Die Begünstigten bedanken sich

Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Ahmad von Denffer

Im Koran heißt es vom Menschen, wenn er vierzig Jahre erreicht hat, er sagt: Mein Herr, erteile mir, daß ich Deine Wohltat danke, mit der Du mir wohlgetan hast und meinen beiden Eltern, und daß ich Rechtschaffenes tue, das Dir wohlgefällt, und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft, ich kehre reuig um zu Dir, und ich bin einer von den friedenmachend Ergebenen (d.i. Muslimen, 46:15).

Gegründet 1985

Als Reaktion auf das Leiden, weltweit hervorgerufen durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not und sichtbar geworden durch die große Hungersnot in Ostafrika 1984, gründeten in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität nach einigen Vorarbeiten am 5. April 1985 das Hilfswerk muslimehelfen e.V. (mh). Sie legten damit den Grundstein für die erste organisierte muslimische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus. Zweierlei war dabei wesentlich und miteinander verbunden – das konkrete Helfen und der Gottesbezug.

Viel hat sich verändert

Die erste Hilfsmaßnahme war eine Medikamentensammlung für notleidende Menschen im kriegsgeplagten Afghanistan. Seither sind vier Jahrzehnte vergangen, und es hat sich viel verändert, von der Fortentwicklung der Kommunikation und Medien über die welt- und innenpolitischen Verhältnisse bis hin zum Klima. Optimisten, die eine Verbesserung erwarteten, sind enttäuscht. Selbst die erst im Jahr 2000 festgelegten „Millennium-Entwicklungsziele“ der Vereinten Nationen wurden weitgehend, wenn nicht überhaupt, verfehlt. Insbesondere die weltweite Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen sinkt nicht, sondern steigt immer mehr, allein von 2023 auf 2024 um 5 Prozent auf über 122 Millionen Menschen. Ebenso kommt es zu mehr klimabedingten Naturkatastrophen, die vor allem den ohnehin Armen ihre Lebensgrundlagen zerstören.

Während all dieser Zeit setzte muslimehelfen sich ein „für bedürftige Menschen vor allem in Notstandsgebieten, bei Krieg, Hungersnot und Naturkatastrophen sowie für anderweitig unschuldig in Not geratene Menschen…“, wie es schon von Anfang an in der Satzung hieß.

Große und kleine Katastrophen

Über die großen Katastrophen wie etwa Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürre, aber auch Kriege, die sich immer wieder ereignen, berichten die Medien und machen damit auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Betroffenen zu helfen. Doch daneben gibt es unzählige kleine Katastrophen, von denen man hierzulande nie etwas erfährt. Wenn beispielsweise in Kambodscha, wo viele Häuser aus Holz gebaut sind und nicht selten noch auf offenem Feuer gekocht wird, ein solches Haus niederbrennt, werden oft auch noch die nahebeigelegenen Häuser von den Flammen erreicht. Der Verlust und die daraus folgende Not für die Betroffenen sind ebenso schlimm wie die Nöte der Opfer von großen Katastrophen. Nur wenn man vielleicht Verbindungen in derart abgelegene Gegenden hat, wird man benachrichtigt und kann dann möglicherweise Menschen in Not Beistand leisten. muslimehelfen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder auch um Hilfe bei kleinen Katastrophen gebeten und konnte sie leisten, al-hamdu li-llah.

Vom Ehrenamt zur Professionalisierung

muslimehelfen begann seine Arbeit als ein sehr kleiner Kreis von „Ehrenamtlichen“, die alles Erforderliche von zuhause aus erledigten und die damit verbundenen Kosten trugen. Die weitere Entwicklung machte schrittweise eine Professionalisierung erforderlich. Sowohl der wachsende Umfang der Spenden als auch die Umsetzung der Hilfsprojekte waren allein von den freiwilligen Mitwirkenden nicht mehr zu bewältigen. Nach etwa fünf Jahren erfolgte erstmals die Einstellung einer unterstützenden Teilzeitkraft und 1993 infolge des Bosnienkriegs erstmals einer Vollzeitkraft. Heute hat muslimehelfen ein Büro mit drei kleinen Abteilungen, überwiegend mit Schwestern als Teilzeitbeschäftigten, die sich um die Bereiche Projekte, Spenden und Verwaltung kümmern.

Ein Gemeinschaftswerk geblieben

An die Stelle der Gründer und anfänglichen Helfer sind längst ihre Nachfolger getreten. Doch trotz mancher Veränderungen ist muslimehelfen ein Gemeinschaftswerk von Muslimen in Deutschland geblieben, das in den vergangenen 40 Jahren allein durch Allahs Hilfe und nur mit der Unterstützung der Spender seine zahlreichen Projekte verwirklichen konnte. Sie hier alle auch nur aufzuzählen, geschweige denn zu schildern, ist nicht möglich. Angefangen mit der Medikamentensammlung von 1985 waren es bald um ein halbes Dutzend im Jahr, dann zunehmend mehr, und schließlich über Hundert jährlich. Allein im vergangenen Jahrzehnt waren es nach Angabe auf der muslimehelfen-Internetseite über 1300. Insgesamt müssen es Zehntausende von Bedürftigen gewesen sein, denen die Hilfsmaßnahmen zugutekamen.

Information über Projekte

Zu Beginn informierte muslimehelfen über die Projekte durch Berichte in der Zeitschrift „Al-Islam“. Später kamen gelegentliche muslimehelfen-Infoblätter hinzu, im März 2000 die erste Ausgabe der „muslimehelfen-zeitung“, und dann mit der Internetseite „www.muslimehelfen.org“ und den „Social media“ sowie „Youtube“ Informationsmöglichkeiten, die es zur Gründungszeit von muslimehelfen noch gar nicht gab.

Arten von Projekten

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Arten von Projekten herausgebildet. Die Hilfsmaßnahmen von muslimehelfen sind teils durch den Jahresablauf oder durch besondere Umstände bedingt. Vom Jahresablauf bedingt sind die alljährlichen Ramadan-Projekte, die Kurban-Projekte, Festgeschenke für bedürftige Kinder und die Winterhilfe. Umständehalber bedingte Projekte sind Not- und Katastrophenhilfe, Flüchtlingshilfe, Waisenhilfe, Gesundheitsfürsorge und medizinische Hilfe, Behinderten- insbesondere Blindenhilfe, Bildungsförderung und Berufsausbildung sowie Existenzgründungsforderung.

Alleinstellungsmerkmale

Allen Projekten gemeinsam ist aber, daß es dabei allein um die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen geht. Dies unterscheidet muslimehelfen von vielen anderen sogenannten Nichtregierungsorganisationen, die humanitäre Hilfe oftmals mit weiteren Interessen verbinden. muslimehelfen führt Hilfsmaßnahmen durch, wo Hilfsbedürftigkeit besteht, wo die Verhältnisse vor Ort eine sinnvolle und effektive Hilfeleistung erlauben, wo die Hilfsmaßnahmen allein den Hilfsbedürftigen zugutekommen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Die Projekte erfolgen stets in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern vor Ort. Auslandsbüros und die damit verbundenen Kosten werden so vermieden. Auch längerfristig angelegte Projekte gehen in die Verantwortung der Partner über, selbst wenn muslimehelfen bei Bedarf weiter unterstützt.

