Die Begünstigten bedanken sich

Wie Nähkurse Leben verändern – Erfolgsgeschichten der letzten Jahre

Miriam Laiouar

Seit vielen Jahren unterstützt muslimehelfen Bildungsprojekte, die Menschen dabei helfen, sich langfristig eine eigene Existenz aufzubauen. Ein besonders bewährter Ansatz sind dabei Nähkurse, die in verschiedenen Projektländern finanziert werden. Sie ermöglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ein praktisches Handwerk zu erlernen und damit den Grundstein für ein eigenes Einkommen zu legen. Allein in Kambodscha findet derzeit bereits der 16. Nähkurs in Folge statt – ein Zeichen dafür, wie groß der Bedarf und wie nachhaltig die Wirkung dieser Projekte ist.

In den meisten Fällen sind es vor allem Frauen und Mädchen aus einkommensschwachen Familien, die an den Nähkursen teilnehmen. Für viele von ihnen ist dies eine seltene Gelegenheit, eine Ausbildung zu erhalten und dadurch unabhängiger zu werden. Mit den erlernten Fähigkeiten können sie später Kleidung nähen, Änderungen anbieten oder kleine Aufträge aus der Nachbarschaft annehmen und so zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen.

Die folgenden Erfolgsgeschichten zeigen, welche Veränderungen diese Nähkurse im Leben vieler Frauen bewirkt haben. Sie erzählen von Hoffnung, Selbstvertrauen und neuen Perspektiven – und davon, wie ein Nähkurs den ersten Schritt in ein selbstbestimmteres Leben ermöglichen kann.

Nujoom, Teilnehmerin des Nähkurses 2022 in Südafrika

Nujoom nahm im Jahr 2022 am kostenlosen muslimehelfen-Nähkurs in Finetown teil, wo sie gemeinsam mit 62 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern für drei Monate das Schneiderhandwerk erlernte. Alle Teilnehmenden konnten den Kurs erfolgreich abschließen und erhielten anschließend eine eigene Nähmaschine, um das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen und sich damit ein eigenes Einkommen aufzubauen.

Heute, dreieinhalb Jahre nach ihrer erfolgreichen Teilnahme, beschreibt sie, welche Bedeutung dieser Nähkurs für ihr Leben hatte: „Alhamdulillah, die Teilnahme am Nähprogramm hat mein Leben auf eine Weise verändert, die ich mir nie hätte vorstellen können. Bevor ich mich dafür anmeldete, hatte ich keine Fähigkeit, mit der ich selbst Geld verdienen konnte. Ich war von anderen abhängig und machte mir oft Sorgen darüber, wie ich während meines Studiums meine persönlichen Ausgaben bewältigen sollte.

Durch dieses Programm habe ich mehr als nur Nähfertigkeiten erlernt – ich habe Hoffnung, Selbstvertrauen und Unabhängigkeit gewonnen. Ich lernte, Kleidungsstücke anzufertigen, richtige Maße zu nehmen und Aufträge sauber und professionell auszuführen. Heute studiere ich Islamische Studien, und die Fähigkeit, die ich gelernt habe, ist für mich zu einer wichtigen Unterstützung geworden.

An Wochenenden und während der Ferien nehme ich Nähaufträge an und verdiene damit mein eigenes Geld. Dadurch kann ich zu meinen Ausgaben beitragen und mein Studium in Würde fortsetzen. Es gibt mir ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich eine halale Fähigkeit habe, auf die ich jederzeit zurückgreifen kann.

Diese Gelegenheit hat mich als junge muslimische Frau gestärkt. Sie hat mein Selbstvertrauen gefestigt und meine finanziellen Sorgen verringert, während ich meine islamische Ausbildung verfolge. Ich spreche aufrichtige Dua für alle Spender, die dieses Programm unterstützt haben. Eure Unterstützung hat mir nicht nur eine Fähigkeit vermittelt – sie hat mir Unabhängigkeit und eine hoffnungsvollere Zukunft geschenkt.

Ich wünsche mir, eines Tages die Möglichkeit zu haben, Euch persönlich zu danken. Möge Allah Euch reichlich belohnen und Barakah in Eure Bemühungen legen.“

Shakilah, Teilnehmerin des Nähkurses 2023 in Südafrika

Shakilah, Mutter von vier Kindern, schloss im Jahr 2023 den dreimonatigen muslimehelfen-Nähkurs in Johannesburg erfolgreich ab. Als Immigrantin hatte sie zuvor nur begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten in Südafrika. Trotz ihrer starken Motivation fiel es ihr schwer eine stabile Arbeit zu finden.

Nach dem Kurs begann sie, ihre Fähigkeiten weiter zu vertiefen. Zunächst lieh sie sich eine Nähmaschine aus und mietete später eine, um regelmäßig üben zu können. Sie startete mit einfachen Kleidungsänderungen und baute sich Schritt für Schritt einen kleinen, aber stetig wachsenden Kundenstamm auf. Durch ihre Hingabe und Geduld erkannte sie immer mehr das Potenzial der Fähigkeiten, die sie erlernt hatte.

Im Jahr 2025 erhielt sie von privaten Spendern zusätzliche Unterstützung in Form von zwei neuen professionellen Nähmaschinen sowie Materialien. Diese Hilfe erhöhte ihre Produktionskapazität erheblich und ermöglichte es ihr, über einfache Änderungen hinauszugehen und maßgeschneiderte Kleidungsstücke selbst zu entwerfen und anzufertigen.

Mittlerweile besitzt sie ihre eigene kleine Modemarke „SK Modest Wear“. Um ihre Marke bekannter zu machen und neue Kundinnen zu gewinnen, nimmt sie regelmäßig mit einem eigenen Stand an Ramadan-Märkten und Basaren teil. Auch über Social Media präsentiert sie ihre Arbeiten.

Ihre Bemühungen und ihr Erfolg blieben nicht unbemerkt. Lokale Schulen – darunter die Benoni Muslim School – beauftragten sie damit, islamkonforme Schuluniformen für ihre Schülerinnen anzufertigen. Darüber hinaus erhält sie inzwischen auch individuelle Aufträge für Braut- und Festkleidung.

Rückblickend auf ihren Weg sagt sie: „Vor dem Training hatte ich Schwierigkeiten, eine Richtung in meinem Leben zu finden. Heute habe ich meine eigene Marke und das Selbstvertrauen, sie weiter auszubauen. Diese Fähigkeit hat meinen Lebensweg verändert.“

Johannesburg, Südafrika: Einige Beispiele ihrer selbstgenähten Kleider unter der Modemarke „SK Modest Wear".

Sayeda, Teilnehmerin des Nähkurses 2025 in Pakistan

Auch in Pakistan unterstützt muslimehelfen Frauen aus einkommensschwachen Familien durch praxisnahe Nähkurse. Anfang 2025 wurde ein Kurs für 60 Frauen finanziert. Die positive Resonanz war so groß, dass Ende desselben Jahres gleich zwei weitere Kurse umgesetzt wurden – einer im Distrikt Multan und einer im Distrikt Dera Ghazi Khan, jeweils für 50 Frauen aus armen ländlichen Gebieten.

Sayeda war Teilnehmerin des zweimonatigen Nähkurses im Distrikt Multan. Ihr Ehemann arbeitet als Rikscha-Fahrer und kann mit seinem bescheidenen Einkommen nur begrenzt für seine Frau und vier Kinder sorgen. Für Sayeda war der Nähkurs daher eine einmalige Gelegenheit, Fähigkeiten zu erlernen, mit denen sie selbst zum Einkommen der Familie beitragen kann.

Sie schloss den Kurs erfolgreich ab und erhielt – genau wie alle anderen Teilnehmerinnen – ein Zertifikat sowie eine eigene Nähmaschine mit Elektromotor. Während der Ausbildung bekamen die Teilnehmerinnen außerdem ein umfangreiches Nähset mit verschiedenen Schneide-, Mess- und Nähutensilien sowie Übungs- und Lernmaterialien, das sie nach Kursende behalten durften.

Folgendes berichtet Sayeda in ihren eigenen Worten über die positive Veränderung, die der Nähkurs in ihrem Leben bewirkt hat: „Mein Name ist Sayeda, ich bin 32 Jahre alt. Ich habe meine Schulausbildung bis zum Matric-Abschluss [Sekundarschulabschluss] beendet, habe jedoch über keine praktischen Fähigkeiten verfügt, mit denen ich hätte Geld verdienen können. Ich hatte aber immer den Wunsch, selbstständig zu werden und zum Lebensunterhalt meiner Familie beizutragen.

