Die Begünstigten bedanken sich

Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Miriam Laiouar

Wenn die Temperaturen fallen, wird Kälte vielerorts zu einer echten Herausforderung – vor allem dort, wo Heizmöglichkeiten, warme Kleidung oder ein sicherer Unterschlupf fehlen. Dank Eurer Spenden konnte muslimehelfen während der letzten Wintersaison an 15 verschiedenen Orten, über Kontinente hinweg, helfen – mit Decken, Kleidung, Lebensmitteln und Heizmaterial.

Verteilung von Decken und Kleidung in Südasien

Bangladesch: Ein Junge kann seine Freude über das Winterpaket kaum verbergen.

Besonders in Südasien, wo die Menschen über den Großteil des Jahres Hitze gewohnt sind, macht der Winter vielen Familien zu schaffen. Kaum jemand besitzt Winterkleidung, die Häuser sind schlecht isoliert, und dicke Decken und Jacken sind Luxus.

In Bangladesch spüren das vor allem Tagelöhner, Rikscha-Fahrer und Kleinbauern. Sie arbeiten hart, doch ihr Einkommen reicht nicht aus, um für den Winter vorzusorgen. In den Distrikten Dinajpur und Lalmonirhat konnten ganze 1.430 Familien mit Decken und Schals unterstützt werden. Mit Spenden in Höhe von 21.500 Euro konnte so Wärme an eine Vielzahl bedürftiger Familien verteilt werden.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Auch in Indien konnte Hilfe geleistet werden. In Dharwad erhielten 750 besonders arme Familien je eine dicke Decke, Jacken sowie ein Bettlaken-Set. Für das Projekt standen 18.000 Euro zur Verfügung. Gousiya, eine 32-jährige Mutter von drei Kindern, erzählt, wie sehr sich ihr Leben durch die Winterhilfe verändert hat: „Wir hatten nichts, womit wir uns vor der Kälte schützen konnten. Alhamdulillah, heute haben wir von muslimehelfen ein Winterpaket bekommen. Jetzt können meine Kinder warm schlafen, ohne Sorgen. Es wäre für mich unmöglich gewesen, solche hochwertigen Wintersachen zu kaufen. Ich bete von Herzen, dass Allah die Spender reichlich segnet.”

Ihre Familie lebte bislang mit selbstgenähten Tüchern als Decken, die Kinder waren ständig krank. Erst das Winterpaket aus Decke, Jacken und Bettlaken brachte Erleichterung.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Nicht nur Kleidung, auch Nahrung war ein Thema: In der indischen Berglandschaft Kodaikanal arbeiten viele Tagelöhner auf Kaffee- und Pfefferplantagen. Für sie bedeutet der Winter nicht nur Kälte, sondern auch weniger Arbeit und Hunger. Um sie und ihre Familien zu entlasten, verteilten wir Decken, Schlafunterlagen und zusätzlich große Lebensmittelpakete mit 25 kg Reis, 10 kg Mehl, 4 kg Linsen, 2 Litern Speiseöl sowie Zucker, Salz, Tee und Gewürzen. Mit 29.953 Euro konnten sogar mehr Familien versorgt werden als ursprünglich geplant. Insgesamt erreichten wir 451 Familien im Ort Kodaikanal mit den ausgiebigen Winterpaketen.

In Nepal sinken die Temperaturen im Winter oft auf unter 5 °C. Besonders in den Morgen- und Nachtstunden ist ein Schutz gegen die Kälte daher lebenswichtig. In Kathmandu verteilten wir an 456 arme Familien Pullover oder Jacken, Decken und Mützen. Zu den Empfängern gehörten unter anderem Tagelöhner, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. 13.504 Euro wurden hier für Schutz und Wärme eingesetzt. Junu, eine alleinstehende Mutter aus Kathmandu, arbeitet als Straßenreinigerin, um ihre Kinder zu versorgen. Nach Erhalt unseres Winterpakets berichtete sie Folgendes: „Meine älteste Tochter ist jetzt 8 Jahre alt und geht zur Schule. Ich habe nicht einmal die Möglichkeit, ihr eine Uniform und Schreibwaren zu kaufen. Durch das Metalldach dringt Wasser ein, und es wird sehr kalt wegen des Windes. Vielen Dank, dass Sie uns mit einer warmen Decke, einer Jacke und einer Wollmütze geholfen haben. “

Pakistan: Große Winterpakete aus Decken, Kleidung, Matratzen und Kissen kommen in Dera Ghazi Khan an.

