetzt kann ich alle meine Kurse pünktlich besuchen und gute Noten erzielen. Danke, muslimehelfen“, sagt Fatima glücklich.

Stressfrei kann sie nun ihren Schulweg absolvieren und sich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren.

Shagufta macht ihren Traum wahr

Shagufta, die wie Fatima und Ayeesha die 8. Klasse der staatlichen High School in Kundugol besucht, träumt davon, Kardiologin zu werden. Doch die schlechten Transportmöglichkeiten in ihrem Dorf erschwerten ihren Weg. Ihr Vater, der als Tagelöhner arbeitet, konnte sich kein Fahrrad für seine Tochter leisten, und Shagufta musste oft lange auf überfüllte Busse warten, was dazu führte, dass auch sie wichtige Unterrichtsstunden verpasste.

Dank Spenden konnten wir eingreifen und Shagufta mit einem Fahrrad beschenken, das ihr Leben veränderte.

„Jetzt muss ich nicht mehr lange an der Bushaltestelle warten. Ich kann früh zur Schule gehen, verpasse keine Kurse mehr und kann gute Noten in meinen Prüfungen erzielen“, sagt Shagufta voller Dankbarkeit und Freude.

Dieses Projekt zeigt, wie muslimehelfen durch gezielte Maßnahmen das Leben junger Mädchen verbessern kann. Mit Spenden in Höhe von 39.264 Euro konnten alhamdulillah 400 Fahrräder bereitgestellt werden, die als Sadaqa Dscharija gelten, da dadurch kontinuierliches Gutes geleistet wird und die Bildung Hunderter Mädchen gefördert wird. Diese Fahrräder sind mehr als nur Transportmittel; sie sind Symbole der Hoffnung, der Freiheit und der Möglichkeit, Träume zu verwirklichen. Wissenswert ist auch, dass unter den 400 begünstigten Mädchen 156 Waisenkinder waren.

Gerne kannst Du mit Deiner Sadaqa Dscharija dafür sorgen, dass weitere großartige und nachhaltige Projekte wie diese Verteilung von Fahrrädern inklusive Sicherheitsschlössern umgesetzt werden können und Bedürftigen wie Ayeesha, Fatima und Shagufta geholfen wird.

Wie neue Fahrräder das Leben dreier Schulmädchen verändern

Zugehöriges Projekt

Zakatul-Fitr im Jahr 2023

Von Aleyna Yıldırım
Kenia: Verteilung von Zakatul Fitr

Zakatul-Fitr, eine besondere Geste vor den Festtagen am Ende des Fastenmonats, ist mehr als eine Spende. Ob in Form von Lebensmitteln oder Geld, sie ermöglicht den Bedürftigen nicht nur unbeschwerte Feiertage, sondern webt auch ein unsichtbares Netz der Solidarität. So können auch finanziell benachteiligte Menschen die Feiertage genießen, ohne sich um ihre Grundbedürfnisse sorgen zu müssen.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt sieben Zakatul-Fitr-Projekte in sieben verschiedenen Ländern durchgeführt: Bangladesch, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kenia, Sri Lanka und Ukraine. In all diesen Ländern wurden Spenden in Form von Reis verteilt, insgesamt ca. 204 Tonnen, mit denen etwa 23.000 Familien erreicht wurden. Der Gesamtbetrag der Spenden belief sich insgesamt auf 167.000 Euro.

Die Größe der Pakete wurde in Absprache mit unseren Partnerorganisationen festgelegt, da diese einen besseren Überblick über die Bedürfnisse vor Ort haben. Die Spanne reichte von mindestens 3 kg Reis pro Familie in Kenia bis zu großzügigen 30 kg in Bangladesch. In Kambodscha wurden 12 kg und in allen anderen Ländern 10 kg pro Familie verteilt.