Durch den Näh- und Schneiderkurs habe ich fortgeschrittene Techniken im Designen von Kleidern, im Maßnehmen, im Zuschneiden von Stoffen sowie in der sorgfältigen Verarbeitung gelernt. Diese Ausbildung hat mir geholfen, meine bisherigen Kenntnisse zu vertiefen und mehr Selbstvertrauen im Umgang mit Kunden zu gewinnen.

Mittlerweile nähe ich Kleidung professionell und verdiene damit ein anständiges Einkommen. Ich fühle mich selbstbewusst, unabhängig und blicke hoffnungsvoll in die Zukunft. Dieses Projekt hat mir finanzielle Sicherheit und Selbstvertrauen gegeben, und ich bin sehr dankbar, dass man mir diese wertvolle Ausbildungsmöglichkeit gegeben hat.“

Dank ihres Zertifikats konnte Sayeda eine dreijährige Anstellung in einer lokalen Schneiderei erhalten. Dort näht sie Damenkleidung und verdient monatlich zwischen 27.000 und 28.000 PKR (etwa 85 Euro) – eine wichtige finanzielle Unterstützung für ihre sechsköpfige Familie.

Multan, Pakistan: Jede Teilnehmerin erhielt zum Abschluss des Nähkurses ihre eigene Nähmaschine.

Ein kleiner Kurs mit großer Wirkung

Die Geschichten von Nujoom, Shakilah und Sayeda zeigen eindrucksvoll, welche langfristige Wirkung praktische Bildungsprojekte haben können. Ein Nähkurs bedeutet weit mehr als nur das Erlernen eines Handwerks. Für viele Frauen eröffnet er neue Perspektiven, stärkt ihr Selbstvertrauen und ermöglicht ihnen, aktiv zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen.

Mit jeder Teilnehmerin, die nach einem Kurs ihr eigenes Einkommen erwirtschaftet, entsteht eine nachhaltige Veränderung – nicht nur für sie selbst, sondern oft auch für ihre Kinder und ihre gesamte Gemeinschaft.

Dank Eurer Unterstützung können solche Projekte weiterhin umgesetzt werden und auch in Zukunft vielen Frauen die Chance geben, ihr Leben aus eigener Kraft zu verbessern.

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Wie Nähkurse Leben verändern – Erfolgsgeschichten der letzten Jahre

Zugehöriges Projekt

Nothilfe nach der Flutkatastrophe in Pakistan 2025

Miriam Laiouar

Der Sommer 2025 stellte Pakistan erneut vor eine schwere Prüfung. Früh einsetzende und außergewöhnlich heftige Monsunregen führten zu verheerenden Überschwemmungen in mehreren Landesteilen. Flüsse wie der Chenab, Ravi und Sutlej traten über ihre Ufer, ganze Dörfer wurden überflutet, Häuser zerstört und Lebensgrundlagen hinweggerissen. Besonders betroffen waren ländliche, einkommensschwache Familien, die entlang der Flussufer leben und ohnehin kaum Rücklagen besitzen. Inmitten dieser Notlage konnte muslimehelfen gemeinsam mit zwei verlässlichen Partnerorganisationen vor Ort umfassende Nothilfe leisten – alhamdulillah.

Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde kamen seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni landesweit mehr als 800 Menschen ums Leben. Über zwei Millionen Menschen waren betroffen, rund 760.000 mussten evakuiert werden, viele von ihnen unter Einsatz von Rettungsbooten. Allein in der Provinz Punjab standen über 2.000 Dörfer unter Wasser. Die humanitäre Lage blieb bis weit in den September hinein angespannt.

Fluthilfe in Punjab

Punjab, Pakistan: Lebensmittel, Trinkwasser und Notunterkunft für flutbetroffene Familien

In der Provinz Punjab setzte muslimehelfen eines der zentralen Hilfsprojekte um. In den Distrikten Multan, Jhang, Bahawalpur und Lodhran wurden insgesamt 300 besonders bedürftige Familien unterstützt. Die meisten von ihnen hatten durch die Fluten ihre Häuser, ihr Vieh und ihre Einkommensquellen verloren. Viele lebten vorübergehend unter freiem Himmel oder in notdürftigen Unterkünften.

Nach sorgfältiger Bedarfserhebung in enger Abstimmung mit lokalen Behörden, angesehenen Gemeindemitgliedern und freiwilligen Helfern stellte unsere Partnerorganisation in Pakistan die Hilfspakete gezielt zusammen.Jede Familie erhielt ein Zelt als Notunterkunft, 6 Liter sauberes Trinkwasser sowie Lebensmittelpakete mit 10 kg Weizenmehl, 5 kg Reis, 3 Liter Speiseöl, 3 kg Ghee, 2 kg verschiedene Hülsenfrüchte, 1 kg Zucker, 1 kg Salz, 500 g rotes Chilipulver, 500 g Gewürzmischung und 500 g Tee. Die Mengen waren so bemessen, dass sie für eine fünf- bis achtköpfige Familie etwa einen Monat ausreichen konnten. Das Projekt wurde zwischen dem 1. September und dem 25. Oktober 2025 umgesetzt und kostete insgesamt 25.950 Euro.

Punjab, Pakistan: Familienzelt als vorübergehende Notunterkunft nach den Überschwemmungen.

Eine der Begünstigten ist Kareem Khatoon, eine 38-jährige Witwe aus Multan.
Sie berichtet:

 “[…] Im Monat der Überschwemmung kam plötzlich das Wasser des Chenab-Flusses und richtete überall Zerstörung an. Mein Haus aus Lehm schmolz im Wasser dahin. Ich brachte meine Kinder und Enkelkinder an einen sicheren Ort, wo ein Team auf mich zukam und mich mit Lebensmitteln, Trinkwasser und einer hochwertigen Unterkunft in Form eines Zeltes versorgte. Durch die Gnade Allahs haben wir zwar finanzielle Verluste erlitten, aber unser Leben ist in Sicherheit. […] Ich bin Allah und muslimehelfen dankbar, die mir in dieser Notlage geholfen haben. Allah segne sie alle. Amin.”

Gekochte Mahlzeiten für Flutopfer in Buner

Buner, Pakistan: Zubereitung frisch gekochter Mahlzeiten für flutbetroffene Familien.

Das zweite Projekt führte muslimehelfen im Distrikt Buner in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa durch. Buner war einer der am schwersten betroffenen Distrikte der Region – über 200 Todesopfer wurden allein hier verzeichnet. Viele Familien verloren gemeinsam mit ihren Häusern auch ihre Küchen, Kochutensilien und Brennstoffe. Märkte waren zerstört und Lieferketten unterbrochen.

Um die akute Ernährungslücke zu schließen, wurden 270 besonders betroffene Familien vom 9. bis 18. September 2025 zweimal täglich mit frisch gekochten Mahlzeiten versorgt. Auf dem Speiseplan standen Reis, ein Gericht aus Fleisch und Linsen (Daal Gosht) und traditionelles Brot (Rooti). Da Kartoffeln besonders von Kindern geliebt werden und für etwas Abwechslung sorgen, wurden sie auf Wunsch der Familien an einigen Tagen ergänzt. Die Suppenküche wurde an einem sicheren und gut erreichbaren Ort eingerichtet. Unterschiedliche Zeitfenster für die Familien sorgten für eine geordnete Ausgabe, während Freiwillige die Mahlzeiten direkt zu jenen Familien brachten, die ihre Unterkünfte nicht verlassen konnten.

Buner, Pakistan: Zubereitung frisch gekochter Mahlzeiten für flutbetroffene Familien.

Notunterkünfte für mehr Schutz

Ebenfalls in Buner wurde das dritte Hilfsprojekt umgesetzt, das sich auf Notunterkünfte konzentrierte. Enge, überfüllte Lebensbedingungen erhöhen insbesondere für Frauen, Kinder und ältere Menschen das Risiko von Krankheiten und Gefahren. Daher erhielten 250 Familien ein Notunterkunftsset, bestehend aus einem Familienzelt, zwei wasserdichten Planen und zwei Moskitonetzen. Diese Maßnahme trug wesentlich dazu bei, Privatsphäre und Schutz der betroffenen Familien zu verbessern. Die Projektkosten betrugen 13.970 Euro.