Auch in Pakistan war die Not groß. In den Distrikten Muzaffargarh, Multan, Jhang, Rajanpur und Dera Ghazi Khan erhielten 250 Familien nicht nur Decken und Kleidung für Groß und Klein, sondern auch Bodenmatratzen und Kissen. Ein weiteres Projekt in Peshawar konzentrierte sich auf von Frauen geführte Haushalte. 326 Haushalte erhielten große Winterpakete mit Kleidung und Decken. Insgesamt waren in den Paketen jeweils 3 Kinder- und Jugendpullover, 2 Kinder- und Jugendjacken, ein Schal, ein Paar Kindersocken, ein Paar Erwachsenensocken, eine Kindermütze, 2 Steppdecken und ein Schultertuch für Frauen. Für dieses Winterprojekt wurden 29.700 Euro aufgewendet.

Rohingya-Hilfe: Wärme im Exil

In Cox’s Bazar in Bangladesch befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt. Es besteht aus mehreren Camps, die zusammen ein Megacamp bilden und so groß wie eine Großstadt sind. Insgesamt beherbergt es über 900.000 Menschen, die hauptsächlich Rohingya sind – eine muslimische Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar verfolgt und aus dem Land vertrieben wurde. Der Winter trifft sie besonders hart, da sie nur in provisorischen Hütten leben, die ihnen kaum Schutz gegen die Kälte bieten. Im letzten Winter verteilte muslimehelfen Decken und Schals an 773 Flüchtlingsfamilien. Auf Anregung der lokalen Behörden konnten wir zusätzlich 257 einheimische Familien in die Verteilung einbeziehen – auch sie litten unter den schwierigen Umständen. Insgesamt kamen hier 15.550 Euro zum Einsatz.

Indien: Voller Freude schlüpfen Rohingya-Kinder in ihre neuen Winterjacken.

Auch in den Camps von Hyderabad in Indien erhielten 910 Rohingya-Familien Winterhilfe: Decken, Jacken und Bettwäsche. Für die Menschen, die nur mit Gelegenheitsarbeit ihr Überleben sichern, bedeutet die Kälte oft Krankheit und Hunger. So berichtete Mohammad, ein 46-jähriger Familienvater, über die Erschwernisse seiner Familie in Hyderabad: „Ich arbeite als Tagelöhner, doch mein Einkommen reicht kaum, um die Grundbedürfnisse meiner Familie zu decken. Manchmal mussten meine Kinder hungrig schlafen, was sehr schwer zu ertragen war, insbesondere bei sechs Kindern. Im Winter hatten wir keine angemessene Kleidung, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In dieser schwierigen Zeit erhielt ich die Winterhilfe von muslimehelfen mit einer dicken Decke, Bettwäsche und einer Jacke. Ich bin sehr dankbar für dieses Hilfspaket, das meine Kinder nun vor der Kälte schützt. Alhamdulillah, es erleichtert uns das Leben sehr. Möge Allah Euch reichlich segnen.“

Winterhilfe im südlichen Afrika

Auch im südlichen Afrika, wo die Winter von Juni bis August dauern, während wir auf der Nordhalbkugel mitten im Sommer sind, konnten mehrere Projekte umgesetzt werden. In Malawi führten wir unsere Winterhilfe von Mitte Juni bis Mitte Juli 2024 durch. Insgesamt erhielten 575 Familien in den Distrikten Mulanje und Phalombe je eine dicke Decke. Vor allem die kalten Nächte machen den Menschen dort zu schaffen, weshalb diese einfache Hilfe eine große Erleichterung bedeutete.