Die Begünstigten in den unterstützten Ländern waren im vergangenen Jahr mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Familien in Bangladesch hatten mit den verheerenden Folgen von Naturkatastrophen zu kämpfen. In Indien konzentrierte sich die Hilfe auf die ärmsten und am stärksten von der Dürre betroffenen Gebiete. In Indonesien wurden gezielt bedürftige Lehrer, Witwen und Waisen unterstützt. In Kambodscha wurden Waisen, Witwen und ältere Menschen bei der Verteilung besonders berücksichtigt. Dürre und Hungersnot prägten das Leben der Familien in Kenia. In Sri Lanka wurden Menschen berücksichtigt, die unter extremer Armut, Gewalt und Naturkatastrophen litten. In der Ukraine waren die Begünstigten weiterhin von der anhaltenden Kriegssituation betroffen, darunter Binnenvertriebene, ältere Menschen, Witwen und Waisen.

Auch in diesem Jahr stehen verschiedene Länder vor großen Herausforderungen und sind auf die Unterstützung durch Zakatul-Fitr angewiesen. Die steigenden Lebensmittelpreise belasten die Bedürftigen zusätzlich. Da auch Deutschland von Preissteigerungen bei Lebensmitteln betroffen ist, wurde der diesjährige Zakatul-Fitr-Betrag wie im Vorjahr auf mindestens 10 Euro festgelegt.

Ein bescheidener Beitrag kann viele Gesichter mit Freude erfüllen. Dies wird besonders klar in den Worten von Ralia, einer 63-jährigen Witwe aus Tana River, Kenia: „Ich bin Witwe mit sieben Kindern. Meinen Mann habe ich vor 15 Jahren verloren. Ich arbeite im Gemüseverkauf, um den täglichen Bedarf meiner Familie zu decken. Manchmal haben wir nicht genug zu essen, weil wir wegen der Dürre hier nicht genug Gemüse haben, um es auf dem Markt zu verkaufen. Alhamdulillah, ich danke muslimehelfen für die Lebensmittelverteilung von Zakatul-Fitr. Das hat unserer Familie Freude bereitet, besonders am Tag des Eid-ul-Fitr. Möge Allah (swt) Euch für Eure Güte gegenüber den Menschen reichlich segnen.“

Möge Allah (swt) Deine Spende annehmen
Zakatul-Fitr im Jahr 2023

Zugehöriges Projekt

Fidya: Eine Ersatzleistung mit sozialer Verantwortung

Von Soufian El Khayari

Ramadan ist eine Zeit der Selbstreflexion, Spiritualität und Enthaltung. Während Gläubige weltweit fasten, gibt es Situationen, in denen das Fasten aus gesundheitlichen Gründen nicht für jeden möglich ist. Damit sind keine temporären Umstände wie z.B. eine Reise, eine vorübergehende Krankheit, Menstruation oder eine Schwangerschaft gemeint, sondern wir sprechen von Fällen, in denen das Fasten chronisch verhindert wird und ein Nachholen der Fastentage somit unmöglich wird. In solchen Fällen tritt das Konzept der Fidya als Ersatzleistung in den Vordergrund.

Die Entscheidung, auf das Fasten zu verzichten, wird von individuellen Gesundheitszuständen beeinflusst. Medizinische Beratung ist dabei empfehlenswert und unser Schöpfer fordert von niemandem mehr als er zu leisten vermag.

Die Möglichkeit der Fidya ist Ausdruck der Barmherzigkeit Allahs (swt) und beweist die Flexibilität der Glaubenspraxis.

Denn diese Ersatzleistung für das nicht durchgeführte Fasten ermöglicht Gläubigen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, dennoch ihre religiösen Pflichten zu erfüllen. 

Mit der Fidya gilt es ersatzweise Bedürftige zu speisen. Es wird daher in Form von Lebensmitteln verteilt. Aus praktischen Gründen wird die Fidya häufig auch in Form von Geld übergeben. Wir empfehlen dabei aktuell 10 Euro pro versäumten Fastentag. Dies kann auch schon vorab oder am Anfang von Ramadan geschehen.