Die umgesetzten Hilfsprojekte zeigen, wie wichtig bedarfsgerechte und lokal abgestimmte Nothilfe ist. Durch Allahs Gnade und die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnte muslimehelfen in einer schweren Zeit Linderung verschaffen. Möge Allah die Bedürftigen stärken, ihr Leid nehmen und alle Helfenden belohnen und segnen. Amin.

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Nothilfe nach der Flutkatastrophe in Pakistan 2025

Zugehöriges Projekt

Wärme geben. Zukunft sichern.

Wenn der Winter kommt, wird Not sichtbarer und Menschlichkeit umso notwendiger. In vielen Regionen entscheidet Kälte nicht über Komfort, sondern über Gesundheit, Würde und Überleben. Dank Deiner Unterstützung konnte muslimehelfen auch in der vergangenen Wintersaison konkret helfen und zugleich Zukunftsperspektiven schaffen.

❄️ Winterhilfe in Pakistan: Menschlichkeit, die schützt

Im Distrikt Peshawar wurden im Winter 2024/25 insgesamt 326 bedürftige Familien mit dringend benötigten Wintersachen versorgt. Besonderes Augenmerk lag auf Familien, deren Haushalt von alleinerziehenden Müttern geführt wird. In einem stark patriarchalisch geprägten Umfeld stehen sie vor enormen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Jede Familie erhielt ein umfassendes Winter-Paket mit Pullovern und Jacken für Kinder und Jugendliche, Schultertüchern für Frauen, Schals, Socken, Mützen sowie zwei wärmenden Steppdecken. Die Verteilung erfolgte vom 7. bis 9. Dezember 2024. Dafür wurden Spenden in Höhe von 29.700 Euro aufgewendet, wodurch 2.302 Bedürftigen – darunter 1.296 Kinder, von denen 203 Waisen sind – unterstützt werden konnten.

Imran, 14 Jahre alt aus Peshawar sagte dazu:

„Ich bin der Einzige, der meine Familie unterstützt. Mein Vater ist süchtig, meine Mutter leidet an Krebs. Ich sammle Abfälle zum Recycling. Wir leben von der Hand in den Mund. Für den Winter hatten wir nichts. Wir sind muslimehelfen dankbar, dass sie uns geholfen haben.“

Diese Worte stehen stellvertretend für viele Familien. Winterhilfe bedeutet nicht nur Kleidung. Winterhilfe bedeutet Schutz, Würde und gelebte Solidarität.

🎒 Bildung ermöglichen: Schulsachen für Kinder in Pakistan

Neben akuter Nothilfe bleibt Bildung ein zentraler Schlüssel für langfristige Veränderung. Im Distrikt Nowshera erhielten im April 2025 daher dank Spenden von muslimehelfen 400 bedürftige Grundschulkinder, darunter 71 Waisen, ein vollständiges Paket mit Schulsachen.

Obwohl der Schulbesuch kostenfrei ist, scheitert Bildung oft an versteckten Kosten für Materialien oder Transport. Jedes Kind wurde daher mit einem Schulranzen, Heften, Schreib- und Malmaterialien sowie weiterem Lernzubehör ausgestattet. Die Verteilung wurde von unserer Projektmanagerin vor Ort begleitet.

„Mein Vater ist Tagelöhner. Er ist krank und kann derzeit nicht arbeiten. Meine Mutter leidet unter starken Rückenschmerzen und Nierensteinen. Wir sind sehr arm. Wir sind muslimehelfen sehr dankbar für die Unterstützung.“, sagt Sohana, 12 Jahre alt aus Nowshera.

Dank dieser Hilfe verfügen die Kinder nun über das notwendige Werkzeug, um aktiv am Unterricht teilzunehmen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihre Zukunft selbst mitzugestalten.

🗓️ muslimehelfen-Wandkalender & Infomaterial bestellen

Unser muslimehelfen-Wandkalender begleitet Dich durch das Jahr und erinnert Tag für Tag an die Wirkung Deiner Unterstützung. Hol ihn Dir jetzt, solange der Vorrat reicht. Zusätzlich kannst Du weiteres Infomaterial  wie zum Beispiel unser aktuelles Waisenplakat oder unsere Sadaqa Dscharija-Flyer bestellen und mit anderen teilen.

Mit Deiner Spende schenkst Du nicht nur materielle Hilfe, sondern Hoffnung, Perspektive und Mitgefühl. Möge Allah Dein Engagement annehmen und reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Wärme geben. Zukunft sichern.

Zugehöriges Projekt

Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Miriam Laiouar

Wenn die Temperaturen fallen, wird Kälte vielerorts zu einer echten Herausforderung – vor allem dort, wo Heizmöglichkeiten, warme Kleidung oder ein sicherer Unterschlupf fehlen. Dank Eurer Spenden konnte muslimehelfen während der letzten Wintersaison an 15 verschiedenen Orten, über Kontinente hinweg, helfen – mit Decken, Kleidung, Lebensmitteln und Heizmaterial.

Verteilung von Decken und Kleidung in Südasien

Bangladesch: Ein Junge kann seine Freude über das Winterpaket kaum verbergen.

Besonders in Südasien, wo die Menschen über den Großteil des Jahres Hitze gewohnt sind, macht der Winter vielen Familien zu schaffen. Kaum jemand besitzt Winterkleidung, die Häuser sind schlecht isoliert, und dicke Decken und Jacken sind Luxus.

In Bangladesch spüren das vor allem Tagelöhner, Rikscha-Fahrer und Kleinbauern. Sie arbeiten hart, doch ihr Einkommen reicht nicht aus, um für den Winter vorzusorgen. In den Distrikten Dinajpur und Lalmonirhat konnten ganze 1.430 Familien mit Decken und Schals unterstützt werden. Mit Spenden in Höhe von 21.500 Euro konnte so Wärme an eine Vielzahl bedürftiger Familien verteilt werden.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Auch in Indien konnte Hilfe geleistet werden. In Dharwad erhielten 750 besonders arme Familien je eine dicke Decke, Jacken sowie ein Bettlaken-Set. Für das Projekt standen 18.000 Euro zur Verfügung. Gousiya, eine 32-jährige Mutter von drei Kindern, erzählt, wie sehr sich ihr Leben durch die Winterhilfe verändert hat: „Wir hatten nichts, womit wir uns vor der Kälte schützen konnten. Alhamdulillah, heute haben wir von muslimehelfen ein Winterpaket bekommen. Jetzt können meine Kinder warm schlafen, ohne Sorgen. Es wäre für mich unmöglich gewesen, solche hochwertigen Wintersachen zu kaufen. Ich bete von Herzen, dass Allah die Spender reichlich segnet.”

Ihre Familie lebte bislang mit selbstgenähten Tüchern als Decken, die Kinder waren ständig krank. Erst das Winterpaket aus Decke, Jacken und Bettlaken brachte Erleichterung.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Nicht nur Kleidung, auch Nahrung war ein Thema: In der indischen Berglandschaft Kodaikanal arbeiten viele Tagelöhner auf Kaffee- und Pfefferplantagen. Für sie bedeutet der Winter nicht nur Kälte, sondern auch weniger Arbeit und Hunger. Um sie und ihre Familien zu entlasten, verteilten wir Decken, Schlafunterlagen und zusätzlich große Lebensmittelpakete mit 25 kg Reis, 10 kg Mehl, 4 kg Linsen, 2 Litern Speiseöl sowie Zucker, Salz, Tee und Gewürzen. Mit 29.953 Euro konnten sogar mehr Familien versorgt werden als ursprünglich geplant. Insgesamt erreichten wir 451 Familien im Ort Kodaikanal mit den ausgiebigen Winterpaketen.

In Nepal sinken die Temperaturen im Winter oft auf unter 5 °C. Besonders in den Morgen- und Nachtstunden ist ein Schutz gegen die Kälte daher lebenswichtig. In Kathmandu verteilten wir an 456 arme Familien Pullover oder Jacken, Decken und Mützen. Zu den Empfängern gehörten unter anderem Tagelöhner, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. 13.504 Euro wurden hier für Schutz und Wärme eingesetzt. Junu, eine alleinstehende Mutter aus Kathmandu, arbeitet als Straßenreinigerin, um ihre Kinder zu versorgen. Nach Erhalt unseres Winterpakets berichtete sie Folgendes: „Meine älteste Tochter ist jetzt 8 Jahre alt und geht zur Schule. Ich habe nicht einmal die Möglichkeit, ihr eine Uniform und Schreibwaren zu kaufen. Durch das Metalldach dringt Wasser ein, und es wird sehr kalt wegen des Windes. Vielen Dank, dass Sie uns mit einer warmen Decke, einer Jacke und einer Wollmütze geholfen haben. “

Pakistan: Große Winterpakete aus Decken, Kleidung, Matratzen und Kissen kommen in Dera Ghazi Khan an.

