Die Begünstigten bedanken sich

muslimehelfen wünscht Dir ein …

Im Namen der Bedürftigen in unseren Hilfsprojekten danken wir Dir von Herzen für Deine Unterstützung zum Fest. Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Deine guten Taten annehmen, Dein Opfer annehmen und diese besonderen Tage von Dhul Hidscha mit Baraka, Gesundheit und Nähe zu Ihm erfüllen. Amin.

Zusätzlich zu unseren zahlreichen Kurban-Projekten, werden wir in diesen Tagen inschallah Festgeschenke in Sri Lanka, Simbabwe, Südafrika und Indonesien verteilen. In Indonesien werden unter anderem auch Kinder berücksichtigt, die von der vergangenen Flut betroffen waren. Sobald die Verteilungen vollständig abgeschlossen sind, werden wir Dir gerne ausführlich davon berichten. Ein kleinen Vorgeschmack kannst Du aber bereits jetzt diesem Videogruß von Waisen aus Simbabwe entnehmen, die zum Fest neue Kleidung und Schuhe erhalten.

Wie eine vergleichbare Verteilung vergangenes Jahr in Bangladesch lief, kannst Du im nachfolgenden Video mit eigenen Augen sehen.

Noch kein Opfertier gespendet?

Solltest Du bisher keine Gelegenheit gefunden haben, um Deine Kurban-Spende zu beauftragen oder selbst zu schächten, kannst Du das jetzt noch über muslimehelfen tun und durch das Fleisch zu einem Fest in Würde und Freude für bedürftige Familien in unseren Hilfsprojekten beitragen.

Bastelideen zum Opferfest

Auch für Kinder und Familien haben wir zum Opferfest zusätzliche Inhalte vorbereitet. Im Kinderbereich auf unserer Website findest Du geeignete Bastelmaterialien. Außerdem kannst Du in unserem Hilf-mit-Bereich schöne Infomaterialien bestellen, die Du an Freunde und Familie weitergeben kannst.

Lieben Gruß und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Waisen aus Simbabwe wünschen Dir ein gesegnetes Fest!

Zugehöriges Projekt

Letzte Gelegenheit für Deine Namensnennung zum Opferfest

Wenige Tage trennen uns vom Opferfest und nur noch bis zum 21. Mai 2026 bieten wir Dir die Möglichkeit für Deine Namensnennung bei Deiner Kurbanspende. Dadurch erhalten bedürftige Familien weltweit eine besondere Unterstützung zum Fest. Für viele der Begünstigten ist dieses Fleisch keine Selbstverständlichkeit, sondern eine seltene und wertvolle Abwechslung ihrer Ernährung. Der Preis für eine Kurban-Spende beträgt 200 Euro.

Zusätzlich kannst Du gerne mit einem Festgeschenk Familien und Kindern eine Freude bereiten. Gerade Kinder erinnern sich oft ein Leben lang an solche Gesten zum Fest wie zum Beispiel an neue Kleidung, Süßigkeiten oder kleine Überraschungen, die Hoffnung und Wertschätzung vermitteln.

Eindrücke aus der Kurbanverteilung im letzten Jahr

Die Wirkung der Kurban-Spenden zeigte sich im vergangenen Jahr besonders in den Begegnungen mit den Menschen vor Ort. In den Rohingya-Flüchtlingscamps in Bangladesch berichtete Mohammad Ismail aus Cox’s Bazar, dass Fleisch für viele Familien dort kaum bezahlbar sei und insbesondere zu den Id-Tagen schmerzlich fehle. Umso größer sei die Freude gewesen, als seine Familie durch die Kurbanverteilung von muslimehelfen unterstützt wurde. Besonders seine Kinder hätten sich sehr über das erhaltene Fleisch gefreut. Zum Abschluss sprach er allen Spenderinnen und Spendern seinen Dank und seine Gebete aus.

Auch aus Bosnien erreichten uns bewegende Rückmeldungen. Sead aus Gračanica lebt allein und ist aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nicht arbeitsfähig. Er berichtete, dass es ihm ohne Unterstützung kaum möglich gewesen wäre, sich zum Kurbanfest selbst eine Mahlzeit zuzubereiten. Die erhaltene Hilfe bedeutete für ihn deshalb nicht nur eine praktische Entlastung, sondern auch das Gefühl, in dieser besonderen Zeit nicht vergessen zu sein.

Wissenswertes über den Ablauf Deiner Kurban-Bestätigung

Regelmäßig werden wir gefragt, ob wir die Schächtung des Kurban bestätigen. Die Antwort lautet: Ja, sofern Du Dein Kurban spätestens bis zum 21. Mai 2026 beauftragst, erhältst Du im Nachgang eine E-Mail aus der hervorgeht, in welchem Land Dein Kurban geschächtet und an Bedürftige verteilt wurde.

Selbstverständlich führen wir auch Kurban-Aufträge aus, die wir nach dem Ablauf der Frist erhalten. Allerdings erfolgt bei diesen Kurbanspenden aus logistischen Gründen keine namentliche Bestätigung mehr.

Bildung und Perspektiven stärken

Neben der akuten Hilfe engagiert sich muslimehelfen auch langfristig für nachhaltige Entwicklung und Selbstständigkeit. Zum Beispiel im Rahmen verschiedener Projekte, in denen Bedürftige Zugang zu Bildung, Fähigkeiten und neuen Perspektiven erhalten. Eines dieser Projekte ist ein Nähkurs für Frauen in Südafrika gewesen.