In Südafrika wurden gleich zwei Hilfsaktionen durchgeführt: In den Provinzen Gauteng und Nordwest erhielten 1.000 bedürftige Familien jeweils eine Decke und ein Set aus einer Mütze, einem Paar Handschuhe und einem Schal. Die Projektkosten beliefen sich hier auf 16.484 Euro. In Johannesburg bekamen 350 Familien Decken und 350 Kinder ein eigenes Winterbekleidungspaket, bestehend aus einem Kindertrainingsanzug, einem Paar Handschuhe, einem Paar Wintersocken und einer Wintermütze. Die Kosten lagen hier bei 9.982 Euro. Maryam, eine 61-jährige Frau aus der Provinz Gauteng, bedankte sich mit folgenden Worten: „Ich bin muslimehelfen so dankbar, dass sie mir bei diesem extrem kalten Wetter eine warme Decke zur Verfügung gestellt haben. Da wir keinen Strom haben, können wir keine Heizungen benutzen. Ich bin Euch so dankbar. Möge Allah Euch reichlich belohnen.”

Simbabwe: Herzerwärmender Moment bei der Übergabe warmer Kinderkleidung.

Auch in Simbabwe sind Decken und warme Kleidung für viele Familien Luxus. Die meisten bedürftigen Familien leben von kleinen landwirtschaftlichen Tätigkeiten oder Gelegenheitsjobs und verfügen nicht über ausreichend finanzielle Mittel, um sich mit warmen Wintersachen einzudecken. Im Juli 2024 verteilten wir daher an 866 bedürftige Familien Decken und an 380 Kinder warme Trainingsanzüge, Mützen und Handschuhe. Mit 34.769 Euro halfen wir so vielen Menschen den Winter gesund zu überstehen.

Europa: Wärme in Zeiten von Krieg und Kälte

Auch in Europa gibt es Regionen, in denen die Winter für viele Menschen schwer zu überstehen sind. Besonders spürbar ist das in der Ukraine, die nach wie vor unter den Folgen des Krieges leidet. Einige Familien haben ihr Zuhause verloren und mussten in andere Landesteile fliehen. Im Winter steht für sie an erster Stelle die Frage: „Wie können wir uns warmhalten?“ In den Regionen Kiew, Charkiw und Odessa erhielten deshalb 150 geflüchtete Familien je eine warme Decke und ein elektrisches Heizgerät. Für diese Winterhilfe wurden 25.628 Euro eingesetzt.

Während die Menschen in der Ukraine vor allem durch die Folgen des Krieges leiden, sind es in Bosnien und Herzegowina die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die den Winter für viele kaum erträglich machen. Holz und Kohle sind teuer, Sozialleistungen decken die Kosten nicht ab. Vor allem arme Familien, ältere Menschen und Waisen sind betroffen. Im Kanton Tuzla erhielten deshalb 50 Familien jeweils zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Darüber hinaus gingen 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje, in dem Obdachlose und Menschen mit Behinderungen aufgenommen und versorgt werden. So konnten 440 weitere Bedürftige den Winter in Wärme überstehen. Die Projektkosten lagen bei 10.500 Euro.

Bei einem zweiten Winterprojekt in Bosnien und Herzegowina lag der Fokus auf Waisenfamilien. In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten 93 Waisenfamilien je zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Verwendet wurden hierfür 17.500 Euro. Eine 53-jährige Mutter von zwei Waisenkindern bringt ihre Dankbarkeit mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Assalamu alaikum lieber Spender, mein Name ist Nezira und ich bin Mutter von zwei Töchtern […]. Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage schon begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Wir danken dem Spender muslimehelfen. Gott segne Euch und Eure Familien. Wir wünschen Euch gute Gesundheit und senden Euch viele Grüße aus Bosnien.”

Bosnien: Älterer Mann freut sich beim Erhalt von zwei Raummeter Brennholz.

Ein Dank von Herzen

Auch wir möchten unseren Dank an unsere Spenderinnen und Spender aussprechen: Durch Eure Spenden konnten wir während der Winterhilfe 2024–25 erneut tausenden Menschen in Asien, Afrika und Europa Wärme, Schutz und Hoffnung schenken. Jedes Projekt, jedes Paket, jede Decke – es sind Zeichen der Barmherzigkeit, die durch Euch möglich wurden. Möge Allah Euch reichlich belohnen, Eure Spenden annehmen und Euch mit Barakah erfüllen! Amin

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Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Zugehöriges Projekt

10-jähriges Jubiläum des Blindenzentrums in Togo

Miriam Laiouar
Togo: Eine Rede wird anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Blindenzentrums gehalten und in Gebärdensprache übersetzt.