Das erste Jahrzehnt

Über die ersten zehn Jahre berichtete das muslimehelfen-Infoblatt zum Ramadan 1996, nachstehend gekürzt, wie folgt:

1985 

  • Als Reaktion auf das Leiden, das Muslimen weltweit durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not widerfährt, gründen in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität das Hilfswerk muslimehelfen V. Sie legen damit den Grundstein für die erste organisierte islamische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus….

1986  

  • muslimehelfen versorgt Hungernde in Äthiopien und organisiert… mit anderen…
  • einen Medikamententransport für afghanische Flüchtlinge.
Sachspenden für Afghanistan, Februar 1986

1987

  • Auch in diesem Jahr zwingt der Krieg, den die damalige Sowjetunion nach Afghanistan getragen hat, zu umfassender Flüchtlingshilfe von Pakistan aus: Medikamente, Lebensmittel und Decken.

1988  

  • Zwei erste längerfristige Projekte… Flüchtlingshilfe von Uganda aus,
  • und finanzielle Unterstützung von Witwen und Waisen in Palästina…

1989  

  • Hungersnöte in Äthiopien und … Sudan erfordern… Unterstützung… mit Lebensmitteln und Medikamenten.
  • Nach… Erdbeben im Iran erstmals Hilfslieferungen auch in dieses Land.

1990  

  • Schwerpunkt… Hilfe für Palästina in… der Intifada … Patenschaften für Waisenkinder.

1991  

  • … Lebensmittel und Medikamente nach Albanien… In Palästina… Aufbau einer Poliklinik…
  • Hilfslieferungen in afrikanische Länder… verstärkt.
  • Nach Afghanistan… Medikamente und medizinisches Großgerät…

1992  

  • Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Gerät… verschifft… Sudan, Somalia, Uganda, Tansania und Südafrika.
  • Erstmals erreichen Hilfsgüter Bosnien.

1993  

  • muslimehelfen und Muslim Aid vereinbaren enge Zusammenarbeit…
  • Bosnienhilfe…
  • neben der Hilfe für Afghanistan, Palästina und Afrika das größte Volumen…
  • Brunnenbauprojekte in Sierra Leone… seit 1991… abgeschlossen.

1994  

  • Bosnienkrieg verlangt… größten Einsatz. In Visoko … pharmazeutische Produktion aufgebaut… großangelegte Paketaktion…
  • In Sri Lanka… Grundstück zur Ansiedlung von muslimischen Flüchtlingen… finanziert.
  • Im Sudan … Schulen, Lehrstätten und Selbsthilfeprojekt aufgebaut und ausgestattet. Muslimische Studenten in der GUS und Muslime in Kasan … finanziell und mit Medikamenten unterstützt…

1995  

  • Pakete für Bosnien… unterschiedlichen… Zielgruppen angepaßt: Hungernde, Mütter und Säuglinge…
  • In Palästina… Bau einer Poliklinik in Gaza-Stadt gefördert… mit AREA…
  • Mutter-Kind-Pflegezentrum in Kandahar…
  • Medikamente erreichen Muslime in Togo, Kuba und Albanien… In Tschetschenien… medizinische Hilfe…
Mutter-Kind Gesundheitsfürsorge Jalalabad/Afghanistan Okt. 1995

Das zweite Jahrzehnt

Im Dezember 1994 hatte der erste Tschetschenienkrieg begonnen, der Bosnienkrieg endete im Dezember 1995, und die enge Zusammenarbeit mit Muslim Aid lief nach einiger Zeit aus. Ein zusammenfassender Blick auf die Projekte im zweiten Jahrzehnt erschien in der muslimehelfen-zeitung 3/2005, nachstehend nur stark gekürzt wiedergegeben:

1996  

  • Hilfsmaßnahmen für Bosnien… Container mit Hilfsgütern kamen in Senegal an, …
  • Studenten in der ehemaligen Sowjetunion gefördert…
  • Waisenkinder im Sudan erhielten Kleidung, …
  • Klinik in Lomé (Togo) medizinische Ausstattung…
  • umfangreiche Kurban-Aktion eingeleitet und seither jährlich durchgeführt.

1997  

  • Mutter-Kind-Zentrum in Dschalalabad… zweites… in Herat (Afghanistan)…
  • Universitätskrankenhaus Lomé (Togo)… medizinische Geräte (Dialyse u.a.m.),
  • ebenso… Kinderkrankenhaus… Alexandria (Ägypten) und…
  • Krankenhaus Priština (Kosovo).
  • In… Flüchtlingslagern bei Muzaffarabad (Kaschmir/Pakistan) wurden 746 Kinder… neu eingekleidet.
  • Nochmals… Studenten in Russland unterstützt, …
  • in Tulkarem (Palästina) Waisenkinder… Die Palästina-Waisenhilfe… erweitert in „muslimehelfen Waisen“…

1998   

  • … infolge El-Nino-Trockenheit… Reisverteilung im Gebiet Zamboanga (Mindanao). In…
  • Rückkehrersiedlung der Krimtataren… Bachtschisaray (Ukraine) …
  • „Medical Point“ … in Betrieb… Auch für Kosovo… medizinische Hilfe…
  • Weitere Hilfeleistungen… in Afghanistan, Burkina Faso, Ghana, Palästina, Senegal und Uganda.

1999  

  • Kosovo… Soforthilfe sechs Tonnen Lebensmittel, Hygiene-Artikel … drei Tonnen Medikamente… zeitweilig Koordinierungsstelle in Pogradec (Albanien)…
  • 12 000 Hilfspakete an Kosovo-Flüchtlinge…
  • Erdbebenkatastrophe… Türkei… Soforthilfe… 400 kg Medikamente und Wasserreinigungstabletten… anschließend mehrfach Lebensmittel und Zelte, … dann vor allem Wohncontainer…
  • Hilfe für Tschetschenienflüchtlinge in Georgien… fortgesetzt…
Hygieneartikel in Kosovo, 1999
Wohncontainer nach Erdbeben in der Türkei 1999

2000  

  • Erneut… Ostafrika… Dürrekatastrophe… in Fafan (bei Dire Dawa, Äthiopien)… Mutter-Kind-Ernährungsstation…,
  • In Kenia… zehn neue Brunnen gebaut und zehn… bestehende mit Handpumpen ausgestattet…
  • in Afghanistan… Flüchtlinge… erhielten über vier Monate Lebensmittelpakete und Haushalts-Sets… in Kabul…
  • Flüchtlinge in Peschawar (Pakistan) … Steppdecken für den Winter…
Mutter-Kind Ernährungsprogram in Äthiopien 2000.