Veranstaltungshinweis für Schwestern: Meet Eid Experience Bazar Edition in Offenbach

Vor Ort im Vivax in Offenbach erwarten Schwestern unter anderem Verkaufsstände, Food-Angebote, Matcha- und Cocktail-Spezialitäten, Kinderbücher, Beauty-Bereiche sowie Informationsstände verschiedener Hilfsorganisationen. Darunter auch Schwestern von muslimehelfen. Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch. Auch Spenden und Benefiz-Einkäufe vor Ort sind möglich.

Weitere Eindrücke des Veranstalters gibt es auf Instagram.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Unterstützung reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Letzte Gelegenheit für Deine Namensnennung zum Opferfest​

Zugehöriges Projekt

Kurban mit Namensnennung noch bis zum 21. Mai möglich!

Mit dem Pilgermonat rückt das Opferfest immer näher. Für viele bedürftige Menschen weltweit bedeutet diese Zeit Hoffnung auf Gemeinschaft, Nahrung und ein würdevolles Fest. Eine Hoffnung, die wir gemeinsam erfüllen möchten.

Die Möglichkeit zur Kurban-Spende mit Namensnennung vor Ort besteht bei uns noch bis zum 21.05.2026.
Der Preis für eine Kurban-Spende beträgt in diesem Jahr 200 Euro.

Die Geschichte einer Witwe zum Opferfest

In zahlreichen Regionen erreicht die Kurbanhilfe Menschen, die sich Fleisch nur selten leisten können. Dazu gehört auch die Familie von Parveen aus Indien. Seit dem Tod ihres Mannes sorgt die alleinerziehende Mutter allein für ihren 13-jährigen Sohn und arbeitet als Haushaltshilfe, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern.

Durch die Kurban-Verteilung erhielt ihre Familie erstmals seit langer Zeit wieder Ziegenfleisch. Aus der Spende wurde ein gemeinsames Festessen und ein lang gehegter Wunsch ihres Sohnes ging in Erfüllung.

„Mein Sohn hat sich immer Mutton Biryani gewünscht, aber ich konnte es mir nie leisten.
Heute konnten wir dank dieser Hilfe gemeinsam eine besondere Mahlzeit genießen.“

Solche Momente zeigen, dass Kurban weit mehr ist als die Verteilung von Fleisch. Es geht auch um Würde, Freude und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.

Freude durch Festgeschenke

Neben der Kurban-Spende kannst Du auch Festgeschenke für bedürftige Familien ermöglichen. Kurz vor Eid ul-Adha im vergangenen Jahr wurden in Bangladesh auf abgelegenen Flussinseln im Distrikt Kushtia insgesamt 520 Familien mit Festgeschenken unterstützt. Die Menschen dort leben unter schwierigen Bedingungen: Überschwemmungen, Flusserosion und unsichere Einkommen prägen ihren Alltag.

Jede Familie erhielt unter anderem Kleidung, Bettwäsche, Lebensmittel, Moskitonetze sowie kleine Geschenke und Lernmaterialien für Kinder. Auch zwei Packungen Vermicelli-Nudeln waren Teil der Pakete. Aus ihnen wird in Bangladesh rund um Eid traditionell eine Süßspeise mit Milch, Zucker und Gewürzen zubereitet. Daraus ergibt sich ein Gericht, das für viele Familien fest mit den Feiertagen verbunden ist.

Gerade während der Monsunzeit helfen Moskitonetze zusätzlich dabei, das Risiko von Dengue-Erkrankungen zu reduzieren.

Auch in Sri Lanka konnten Familien rund um Eid ul-Adha mit Festgeschenken erreicht werden.

Es ist gut zu wissen, dass Menschen wie Du diesen Weg mitgehen und solche Hilfe möglich machen.

Hilfe in der Not

Doch nicht nur rund um das Opferfest sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen.

Immer wieder treffen Überschwemmungen, Erdbeben und andere Katastrophen Familien innerhalb weniger Stunden mit voller Härte. Häuser werden zerstört, Vorräte gehen verloren und ganze Existenzen geraten ins Wanken.

In unserem Beitrag Nach Fluten und Erdbeben: Hilfe, die ankommt“ zeigen wir, wie Nothilfe betroffene Menschen weltweit erreicht und warum kontinuierliche Unterstützung so wichtig ist.

Auch im Großraum Jakarta in Indonesien mussten viele Familien nach schweren Überschwemmungen im März 2025 dringend versorgt werden. Starke Regenfälle und überlaufene Flüsse hatten weite Teile der Region unter Wasser gesetzt.

Dank der Nothilfe konnten 568 Familien mit Lebensmittelpaketen unterstützt werden. Enthalten waren unter anderem Reis, Öl, Zucker, Mehl, Tee und Instant-Nudeln. Unter den Begünstigten befanden sich auch 52 Waisenkinder.