Blindheit geht in Togo oft mit Armut einher. Wer blind ist oder eine Sehbeeinträchtigung hat, kann nur schwer einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Wer bereits als Kind erblindet oder blind auf die Welt kommt, hat es besonders schwer Zugang zu Bildung und damit bessere Zukunftsaussichten zu erhalten. So treibt die Blindheit Familien in die Armut.

Um Kindern mit einer Sehbehinderung eine Schulausbildung zu ermöglichen und ihre Zukunft zu sichern, wurde 2010 in Sokodé, der zweitgrößten Stadt des Landes, ein Blindenzentrum durch  muslimehelfen gegründet. Die Einrichtung begann mit der Unterstützung von 12 blinden und sehbeeinträchtigten Kindern aus armen und bedürftigen Familien. Sie wurden in Blindenschrift unterrichtet, erhielten täglich warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung und einen Schlafplatz.

Mit den Jahren wurden mehr Kinder aufgenommen und schon bald reichten die angemieteten Räumlichkeiten nicht mehr aus. Schließlich wurde Ende 2013 ein neues Blindenzentrum auf einem drei Hektar großen Stück Land in Kadambara, nahe Sokodé, gebaut, das Platz für mehr Schüler und Schülerinnen bietet und bis heute erfolgreich betrieben wird. Das Zentrum umfasst 8 Unterrichtszimmer, 8 Schlafräume, Toiletten, Duschen, eine Kantine sowie 4 Büroräume für das Lehrpersonal.

Seither deckt muslimehelfen alle Kosten für den Betrieb und Unterricht des Blindenzentrums. Dazu gehören Gehälter für sechs Lehrer, eine Köchin, eine Reinigungskraft, einen Betreuer und einen Wächter sowie Kosten für Lebensmittel, Braille-Papier, Hygieneartikel, Medikamente, Strom, Telefon- und Transportkosten. Die Kosten belaufen sich alle sechs Monate auf circa 25.000 Euro.

Heute werden im Blindenzentrum 35 visuell eingeschränkte Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet. Die Kinder werden dort bis zur 6. Klasse unterrichtet, entsprechend der Dauer der Schulpflicht in Togo. Der Lehrplan orientiert sich an den Vorgaben des Schulministeriums, sodass die Kinder denselben Unterrichtsstoff wie ihre Altersgenossen in Togo erhalten, jedoch in Blindenschrift. Nach ihrem Abschluss im Blindenzentrum haben die Schüler die Möglichkeit ihre Bildung an einer öffentlichen weiterführenden Schule in Kadambara fortzusetzen, um ihr Abitur zu machen. Wir unterstützen dies, indem wir ihre Schulgebühren übernehmen und ihnen ermöglichen, weiterhin im Zentrum zu leben. Dies ist wichtig, da viele Familien der Schüler sehr weit entfernt wohnen. Ein besonderer Erfolg ist, dass ein ehemaliger Schüler des Blindenzentrums nach seinem Studium nun als Lehrer an dieser weiterführenden Schule arbeitet und dort die blinden Schüler unterstützt. Neben ihm haben auch viele andere Absolventen des Blindenzentrums ein Studium aufgenommen. Derzeit studieren zehn ehemalige Schüler an der Universität in Lomé, wo ihnen Barrierefreiheit geboten wird. Sie erhalten weiterhin eine finanzielle Unterstützung von 20 Euro pro Monat für ihre Studiengebühren.

Vom 15. bis 23. Dezember 2023 feierte das Blindenzentrum sein 10-jähriges Bestehen. Als Vorbereitung auf das große Event wurde das Zentrum gereinigt und neu gestrichen, um insgesamt 700 Personen feierlich zu empfangen. Zu den Besuchern gehörten die blinden Schüler und Studenten des Zentrums samt ihren Familien, die lokale Bevölkerung sowie Politiker, Imame und Vertreter verschiedener Behörden.