2001  

  • Tschetschenische Flüchtlinge in Georgien…
  • erneut… Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung. Medizinisches Gerät… nach Baku (Aserbaidschan)… dort zudem… Hilfsprojekt für tschetschenische Mütter und Waisen…, auch in den Folgejahren…
  • Reisverteilungen in Mindanao (Philippinen)…
  • fortgesetzt… Erdbebenopfer in Gujarat (Indien)… unterstützt…
  • Auf der Krim (Ukraine)… „Medical Point“ in Bachtschisaray… zudem… dort… TBC-Vorsorgeprogramm…

2002  

  • Lebensmittelpakete, Decken… in… Nangarhar (Afghanistan) und… Kabul… Abazak-Klinik (Provinz Logar)… mit Personal und Medikamenten ausgestattet…
  • Lebensmittelhilfen sowie Erste Hilfe-Material… nach Jericho und Hebron (Palästina),
  • Lebensmittelhilfe… in zehn Dörfern bei Garut (Java, Indonesien)…
  • Versorgung von Kriegsflüchtlingen mit Reis in… North Cotabato und Davao (Mindanao, Philippinen), „Medical Mission“ auf Palawan (Philippinen)… Unterstützung eines Waisenhauses in Karabulag (Inguschetien)…

2003  

  • „40 Brunnen“-Projekt für Ostafrika…
  • Lebensmittelhilfen… in Sierra Leone…
  • Medikamente für … bevorstehenden Krieg… in den Irak gebracht, … Notversorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Wasser in Bagdad, Kerbela und Basra (Irak)…,
  • in Grozny (Tschetschenien) Ambulanz („Medical Point“) insbesondere für Frauen …
  • Medikamente für die El-Wafa-Klinik… sowie Unterstützung der Zentralen Blutbank in Gaza (Palästina),…
  • Lebensmittelpakete… für Rückkehrerfamilien im Gebiet Srebrenica (Bosnien) 20 Milchkühe…

2004  

  • … Hilfe für die Überlebenden des… Erdbebens in Bam (Iran)…
  • Erdbebenopfer um Al-Houceima (Marokko) erhielten Unterstützung…
  • In Afghanistan sorgte muslimehelfen für die Neueröffnung… eines Krankenhauses in… Gardez (Provinz Paktia)…
  • Puwami-Moschee-Klinik in… Slum von Nairobi (Kenia) erhielt… Medikamentenausstattung…
  • tschetschenische Flüchtlinge in Georgien Winterhilfen,…
  • groß angelegte Sammelaktion von Brillen, … für bedürftige Brillenträger in Kenia…
  • Am 26. Dezember 2004 … die ersten Nachrichten von… Flutwellenkatastrophe in Süd- und Südostasien ein. muslimehelfen… noch am selben Tag aktiv, lieferte bereits drei Tage darauf Trinkwassertanks, Wasserpumpen, Bodenmatten sowie Lebensmittel nach Marathamunai (Sri Lanka) und traf Vorbereitungen für… Notpakete in Indien und Indonesien.

Das dritte Jahrzehnt

2005  

  • Im Vordergrund… stand… das Tsunami-Katastrophengebiet…
  • im Januar im Gebiet Cochin (Kerala, Indien) Haushalts-Sets und Medikamente an Flutopfer…
  • und versorgte obdachlos gewordene Überlebende in Aceh (Indonesien) mit Lebensmitteln…
  • Seit Abschluss der akuten Nothilfephase… für 100 obdachlose Familien in Nintavur und Kuchavelli (Sri Lanka) feste Notunterkünfte…
  • ein Waisenhaus für Mädchen in Kinniya… und… eine medizinische Ambulanz. In Aceh (Indonesien)…
  • nochmals Lebensmittel… und Notinstandsetzung zerstörter Häuser… in Durung… Witwen durch ein kleines Landwirtschaftsprojekt… zu eigenem Lebenserwerb zu kommen… , ein zweites ebenfalls speziell zur Unterstützung von Witwen mit Kindern vorgesehenes Projekt ist in Sigli angelaufen. Erneut wurde die „Woche der Waisen“ durchgeführt und die Sammeldosenaktion erweitert. (Verkürzt aus muslimehelfen zeitung 3/2005)
2005 in Sri Lanka Tsunamihilfe mit Wasserpumpen
Beratung mit Tsunami-Betroffenen in Aceh, Indonesien, 2005

Mittlerweile waren die Projekte im dritten Jahrzehnt so zahlreich geworden, daß später in der muslimehelfen-zeitschrift nur noch über die verschiedenen Kategorien berichtet wurde. Unter der Überschrift „Sorgen nehmen, Hoffnung geben“ war zu lesen: Seit 30 Jahren leistet muslimehelfen humanitäre Hilfe. Immer bemüht durch die Hilfsprojekte in die Zukunft der Begünstigten zu investieren. Natürlich sind kurzfristige Hilfen wie im Ramadan oder zu Kurban wichtig. Noch wichtiger ist die Nachhaltigkeit der Projekte, das bedeutet eine langandauernde Wirkung der Spenden. Schon jetzt laufen Projekte erfolgreich, die vor vielen Jahren begonnen wurden. Diese entwickeln sich so gut, dass sie den Bedürftigen langfristig nutzen.

Bildung

Die Bildungsprojekte von muslimehelfen dienen besonders den Kindern, aber auch jungen Erwachsenen. Oft fehlt ihnen Zugang zu Bildung. Erst Ende 2014 hat zum Beispiel das Dorf Vranjt Gujras in Albanien seine erste Grundschule errichten können. Gani H. lebt in dem Dorf und sagt dazu: „Wenn eine Schule gebaut wird, ist das nicht nur für einen Moment gut, das ist wichtig für die Zukunft.“

Nahrung und Landwirtschaft

Hierbei geht es um die Verteilung von Lebensmitteln. Neben dieser kurzzeitigen Hilfe wird auch nachhaltig geholfen. Wie 2014 in Uganda, wo 80% der Einwohner von der Landwirtschaft leben. Den Bedürftigsten im Bezirk Mpogo wurden 10kg Saatgut und 3 Hacken ausgegeben. Bauer Mukite A. aus Kadua, Sironko fasst zusammen: „Das wird unsere landwirtschaftliche Arbeit vereinfachen. Wir haben Hacken und Saatgut erhalten und das hat unseren Lebensstandard verbessert.“

Uganda 2014

Medizin & Gesundheit

Kranken und Verletzten, die sich keinen Arztbesuch leisten können, wird geholfen. Auch Krankenhäuser und mobile Kliniken werden ausgerüstet, um Hilfe langfristig gewährleisten zu können. Das Tawfiq Hospital in Kenia ist eines davon. Es hat drei Inkubatoren erhalten. Frühgeborene, wie der 1200 g leichte Ali, konnten mit den Geräten behandelt werden. Seine Mutter Rukia sagt: „Ich bin Euch so dankbar, dass ihr dem Tawfiq Hospital die Geräte gespendet habt.“

Selbsthilfe

Hilfsbedürftigen soll die Möglichkeit gegeben werden aus eigener Kraft und auf erlaubte Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Berufsbildungszentrum in Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür. Jugendliche erhalten hier eine Ausbildung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. So sieht das auch Herr Ayoub, der Projektmanager: „Dieses Projekt bietet eine Lösung.“

Frauenhilfe

Diese Projekte fördern ausschließlich alleinstehende und alleinerziehende Frauen. Sie sollen sich und ihre Familien langfristig selbst versorgen. Das funktioniert bei der Frauen-Kooperative aus Ruanda schon gut. Die Endprodukte, die sie mit den gespendeten Maismühlen herstellen, verkaufen sie und erwirtschaften so ihren Lebensunterhalt. Erst kürzlich wurde das Projekt durch den Bau eines neuen Maismehllagers erweitert. „Es ist so eine Freude,“ sagt die 43-jährige Murekezi T., Mitglied der Nyagatare Vision Cooperative, „Möge Allah euch belohnen.“

Ruanda 2014

Existenzgründung

In Kambodscha haben 150 Familien zwischen Mai 2014 und Mai 2015 einen Mikrokredit erhalten. Natürlich zinslos. Einzelhändler wie die Schneiderin Kei A. aus Phnom Penh konnten so ihre Geschäfte festigen und erweitern. „Ich habe mich so über den Mikrokredit gefreut, weil er ohne Zinsen ist und ich ihn Schritt für Schritt zurückzahlen kann“, berichtet sie.