Gerade bei Katastrophen ist effektive Hilfe über die ersten Wochen nach dem Notfall entscheidend für die Versorgung. Deshalb sind Dauerspenden für den Notfall-Fonds besonders wertvoll: Sie ermöglichen schnelle und flexible Hilfe genau dann, wenn sie gebraucht wird.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Deine regelmäßige gute Tat annehmen und sie für die Bedürftigen zu einer Erleichterung machen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Kurban mit Namensnennung noch bis zum 21. Mai möglich!​

Zugehöriges Projekt

Burundi – von Waisen, der Schule und Waqf

Jusuf v.Denffer

Südlich des Äquators inmitten des afrikanischen Kontinents am Tanganyika-See gelegen, befindet sich Burundi. Wie bei uns in Deutschland leben auch in Burundi die Muslime in einer Minderheit. Im Gegensatz zu uns in Deutschland sind die Lebensbedingungen für sie jedoch sehr schwer, da sie unter machtpolitischen Unruhen, kriegerischen Auseinandersetzungen und einer maroden Wirtschaftslage leiden. Die meisten Menschen in Burundi leben unterhalb der Armutsgrenze. Bei muslimehelfen ist Burundi als das ärmste Projektland aufgelistet. Seit dem Jahr 2003 werden in Burundi für die Belange der Waisenkinder Projekte als Unterstützung umgesetzt. Zu Beginn dieser Unterstützung von muslimehelfen waren AIDS und HIV leider ein sehr aktuelles Thema. Viele Kinder in Burundi sind durch den Tod ihrer Eltern daran zu Waisenkindern geworden und einige von ihnen selbst sind daran erkrankt. Aus diesem Grund stand bei der Unterstützung der Waisenkinder in Burundi von muslimehelfen von Anfang an das Wesentliche im Vordergrund: die Betreuung und Verpflegung der Waisenkinder.

Die Anzahl der Waisenkinder in Burundi ist mit den Jahren nicht kleiner geworden, ihre Situation hat sich jedoch etwas verändert. Die Waisenhilfe von muslimehelfen in Burundi ist mittlerweile fest etabliert und Projekte werden kontinuierlich umgesetzt. Neben den grundlegenden Bedürfnissen der Waisenkinder nach Betreuung und Verpflegung rückt die Bildung immer mehr in den Vordergrund. So wurde beispielsweise im Jahr 2010 in Bujumbura, der ehemaligen Hauptstadt von Burundi, ein von muslimehelfen finanziertes Waisenzentrum eröffnet. Noch im selben Jahr, im Herbst, wurden dort die ersten vier Klassen der „Muslime Helfen Primary School” (Grundschule) für den Schulunterricht eingerichtet. Mit jedem darauffolgenden Jahr wurde die Schule um eine Klasse erweitert. Im Jahr 2018 fand eine von muslimehelfen finanzierte Instandsetzung der bisherigen Räumlichkeiten statt und das Gebäude des Waisenzentrums wurde für den Schulbetrieb der „Muslime Helfen School“ nun bis zur neunten Klasse ausgebaut.

Aktuell werden durch zwei fortlaufende größere Projektumsetzungen von muslimehelfen die Waisenkinder in Burundi unterstützt: die Waisenhilfe und der Schulbetrieb der Muslime Helfen School. Bei beiden Projekten ist der seit 2008 aktive und gut arbeitende Partner in Bujumbura stets ein verlässlicher Ansprechpartner, denn beide Projekte laufen seit 15 Jahren durchgehend und ohne Unterbrechung bei muslimehelfen. Die aktuelle Waisenhilfe von muslimehelfen in Burundi ist vielseitig und umfasst die Finanzierung von Lebensmitteln, Schulgebühren, Gesundheitskosten und Betreuung für die Waisenkinder. So erhielten über das Jahr 2025 verteilt 400 Waisenkinder mit ihren Familien insgesamt je 72 kg Reis, 72 kg Bohnen und 24 kg Zucker. Für rund 70 Waisenkinder, die nicht die Muslime Helfen School besuchen, sondern an anderen Schulen am Unterricht teilnehmen, wurden die Schulgebühren bezahlt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr auch für 900 Waisenkinder die Kosten für ärztliche Behandlungen und medizinische Versorgung übernommen. Das Mädchenwaisenhaus Kiyange bei Bujumbura wurde im vergangenen Jahr mit 5.400 kg Reis, 3.600 kg Maniokmehl, 2.520 kg Bohnen, 360 l Speiseöl und 750 kg Zucker versorgt. Dies reicht für etwas mehr als 60 Waisenkinder. In der Waisenhilfe von muslimehelfen in Burundi sind auch die Kosten für die Betreuung der Waisenkinder und ihrer Familien enthalten. Beispielsweise kümmern sich eine Krankenschwester, eine Sozialarbeiterin oder auch Mitarbeiter unseres Partners direkt und regelmäßig um das Wohl der Waisenkinder und ihrer Familien und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Burundi: Lebensmittel für Waisenhilfe.

Der Schulbetrieb der Muslime Helfen School in Bujumbura ist das andere große und langfristige Projekt von muslimehelfen in Burundi. In dieser Schule können sich die Waisenkinder in einer angenehmen und sicheren Umgebung auf das Lernen konzentrieren. In Burundi gibt es eine neunjährige obligatorische Schulzeit. Die Schule verfügt seit ihrer Instandsetzung und Erweiterung im Jahr 2018 über Klassenzimmer für die Klassen 1 bis 9. Zu den Schulfächern gehören die Landessprache Kirundi und weitere Sprachen wie Französisch, Englisch und Kiswahili, aber auch Mathematik sowie in den höheren Klassen Gesellschaftskunde, Chemie, Biologie, Physik und Technik. Neben dem Schulunterricht werden die Schulkinder täglich mit warmen Mahlzeiten versorgt. Die laufenden Kosten für den Schulbetrieb werden von muslimehelfen finanziert, darunter sind Lebensmittel für das Schulessen, Schulmaterial und Schuluniformen für rund 250 Schulkinder, Gehälter für elf Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal, Strom- und Wasserrechnungen, die Miete für die Küche, Löhne für die Köche und weitere Helfer sowie administrative Ausgaben.