Die Fidya wird somit auch zur Unterstützung Bedürftiger genutzt. Durch die Integration sozialer Verantwortung in die religiöse Praxis wird die Fidya zu einem bedeutenden Instrument, das Brücken zwischen der Pflicht des Einzelnen und sozialem Engagement schlägt. Wenn Du die Fidya leisten musst, stehen wir Dir zur Seite und kümmern uns um die Abwicklung. Nutze dafür Fidya als Verwendungszweck.

Möge Allah (swt) Deine Spende annehmen
Fidya: Eine Ersatzleistung mit sozialer Verantwortung

Zugehöriges Projekt

Ramadan-Rückblick 2023

Von Miriam Laiouar

In der vergangenen Ramadansaison 2023 führte muslimehelfen erfolgreich 21 Ramadanprojekte in 17 Ländern durch. Aufgrund des weltweiten Anstiegs der Lebensmittelpreise hatte sich auch die Anzahl der Bedürftigen erhöht. Dank Spenden in Höhe von insgesamt 344.424 € konnten 13.434 bedürftige Familien während des Fastenmonats Ramadan unterstützt werden. Im Folgenden wird die Ramadanhilfe in den verschiedenen Ländern näher vorgestellt.

Insgesamt wurden 11 der 21 Ramadan-Hilfsprojekte in Asien durchgeführt. Die Länder, in denen diese Projekte umgesetzt wurden, sind Pakistan, Bangladesch, Indien, Sri Lanka, Indonesien, Kambodscha und Libanon. In jedem dieser Länder wurden die Lebensmittelpakete entsprechend den lokalen Essgewohnheiten zusammengestellt. Das Ziel war es, den bedürftigen Familien Lebensmittel bereitzustellen, die nicht nur sättigend und nahrhaft sind, sondern auch den kulinarischen Vorlieben entsprechen. Da sich die Essgewohnheiten in benachbarten Ländern oft ähneln, wiesen auch die Ramadanpakete dieser Länder viele Gemeinsamkeiten auf. Zum Beispiel enthielten die Pakete in Pakistan, Bangladesch, Indien und Sri Lanka neben Reis und Mehl auch häufig Linsen, da die Zubereitung von linsenbasierten Gerichten in diesen Regionen beliebt ist. Linsen schmecken nicht nur gut, sondern dienen auch als ausgezeichnete pflanzliche Protein- und Eisenquelle.

Ein Beispiel für ein Ramadanpaket für eine bedürftige Familie in Pakistan umfasste 20 kg Weizenmehl, 7 kg Reis, 5 kg Kichererbsenmehl, 3 kg rote Linsen, 3 kg Kichererbsen, 4 kg Kidneybohnen, 5 kg Ghee, 1 kg Tee und 3 kg Zucker. Obwohl Zucker an sich nicht sättigend ist, trinken die Begünstigten ihren Tee mit Zucker, und bereiten gerne Süßspeisen zu Ramadan und den Festtagen zu. Bei der Zusammenstellung der Pakete versucht muslimehelfen also auch auf die Wünsche der Begünstigten einzugehen. Insgesamt 321 bedürftige Familien im Distrikt Peshawar erhielten im vergangenen Ramadan dieses zusammengestellte Lebensmittelpaket.

Pakistan: Ramadanhilfe im Jahr 2023 im Distrikt Peshawar
In Indonesien und Kambodscha werden neben Reis auch gerne Nudeln gegessen. In einem der beiden Ramadanhilfen in Indonesien wurden an insgesamt 500 arme Familien in der Provinz Aceh Besar folgende Lebensmittel verteilt: 10 kg Reis, 2 kg Reismehl, 600 g Maisnudeln, 2 Liter Speiseöl, 425 g Fischkonserven, 1 kg Zucker, 400 g Margarine und 500 g Salz. In Kambodscha bestanden die verteilten 1.146 Lebensmittelpakete jeweils aus 14 kg Reis, 10 Päckchen Instant-Nudeln, 2 Dosen Milch, 1 kg Zucker und einer Flasche Milo. Milo ist ein Kakaomalzgetränk, das mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert ist und in vielen Ländern ein sehr beliebtes Getränk ist. Nicht nur in Asien, sondern auch in einigen afrikanischen Ländern genießt das Getränkepulver eine hohe Beliebtheit. Daher wurde Milo im letzten Ramadan auch in Togo verteilt.