Auch in Pakistan war die Not groß. In den Distrikten Muzaffargarh, Multan, Jhang, Rajanpur und Dera Ghazi Khan erhielten 250 Familien nicht nur Decken und Kleidung für Groß und Klein, sondern auch Bodenmatratzen und Kissen. Ein weiteres Projekt in Peshawar konzentrierte sich auf von Frauen geführte Haushalte. 326 Haushalte erhielten große Winterpakete mit Kleidung und Decken. Insgesamt waren in den Paketen jeweils 3 Kinder- und Jugendpullover, 2 Kinder- und Jugendjacken, ein Schal, ein Paar Kindersocken, ein Paar Erwachsenensocken, eine Kindermütze, 2 Steppdecken und ein Schultertuch für Frauen. Für dieses Winterprojekt wurden 29.700 Euro aufgewendet.

Rohingya-Hilfe: Wärme im Exil

In Cox’s Bazar in Bangladesch befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt. Es besteht aus mehreren Camps, die zusammen ein Megacamp bilden und so groß wie eine Großstadt sind. Insgesamt beherbergt es über 900.000 Menschen, die hauptsächlich Rohingya sind – eine muslimische Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar verfolgt und aus dem Land vertrieben wurde. Der Winter trifft sie besonders hart, da sie nur in provisorischen Hütten leben, die ihnen kaum Schutz gegen die Kälte bieten. Im letzten Winter verteilte muslimehelfen Decken und Schals an 773 Flüchtlingsfamilien. Auf Anregung der lokalen Behörden konnten wir zusätzlich 257 einheimische Familien in die Verteilung einbeziehen – auch sie litten unter den schwierigen Umständen. Insgesamt kamen hier 15.550 Euro zum Einsatz.

Indien: Voller Freude schlüpfen Rohingya-Kinder in ihre neuen Winterjacken.

Auch in den Camps von Hyderabad in Indien erhielten 910 Rohingya-Familien Winterhilfe: Decken, Jacken und Bettwäsche. Für die Menschen, die nur mit Gelegenheitsarbeit ihr Überleben sichern, bedeutet die Kälte oft Krankheit und Hunger. So berichtete Mohammad, ein 46-jähriger Familienvater, über die Erschwernisse seiner Familie in Hyderabad: „Ich arbeite als Tagelöhner, doch mein Einkommen reicht kaum, um die Grundbedürfnisse meiner Familie zu decken. Manchmal mussten meine Kinder hungrig schlafen, was sehr schwer zu ertragen war, insbesondere bei sechs Kindern. Im Winter hatten wir keine angemessene Kleidung, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In dieser schwierigen Zeit erhielt ich die Winterhilfe von muslimehelfen mit einer dicken Decke, Bettwäsche und einer Jacke. Ich bin sehr dankbar für dieses Hilfspaket, das meine Kinder nun vor der Kälte schützt. Alhamdulillah, es erleichtert uns das Leben sehr. Möge Allah Euch reichlich segnen.“

Winterhilfe im südlichen Afrika

Auch im südlichen Afrika, wo die Winter von Juni bis August dauern, während wir auf der Nordhalbkugel mitten im Sommer sind, konnten mehrere Projekte umgesetzt werden. In Malawi führten wir unsere Winterhilfe von Mitte Juni bis Mitte Juli 2024 durch. Insgesamt erhielten 575 Familien in den Distrikten Mulanje und Phalombe je eine dicke Decke. Vor allem die kalten Nächte machen den Menschen dort zu schaffen, weshalb diese einfache Hilfe eine große Erleichterung bedeutete.

In Südafrika wurden gleich zwei Hilfsaktionen durchgeführt: In den Provinzen Gauteng und Nordwest erhielten 1.000 bedürftige Familien jeweils eine Decke und ein Set aus einer Mütze, einem Paar Handschuhe und einem Schal. Die Projektkosten beliefen sich hier auf 16.484 Euro. In Johannesburg bekamen 350 Familien Decken und 350 Kinder ein eigenes Winterbekleidungspaket, bestehend aus einem Kindertrainingsanzug, einem Paar Handschuhe, einem Paar Wintersocken und einer Wintermütze. Die Kosten lagen hier bei 9.982 Euro. Maryam, eine 61-jährige Frau aus der Provinz Gauteng, bedankte sich mit folgenden Worten: „Ich bin muslimehelfen so dankbar, dass sie mir bei diesem extrem kalten Wetter eine warme Decke zur Verfügung gestellt haben. Da wir keinen Strom haben, können wir keine Heizungen benutzen. Ich bin Euch so dankbar. Möge Allah Euch reichlich belohnen.”

Simbabwe: Herzerwärmender Moment bei der Übergabe warmer Kinderkleidung.

Auch in Simbabwe sind Decken und warme Kleidung für viele Familien Luxus. Die meisten bedürftigen Familien leben von kleinen landwirtschaftlichen Tätigkeiten oder Gelegenheitsjobs und verfügen nicht über ausreichend finanzielle Mittel, um sich mit warmen Wintersachen einzudecken. Im Juli 2024 verteilten wir daher an 866 bedürftige Familien Decken und an 380 Kinder warme Trainingsanzüge, Mützen und Handschuhe. Mit 34.769 Euro halfen wir so vielen Menschen den Winter gesund zu überstehen.

Europa: Wärme in Zeiten von Krieg und Kälte

Auch in Europa gibt es Regionen, in denen die Winter für viele Menschen schwer zu überstehen sind. Besonders spürbar ist das in der Ukraine, die nach wie vor unter den Folgen des Krieges leidet. Einige Familien haben ihr Zuhause verloren und mussten in andere Landesteile fliehen. Im Winter steht für sie an erster Stelle die Frage: „Wie können wir uns warmhalten?“ In den Regionen Kiew, Charkiw und Odessa erhielten deshalb 150 geflüchtete Familien je eine warme Decke und ein elektrisches Heizgerät. Für diese Winterhilfe wurden 25.628 Euro eingesetzt.

Während die Menschen in der Ukraine vor allem durch die Folgen des Krieges leiden, sind es in Bosnien und Herzegowina die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die den Winter für viele kaum erträglich machen. Holz und Kohle sind teuer, Sozialleistungen decken die Kosten nicht ab. Vor allem arme Familien, ältere Menschen und Waisen sind betroffen. Im Kanton Tuzla erhielten deshalb 50 Familien jeweils zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Darüber hinaus gingen 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje, in dem Obdachlose und Menschen mit Behinderungen aufgenommen und versorgt werden. So konnten 440 weitere Bedürftige den Winter in Wärme überstehen. Die Projektkosten lagen bei 10.500 Euro.

Bei einem zweiten Winterprojekt in Bosnien und Herzegowina lag der Fokus auf Waisenfamilien. In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten 93 Waisenfamilien je zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Verwendet wurden hierfür 17.500 Euro. Eine 53-jährige Mutter von zwei Waisenkindern bringt ihre Dankbarkeit mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Assalamu alaikum lieber Spender, mein Name ist Nezira und ich bin Mutter von zwei Töchtern […]. Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage schon begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Wir danken dem Spender muslimehelfen. Gott segne Euch und Eure Familien. Wir wünschen Euch gute Gesundheit und senden Euch viele Grüße aus Bosnien.”

Bosnien: Älterer Mann freut sich beim Erhalt von zwei Raummeter Brennholz.

Ein Dank von Herzen

Auch wir möchten unseren Dank an unsere Spenderinnen und Spender aussprechen: Durch Eure Spenden konnten wir während der Winterhilfe 2024–25 erneut tausenden Menschen in Asien, Afrika und Europa Wärme, Schutz und Hoffnung schenken. Jedes Projekt, jedes Paket, jede Decke – es sind Zeichen der Barmherzigkeit, die durch Euch möglich wurden. Möge Allah Euch reichlich belohnen, Eure Spenden annehmen und Euch mit Barakah erfüllen! Amin

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Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Zugehöriges Projekt

Medizinische Hilfe für Menschen in Not

Medizinische Versorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Doch für viele Bedürftige in ärmeren Regionen Pakistans bleibt dies ein unerreichbarer Luxus. In Pashtun Garhi im Distrikt Nowshera fehlt es an medizinischer Infrastruktur. Viele können sich weder Arztbesuche noch Medikamente leisten.