Burundi: Im Innenhof der Muslime Helfen School in Bujumbura.

Wenn man Nachrichten wie die des 11-jährigen Issa liest: „Assalam Alaikum Warahmatullah Warabarakatuh. Ich bin Issa und ich danke Euch, dass Ihr mir die Chance gegeben habt, an der Muslime Helfen School zu lernen! Wir bekommen kostenloses Essen, können kostenlos lernen und auch die Behandlungen sind kostenlos. Wir danken Euch von unseren Herzen und beten dafür, dass Ihr uns und noch vielen anderen wie uns weiterhelft.,” dann wird deutlich, welche Bedeutung die Muslime Helfen School in Bujumbura für die Waisenkinder hat. Die Schule ist für die Waisenkinder nicht nur ein Ort des Lernens, sondern fast schon wie ein zweites Zuhause geworden, an dem sie gerne Zeit verbringen. Für muslimehelfen war es ein großes Anliegen, die Waisenhilfe in Burundi auch vor Ort mit eigenen Mitteln zu unterstützen.

Burundi: Das im Jahr 2011 errichtete Lagerdepot in Rugombo.

Ein paar Monate nach der Eröffnung des Waisenzentrums in Bujumbura und kurz nach Beginn des ersten Schuljahres für die ersten vier Klassen an der Muslime Helfen School erwarb muslimehelfen im Jahr 2010 drei Grundstücksflächen für die agrarwirtschaftliche Nutzung und übergab sie dem Partner vor Ort als Waqf-Land. Im darauffolgenden Jahr 2011 finanzierte muslimehelfen auch den Bau eines Lagerdepots zur Aufbewahrung der Ernteerträge. Ziel der beiden Projekte war es, durch die agrarwirtschaftliche Nutzung des Waqf-Landes Einnahmen zu erzielen und damit einen Beitrag zur Unterstützung der Waisenhilfe und des Schulbetriebs der Muslime Helfen School zu leisten.

Bereits drei Jahre nach Erhalt des Waqf-Landes war es unserem Partner möglich, das Jahresgehalt zweier Lehrer der Muslime Helfen School selbstständig zu finanzieren. Seit 2019 beteiligt er sich an der Zahlung der Jahresgehälter von sechs der 17 angestellten Lehrkräfte der Muslime Helfen School. Er versucht, sich auch an den weiteren Kosten der Schule zu beteiligen und die Einnahmen aus dem Waqf-Land direkt für die Waisenhilfe zu nutzen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land ist dies nicht leicht zu bewältigen, aber immerhin ist es gelungen, mit den verfügbaren Mitteln selbstständig einen Beitrag zur Unterstützung der Waisenkinder zu leisten …

… Im Oktober 2025 hatte ich im Rahmen einer Projektreise nach Burundi, Ruanda und in die Demokratische Republik Kongo die Gelegenheit, mir vor Ort ein aktuelles Bild von Burundi und den dort umgesetzten Projekten zu machen. Einige der dargelegten Informationen über Burundi und die dort umgesetzten Projekte waren mir durch meine Arbeit als Projektadministrator bei muslimehelfen bereits bekannt. Ich war aber auch auf neue Details und Situationen gespannt, die mir zuvor nicht bekannt waren. Die Verhältnisse in Burundi sind nicht gut. Die oft erlebten Motive der sehr langen Autoschlangen vor leeren Tankstellen und der vielen Fahrräder, die mit meist zwei senkrechten Holzpfählen auf dem Gepäckträger montiert waren, um daran größere Gegenstände oder auch Personen zu transportieren, verdeutlichten diesen Eindruck noch mehr. Normalerweise verbrachte ich die Abende während einer Projektreise im Hotelzimmer damit, mir Notizen für den nächsten Tag zu machen, Nachrichten nach Hause zu schicken und dem Büroteam von den Neuigkeiten der Projektreise zu berichten. In Burundi war mir das aufgrund der häufig auftretenden Stromausfälle jedoch nicht möglich. Eines Abends saß ich wieder im Dunkeln im Hotelzimmer. Ich merkte, dass nicht einmal von außen das Licht der Straßenlaternen hereinschien, da das gesamte Viertel um das Hotel vom Stromausfall betroffen war. Von solchen Verhältnissen war ich zuvor noch nie direkt betroffen gewesen, aber für ein paar Nächte würde ich damit schon zurechtkommen. Die Menschen in Burundi müssen jedoch ständig damit zurechtkommen, wenn die Stromausfälle nicht nur nachts, sondern auch tagsüber mehrere Stunden andauern und so vieles im Lebensalltag zum Erliegen kommt.

Burundi: Eine große und eine kleine Ölpalmenfrucht.

In Burundi besuchte ich mit dem Team unseres Partners die drei Grundstücke, die vor 15 Jahren von muslimehelfen erworben wurden. Nach einer 90-minütigen Autofahrt von Bujumbura aus erreichten wir den Ort Rugombo, wo sich das erste Stück Land befindet. Wir hielten neben dem im Jahr 2011 von muslimehelfen errichteten Lagerdepot für die Ernteerträge an. Es befindet sich an der Zufahrt zu einem Ölpalmenfeld. Das Lagerdepot war bereits leer, da die Ernte verkauft worden war. Am Boden des Lagers befanden sich aber hier und da noch kleine Haufen Erntereste. Ich pickte mir einige Früchte heraus, um sie mir genauer anzuschauen. Das Team unseres Partners bemerkte, was ich getan hatte, und erklärte mir, dass die Ernte in diesem Jahr nicht die beste gewesen sei und sich die Qualität der Ölpalmenfrüchte erheblich unterschied. In meiner Hand konnte ich diesen Unterschied sehen, da ich zwei unterschiedlich große Ölpalmenfrüchte aufgehoben hatte. Die größere der beiden Früchte war fast dreimal so groß wie die kleinere.