Lebensmittel für Geflüchtete in Asien

Zum Beginn des Ramadans im letzten Jahr finanzierte muslimehelfen auch Lebensmittelpakete für geflüchtete Menschen. Im Distrikt West Bekaa im Libanon sind viele syrische Flüchtlinge in Camps untergebracht. Aufgrund beschränkter Arbeitsmöglichkeiten und fehlender finanzieller Unterstützung seitens des Staates sind sie auf Hilfsorganisationen angewiesen. Insgesamt erhielten 474 syrische Flüchtlingsfamilien jeweils 10 kg Reis, 5 kg Mehl, 4 kg Bulgur, 3 Liter Sonnenblumenöl, 3 kg Linsen, 660 g Tomatenmark, 400 g Sesampaste, 750 g Butterschmalz, 2 Packungen Spaghetti, 1 kg Milchpulver, 1 kg Zucker, 1 kg Salz, 600 g Fadennudeln und 250 g Tee. Mit den übrig gebliebenen Projektmitteln und einem Zuschlag durch unsere Partnerorganisation wurden außerdem jeweils ein Kilogramm Datteln für die syrischen Familien gekauft. Nach der Sunnah des Propheten (saw) wird das Fasten nämlich mit einer Dattel oder Wasser gebrochen.
Neben der Unterstützung für syrische Flüchtlinge wurden auch zwei Projekte für Rohingya-Flüchtlinge umgesetzt. Cox’s Bazar im Südosten Bangladeschs beherbergt derzeit das größte Flüchtlingslager der Welt. Es befindet sich an der Grenze zu Myanmar, aus dem die Rohingya, eine muslimische Minderheit, vertrieben wurden. In einem der vielen Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar konnte Ramadanhilfe für 600 Rohingya-Familien bereitgestellt werden. Zusätzlich wurden aufgrund gesetzlicher Vorschriften 200 einheimische bangladeschische Familien berücksichtigt. In Bangladesch ist gesetzlich festgelegt, dass mindestens 25% der Hilfe an Einheimische gehen müssen, um gesellschaftliche Spannungen zu vermeiden und bedürftige einheimische Familien nicht zu vernachlässigen. Jede der insgesamt 800 Familien erhielt 2 kg Weizenmehl, 2 kg gepufften Reis, 2 kg Kichererbsen, 2 kg Kartoffeln, 1 kg Trockenfisch, 1 kg Zucker und 1 kg Milchpulver.
Das zweite Ramadanhilfsprojekt für Rohingya wurde in Indien durchgeführt. Viele der geflohenen Rohingya haben dort Schwierigkeiten Arbeit zu finden, vor allem aufgrund von Sprachbarrieren. Auch in Indien wurden neben den Rohingya-Familien zusätzlich einheimische Familien in die Hilfe einbezogen. Die Unterstützung richtete sich jedoch hauptsächlich an Rohingya-Familien im Distrikt Hyderabad. Insgesamt erhielten 1000 Familien jeweils 12 kg Reis, 5 kg Mehl, 2 Liter Speiseöl, 2 kg rote Linsen, 2 kg Zucker, 250 g Tee, 1 kg Fadennudeln und 250 g Trockenfrüchte mit Nüssen.