Um dem entgegenzuwirken, fand am 20. April 2025 ein kostenloses Gesundheitscamp statt, das von muslimehelfen finanziert und gemeinsam mit unserem lokalen Projektpartner organisiert wurde. Das Ziel: Menschen, die sonst keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung haben, kostenlos zu behandeln.

Insgesamt 630 Männer, Frauen und Kinder konnten an diesem Tag untersucht, diagnostiziert und behandelt werden. Viele von ihnen erstmals seit Jahren.

Ein Ärzteteam bestehend aus einem Allgemeinmediziner, einer Gynäkologin und einem Kinderarzt stand den Patienten zur Verfügung. Bei Bedarf wurden Labortests und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, und alle benötigten Medikamente wurden direkt vor Ort kostenlos ausgegeben. So konnte sichergestellt werden, dass niemand die Behandlung aus finanziellen Gründen aufschieben musste.

Das sagen die Bedürftigen

Viele Frauen zeigten sich besonders dankbar für die medizinische Hilfe. Sajida, Mutter von drei Kindern, erzählte, dass ihre Familie von Gelegenheitsarbeiten lebt und kaum genug zum Leben hat. Für sie sei das Camp eine große Erleichterung gewesen. Endlich habe sie medizinische Betreuung direkt vor der Haustür erhalten.

Auch Jamila, deren Mann an einer Nierenerkrankung leidet, berichtete von der Belastung, wenn das Geld selbst für dringend benötigte Medikamente fehlt. Dass das Camp ausgerechnet in ihrem Ort stattfand, habe ihr „viel Sorge genommen“, sagte sie erleichtert.

Besonders bewegend war die Begegnung mit Asma, einer 13-jährigen Schülerin. Ihr Vater ist Imam in der Dorfmoschee und leidet seit 2017 an Krebs. Die Behandlungskosten übersteigen bei Weitem das, was die Familie aufbringen kann. Asma sagte, dass die Hilfe von muslimehelfen „eine große Hoffnung“ für ihren Vater sei, der schon seit Jahren tapfer gegen die Krankheit kämpft.

Trotz des großen Andrangs blieb das medizinische Team bis in die späten Abendstunden im Einsatz. Mit Geduld, Empathie und fachlicher Kompetenz sorgten Ärztinnen, Ärzte und freiwillige Helfer dafür, dass jede Patientin und jeder Patient versorgt wurde.

Dank der Unterstützung von Menschen wie Dir konnte dieses Projekt alhamdulillah mit Zakat-Spenden in Höhe von 8.754 € realisiert werden.

Mehr Neuigkeiten stets bequem auf WhatsApp

Damit Du noch besser über die Verwendung Deiner Spenden auf dem Laufenden gehalten werden kannst, laden wir Dich herzlich in unseren offiziellen WhatsApp-Kanal ein. Hier bekommst Du Einblicke in unsere Hilfsprojekte, Videos und Spendenaufrufe direkt aufs Handy, die Du auch bequem an Freunde weiterleiten kannst. Gerne kannst Du uns auch unterstützen und den muslimehelfen-Kanal mit anderen teilen.

Unsere Winterhilfe startet

Du merkst sicherlich bereits, wie insbesondere die Nächte kalt werden. Für viele arme Familien wird der kommende Winter erneut zur Herausforderung.

Unsere diesjährige Winterhilfe startet – mit dem Ziel, notleidende Menschen mit Kleidung, Decken, Lebensmitteln und Heizmaterial zu versorgen.

So wirkt Deine Spende für die Winterhilfe:

Für 16 € erhält zum Beispiel eine Familie in Peshawar (Pakistan) einen Pullover, eine Jacke und eine Decke gegen die winterliche Kälte.

Mit 50 € hilfst Du Witwen, Älteren oder Kranken in Simbabwe, sicher durch kalte Nächte zu kommen.

Mit 235 € finanzierst Du 2 m³ Brennholz für eine Waisenfamilie in Bosnien.

Möge Allah (swt) Dich für Deinen Einsatz belohnen!

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Medizinische Hilfe für Menschen in Not

Zugehöriges Projekt

Neue Perspektiven für Frauen in Pakistan

In Pakistan sind besonders Frauen aus armen Familien von Arbeitslosigkeit betroffen. Viele von ihnen haben keine Ausbildung und kaum Möglichkeiten, ein eigenes Einkommen zu erzielen. Mit Deiner Unterstützung konnte muslimehelfen deshalb gemeinsam mit einem lokalen Projektpartner einen vierwöchigen Nähkurs für 60 bedürftige Frauen finanzieren. 14 der Frauen sind Witwen, die zusammen 63 Waisenkinder versorgen.

Der Kurs vermittelte praxisnahe Fähigkeiten im Nähen, Sticken, Entwerfen und Färben. Alle Teilnehmerinnen erhielten umfangreiche Materialien, um das Gelernte direkt umzusetzen. Darunter Nähutensilien über Schnittmusterpapier bis hin zu Lehrmaterialien.

Zum Abschluss bekam jede Frau eine eigene Nähmaschine mit Elektromotor, ein Zertifikat und die während des Kurses genutzten Werkzeuge. Damit können sie nun selbstständig arbeiten oder in der Textilbranche tätig werden.

„Ich war immer voller Sorgen, weil ich wenig gebildet bin und viele Schwierigkeiten hatte. Da ich arm bin, konnte ich mir keine neue Nähmaschine kaufen. Jetzt bin ich in der Lage, auf ehrwürdige Art für meinen Lebensunterhalt etwas zu verdienen. Möge Allah euch für diese gute Tat segnen. Amin.“

Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Anwesenheitsquote lag bei 97,5 %, die Gesamtpunktzahl im Abschlusstest bei 86 %. Dies ist ein deutliches Zeichen für den Fleiß und die Entschlossenheit der Teilnehmerinnen.

Zum feierlichen Abschluss war auch die Leiterin unserer Projektabteilung Schwester Kashfa persönlich vor Ort in Pakistan, um die Frauen zu ehren und ihnen die Zertifikate sowie Nähmaschinen zu überreichen.

Hilfe, die weiterwirkt

Die Nachfrage nach solchen Kursen ist groß. Schon jetzt läuft ein zweiter Kurs und ein dritter Kurs ist geplant. Mit 165 € ermöglichst Du einer weiteren Frau die Teilnahme an einem solchen vierwöchigen Nähkurs inklusive Materialien und einer eigenen Nähmaschine.

Jede Spende hilft, weitere Bedürftige zu befähigen, für sich und ihre Familien auf würdige und nachhaltige Weise zu sorgen.

Mehr aus unseren Projekten: Einblicke in die Klinik in Kenia

Unser geschätzter Bruder Jusuf aus unserem Team hat den Ausbau und die neue Ausstattung der Tawfiq Klinik in Kenia begleitet. Dank Eurer Spenden erhalten nun noch mehr Menschen kostenlose augenärztliche Versorgung. Eine Zusammenfassung seiner Projektreise bereiten wir derzeit vor.

Weitere spannende Neuigkeiten aus unseren Projekten findest Du außerdem in der Jubiläums-Ausgabe unserer Spenderzeitschrift, die Du Dir bequem als PDF herunterladen kannst.

Möge Allah (swt) Dich für Deine Hilfe belohnen!

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Neue Perspektiven für Frauen in Pakistan

Zugehöriges Projekt

Stimmen unserer Partner – Mit Herz und Hingabe für humanitäre Hilfe

Humanitäre Hilfe lebt vom Engagement einzelner Menschen – von ihrem Mitgefühl, ihrer Tatkraft und ihrer Überzeugung. In den nächsten zwei Seiten Partner und freiwillige Helfer aus Bangladesch, Kenia, Indonesien und Pakistan zu Wort. Sie berichten, was sie dazu inspiriert hat, sich in der humanitären Arbeit zu engagieren, was diese Arbeit für sie persönlich bedeutet und welche Erfahrungen sie bei der Zusammenarbeit mit muslimehelfen gemacht haben.

Bangladesch

Bayezid A. 
Dokumentations- und Kommunikationsbeauftragter unserer Partnerorganisation in Bangladesch

Seit meiner Kindheit habe ich in meinem Land extreme Armut, Kinderarbeit und Menschen gesehen, die ohne Obdach und Nahrung leben. Diese schmerzlichen Realitäten haben in mir ein tiefes Verantwortungsgefühl geweckt, ihnen nach meinen Möglichkeiten zu helfen. Nach meinem Hochschulstudium in Großbritannien kehrte ich in meine Heimat zurück und begann 2021 als Dokumentations- und Kommunikationsbeauftragter zu arbeiten. In dieser Funktion halte ich das Glück und die Freude der Menschen und Kinder fest, die Hilfe erhalten, was mich noch mehr motiviert, diese Arbeit fortzusetzen. Ich bin der Meinung, dass jeder eine Chance auf ein besseres Leben verdient, und ich bin weiterhin entschlossen, an diesem Wandel mitzuwirken.