Burundi: Die Ölpalmen auf dem vor 15 Jahren erhaltenem Waqf-Land in Rugombo.

Das Team des Partners fuhr mit seiner Erklärung fort: Vor 15 Jahren hatte man auf dem Waqf-Land Ölpalmen gepflanzt. Der Erlös aus dem Verkauf der Ernteerträge hatte nicht nur ausgereicht, um einen Teil der Lehrergehälter der Muslim Helfen School zu finanzieren, sondern auch den Kauf eines Schulbusses und den Erwerb eines zweiten Feldes für die Anpflanzung weiterer Ölpalmen ermöglicht. Diese zusätzlichen Informationen über den Schulbus und das zweite erworbene Feld hatte ich in unseren Projektunterlagen so nicht vorgefunden. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass es sich beim Ölpalmenfeld am Lagerdepot, um das vor 15 Jahren erhaltene Waqf-Land handelte. Tatsächlich handelt es sich jedoch um das zweite erworbene Ölpalmenfeld unseres Partners. Nach der Besichtigung des Lagerdepots gingen wir noch etwa 200 Meter durch das schattige Ölpalmenfeld weiter, vorbei an einem brachliegenden Feld, zu dem Ölpalmenfeld, dem ersten Stück Waqf-Land, das muslimehelfen damals an unseren Partner übergeben hatte. Erst jetzt fiel mir der Unterschied zu dem zuvor besichtigten Ölpalmenfeld beim Lagerdepot auf. Die Stämme der Ölpalmen waren dicker, aber kürzer, und der Boden um die Palmen herum war von Gräsern und weiteren Pflanzen bedeckt. Hier stammte also die größere Ölpalmenfrucht her, die die Grundlage für die Lehrergehälter, den Schulbus und das zweite Ölpalmenfeld beim Lagerdepot bildete. Diese Eindrücke und Erkenntnisse kann man nicht bei der Aktenschau der Projektunterlagen oder im E-Mail-Verkehr erlangen. Das ist nur möglich, wenn man vor Ort ist und der Partner einem die gesamte Entwicklung persönlich schildern kann.

Gemeinsam haben wir uns noch die beiden weiteren zwei Stücke Waqf-Land in der Umgebung von Rugombo angeschaut. Auch darüber könnte ich noch einiges erzählen, aber ich möchte die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Angelegenheit aus der Reise nach Burundi lenken. In Burundi habe ich mehrere Waisenhäuser sowie die Muslime Helfen School mit seinen neun Schulklassen, 250 Schülern, 17 Lehrkräften und weiterem Schulpersonal besucht und die dort anwesenden Begünstigten getroffen. Insgesamt entsprachen die erlebten Eindrücke und Erfahrungen den Informationen aus den Projektunterlagen. Etwas Wichtiges war den Projektunterlagen jedoch nicht zu entnehmen und ist mir erst vor Ort aufgefallen. Sowohl beim Besuch der Waisenhäuser als auch bei dem am darauffolgenden Tag erfolgten Besuch der Muslime Helfen School wurde erst am späten Nachmittag die Stromversorgung wiederhergestellt. Das bedeutete, dass während meines Besuchs bei den Waisenkindern in den Waisenhäusern und bei den Schulkindern in der Muslime Helfen School vom frühen Vormittag an bis zum späten Nachmittag kein Strom zur Verfügung stand. Das sind wirklich extrem schwere Lebensbedingungen, und ich habe großen Respekt davor, wie die Betroffenen damit umgehen.

Zuletzt möchte ich den Blick erneut auf die Eröffnung des Waisenzentrums und der heutigen „Muslime Helfen School” in Bujumbura am 19. August 2010 richten. Damals konnten alle eingeladenen Gäste und Teilnehmer der Eröffnung erst nach dem Abendgebet gemeinsam etwas essen und trinken, da der Ramadan 1431 wenige Tage zuvor begonnen hatte.

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Burundi – von Waisen, der Schule und Waqf

Zugehöriges Projekt

Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Ahmad von Denffer

Im Koran heißt es vom Menschen, wenn er vierzig Jahre erreicht hat, er sagt: Mein Herr, erteile mir, daß ich Deine Wohltat danke, mit der Du mir wohlgetan hast und meinen beiden Eltern, und daß ich Rechtschaffenes tue, das Dir wohlgefällt, und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft, ich kehre reuig um zu Dir, und ich bin einer von den friedenmachend Ergebenen (d.i. Muslimen, 46:15).

Gegründet 1985

Als Reaktion auf das Leiden, weltweit hervorgerufen durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not und sichtbar geworden durch die große Hungersnot in Ostafrika 1984, gründeten in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität nach einigen Vorarbeiten am 5. April 1985 das Hilfswerk muslimehelfen e.V. (mh). Sie legten damit den Grundstein für die erste organisierte muslimische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus. Zweierlei war dabei wesentlich und miteinander verbunden – das konkrete Helfen und der Gottesbezug.