Rahmatullah, ein 49-jähriger Rohingya-Flüchtling, bedankte sich bei muslimehelfen mit folgenden Worten: „Ich lebe mit meiner Familie im Flüchtlingscamp Cox’s Bazar. Aus Angst um unser Leben sind wir 2017 in dieses Land geflohen, nachdem die myanmarische Armee unser Haus niedergebrannt hat. Seitdem wir hier sind, leben wir die meiste Zeit mit einem Mangel an Unterkunft, Nahrung und Wasser. Ich bin sehr froh über dieses Lebensmittelpaket, das den Ramadan für mich und meine Familie etwas leichter macht. Ich bete, dass Allah (swt), der Allmächtige, eure Wohltaten akzeptiert. Amin.“

Indien, Hyderabad: Rohingya-Familie freut sich über Ramadanpaket.

Ramadanhilfe in Afrika

In Afrika führte muslimehelfen insgesamt acht Ramadanhilfsprojekte in verschiedenen Ländern durch, um Familien zu unterstützen, die unter extremen Bedingungen leben. In der Demokratischen Republik Kongo erhielten 200 bedürftige Familien Lebensmittelpakete. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 27 Millionen der rund 99 Millionen Einwohner in der DR Kongo auf humanitäre Hilfe angewiesen. Über fünf Millionen Menschen sind aufgrund von Gewalt und internen Konflikten im Land auf der Flucht. Tausende Flüchtlinge haben die DR Kongo verlassen und sind in das Nachbarland Burundi geflohen, wo ebenfalls ein Ramadan-Hilfsprojekt umgesetzt wurde. Burundi, gemessen am BIP pro Kopf das ärmste Land der Welt, kann diesen Flüchtlingen jedoch keine besseren Perspektiven bieten.

In Malawi richtete sich die Ramadanhilfe an 290 Familien, die Opfer des Zyklons Freddy wurden, der im März 2023 zu erheblichen Schäden und mindestens 1000 Todesopfern führte. In Ruanda konnten letztes Jahr 1100 Familien mit Lebensmittelpaketen erreicht werden. Dort lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung in extremer Armut. Weitere 700 mittellose Familien wurden in Südafrika berücksichtigt, wo die Bevölkerung immer noch mit den Folgen des Apartheid-Regimes kämpft. Obwohl sich mittlerweile eine schwarze Mittel- und Oberschicht gebildet hat, leidet ein Großteil der schwarzen Bevölkerung weiterhin unter Armut und Arbeitslosigkeit.

In Togo konzentrierte sich die Ramadanhilfe hauptsächlich auf Menschen mit Behinderungen, die Schwierigkeiten haben eine Arbeit zu finden und daher häufig von Armut betroffen sind. Auch in Simbabwe wurde bei der Verteilung der Lebensmittelpakete ein besonderes Augenmerk auf Menschen mit Behinderungen, Alte und chronisch Kranke gelegt. Schließlich erreichten wir 1035 hungernde Familien in Kenia, wo die schlimmste Dürre seit 40 Jahren herrscht. Das Lebensmittelpaket für jede begünstigte Familie in Kenia umfasste 5 kg Weizenmehl, 5 kg Maismehl, 3 kg Reis, 3 Liter Speiseöl, 2 kg Bohnen, 1 kg Butterschmalz, 2 kg Zucker und 1 kg Salz.

Kenia: Lebensmittelpaket, das an 1035 bedürftige Familien im Ramadan verteilt wurde

Ramadanhilfe in Europa

Bei der letzten Ramadanhilfe wurden zwei europäische Länder berücksichtigt: Albanien und die Ukraine. Die Ukraine ist seit zwei Jahren ein Kriegsgebiet auf europäischem Boden. Hauptsächlich sind der Osten und Süden des Landes von den Angriffen aus Russland betroffen. Im nicht angegriffenen Westen und Norden des Landes leben viele Ukrainer, die aus den Kriegsgebieten geflohen sind. 250 Familien aus Kiew, Lwiw und Odessa konnte muslimehelfen im letzten Ramadan mit Lebensmittelpaketen versorgen. Jede Familie erhielt 5 kg Reis, 5 kg Mehl, 5 kg Buchweizen, 5 kg Nudeln, 5 kg Zucker, 3 Liter Öl und 400 g Tee. Dabei wurden Binnenflüchtlinge sowie arme und ältere Menschen berücksichtigt.