Zunächst wurde mit einer religiösen Zeremonie begonnen, bei der aus dem Koran rezitiert, Gebete verrichtet und vier Rinder geschächtet wurden. Am nächsten Tag zog eine Karawane aus Motorrädern und Fahrzeugen mit circa 200 Menschen durch die Straßen von Sokodé. Mit einem großen Banner und lauten Durchsagen machte sie auf das Blindenzentrum aufmerksam. Auch spezielle Radioprogramme wurden ausgestrahlt, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Ein weiteres Highlight waren organisierte Fußballturniere, an denen sowohl blinde Schüler und Studenten des Blindenzentrums als auch sehende Schüler und Studenten teilgenommen haben. Am Ende erhielten alle Mannschaften neue Fußballtrikots, Fußbälle und ein Preisgeld. Die Siegermannschaften wurden zusätzlich mit Trophäen ausgezeichnet. Außerdem wurden zwei Konferenzen über Blindheit und Bildung abgehalten. Ziel der Festtage war es, die Bevölkerung Togos für die Bildung blinder Kinder zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Blindheit zu schärfen. Bereits im Januar 2024 meldeten sich sechs neue Kinder am Blindenzentrum an – ein Beweis für das Erreichen dieser Ziele.

Der 26-jährige Arafat aus Togo bedankte sich bei muslimehelfen: „Es war eine große Freude für mich, diese große Menschenmenge heute Morgen zu sehen, die in unser Zentrum kam, um mit uns den 10. Jahrestag der Eröffnung des Blindenzentrums „Centre Islamique pour l’education et la formation des personnes aveugles“ zu feiern. Als ich die Menschenmenge sah, wurde ich emotional und sagte: „Alhamdulillah”. Wir danken Allah für das 10-jährige Bestehen dieses Zentrums, denn ich war einer seiner ersten Schüler. Heute studiere ich an der Universität von Lomé und mache meinen Bachelor. Ich habe auch bereits eine Ausbildung in Kinematographie absolviert. Um die Wahrheit zu sagen, hat dieses Zentrum mir alles gegeben, dank der finanziellen Unterstützung von muslimehelfen. Ich bin sehr glücklich, an allen Aktivitäten, die für diese Feier geplant sind, teilnehmen zu können. (…)“

Togo: Karawane durch die Straßen von Sokodé. Auf den Hintersitzen der Motorräder sitzen blinde Schüler und Studenten.
10-jähriges Jubiläum des Blindenzentrums in Togo

Zugehöriges Projekt

Ruanda: Waisen präsentieren Beutel mit ihrer neuen Kleidung.

Kleidung für Waisen in Ruanda

Ruanda: Ein Waisenknabe beim Erhalt seiner neuen Schuhe.
Ruanda: Ein Waisenknabe beim Erhalt seiner neuen Schuhe.

In Kigabiro und Gacurabwenge, zwei ländlichen Gemeinden in Ruanda, wurde durch muslimehelfen ein bedeutender Beitrag zur Unterstützung von Waisenkindern geleistet. Vom 14. Dezember 2023 bis zum 20. Januar 2024 wurden insgesamt 202 Waisenkinder mit dringend benötigter Kleidung versorgt. Jedes Kind erhielt zwei Paar Schuhe sowie zwei Kleidungsstücke – Jungen je eine Hose und ein Oberteil, Mädchen je zwei Kleider. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 15.442 Euro. 

Alle begünstigten Kinder stammen aus sehr armen Familien. Der Verlust eines oder beider Elternteile hat ihre ohnehin schon schwierige finanzielle Lage noch weiter verschärft. Auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen waren unter den Begünstigten. Mit der Verteilung der Kleidung und Schuhe konnte diesen Kindern nicht nur eine große Freude bereitet, sondern auch ein wichtiges Bedürfnis gestillt werden.  

Huzaima, ein 9-jähriges Mädchen, drückte ihre Dankbarkeit in einfachen, aber berührenden Worten aus: „Ich danke muslimehelfen für zwei Paar Schuhe und die Kleidungsstücke, die mir gegeben wurden. Möge Allah Euch segnen!“ 

Ruanda: Waisen präsentieren Beutel mit ihrer neuen Kleidung.
Ruanda: Waisen präsentieren Beutel mit ihrer neuen Kleidung.