Viel hat sich verändert

Die erste Hilfsmaßnahme war eine Medikamentensammlung für notleidende Menschen im kriegsgeplagten Afghanistan. Seither sind vier Jahrzehnte vergangen, und es hat sich viel verändert, von der Fortentwicklung der Kommunikation und Medien über die welt- und innenpolitischen Verhältnisse bis hin zum Klima. Optimisten, die eine Verbesserung erwarteten, sind enttäuscht. Selbst die erst im Jahr 2000 festgelegten „Millennium-Entwicklungsziele“ der Vereinten Nationen wurden weitgehend, wenn nicht überhaupt, verfehlt. Insbesondere die weltweite Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen sinkt nicht, sondern steigt immer mehr, allein von 2023 auf 2024 um 5 Prozent auf über 122 Millionen Menschen. Ebenso kommt es zu mehr klimabedingten Naturkatastrophen, die vor allem den ohnehin Armen ihre Lebensgrundlagen zerstören.

Während all dieser Zeit setzte muslimehelfen sich ein „für bedürftige Menschen vor allem in Notstandsgebieten, bei Krieg, Hungersnot und Naturkatastrophen sowie für anderweitig unschuldig in Not geratene Menschen…“, wie es schon von Anfang an in der Satzung hieß.

Große und kleine Katastrophen

Über die großen Katastrophen wie etwa Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürre, aber auch Kriege, die sich immer wieder ereignen, berichten die Medien und machen damit auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Betroffenen zu helfen. Doch daneben gibt es unzählige kleine Katastrophen, von denen man hierzulande nie etwas erfährt. Wenn beispielsweise in Kambodscha, wo viele Häuser aus Holz gebaut sind und nicht selten noch auf offenem Feuer gekocht wird, ein solches Haus niederbrennt, werden oft auch noch die nahebeigelegenen Häuser von den Flammen erreicht. Der Verlust und die daraus folgende Not für die Betroffenen sind ebenso schlimm wie die Nöte der Opfer von großen Katastrophen. Nur wenn man vielleicht Verbindungen in derart abgelegene Gegenden hat, wird man benachrichtigt und kann dann möglicherweise Menschen in Not Beistand leisten. muslimehelfen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder auch um Hilfe bei kleinen Katastrophen gebeten und konnte sie leisten, al-hamdu li-llah.

Vom Ehrenamt zur Professionalisierung

muslimehelfen begann seine Arbeit als ein sehr kleiner Kreis von „Ehrenamtlichen“, die alles Erforderliche von zuhause aus erledigten und die damit verbundenen Kosten trugen. Die weitere Entwicklung machte schrittweise eine Professionalisierung erforderlich. Sowohl der wachsende Umfang der Spenden als auch die Umsetzung der Hilfsprojekte waren allein von den freiwilligen Mitwirkenden nicht mehr zu bewältigen. Nach etwa fünf Jahren erfolgte erstmals die Einstellung einer unterstützenden Teilzeitkraft und 1993 infolge des Bosnienkriegs erstmals einer Vollzeitkraft. Heute hat muslimehelfen ein Büro mit drei kleinen Abteilungen, überwiegend mit Schwestern als Teilzeitbeschäftigten, die sich um die Bereiche Projekte, Spenden und Verwaltung kümmern.

Ein Gemeinschaftswerk geblieben

An die Stelle der Gründer und anfänglichen Helfer sind längst ihre Nachfolger getreten. Doch trotz mancher Veränderungen ist muslimehelfen ein Gemeinschaftswerk von Muslimen in Deutschland geblieben, das in den vergangenen 40 Jahren allein durch Allahs Hilfe und nur mit der Unterstützung der Spender seine zahlreichen Projekte verwirklichen konnte. Sie hier alle auch nur aufzuzählen, geschweige denn zu schildern, ist nicht möglich. Angefangen mit der Medikamentensammlung von 1985 waren es bald um ein halbes Dutzend im Jahr, dann zunehmend mehr, und schließlich über Hundert jährlich. Allein im vergangenen Jahrzehnt waren es nach Angabe auf der muslimehelfen-Internetseite über 1300. Insgesamt müssen es Zehntausende von Bedürftigen gewesen sein, denen die Hilfsmaßnahmen zugutekamen.

Information über Projekte

Zu Beginn informierte muslimehelfen über die Projekte durch Berichte in der Zeitschrift „Al-Islam“. Später kamen gelegentliche muslimehelfen-Infoblätter hinzu, im März 2000 die erste Ausgabe der „muslimehelfen-zeitung“, und dann mit der Internetseite „www.muslimehelfen.org“ und den „Social media“ sowie „Youtube“ Informationsmöglichkeiten, die es zur Gründungszeit von muslimehelfen noch gar nicht gab.

Arten von Projekten

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Arten von Projekten herausgebildet. Die Hilfsmaßnahmen von muslimehelfen sind teils durch den Jahresablauf oder durch besondere Umstände bedingt. Vom Jahresablauf bedingt sind die alljährlichen Ramadan-Projekte, die Kurban-Projekte, Festgeschenke für bedürftige Kinder und die Winterhilfe. Umständehalber bedingte Projekte sind Not- und Katastrophenhilfe, Flüchtlingshilfe, Waisenhilfe, Gesundheitsfürsorge und medizinische Hilfe, Behinderten- insbesondere Blindenhilfe, Bildungsförderung und Berufsausbildung sowie Existenzgründungsforderung.