Albanien zählt zu den ärmsten Ländern Europas und kämpft trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen. Armut und Arbeitslosigkeit sind in einigen Regionen Albaniens weit verbreitet. Im Rahmen der letzten Ramadanhilfe erhielten insgesamt 280 bedürftige Familien eine sorgfältig zusammengestellte Versorgung. Diese bestand aus 10 kg Mehl, 5 kg Nudeln, 4 kg Reis, 4 kg Bohnen, 3 kg Zucker, 2 Liter Öl, 300 g Kaffee, 200 g Salz und einer zusätzlichen Packung Biskuit-Kekse, die von unserer Partnerorganisation in Albanien gespendet wurde. Ein derartiges Lebensmittelpaket reichte einer Familie mit 3 – 4 Personen für den gesamten Monat aus. Besondere Berücksichtigung fanden Familien, die aufgrund von Krankheit oder Beeinträchtigung keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können und daher auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Ebenso wurden Familien einbezogen, die Kinder mit Behinderungen oder ältere Angehörige pflegen. Auch alleinlebende ältere Menschen wurden bei der Verteilung berücksichtigt.

Wir danken jedem Spender für die großzügige Unterstützung der letzten Ramadanprojekte. Dank Eurer Hilfe konnten sich bedürftige Familien auf ihren Gottesdienst im gesegneten Monat Ramadan konzentrieren, ohne sich um die nächste Mahlzeit sorgen zu müssen. Möge Allah (swt) auch Dich vor Sorgen bewahren und Dich reichlich belohnen.

Verteilung von Lebensmitteln

Der Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und Winterhilfe scheint nicht sofort schlüssig zu sein, jedoch sind alle Personen und Familien, die unsere Hilfe erhalten, arm und bedürftig, dass es ihnen im Winter nicht nur an warmer Kleidung und Heizmöglichkeiten fehlt, sondern auch an grundlegenden Lebensmitteln. Für viele stellt die Beschaffung von ausreichend Nahrung für ihre Familie eine große Bürde dar. In Anbetracht der erheblich gestiegenen Lebensmittelpreise in den letzten Jahren ist dies nicht erstaunlich. Laut dem Food Price Index der Food and Agriculture Organization sind die Lebensmittelpreise im Jahr 2023 weltweit um 26,8 Prozent höher ausgefallen als im Vergleichszeitraum 2014 bis 2016.

Selbst in Europa gibt es Menschen, die in Armut leben. In Albanien sind vor allem alte Menschen und Angehörige von Minderheiten von Armut betroffen. Genau dieser Zielgruppe haben wir im Rahmen der letzten Winterhilfe im Dezember 2022 geholfen. 400 Familien im Kreis Dibra und Durres, die Angehörige mit einer Behinderung haben, sich um alte Familienmitglieder kümmern oder um Waisenkinder, bekamen jeweils eine warme Decke und finanzielle Unterstützung in Form von Lebensmitteln. Jede Familie erhielt 10 kg Mehl, 5 kg Nudeln, 4 kg Reis, 4 kg Bohnen, 2 Liter Speiseöl, 3 kg Zucker und 200 g Salz.