Ali R.
Programmbeauftragter unserer Partnerorganisation in Bangladesch

Die Arbeit in den verschiedenen von muslimehelfen unterstützten Projekten war ein Segen. Dank muslimehelfen können wir viele bedürftige Familien in abgelegenen und unterversorgten Gebieten erreichen. Ihre Unterstützung gibt uns die Kraft und die Mittel, den Bedürftigen und Ausgegrenzten zur Seite zu stehen. Ich bin voller Hoffnung, wenn ich das Lächeln auf ihren Gesichtern sehe. Das ist die Inspiration und Motivation, die mich bei unserer gemeinsamen Aufgabe antreibt.

Kenia

Ahmed H. 
Vorsitzender unserer Partnerorganisation in Kenia

Mich hat das Leid inspiriert, das ich in meiner eigenen Gemeinschaft und darüber hinausgesehen habe. Mir wurde klar, dass ich nicht einfach zusehen konnte. Ich verspürte eine starke persönliche und spirituelle Verpflichtung zu helfen. Schon in meiner Kindheit wurde mir die Bedeutung von Mitgefühl, Großzügigkeit und dem Einsatz für diejenigen vermittelt, die sich nicht selbst verteidigen können. Als ich sah, wie andere Freiwillige und Organisationen wie muslimehelfen aktiv helfen, wollte ich Teil dieses positiven Wandels sein. Ich glaube, jeder Mensch hat etwas zu geben – und ich wollte geben, was ich konnte: meine Zeit, meine Hände und mein Herz – um Allahs willen allein.

Mbarak H.
Freiwilliger Helfer aus Kenia

Der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) sagte:

„Die bei Allah beliebtesten Menschen sind diejenigen, die den Menschen am nützlichsten sind.“

Für mich ist humanitäre Arbeit ein Weg, die Lehren des Islams zu leben – indem ich die Not anderer lindere, Allahs Wohlgefallen suche und auf Seine Barmherzigkeit hoffe. Sie gibt meinem Leben einen Sinn, der über mich selbst hinausgeht. Es ist ein Dienst, der von Herzen kommt.

Pakistan

Muhammad R .
Präsident der Partnerorganisation in Pakistan

Ich bin Muhammad R., Präsident und Mitgründer der Partnerorganisation in Pakistan von muslimehelfen. Für mich ist humanitäre Arbeit kein Beruf, sondern eine Berufung. Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu leben – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Humanitäres Engagement bedeutet für mich, den Unterdrückten beizustehen, ihre Stimmen hörbar zu machen und nicht aus Mitleid, sondern aus Verantwortung zu helfen.

Die Zusammenarbeit mit muslimehelfen hat unsere Arbeit auf eine neue Ebene gehoben. Ihre Werte wie Transparenz, Nachhaltigkeit und Würde der Bedürftigen stimmen mit unseren Überzeugungen überein. Diese Partnerschaft hat mir gezeigt, wie stark internationale Solidarität sein kann – Mitgefühl kennt keine Grenzen.

Muhammad R.
Sozialarbeiter der Partnerorganisation in Pakistan

Ich bin Muhammad, Sozialarbeiter der Partnerorganisation in Pakistan von muslimehelfen. Seit über zehn Jahren setze ich mich mit Herz und Überzeugung für benachteiligte Menschen in Pakistan ein – besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Unterkunft sowie für die Rechte von Frauen und Kindern.

Meine Motivation ziehe ich aus meiner eigenen Kindheit in einem ländlichen und benachteiligten Gebiet. Ich habe Armut, Ungleichheit und Bildungsmangel selbst erlebt – deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, Hoffnung zu schenken und Lebensbedingungen zu verbessern. Für mich ist diese Arbeit mehr als ein Beruf – sie ist ein Akt der Nächstenliebe und des Glaubens.

Indonesien

Ues M. – Imam, Ustadh und Leiter eines Waisenhauses in Bogor, Java, Indonesien. Seit vielen Jahren berät und unterstützt er aktiv eine unserer Partnerorganisation in Indonesien.

Für mich bedeutet humanitäre Arbeit, die sozialen Probleme der Gesellschaft zu verstehen und allen Menschen zu helfen, die humanitäre Hilfe benötigen, unabhängig von Herkunft, Ethnie, Religion oder sozialen Status.

Die Arbeit mit den Projekten von muslimehelfen hat mir viel an Nutzen und lehrreiche Erfahrungen gebracht. Zu den Nutzen gehört, dass die Bedürfnisse der Waisenkinder, die betreut werden, durch den Bau eines Waisenhauses erfüllt werden konnten und nun als Unterkunft sowie auch einen Ort zum Lernen und zum Lesen des Korans dient.

Außerdem hat das von muslimehelfen unterstützte Projekt zur Sicherung des Lebensunterhalts Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Waisenfamilien nachhaltig verbessert. Die Nahrungsmittelhilfe hat die wirtschaftliche Belastung für arme Familien abgemildert und alleinerziehende Mütter bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse gestützt. Das Programm zur Vermittlung von Lebenskompetenzen für verwaiste Jugendliche hat Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, die ihnen ein besseres Leben in der Zukunft ermöglichen.

Die Stimmen aus unseren Partnerländern zeigen eindrucksvoll: Humanitäre Arbeit ist mehr als Hilfe – sie ist Ausdruck von Solidarität, Menschlichkeit und gemeinsamer Verantwortung. Wir danken allen Partnern und Freiwilligen, die diese Werte täglich leben und mit uns teilen.

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Stimmen unserer Partner – Mit Herz und Hingabe für humanitäre Hilfe

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Herzerwärmende Hilfe: Wie die Winterhilfe Leben verändert

Soufian El Khayari

In den Armenvierteln des indischen Distrikts Dharwad zeigt sich die bittere Realität des Winters: Für viele Familien, die unter der Armutsgrenze leben, ist die Kälte eine echte Bedrohung. Besonders Witwen und Kinder leiden unter der eisigen Witterung, die ihre ohnehin schon schweren Lebensbedingungen weiter verschärft. Doch für zwei dieser Familien brachte die Winterhilfe von muslimehelfen eine entscheidende Wende. Ihre Geschichten stehen stellvertretend für die Hoffnung und den Trost, den diese humanitäre Aktion mit sich brachte.

Nazeemas Geschichte: Sie konnte sich keine warme Decke für ihre Kinder leisten „Jetzt können wir endlich warm schlafen – danke, muslimehelfen!“, sagt Nazeema, eine 37-jährige Witwe aus Hubli, mit einem Lächeln. Nach dem Tod ihres Mannes Mustak im Januar 2023 stand Nazeema plötzlich allein mit drei Kindern da. Mustak, der ein kleines Geschäft betrieb, erkrankte an Krebs, und trotz aller Bemühungen und u verstarb trotz aller Bemühungen und Behandlungen.

Für Nazeema brach eine Welt zusammen. Ohne die Unterstützung der Familie ihres verstorbenen Mannes war sie gezwungen, sich und ihre Kinder mit Näharbeiten über Wasser zu halten. Sie verdiente nur wenige Rupien am Tag und konnte damit kaum die Grundbedürfnisse ihrer Familie decken. Besonders im Winter wurde die Situation unerträglich. „Meine Kinder hatten keine warme Kleidung, und ich konnte es mir nicht leisten, Decken zu kaufen. Die Kälte machte uns allen zu schaffen,“ erzählt sie.

In diesem Moment kam die Winterhilfe von muslimehelfen genau zur rechten Zeit. Die Freiwilligen verteilten warme Decken, Bettlaken und Pullover an bedürftige Familien – und Nazeema war eine der glücklichen Empfängerinnen. „Die Decken sind so warm und groß, und meine Tochter trägt den Pullover jetzt jeden Tag zur Schule. Ohne Eure Hilfe hätte ich solche Sachen nie kaufen können. Ich bete von Herzen für die Menschen, die uns unterstützt haben. Möge Allah ihnen Gesundheit und Wohlstand schenken“, sagt sie mit Tränen in den Augen.