Waisenhilfe

Waisen erhalten neben den anderen Projekten noch eine zusätzliche Hilfe. Dazu gehören Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung. Ihre selbst bedürftigen Verwandten sind für jede Hilfe dankbar. So wie Yasmeen, die Tante des Waisenjungen Musharaf aus Indien: „Einige meiner Lasten haben sich durch diese Ausbildungshilfe von muslimehelfen verringert. Jetzt habe ich Hoffnung, dass er eine gute Ausbildung haben wird und sein Traum, Arzt zu werden, sich erfüllen wird“.

Not- & Katastrophenhilfe

Durch einen eigenen Notfallfonds kann muslimehelfen bei Katastrophen und Notständen unmittelbar und gezielt Hilfe leisten. So konnten nach der schweren Flut in Kaschmir dort zügig neue Unterkünfte gebaut werden. Witwen, wie der 62-jährigen Jana Begum, wurde geholfen: „Mein Haus wurde zerstört. Ich hatte keinen Ort zum Leben. Durch die Gnade Gottes haben mir einige gute Leute ein Häuschen gebaut. Sie werden dafür belohnt.“ Inschallah.

Winterhilfe

In schwerzugänglichen Gebieten wird armen Gemeinden zum Jahreswechsel geholfen, wie dem Kindergarten in Rozaje, einer Stadt in Montenegro.

Die 52 Kleinkinder dort haben seit 2014 eine Heizung. Eltern wie Mersiha G. sind nun beruhigt: „Als Mutter bin ich besonders für die Heizung dankbar, weil ich mich jetzt nicht mehr sorgen muss, dass mein Kind sich dort erkältet.“ (muslimehelfen 3. Ausgabe 2015)

Diese Darstellung übergeht leider viele für muslimehelfen wichtige Projekte aus dem dritten Jahrzehnt, auf die einzugehen hier indes auch hier der Platz fehlt. Nur als Beispiele seien erwähnt Projekt Olivenbaum Gaza 2007-2009, Erdbebennothilfe Pakistan 2007-2009, Zweites Waisenhaus Bau Sri Lanka 2007/8, Waisenschule Bau Burundi 2009/10, Waisenschule Bau Garut/Indonesien 2010/11, Blindenzentrum Togo 2010, Klinik Bau Haiti 2012, Berufsbildungszentrum Bau Ruanda 2012, Blindenzentrum Bau Togo 2013.

Montenegro Winterhilfe 2014

Das vierte Jahrzehnt

Von mancherlei Widrigkeiten abgesehen, die nicht allein muslimehelfen betrafen, brachte das vierte Jahrzehnt (2015-2024) der Arbeit von muslimehelfen, zwei besondere Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren. Einerseits machten personelle Veränderungen die Einarbeitung jüngerer Mitarbeiter, im Übrigen meist Schwestern, notwendig. Andererseits verursachten die coronabedingten Einschränkungen 2020-2023 veränderte Arbeitsweisen, vermehrten den Bedarf an Hilfsmaßnahmen aber erschwerten zugleich deren Umsetzung vor Ort und schränkten auch den persönlichen Kontakt mit den Partnern ein.

Zudem konnte muslimehelfen sich als freies, von Regierungen, Parteien und anderen Interessen unabhängiges muslimisches Hilfswerk wie schon in der Vergangenheit nicht überall betätigen, wo es notwendig und wünschenswert war. Dennoch gelang es mit Allahs Hilfe neben den üblichen Ramadan-, Kurban- und Winterhilfeprojekten weiterhin zahlreiche Hilfsmaßnahmen umzusetzen, darunter 2015 für Flüchtlinge aus Syrien in Serbien, Bosnien und im Libanon sowie für Flüchtlinge von der Krim in der Ukraine, Berufsvorbereitungszentrum Bau Indien 2016-2019, seit 2017 Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch, Indien und Nepal, Erweiterung der Waisenschule Burundi 2017, Krankenhauserweiterung Malindi/Kenia 2018, Waisenhilfen u.a. in Burundi, Indien, Simbabwe 2019, Betrieb des Blindenzentrums in Kadambara/Togo, zahlreiche Corona-Nothilfen in Ländern Afrikas und Asiens 2020-2021, Kleinbauernhilfe in Simbabwe 2023 und viele andere. Für die Begünstigten sind sie allesamt erfreulich, besonders bemerkenswert ist vielleicht eines der Solarprojekte 2024:

Auf den Flachdächern der beiden von muslimehelfen 2005 und 2008 erbauten Waisenhäuser in Kinniya/Sri Lanka wurden 2024 Solarmodule installiert. Die Anlagen versorgen nun die Waisenhäuser mit ihrem eigenen Elektrizitätsbedarf, und überschüssiger Strom kann in das öffentliche Netz gehen. Die Einsparungen einerseits und Einnahmen andererseits erleichtern inschallah den Betrieb beider Waisenhäuser, ein schönes Beispiel für „sadaqa dscharija“ –  eine fortwährende gute Tat.

Anlaß zur Erinnerung

Nun ist muslimehelfen also 40 Jahre geworden, ein Anlaß, daran zu erinnern, wie wir vor 40 Jahren mit dieser Arbeit begonnen haben und wo wir heute mit Gottes Hilfe sind. Anders als der Mensch hat muslimehelfen keine Eltern. Dennoch dürfen und wollen wir Allah danken und allen, die mitgeholfen haben, muslimehelfen das sein zu lassen, was es ist, den Spendern, Helfern, Partnern, Mitarbeitern und Mitgliedern, und Allah bitten, unsere Mängel und Fehler zu vergeben und weiterhin zu Allahs Wohlgefallen und zum Nutzen für die hilfsbedürftigen Menschen als Muslime Rechtschaffenes tun zu dürfen.

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Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Zugehöriges Projekt

Erfolgsgeschichten: Lebenswege von geförderten Kindern und Jugendlichen

Aleyna Işık

Hinter jeder Hilfe steht ein Schicksal – und oft auch ein Neubeginn. Dank der Unterstützung von muslimehelfen und seinen Spendern konnten Kinder und Jugendliche in Burundi, Ruanda und Togo schwierige Lebensumstände überwinden und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Ihre Geschichten zeigen, wie Hoffnung, Bildung und Fürsorge Leben verändern können.