Auch in Indien versorgten wir Tagelöhner mit Grundnahrungsmitteln während der letzten Wintersaison. Die Mehrheit der begünstigten 397 Familien arbeitet auf Kaffee- und Paprikaplantagen in den Palani-Bergen. Sie sind auf den täglichen Lohn angewiesen, um ihre Familien zu ernähren. Im Winter wird es jedoch an manchen Tagen so kalt im Gebirge, dass sie den ganzen Tag über nicht arbeiten können. Damit die finanzielle Not der Familien gelindert wird, versorgten wir sie mit 15 kg Reis, 10 kg Mehl, 5 kg Linsen, 2 Liter Speiseöl, 2 kg Zucker, 1 kg Salz, 1 kg Teepulver und 500 g Masala-Gewürz. Um sich warm zu halten, bekamen sie zusätzlich jeweils eine Decke und eine Bodenmatratze.

Wir danken unseren Spendern für ihre großzügige und gütige Unterstützung, die es uns Jahr für Jahr ermöglicht, zahlreichen Menschen über Kontinente hinweg durch den harten Winter zu helfen. Möge Allah Euch reichlich belohnen und mit Euch zufrieden sein.

Ramadan-Rückblick 2023

Zugehöriges Projekt

Ein Winterwunder für Mohammeds Familie

Von Soufian El Khayari
Indien: Mohammed erhielt eine wärmende Decke in einem Rohingya-Flüchtlingscamp.

Die Lage der Rohingya-Flüchtlinge in Indien ist nicht einfach. Die meisten arbeiten als Tagelöhner und haben daher nur ein sehr geringes und instabiles Einkommen, das nicht ausreicht, um ihre Familien zu versorgen. Die coronabedingten Lockdowns in den vergangenen Jahren machten die Situation noch komplizierter, da viele ihre Arbeit verloren und damit insbesondere in den kalten Monaten vollständig auf Unterstützung, wie zum Beispiel unsere Winterhilfe, angewiesen waren.

Von einer der 1000 begünstigten Familien im Rohingya-Flüchtlingscamp in Hyderabad, die im Winter letztens Jahres Hilfe erhielten, wollen wir Dir nachfolgend mehr berichten.
Um genau zu sein, erzählt diese Geschichte vom 21-jährigen Mohammed, seinem jüngeren Bruder und seinen Eltern. Sie sind Rohingya-Flüchtlinge aus Burma.
Mohammed verdiente seinen Lebensunterhalt als Tagelöhner durch anstrengende körperliche Arbeit. Eines Tages kam es auf einer Baustelle jedoch zu einem schmerzlichen Unfall und er brach sich sein rechtes Bein. Ein Einkommen hatte er daher nicht mehr.

Schweren Herzens sagte er: „Ich war der Einzige, der arbeitet. Mein Vater ist ein alter Mann und mein Bruder ist zu jung, um irgendwelche Arbeiten zu verrichten, aber jetzt kann ich auch nicht mehr arbeiten.”

Seine Familie stand vor dem Aus. Wie sollten sie die extreme Kälte des Winters ohne jegliches Einkommen bewältigen?

Unsere Helfer vor Ort fanden Mohammed und seine Familie frierend im Flüchtlingslager vor und statteten sie mit einer warmen Mink-Bettdecke, einem Bettlaken, einem Kissenbezug und Winterkleidung aus.

Indien: Mohammed probiert seine neue Winterjacke an.

Mohammed drückte seine Dankbarkeit aus und sagte: „Das Leben im Flüchtlingscamp ist sehr hart, und der Winter ist extrem kalt. Es ist schwierig zu beschreiben, wie elend das Leben geworden ist, und die Verantwortung lastet schwer auf meinen Schultern. Alhamdulillah ist muslimehelfen wie ein Wunder in unser Leben getreten und hat uns vor diesem Winter gerettet.”

Indien: Links Mohammeds Mutter und rechts sein jüngerer Bruder freudestrahlend beim Erhalt der Winterhilfe.

Er bedankte sich herzlich bei den Spendern von muslimehelfen, die ihm und seiner Familie in dieser schwierigen Zeit geholfen haben. Möge Allah ihre Güte anerkennen und sie und ihre Familie reichlich mit Gesundheit und Wohlstand segnen, bittet Mohammed.

Ein Winterwunder für Mohammeds Familie

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