„Keiner hat uns je so geholfen“ – Hazrat Bis Geschichte

Auch Hazrat Bi, eine 30-jährige Witwe und Mutter von drei Kindern, erlebte die Kälte des Winters auf besonders schmerzhafte Weise. Nachdem ihr Mann 2020 unerwartet an einer Krankheit gestorben war, musste sie mit ihren Kindern in das kleine, marode Haus ihrer Mutter zurückkehren. Der Zustand des Hauses war katastrophal: Das Dach leckte, und in den kalten Nächten bot das kleine Heim kaum Schutz vor der bitteren Kälte.

Hazrat Bi versucht, mit dem Verkauf von Gemüse auf dem lokalen Markt über die Runden zu kommen. Doch mit nur rund 200 Rupien (etwa 2,25 Euro) am Tag ist es fast unmöglich, die Bedürfnisse ihrer Familie zu decken. „Es war mir nie möglich, warme Decken oder Kleidung zu kaufen. Die Kälte war unerträglich, und meine Kinder wurden ständig krank. Es war eine Qual, sie leiden zu sehen,“ berichtet sie.

Die Winterhilfe brachte jedoch einen Hauch von Hoffnung in ihr Leben. Als die Freiwilligen ihr Haus fanden und ihr ein Winterhilfspaket überreichten, konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten. „Bisher hat uns noch nie jemand so geholfen wie ihr. Jetzt können meine Kinder endlich warm schlafen, und wir sind vor der Kälte geschützt. Möge Allah die Spender segnen und ihnen Gesundheit und Wohlstand schenken“, sagte sie voller Dankbarkeit.

 

Geschichten wie diese zeigen eindrucksvoll, wie schon kleine Gesten der Unterstützung das Leben von Menschen verändern können. Für Nazeema und Hazrat Bi bedeuten die warmen Decken und Pullover nicht nur Schutz vor der Kälte – sie sind ein Zeichen der Hoffnung und des Mitgefühls in Zeiten größter Not.

Eine Not, die wir gemeinsam lindern können.

Vielen Dank, dass Du ein Teil von muslimehelfen bist.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Großzügigkeit belohnen. Amin.

Dein muslimehelfen-Team
Herzerwärmende Hilfe: Wie die Winterhilfe Leben verändert

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Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Bangladesch: Ein Rohingya-Flüchtlingsjunge präsentiert eine wärmende Decke und einen Schal.

In der Wintersaison 2023-2024 hat sich muslimehelfen um zahlreiche Projekte gekümmert, um Bedürftigen in verschiedenen Regionen der Welt durch den Winter zu helfen. Von den Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch und Indien über die Unterstützung einheimischer Gemeinschaften in Südasien bis hin zur Winterhilfe in Europa und dem südlichen Afrika – unsere Mission bleibt, den Bedürftigen Wärme, Hoffnung und Unterstützung zu bringen.

In diesem Rückblick möchten wir Dir die Höhepunkte unserer Winterhilfe präsentieren und dabei die besonderen Herausforderungen und Erfolge in den jeweiligen Regionen beleuchten.

Winterhilfe für Rohingya-Flüchtlinge

Im Winter 2023 haben wir gezielte Hilfsprojekte für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch und Indien unterstützt. Im Flüchtlingslager von Cox’s Bazar, dem größten seiner Art weltweit, wurden 675 Rohingya-Familien mit warmen Wintersachen versorgt. Jede Familie erhielt eine warme Decke und einen Schal, während zusätzlich 225 bedürftige einheimische Familien in der Region unterstützt wurden.

Insgesamt profitierten über 5.200 Menschen von dieser Initiative.

Das Projekt wurde vom 01. Oktober bis zum 17. Dezember 2023 durchgeführt und hatte einen Wert von 14.900,00 €.

In Indien, im Distrikt Hyderabad, konnten 800 bedürftige Rohingya-Familien mit dringend benötigten Wintersachen versorgt werden. Jede Familie erhielt eine dicke Decke, einen Pullover sowie ein großes Bettlaken mit Kissenbezügen. Die Unterstützung war entscheidend, da viele Flüchtlinge als Tagelöhner arbeiten und oft nur ein sehr geringes Einkommen erzielen, das nicht ausreicht, um ihre Familien ausreichend zu versorgen. In der kalten Jahreszeit sind diese Familien besonders gefährdet, da sie kein richtiges Zuhause haben und häufig krank werden. Das Projekt fand in der Zeit vom 10. November bis zum 16. Dezember 2023 statt und hatte einen Wert von 19.960,00 €.

Indien: Ein Rohingya-Flüchtlingsvater und sein Kind freuen sich über den Erhalt der Winterhilfe.
Winterhilfe für Einheimische in Südasien

Neben den Rohingya-Flüchtlingen haben wir auch einheimische Gemeinschaften in Indien und Bangladesch unterstützt. In Bangladesch wurden in den Distrikten Sirajganj und Dinajpur insgesamt 900 bedürftige Familien mit warmen Wintersachen, darunter große Decken und Schals, unterstützt. Diese Familien, die in der Landwirtschaft und im Kleingewerbe tätig sind, sehen sich erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen gegenüber, die durch Naturkatastrophen und globale Krisen verschärft wurden. Das Projekt fand vom 1. Oktober 2023 bis 15. Januar 2024 statt und hatte einen Wert von 15.000,00 €.

In Indien wurde im Distrikt Dindigul Winterhilfe für 287 Familien geleistet. Jede Familie erhielt eine Decke, eine warme Unterlage zum Schlafen sowie Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln, um die finanzielle Belastung zu verringern. Die Unterstützung fand vom 4. Oktober bis 5. Dezember 2023 statt und hatte einen Wert von 19.840,00 €.

Darüber hinaus wurden in den Armenvierteln des Distrikts Dharwad 600 bedürftige Familien mit dicken Decken, Pullovern und Bettwäsche versorgt. Die Begünstigten, darunter Tagelöhner, Alte, Witwen und Waisen, leiden besonders im Winter unter der Kälte. Das Projekt wurde vom 1. November bis 10. Dezember 2023 umgesetzt und hatte einen Wert von 14.997,00 €.

In Nepal, speziell im Distrikt Kathmandu, wurden warme Winterkleidung und Decken an 436 bedürftige Familien verteilt. Diese Familien setzen sich aus Bettlern, Müllsammlern, Lohnarbeitern, Obdachlosen und Menschen mit Behinderungen zusammen. 

Aufgrund ihres niedrigen Lebensstandards können sie sich nicht angemessen gegen die Kälte kleiden. Besonders nachts und morgens wird es in Nepal sehr kalt, was die Lebensbedingungen dieser Bedürftigen erheblich erschwert. Durch die Bereitstellung warmer Kleidung können sie trotz der widrigen klimatischen Bedingungen ihren täglichen Aktivitäten nachgehen und ihre Lebensgrundlage sichern. Dieses Projekt wurde vom 20. Oktober 2023 bis 20. Januar 2024 umgesetzt und hatte einen Wert von 13.007,00 €, was insgesamt 2.834 begünstigten Personen zugutekam.

Nepal: Einer der Begünstigten nimmt lächelnd eine Decke und warme Kleidung entgegen.
Winterhilfe in Pakistan

Im Distrikt Peshawar wurden warme Wintersachen an 190 bedürftige Familien verteilt. Jede Familie erhielt zwei Steppdecken sowie für jedes Kind einen Pullover, eine Jacke, eine Mütze und ein Paar Socken. Auch die erwachsenen Familienmitglieder erhielten jeweils einen Schal. Das Winterhilfeprojekt fand vom 1. bis 20. Februar 2024 statt. 

Pakistan: Einige der begünstigten Kinder gemeinsam mit den Hilfsgütern.
Winterhilfe in Europa
Bosnien: Eines der Waisenkinder vor dem Brennholz im Schnee.

Die Wintermonate in Europa sind besonders hart für Menschen, die aufgrund von Konflikten und Krisen aus ihrer Heimat geflohen sind. In dieser Region haben wir gezielte Hilfsprojekte durchgeführt, um denjenigen zu helfen, die leiden oder Leid erfahren.

In den ukrainischen Regionen Kiew und Lwiw wurde Winterhilfe für geflüchtete Familien geleistet, die aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs ihr Zuhause verlassen mussten. Die größte Sorge der Kriegsbetroffenen im Winter ist, sich warm zu halten. Insgesamt wurden 150 Familien mit elektrischen Heizgeräten und warmen Decken ausgestattet. Das Winterhilfeprojekt fand vom 5. Dezember 2023 bis 5. Januar 2024 statt.