Alleinstellungsmerkmale

Allen Projekten gemeinsam ist aber, daß es dabei allein um die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen geht. Dies unterscheidet muslimehelfen von vielen anderen sogenannten Nichtregierungsorganisationen, die humanitäre Hilfe oftmals mit weiteren Interessen verbinden. muslimehelfen führt Hilfsmaßnahmen durch, wo Hilfsbedürftigkeit besteht, wo die Verhältnisse vor Ort eine sinnvolle und effektive Hilfeleistung erlauben, wo die Hilfsmaßnahmen allein den Hilfsbedürftigen zugutekommen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Die Projekte erfolgen stets in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern vor Ort. Auslandsbüros und die damit verbundenen Kosten werden so vermieden. Auch längerfristig angelegte Projekte gehen in die Verantwortung der Partner über, selbst wenn muslimehelfen bei Bedarf weiter unterstützt.

Das erste Jahrzehnt

Über die ersten zehn Jahre berichtete das muslimehelfen-Infoblatt zum Ramadan 1996, nachstehend gekürzt, wie folgt:

1985 

  • Als Reaktion auf das Leiden, das Muslimen weltweit durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not widerfährt, gründen in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität das Hilfswerk muslimehelfen V. Sie legen damit den Grundstein für die erste organisierte islamische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus….

1986  

  • muslimehelfen versorgt Hungernde in Äthiopien und organisiert… mit anderen…
  • einen Medikamententransport für afghanische Flüchtlinge.
Sachspenden für Afghanistan, Februar 1986

1987

  • Auch in diesem Jahr zwingt der Krieg, den die damalige Sowjetunion nach Afghanistan getragen hat, zu umfassender Flüchtlingshilfe von Pakistan aus: Medikamente, Lebensmittel und Decken.

1988  

  • Zwei erste längerfristige Projekte… Flüchtlingshilfe von Uganda aus,
  • und finanzielle Unterstützung von Witwen und Waisen in Palästina…

1989  

  • Hungersnöte in Äthiopien und … Sudan erfordern… Unterstützung… mit Lebensmitteln und Medikamenten.
  • Nach… Erdbeben im Iran erstmals Hilfslieferungen auch in dieses Land.

1990  

  • Schwerpunkt… Hilfe für Palästina in… der Intifada … Patenschaften für Waisenkinder.

1991  

  • … Lebensmittel und Medikamente nach Albanien… In Palästina… Aufbau einer Poliklinik…
  • Hilfslieferungen in afrikanische Länder… verstärkt.
  • Nach Afghanistan… Medikamente und medizinisches Großgerät…

1992  

  • Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Gerät… verschifft… Sudan, Somalia, Uganda, Tansania und Südafrika.
  • Erstmals erreichen Hilfsgüter Bosnien.

1993  

  • muslimehelfen und Muslim Aid vereinbaren enge Zusammenarbeit…
  • Bosnienhilfe…
  • neben der Hilfe für Afghanistan, Palästina und Afrika das größte Volumen…
  • Brunnenbauprojekte in Sierra Leone… seit 1991… abgeschlossen.

1994  

  • Bosnienkrieg verlangt… größten Einsatz. In Visoko … pharmazeutische Produktion aufgebaut… großangelegte Paketaktion…
  • In Sri Lanka… Grundstück zur Ansiedlung von muslimischen Flüchtlingen… finanziert.
  • Im Sudan … Schulen, Lehrstätten und Selbsthilfeprojekt aufgebaut und ausgestattet. Muslimische Studenten in der GUS und Muslime in Kasan … finanziell und mit Medikamenten unterstützt…

1995  

  • Pakete für Bosnien… unterschiedlichen… Zielgruppen angepaßt: Hungernde, Mütter und Säuglinge…
  • In Palästina… Bau einer Poliklinik in Gaza-Stadt gefördert… mit AREA…
  • Mutter-Kind-Pflegezentrum in Kandahar…
  • Medikamente erreichen Muslime in Togo, Kuba und Albanien… In Tschetschenien… medizinische Hilfe…
Mutter-Kind Gesundheitsfürsorge Jalalabad/Afghanistan Okt. 1995

Das zweite Jahrzehnt

Im Dezember 1994 hatte der erste Tschetschenienkrieg begonnen, der Bosnienkrieg endete im Dezember 1995, und die enge Zusammenarbeit mit Muslim Aid lief nach einiger Zeit aus. Ein zusammenfassender Blick auf die Projekte im zweiten Jahrzehnt erschien in der muslimehelfen-zeitung 3/2005, nachstehend nur stark gekürzt wiedergegeben:

1996  

  • Hilfsmaßnahmen für Bosnien… Container mit Hilfsgütern kamen in Senegal an, …
  • Studenten in der ehemaligen Sowjetunion gefördert…
  • Waisenkinder im Sudan erhielten Kleidung, …
  • Klinik in Lomé (Togo) medizinische Ausstattung…
  • umfangreiche Kurban-Aktion eingeleitet und seither jährlich durchgeführt.