BURUNDI

Ibrahim, ehemals gefördertes Waisenkind aus Burundi

Links: Ibrahim, ehemals gefördertes Waisenkind aus Burundi, rechts: Diana, ehemalige Schülerin der muslimehelfen- Grundschule in Burundi

„Ich bin Ibrahim, 33 Jahre alt, Französischlehrer in Daressalam, Tansania. Seit über 20 Jahren bin ich Teil der muslimehelfen-Familie. Ich wurde im Jahr 2003 als eines der ersten Kinder aufgenommen. Damals waren wir weniger als 30 Waisenkinder. Zunächst erhielten wir kleine
Lebensmittelpakete. Doch mit der Zeit wurde die Unterstützung umfassender: ausreichend Nahrung für einen ganzen Monat, medizinische Versorgung, Schulmaterialien – sogar die Schulgebühren wurden übernommen.

Dank Eurer Spenden erhielt ich eine vollständig finanzierte Ausbildung, von der Grundschule bis zum Universitätsabschluss, sowie eine Krankenversicherung bis zu meinem 25. Lebensjahr. Bis heute steht Ihr uns zur Seite – mit Unterstützung, Rat und Herz.“

Diana, ehemalige Schülerin der muslimehelfen-Grundschule in Burundi

„An meine Schule – die muslimehelfen-Grundschule,
Ich bin eine Waise – ein Kind, das das Leben nicht verschont hat, aber Ihr habt euch entschieden, es zu lieben, zu unterstützen und aufzuziehen. 2012 wurde ich bei euch eingeschult und verbrachte zehn Jahre in Eurer Obhut – zehn Jahre voller Lernen, Wärme und Menschlichkeit.

Ihr wart mehr als eine Schule – Ihr wart mein Zuhause, mein Licht in der Dunkelheit. Ihr habt mir Essen, Kleidung und Schulmaterial geschenkt – und vor allem Würde. Ich werde nie die Lehrer vergessen, die uns frühmorgens weckten, mit ganzem Herzen für unseren Erfolg kämpften und uns Stärke, Disziplin und Ehrgeiz lehrten. Heute lebe ich in Kanada und habe am 6. Juni 2025 meinen High-School-Abschluss gemacht. Dass ich Französisch spreche, mein Studium mit Hoffnung verfolge und klare Ziele habe – das verdanke ich Euch. Auch wenn ich weit weg bin, trage ich Euch immer in meinem Herzen.“

RUANDA

Aboub, ehemaliger Schüler des Berufsbildungszentrums Kwigira in Ruanda

„Mein Name ist Aboub. Ich habe am Berufsbildungszentrum Kwigira im Bereich Elektrizität meinen Abschluss gemacht. Dort habe ich Kenntnisse im Bereich der Hausinstallation erworben. Derzeit arbeite ich bei einem Stromnetzbetreiber und erhalte ein Gehalt von 450.000 FRW. Seit 2015 kann ich meine Miete bezahlen, mich selbst versorgen und monatlich etwa 200.000 FRW sparen.“

Shakila, ehemalige Schülerin des Berufsbildungszentrums Kwigira in Ruanda

„Im Berufsbildungszentrum in Kwigira habe ich kostenlos Wissen und praktische Fähigkeiten erworben.

Heute bin ich selbstständig und unabhängig tätig. Ich arbeite mit einer Nähmaschine, die mir durch das Berufsbildungszentrum zum Abschluss des Nähkurses geschenkt wurde. Ich verdiene mein eigenes Geld, kann mich und meine Familie versorgen und bin vor allem finanziell unabhängig geworden.“

TOGO

Waïbou, ehemaliger Schüler des Blindenzentrums in Sokodé

„Ich verlor 2009 mein Augenlicht und sah keinen Ausweg mehr. 2010 erfuhr ich über das Islamische Zentrum für die Ausbildung und Schulung blinder Menschen (CIEFA), wo ich Brailleschrift lernte und neuen Lebensmut fand. Ich absolvierte erfolgreich den Grundschulabschluss, das Abitur und ein Studium in Zeitgeschichte an der Universität Lomé. Heute bin ich Lehrer am Lycée Kadambara. Dank der umfassenden Unterstützung von CIEFA und muslimehelfen – moralisch, finanziell und materiell – konnte ich alle Hindernisse überwinden, selbstständig werden und meine Familie unterstützen. Zudem lernte ich den Koran in Braille und vertiefte meine Arabischkenntnisse. Ich bin allen Helfern von Herzen dankbar und bitte Allah um seinen Segen für jeden Einzelnen von ihnen.“

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Erfolgsgeschichten: Lebenswege von geförderten Kindern und Jugendlichen

Zugehöriges Projekt

One village at a time – Lebensmittel und Trinkwasser in Aceh

Jusuf von Denffer

Im Herbst 2024 hat muslimehelfen gemeinsam mit seinem indonesischen Partner in Aceh die Projektreihe „One Village at a time – Ein Dorf nach dem anderen“ (OVAAT) gestartet. Die Projektreihe besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Projektphasen und hat das Ziel, ländliche Gemeinden in Indonesien ganzheitlich zu fördern. Dabei stehen die dringendsten humanitären Bedürfnisse dieser Gemeinden im Vordergrund. In Anlehnung an die internationalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sollen so für Muslime in Indonesien Abhängigkeiten verringert und Gemeinschaften gestärkt werden.

Für die Projektreihe wurde der Ort Linge ausgewählt, der sich mehrere Stunden von der nächstgelegenen Stadt entfernt ziemlich isoliert in den Bergen von Zentral-Aceh befindet, also fernab von funktionierender Infrastruktur. Die meisten der 8.000 Einwohner sind Kleinbauern oder Viehzüchter, die in mehreren Dörfern des Ortes leben und sich selbst versorgen. Sie haben zumeist nur die Grundschule besucht und leben in sehr einfachen bis ärmlichen Verhältnissen. Aufgrund der isolierten Ortslage ist der Weg zu den Märkten der nächstgelegenen Stadt sehr mühselig, sodass die Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Tätigkeit begrenzt sind. Auch die Gesundheitsversorgung und der Zugang zu weiterführender Bildung sind stark eingeschränkt, sodass sich das Leben der Menschen auf Linge konzentriert.

Mit dem Projekt „Indonesien/Linge/Lebensmittelhilfe 2024” von muslimehelfen konnte die sozioökonomische Situation der Einwohner von Linge jedoch, alhamdulillah, etwas verbessert werden. Am 14. Oktober 2024 wurden Lebensmittelpakete an jeweils 500 Familien verteilt. Jede Familie erhielt 20 kg Reis, 1 kg Zucker, 2 l Speiseöl, 500 g Salz, 425 g Fischkonserven, 600 g Maisnudeln und 2 Packungen Reismehl. Der 41-jährige Ali war sehr gerührt und sagte: „Die Leute aus der Stadt kommen so gut wie nie zu uns ins Dorf. Heute ist es das erste Mal, dass ich sowas erlebe. Diese Leute hier sind zu uns gekommen und bringen Lebensmittel für mich und meine Familie. Ich bin so glücklich darüber. Möge Allah euch ohne Ende Freude gewähren. Amin.“ Somit konnte nicht nur die sozioökonomische Situation der Einwohner verbessert werden, sondern auch ein dringendes humanitäres Bedürfnis, nämlich das nach Lebensmitteln. Mit dem Abschluss dieses Lebensmittelhilfeprojekts war auch die erste Phase der OVAAT-Projektreihe beendet worden.