Ähnlich äußerte sich Amuza, ein 12-jähriger Junge: „Ich danke den Spendern von muslimehelfen für die Bereitstellung von zwei Paar Schuhen und Kleidung. Möge Allah Euch auf Erden und am Jüngsten Tag belohnen.“  

Yassin, ebenfalls 12 Jahre alt, schloss sich diesen Dankesworten an und fügte hinzu: „Vielen Dank für zwei Paar Schuhe und die zwei Kleidungsstücke. Ich danke muslimehelfen für die Umsetzung dieser humanitären Arbeit und möge Allah Euch segnen!“ 

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie gezielte Hilfe die Lebensumstände von Waisenkindern verbessern kann. Durch die Bereitstellung von Kleidung wurde nicht nur ein materielles Bedürfnis erfüllt, sondern auch ein Zeichen der Fürsorge und Unterstützung gesetzt. Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil der Waisenhilfe und tragen dazu bei, den Kindern Hoffnung und Zuversicht zu schenken. 

Ruanda: Eines der Waisenkinder mit körperlichen Beeinträchtigungen freut sich über die neue Kleidung.
Ruanda: Eines der Waisenkinder mit körperlichen Beeinträchtigungen freut sich über die neue Kleidung.

Die dankbaren Worte der Kinder sind ein starkes Zeugnis für die Wirkung der Spenden. Jede einzelne Gabe hat dazu beigetragen, das Leben dieser Kinder ein Stück weit besser zu machen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass auch in Zukunft solche lebensverändernden Projekte umgesetzt werden können. Möge Allah alle Spender und Helfer reichlich belohnen. 

Kleidung für Waisen in Ruanda

Zugehöriges Projekt

Festgeschenke: Ein Grund zur Freude!

Soufian El Khayari

Kennst Du dieses wundervolle Gefühl, wenn Du einem geliebten Menschen ein Geschenk machst und sein strahlendes Lächeln siehst? Nicht grundlos heißt es in einer bekannten Redensart, dass Geschenke die Freundschaft erhalten. Auch der Gesandte Allahs (swt) sagte gemäß eines in Sahih al-Bukhari überlieferten Hadith in sinngemäßer Übersetzung, dass das gegenseitige Beschenken die Zuneigung zueinander stärkt.

Dieser Empfehlung möchten wir besonders zu den islamischen Feiertagen auch gegenüber unseren bedürftigen Geschwistern folgen und unserer Wertschätzung ihnen gegenüber Ausdruck verleihen.

Wir haben uns daher vor einiger Zeit dazu entschlossen, neben unseren üblichen Hilfsprojekten einen Schritt weiterzugehen. So entstand die Idee, bedürftigen Familien zu den Feiertagen neue Kleidung zu schenken. Diese Kleidung sollte nicht nur zum Fest schön sein, sondern auch danach als Alltagskleidung dienen, denn für viele Familien sind schon die Kosten für ihre grundlegenden Bedürfnisse wie Lebensmittel oder Schulgebühren eine große Herausforderung.

Neue Kleidung zu einem Feiertag gleich für mehrere Angehörige sind daher für viele Familien ein Traum.

Ein Traum, der dank Deiner Spende wahr werden kann.

Gemeinsam mit unseren Projektpartnern haben wir die nötigen Hebel in Bewegung gesetzt, um diese wundervolle Idee nun bereits seit 2016 an mehreren Projektstandorten erfolgreich umzusetzen.

Sri Lanka: Festgeschenk zum Opferfest im Jahr 2023
Sri Lanka: Festgeschenk zum Opferfest im Jahr 2023

So zum Beispiel zum vergangenen Opferfest in Sri Lanka, wo Sets bestehend aus Hosen und T-Shirts an Jungen, Kleider und Hosen an Mädchen, Saris und Blusen an Frauen und Sarongs und Oberteile an Männer aus bedürftigen Familien verteilt werden konnten.

Wenn Du weitere Verteilungen dieser Art zu den islamischen Feiertagen unterstützen möchtest, um Bedürftige eine Freude zu bereiten, kannst Du bei muslimehelfen gerne eine Spende für Festgeschenke tätigen. Wir empfehlen als Spendenbetrag 25 Euro pro Festgeschenk.

Festgeschenke: Ein Grund zur Freude!

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