In Bosnien wurde ein Projekt umgesetzt, das speziell Waisenfamilien begünstigte.

In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten insgesamt 82 Waisenfamilien dringend benötigtes Brennholz. Jede Familie bekam zwei Kubikmeter vorgeschnittenes Holz, um ihre Häuser während der kalten Monate zu beheizen. Diese Familien leben unter der Armutsgrenze und haben mindestens eine Elternteil verloren, was ihre Situation besonders herausfordernd macht. In den bergigen Regionen von Bosnien und Herzegowina sind die Winter extrem kalt, und der Zugang zu Wärme ist lebensnotwendig. Während diejenigen, die über Brennholz oder Kohle verfügen, den Winter erträglich gestalten können, wird das Leben für Familien ohne diese Ressourcen nahezu unerträglich.

Im Kanton Tuzla wurde auch an bedürftige Familien ohne Waisen Brennholz und Kohle verteilt. Insgesamt erhielten 50 bedürftige Familien jeweils zwei Raummeter vorgeschnittenes Holz, um sich in den kalten Monaten zu wärmen. 

Zudem wurden 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje geliefert, das Obdachlose und Menschen mit Behinderungen beherbergt. Durch diese Unterstützung konnten zusätzlich 440 Personen durch den Winter kommen. Da die Sozialhilfeleistungen des Landes diese Art der Hilfe nicht abdecken, sind viele Bedürftige auf externe Unterstützung angewiesen. Die Winterhilfeprojekte in Bosnien wurden vom 10. Oktober 2023 bis 10. Januar 2024 umgesetzt.

Bosnien: Eine ältere Dame schaut in die Kamera während Helfer das vorgeschnittene Brennholz entladen.
Winterhilfe im südlichen Afrika

Der Winter im südlichen Afrika bringt für die dort lebenden Menschen eine ganz eigene Reihe von Herausforderungen mit sich, die oft in der Gesellschaft hierzulande nicht wahrgenommen werden. Viele Menschen in dieser Region sind auf Hilfe angewiesen, um die kalten Monate zu überstehen.

In Malawi erhielten 1.000 bedürftige Familien in den Regionen Kasungu und Dowa warme Decken, um die kalten Nächte von Mai bis Juli zu überstehen. Die Unterstützung richtete sich insbesondere an alleinerziehende Mütter, Waisen, Witwen und ältere Menschen, die oft in schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen leben. Das Projekt wurde vom 30. Juni 2023 bis 15. August 2023 durchgeführt und hatte einen Wert von 26.774,00 €. Insgesamt profitierten 6.000 Menschen.

In Simbabwe erhielten 457 bedürftige Familien in vier Ortschaften der Provinz Manicaland ebenfalls warme Decken.

Darüber hinaus wurden 300 Waisen und gefährdete Kinder mit Trainingsanzügen ausgestattet, um sie in den kalten Wintermonaten warm zu halten. Diese Unterstützung zielte auf ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke ab, die in der Regel auf die bäuerliche Landwirtschaft angewiesen sind. Das Projekt fand vom 30. Juni 2023 bis 30. Juli 2023 statt und hatte einen Gesamtwert von 19.855,00 €, was insgesamt 3.042 begünstigten Personen zugutekam.

In Südafrika wurden in zwei Projekten insgesamt 1.510 bedürftige Familien mit Winterhilfen versorgt. 

In Johannesburg erhielten 510 Familien Decken, während in Kapstadt und Gauteng 1.000 Familien mit Decken sowie Sets aus Mützen, Handschuhen und Socken unterstützt wurden. Die Wintermonate von Juni bis August sind in Südafrika durch sinkende Temperaturen und heftige Regenfälle gekennzeichnet, was die Situation für einkommensschwache Familien, Witwen und Menschen mit Behinderungen besonders herausfordernd macht. Die Projekte in Südafrika wurden zwischen dem 20. Juni und 30. August 2023 durchgeführt, mit einem Gesamtwert von 24.292,00 € für beide Projekte.

Zusammengefasst konnten wir gemeinsam tausenden bedürftigen Menschen an zahlreichen Orten der Welt im Winter solidarisch beistehen. Doch unsere humanitäre Arbeit ist noch lange nicht getan. Auch diesen Winter stehen unzählige Familien erneut vor den harten Bedingungen der Wintermonate und Du kannst mit Deinem Einsatz für die Winterhilfe unterstützen und Wärme spenden.

Südafrika: Begünstigte Frauen zeigen voller Freude die erhaltenen Wintersachen und Decken.

Vielen Dank, dass Du ein Teil von muslimehelfen bist.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Großzügigkeit belohnen. Amin.

Dein muslimehelfen-Team
Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Zugehöriges Projekt

Zakatul-Fitr im Jahr 2023

Von Aleyna Yıldırım
Kenia: Verteilung von Zakatul Fitr

Zakatul-Fitr, eine besondere Geste vor den Festtagen am Ende des Fastenmonats, ist mehr als eine Spende. Ob in Form von Lebensmitteln oder Geld, sie ermöglicht den Bedürftigen nicht nur unbeschwerte Feiertage, sondern webt auch ein unsichtbares Netz der Solidarität. So können auch finanziell benachteiligte Menschen die Feiertage genießen, ohne sich um ihre Grundbedürfnisse sorgen zu müssen.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt sieben Zakatul-Fitr-Projekte in sieben verschiedenen Ländern durchgeführt: Bangladesch, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kenia, Sri Lanka und Ukraine. In all diesen Ländern wurden Spenden in Form von Reis verteilt, insgesamt ca. 204 Tonnen, mit denen etwa 23.000 Familien erreicht wurden. Der Gesamtbetrag der Spenden belief sich insgesamt auf 167.000 Euro.

Die Größe der Pakete wurde in Absprache mit unseren Partnerorganisationen festgelegt, da diese einen besseren Überblick über die Bedürfnisse vor Ort haben. Die Spanne reichte von mindestens 3 kg Reis pro Familie in Kenia bis zu großzügigen 30 kg in Bangladesch. In Kambodscha wurden 12 kg und in allen anderen Ländern 10 kg pro Familie verteilt.

Die Begünstigten in den unterstützten Ländern waren im vergangenen Jahr mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Familien in Bangladesch hatten mit den verheerenden Folgen von Naturkatastrophen zu kämpfen. In Indien konzentrierte sich die Hilfe auf die ärmsten und am stärksten von der Dürre betroffenen Gebiete. In Indonesien wurden gezielt bedürftige Lehrer, Witwen und Waisen unterstützt. In Kambodscha wurden Waisen, Witwen und ältere Menschen bei der Verteilung besonders berücksichtigt. Dürre und Hungersnot prägten das Leben der Familien in Kenia. In Sri Lanka wurden Menschen berücksichtigt, die unter extremer Armut, Gewalt und Naturkatastrophen litten. In der Ukraine waren die Begünstigten weiterhin von der anhaltenden Kriegssituation betroffen, darunter Binnenvertriebene, ältere Menschen, Witwen und Waisen.

Auch in diesem Jahr stehen verschiedene Länder vor großen Herausforderungen und sind auf die Unterstützung durch Zakatul-Fitr angewiesen. Die steigenden Lebensmittelpreise belasten die Bedürftigen zusätzlich. Da auch Deutschland von Preissteigerungen bei Lebensmitteln betroffen ist, wurde der diesjährige Zakatul-Fitr-Betrag wie im Vorjahr auf mindestens 10 Euro festgelegt.

Ein bescheidener Beitrag kann viele Gesichter mit Freude erfüllen. Dies wird besonders klar in den Worten von Ralia, einer 63-jährigen Witwe aus Tana River, Kenia: „Ich bin Witwe mit sieben Kindern. Meinen Mann habe ich vor 15 Jahren verloren. Ich arbeite im Gemüseverkauf, um den täglichen Bedarf meiner Familie zu decken. Manchmal haben wir nicht genug zu essen, weil wir wegen der Dürre hier nicht genug Gemüse haben, um es auf dem Markt zu verkaufen. Alhamdulillah, ich danke muslimehelfen für die Lebensmittelverteilung von Zakatul-Fitr. Das hat unserer Familie Freude bereitet, besonders am Tag des Eid-ul-Fitr. Möge Allah (swt) Euch für Eure Güte gegenüber den Menschen reichlich segnen.“

Möge Allah (swt) Deine Spende annehmen
Zakatul-Fitr im Jahr 2023

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