Indonesien: Das Lebensmittelpaket für Linge
Indonesien: Freude über die erhaltenen Lebensmittel

Nachdem eine ausreichende Lebensmittelversorgung sichergestellt war, sah die nächste Phase der OVAAT-Projektreihe die Gewährleistung eines weiteren dringenden und unverzichtbaren humanitären Bedarfs vor: den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die lokalen Behörden hatten zwar Wasserleitungen gebaut, doch diese konnten den Bedarf kaum decken. Im Frühjahr 2025 bot das Projekt „Indonesien/OVAAT/Wasseranlage” von muslimehelfen eine Lösung für diese Situation. In den Dörfern Linge und Penaron wurde jeweils eine Wasseranlage errichtet, um die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser zu gewährleisten. Beide Wasseranlagen sind mit einem 1.000-Liter-Wassertank, Wasserhähnen und einer elektrischen Wasserpumpe ausgestattet. Sie wurden an gut erreichbaren Stellen in den beiden Dörfern errichtet. Dadurch konnte das Risiko von Krankheiten durch unsauberes Wasser und mangelnde Hygiene verringert werden. In den beiden Dörfern wurde ein Komitee gegründet, das für die Instandhaltung, Wartung und die Nutzungszeiten der Wasseranlagen zuständig ist.

Wie in der OVAAT-Projektreihe vorgesehen, waren die Dorfbewohner und lokalen Behörden bei der Planung und den Vorbereitungen vor Ort und wurden auch beim eigentlichen Bau der Wasseranlagen miteinbezogen. So konnte die Bereitstellung des dringendsten humanitären Bedarfs an sauberem Trinkwasser gesichert und die diesbezügliche Abhängigkeit des Ortes Linge verringert werden. Die Gemeinschaft der Dorfbewohner wurde durch die Teilnahme an Planung und Bau sowie der anschließenden gemeinsamen Verantwortung für die Wasseranlage deutlich gestärkt.

Indonesien: Die Wasseranlage im Dorf Linge

Diese beiden Aspekte wurden schließlich in der nächsten Phase der OVAAT-Projekte durch das Projekt „Indonesien/OVAAT/Linge Health, Hygiene and Sanitation Training” (Schulung für Gesundheit, Hygiene und Reinigung) von muslimehelfen im März 2025 nochmals hervorgehoben. Die Dorfbewohner von Linge und Penaron wurden zunächst durch Informations- und Aufklärungsveranstaltungen über die Wartung und Reinigung der Wasseranlage informiert. Im Anschluss wurden sie speziell zu Gesundheits-, Hygiene- und Reinigungsfragen geschult. Ziel war es, nicht nur die ordnungsgemäße Nutzung der Wasseranlage zu vermitteln, sondern auch ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit und Körperhygiene sowie den sicheren und hygienischen Umgang mit sauberem Trinkwasser zu schaffen. Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene verursacht wurden und einen Arztbesuch sowie die Einnahme von Medikamenten erforderlich gemacht hätten, konnten so vermieden werden. Die Abhängigkeit von einer medizinischen und gesundheitlichen Versorgung in der weit entfernt gelegenen nächsten Stadt konnte so ebenfalls verringert werden.

Die Kenntnisse zur Wartung und Instandhaltung der Wasseranlage machten die Dorfbewohner unabhängiger von Wartungs- und Reinigungsfachpersonal. Die gegenseitige Verantwortung für die Wartung und Reinigung der Wasseranlage förderte zudem das Gemeinschaftsgefühl in den beiden Dörfern. Zum Projektabschluss erhielten die Dorfbewohner von Linge und Penaron jeweils ein Gesundheits-Hygiene-Reinigungs-Kit, um das Erlernte in die Praxis umsetzen zu können. Dieses enthielt jeweils 3 Zahnbürsten, 2 Zahnpasten, 4 Kernseifen, 2 Shampoos, 1 Waschmittel, 1 Geschirrspülmittel, 2 Packungen Kosmetiktücher und einen 15-Liter-Wassereimer. Damit war die aktuellste Phase der OVAAT-Projektreihe vorerst zu einem Abschluss gekommen …

Indonesien: Das Gesundheits-Hygiene-Reinigungs-Kit

… Am 21. April 2025 kam ich um 8:27 Uhr im Dorf Linge an. Vor der Reise hatte ich mich mit den zuvor geschilderten Details zu den drei Projekten von muslimehelfen aus den Projektunterlagen zur OVAAT-Projektreihe vertraut gemacht. Die Anreise am Tag zuvor hatte um 8 Uhr in Banda Aceh, der Hauptstadt Acehs, gemeinsam mit dem Team des indonesischen Partners begonnen und war am Abend um 19 Uhr in der Unterkunft Pangmoed im Ort Linge zu Ende gegangen. Die nächstgelegene Stadt Takengon am Laut-Tawar-See hatten wir am Tag zuvor während der Durchfahrt kurz gesehen. Bis nach Linge waren es dann noch knapp über zwei Stunden. Mein erster Eindruck von Linge war: Es ist ein sehr ländlich geprägtes, ruhiges Dorf inmitten der Berge und Wildnis von Zentral-Aceh. Die Beschreibung der isolierten Lage Linges inmitten von Bergen stimmte also mit den Details aus den Projektunterlagen überein. Die Temperaturen im Dorf waren für Indonesien ungewöhnlich angenehm kühl, wohl wegen der frühen Tageszeit und der Lage in den Bergen.

Der Dorfvorsteher Zainuddin hatte uns bereits bei unserer Ankunft im Dorf begrüßt. Nun wollte ich mehr über die Situation der Dorfbewohner und die errichtete Wasseranlage erfahren. Die Wasseranlage war neben der Moschee errichtet worden, das war also die für alle Dorfbewohner gut erreichbare Stelle. Die Wasseranlage kannte ich bereits aus den zugeschickten Projektfotos. Es war jedoch ein ganz anderer Eindruck, die errichtete Wasseranlage neben der Moschee in Linge selbst zu sehen. Während unseres Aufenthalts kamen zwei Dorfbewohnerinnen zur Wasseranlage, um Wasser für die tägliche Wäsche zu holen. Die Wasseranlage funktionierte also und wurde von den Dorfbewohnern genutzt. In den Gesprächen mit Zainuddin stellte sich heraus, dass die nächste Stelle für sauberes Trinkwasser vor der Errichtung der Wasseranlage fünf Kilometer vom Dorf entfernt gewesen war. Nun können die Dorfbewohner die Wasseranlage bei der Moschee benutzen und das Wasser steht allen kostenlos zur Verfügung.

Eigentlich gäbe es noch viel mehr über meinen Aufenthalt in den Dörfern Linge und Penaron zu berichten. In Penaron wurde neben der Moschee eine zweite Wasseranlage errichtet, die besonders für die Dorfbewohner eine Erleichterung darstellt, da sie nun nicht mehr am Flussufer die Gebetswaschung machen müssen. Mit der kurzen Schilderung der Situation der Dorfbewohner von Linge möchte ich aufzeigen, dass die Eindrücke einer Projektreise die bereits vorhandenen, detailreichen Informationen aus den Projektunterlagen ergänzen und somit die Projektarbeit bei muslimehelfen abrunden. Alhamdulillah ist es muslimehelfen nach fast sechs Jahren nun wieder gelungen, seine Partner im Ausland zu besuchen und sich ein eigenes Bild von den Lebenssituationen der Begünstigten vor Ort zu machen. In Linge mussten die Dorfbewohner fünf Kilometer gehen, um sich sauberes Trinkwasser zu holen, bevor die Wasseranlage neben der Moschee errichtet wurde. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zur Moschee.

Indonesien: Die Dorfbewohner während einer Schulung
Indonesien: Dorfschule in Linge mit dem Plakat über Gesundheit, Hygiene und Reinigung

Was mir von der Projektreise nach Indonesien am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, ist die Tatsache, dass die Lebenssituationen der Begünstigten vor Ort sehr schwierig sind und ihnen einiges abverlangen. In Linge hat sich die Trinkwasserversorgung sehr verbessert, alhamdulillah, aber trotzdem muss immer noch überlegt werden, wie viel Wasser für welchen Zweck von der Wasseranlage geholt werden muss. Bei uns sind es nur ein paar Schritte, um sich ohne irgendwelche Gedanken mal die Hände zu waschen. Mir liegt viel daran, noch einmal daran zu erinnern und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass viele unserer Geschwister in Indonesien und an anderen Orten auf der Welt es im Leben nicht leicht haben und auf Unterstützung angewiesen sind.

Die OVAAT-Projektreihe sieht gemeinsam mit muslimehelfen bald die Fortführung der weiteren Projektphasen vor. Die Dorfschule in Linge, an der das Plakat
über die Gesundheits-, Hygiene- und Reinigungsschulung angebracht ist, verfügt derzeit über kein Toilettengebäude. Die Schulkinder nutzen stattdessen die Büsche hinter der Schule als Toilette. Die Schule ist insgesamt in einem sehr renovierungsbedürftigen Zustand, weil bisher wenig bis kaum Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Wenn Du Dich an dem Projekt für die Dorfschule beteiligen möchtest und Dich für die weitere Entwicklung in Linge interessierst, dann folge uns in den sozialen Medien und Netzwerken sowie auf unserer Homepage, um über die OVAAT-Projektphase auf dem Laufenden zu bleiben.

Indonesien: Moschee im Dorf Penaron, rechts der Fluß und links die Wasseranlage

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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One village at a time – Lebensmittel und Trinkwasser in Aceh

Zugehöriges Projekt

Damit die Nothilfe nicht stehen bleibt

Die Not der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch ist nach wie vor groß. Seit 2017 leben viele von ihnen in überfüllten Flüchtlingslagern in Cox’s Bazar, fernab ihrer Heimat und ohne gesicherte Lebensgrundlage. Eine große Herausforderung ist dabei die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Dank großzügigen Spenden konnten wir von Anfang Februar bis Ende April 2024 erneut 487 Rohingya-Familien mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln versorgen. Darüber hinaus wurden auch 163 bedürftige bangladeschische Familien unterstützt.

Jeder gespendete Euro hat direkte Auswirkungen auf das Leben der Flüchtlinge.

Abdul Hamid, ein 35-jähriger Vater im Flüchtlingslager, erzählte uns beispielsweise: „Dieses Paket wird sehr hilfreich für meine Familie sein. Ich muss mir in den nächsten Wochen keine Gedanken über den Lebensmitteleinkauf machen. Jedes dieser Produkte ist von sehr hoher Qualität, worüber ich sehr froh bin.“

Unsere Lebensmittelpakete, bestehend aus Reis, Mehl, Linsen, Speiseöl, Trockenfisch, Eiern, Chilipulver und Kurkumapulver, decken den monatlichen Bedarf einer Familie und geben ihnen ein Stück Sicherheit zurück. Über 3900 Menschen konnten durch dieses Projekt besser versorgt werden, darunter viele Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter – die besonders schutzbedürftig sind.

Die Lage in den Flüchtlingslagern bleibt angespannt, und der Bedarf an Nahrung ist weiterhin enorm. Abdul Hakim, ein weiterer Begünstigter, drückt es mit folgenden Worten treffend aus: „Die reguläre Lebensmittelhilfe, die im Lager verteilt wird, reicht nicht aus, um den Bedarf meiner sechsköpfigen Familie zu decken. Dank der Unterstützung von muslimehelfen ist der monatliche Bedarf unserer Familie gedeckt.“ Doch weitere Hilfe dieser Art ist nur durch kontinuierliche Spenden möglich.

Du kannst uns helfen, diese lebensrettende Arbeit fortzuführen und langfristig zu planen. Gemeinsam können wir den Menschen in diesem Flüchtlingslager oder auch an anderen Orten in der Not beistehen. Wir möchten Dir daher ans Herz legen monatlich einen kleinen Betrag zu spenden und so regelmäßig einen Unterschied zu machen!

Weiterhin bitten wir Dich darum gemeinsam mit uns die Bedürftigen in Deine Dua einzuschließen.

Möge Allah alle Menschen in Not vor der Härte der Prüfungen bewahren, sie vor dem Leid durch Unglück schützen und jedes schlechte Schicksal von ihnen fernhalten! Amin.

Spenden statt Schenken

Abschließend möchten wir anlässlich des Schulstarts allen Eltern zur Einschulung ihres Nachwuchses gratulieren. Wäre es nicht schön, diese freudige Gelegenheit zu nutzen, um Bedürftigen zu helfen? Dies ist möglich dank einem Geschenk mit  Herz! Über unsere Webseite kannst Du nämlich einen Anlass wählen und jemanden mit einer schicken Geschenkurkunde für eine Spende in seinem Namen überraschen!

Wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Damit die Nothilfe nicht stehen bleibt​

Zugehöriges Projekt

Assalamu alaikum!

Unser Team wünscht Dir alles Gute zum Opferfest!

Wir freuen uns besonders, dass wir dank großzügiger Spender zu diesem Anlass bedürftige Menschen mit neuer Kleidung als Festgeschenk und mit Kurban-Fleisch versorgen können.

Solltest Du Dich noch kurzfristig an diesem Vorhaben beteiligen wollen, kannst Du jetzt online für Festgeschenke spenden oder muslimehelfen beauftragen, um Dein Kurban rechtzeitig an Bedürftige zu verteilen.

Möge Allah (swt) Dich vielfach belohnen und uns allen Vergebung schenken. Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Für ein Opferfest voller Freude!

Zugehöriges Projekt

Der morgige Tag von Arafat ist der Höhepunkt des Hadsch. Ein ganz besonderer Tag mit vielfachem Lohn bei Allah (swt). Viele Muslime fasten an diesem Tag freiwillig und nutzen diese Gelegenheit für gute Taten.

Gerne kannst Du uns zu diesem Anlass unterstützen, damit Bedürftige mit Hinblick auf das bevorstehende Opferfest neue Kleidung erhalten.

Am Tag danach ist es dann schon soweit und wir können das Opferfest mit dem Wissen feiern, dass wir unseren bedürftigen Geschwistern mit Festgeschenken und Kurban-Fleisch eine Freude machen konnten. Solltest Du noch eine Möglichkeit suchen, um Dein Kurban zu spenden, kannst Du uns selbstverständlich damit beauftragen. Ein Kurban kostet 200 Euro und das Fleisch wird portioniert an bedürftige Familien verteilt.

Wassalam und möge Allah die Hadsch unserer Geschwister und Dein Opfer zum Fest annehmen. Amin.

Dein muslimehelfen-Team
Erinnerung an den Tag von Arafat

Zugehöriges Projekt

Assalamu alaikum!

Mit dem Beginn von Dhul-Hidscha begeben sich Millionen Muslime weltweit zur lebensverändernden Hadsch. Der Höhepunkt ist das Opferfest am  zehnten Tag des Pilgermonats. Wenn Du selbst keine Möglichkeit hast, zu diesem Anlass ein Tier zu opfern, kannst Du stellvertretend muslimehelfen damit  beauftragen.

Dann wird in Deinem Namen ein Kurban geopfert und das Fleisch an bedürftige Familien verteilt. Wie das in der Vergangenheit ablief, kannst Du in unserem ausführlichen Kurban-Rückblick nachlesen.

Eine weitere Herzensangelegenheit ist, dass wir Bedürftige zum Opferfest mit neuer Kleidung beschenken wollen, um ihnen eine Freude zu machen und ihnen auch über das Opferfest hinaus einen Mehrwert zu bieten. Gerne mit Deiner Unterstützung.

Wie eine vergleichbare Verteilung beim vergangenen Opferfest verlief, kannst Du hier nachlesen.

Bei Fragen zur Verteilung der Festgeschenke empfehlen wir einen Blick in unseren entsprechenden FAQ-Bereich.

Weitere Informationen zu Kurban und anderen Themen gibt es nicht nur auf unserer Website, sondern auch in unserer aktuellen Spenderzeitschrift, die kostenlos als PDF heruntergeladen werden kann.

Wassalam und möge Allah die Hadsch unserer Geschwister und Dein Opfer zum Fest annehmen. Amin.

Dein muslimehelfen-Team
Bereit für die 10 besten Tage des Jahres?

Zugehöriges Projekt

muslimehelfen-Spenderzeitschrift-Kurban-2023-digital-min

Assalamu alaikum!

das Opferfest steht vor der Tür und wir  möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei Dir von Herzen zu bedanken. Dank Deiner großzügigen Unterstützung konnten wir in den vergangenen Jahren vielen Menschen in Not helfen. Deine Spenden haben es uns ermöglicht, unzählige Projekte zu realisieren und bedürftigen Menschen in verschiedenen Teilen der Welt Hoffnung zu schenken.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zu unseren Festgeschenken haben wir außerdem hier für Dich zusammengestellt.

In dieser Ausgabe unserer digitalen Spenderzeitschrift geht es aber nicht nur um das Opferfest, denn unser Mitgefühl endet schließlich nicht mit den Feiertagen.

Eine große Herausforderung ist die Not- und Katastrophenhilfe. Die Jahrhundertflut in Pakistan hat den Betroffenen viel abverlangt. Wie trotz aller Widrigkeiten geholfen werden konnte, kannst Du hier nachlesen.

Wir sind der Meinung, dass sich unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf Notlagen beschränken sollte, über die in den Medien ausführlich berichtet wird.

Viele Menschen sind in Not, ohne dass die Weltgemeinschaft davon Notiz nimmt. Beispiele dazu findest Du hier.

Neben der Hilfe in akuten Notsituationen ist es unser Anliegen, nachhaltig zu helfen. Dabei können wir auf verschiedenen Ebenen ansetzen.

Dazu stellen wir Dir unsere Bildungsprojekte vor und berichten über ein innovatives Hygieneprojekt in Südafrika, das Mädchen und jungen Frauen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

Alternativ zu den einzelnen Online-Beiträgen der Kurban-Ausgabe unserer Spenderzeitschrift kannst Du sie Dir auch kostenlos als PDF herunterladen.

Die Kurban-Ausgabe unserer Spenderzeitschrift in digitaler Form

Zugehöriges Projekt

Blog-GesegnetenRamadan-2023-min

Ramadan endet, aber die guten Taten bleiben. Darüber können wir uns gemeinsam freuen. In diesem Sinne möchten wir Dir und Deiner Familie herzlich gratulieren und uns im Namen der Bedürftigen für Deine Unterstützung im Ramadan bedanken. Jedes Ramadanpaket war eine große Erleichterung und jedes Festgeschenk ist ein Grund zur Freude.

Solltest Du übrigens noch keine Gelegenheit gefunden haben Deine Zakatul Fitr (10 Euro pro Person) zu entrichten, kannst Du das über muslimehelfen bis zum Festgebet noch online erledigen.

Wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Ramadan endet, aber die guten Taten bleiben.

Zugehöriges Projekt

Zakatul Fitr Kenia muslimehelfen-Blog

So kannst Du Dein Fasten vervollständigen

Ramadan neigt sich dem Ende zu und wir bereiten uns auf das Fest des Fastenbrechens vor. Dies ist eine Zeit der Freude, des Gebets und des Zusammenkommens mit unseren Familien, Freunden und Gemeinschaften. Doch während wir uns auf die Feierlichkeiten vorbereiten, sollten wir auch an diejenigen denken, die es schwerer haben und auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Mit Deiner Zakatul Fitr kannst Du einen Unterschied machen. Der Betrag liegt bei 10 Euro pro Person. Diese religiöse Pflicht erfüllt zwei Zwecke. Zum einen erhalten Bedürftige Lebensmittel wie Reis, damit es an den Feiertagen bei ihnen nicht zu Engpässen kommt. Zum anderen vervollständigen wir damit unser Fasten und hoffen, es so von Mängeln und Nachlässigkeiten zu reinigen. Zögere also nicht, damit Deine Spende rechtzeitig ankommt und nicht in der Hektik in Vergessenheit gerät. Und wer weiß? Vielleicht fällt Deine Spende auf Lailatul Qadr. Die Nacht des Schicksals. Eine kostbare Nacht mit vielfacher Belohnung.

Du möchtest Deine Zakatul Fitr lieber per Banküberweisung spenden? Auch das ist möglich. Nutze einfach „Zakatul Fitr“ als Verwendungszweck. 
Alle Informationen zu unserem Spendenkonto findest Du hier.

Darüber hinaus möchten wir Dir auch die Gelegenheit bieten, die Verteilung von Festgeschenken an Bedürftige zu ermöglichen. Es ist geplant, neue Kleidung an diejenigen zu verteilen, die sich sonst keine neue Kleidung leisten könnten. So können alle, unabhängig von ihrem Vermögen, in Würde feiern.

Wassalam und nutze die wenigen verbleibenden Tage von Ramadan

Dein muslimehelfen-Team
So kannst Du Dein Fasten vervollständigen​

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