1997  

  • Mutter-Kind-Zentrum in Dschalalabad… zweites… in Herat (Afghanistan)…
  • Universitätskrankenhaus Lomé (Togo)… medizinische Geräte (Dialyse u.a.m.),
  • ebenso… Kinderkrankenhaus… Alexandria (Ägypten) und…
  • Krankenhaus Priština (Kosovo).
  • In… Flüchtlingslagern bei Muzaffarabad (Kaschmir/Pakistan) wurden 746 Kinder… neu eingekleidet.
  • Nochmals… Studenten in Russland unterstützt, …
  • in Tulkarem (Palästina) Waisenkinder… Die Palästina-Waisenhilfe… erweitert in „muslimehelfen Waisen“…

1998   

  • … infolge El-Nino-Trockenheit… Reisverteilung im Gebiet Zamboanga (Mindanao). In…
  • Rückkehrersiedlung der Krimtataren… Bachtschisaray (Ukraine) …
  • „Medical Point“ … in Betrieb… Auch für Kosovo… medizinische Hilfe…
  • Weitere Hilfeleistungen… in Afghanistan, Burkina Faso, Ghana, Palästina, Senegal und Uganda.

1999  

  • Kosovo… Soforthilfe sechs Tonnen Lebensmittel, Hygiene-Artikel … drei Tonnen Medikamente… zeitweilig Koordinierungsstelle in Pogradec (Albanien)…
  • 12 000 Hilfspakete an Kosovo-Flüchtlinge…
  • Erdbebenkatastrophe… Türkei… Soforthilfe… 400 kg Medikamente und Wasserreinigungstabletten… anschließend mehrfach Lebensmittel und Zelte, … dann vor allem Wohncontainer…
  • Hilfe für Tschetschenienflüchtlinge in Georgien… fortgesetzt…
Hygieneartikel in Kosovo, 1999
Wohncontainer nach Erdbeben in der Türkei 1999

2000  

  • Erneut… Ostafrika… Dürrekatastrophe… in Fafan (bei Dire Dawa, Äthiopien)… Mutter-Kind-Ernährungsstation…,
  • In Kenia… zehn neue Brunnen gebaut und zehn… bestehende mit Handpumpen ausgestattet…
  • in Afghanistan… Flüchtlinge… erhielten über vier Monate Lebensmittelpakete und Haushalts-Sets… in Kabul…
  • Flüchtlinge in Peschawar (Pakistan) … Steppdecken für den Winter…
Mutter-Kind Ernährungsprogram in Äthiopien 2000.

2001  

  • Tschetschenische Flüchtlinge in Georgien…
  • erneut… Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung. Medizinisches Gerät… nach Baku (Aserbaidschan)… dort zudem… Hilfsprojekt für tschetschenische Mütter und Waisen…, auch in den Folgejahren…
  • Reisverteilungen in Mindanao (Philippinen)…
  • fortgesetzt… Erdbebenopfer in Gujarat (Indien)… unterstützt…
  • Auf der Krim (Ukraine)… „Medical Point“ in Bachtschisaray… zudem… dort… TBC-Vorsorgeprogramm…

2002  

  • Lebensmittelpakete, Decken… in… Nangarhar (Afghanistan) und… Kabul… Abazak-Klinik (Provinz Logar)… mit Personal und Medikamenten ausgestattet…
  • Lebensmittelhilfen sowie Erste Hilfe-Material… nach Jericho und Hebron (Palästina),
  • Lebensmittelhilfe… in zehn Dörfern bei Garut (Java, Indonesien)…
  • Versorgung von Kriegsflüchtlingen mit Reis in… North Cotabato und Davao (Mindanao, Philippinen), „Medical Mission“ auf Palawan (Philippinen)… Unterstützung eines Waisenhauses in Karabulag (Inguschetien)…

2003  

  • „40 Brunnen“-Projekt für Ostafrika…
  • Lebensmittelhilfen… in Sierra Leone…
  • Medikamente für … bevorstehenden Krieg… in den Irak gebracht, … Notversorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Wasser in Bagdad, Kerbela und Basra (Irak)…,
  • in Grozny (Tschetschenien) Ambulanz („Medical Point“) insbesondere für Frauen …
  • Medikamente für die El-Wafa-Klinik… sowie Unterstützung der Zentralen Blutbank in Gaza (Palästina),…
  • Lebensmittelpakete… für Rückkehrerfamilien im Gebiet Srebrenica (Bosnien) 20 Milchkühe…

2004  

  • … Hilfe für die Überlebenden des… Erdbebens in Bam (Iran)…
  • Erdbebenopfer um Al-Houceima (Marokko) erhielten Unterstützung…
  • In Afghanistan sorgte muslimehelfen für die Neueröffnung… eines Krankenhauses in… Gardez (Provinz Paktia)…
  • Puwami-Moschee-Klinik in… Slum von Nairobi (Kenia) erhielt… Medikamentenausstattung…
  • tschetschenische Flüchtlinge in Georgien Winterhilfen,…
  • groß angelegte Sammelaktion von Brillen, … für bedürftige Brillenträger in Kenia…
  • Am 26. Dezember 2004 … die ersten Nachrichten von… Flutwellenkatastrophe in Süd- und Südostasien ein. muslimehelfen… noch am selben Tag aktiv, lieferte bereits drei Tage darauf Trinkwassertanks, Wasserpumpen, Bodenmatten sowie Lebensmittel nach Marathamunai (Sri Lanka) und traf Vorbereitungen für… Notpakete in Indien und Indonesien.

Das dritte Jahrzehnt

2005  

  • Im Vordergrund… stand… das Tsunami-Katastrophengebiet…
  • im Januar im Gebiet Cochin (Kerala, Indien) Haushalts-Sets und Medikamente an Flutopfer…
  • und versorgte obdachlos gewordene Überlebende in Aceh (Indonesien) mit Lebensmitteln…
  • Seit Abschluss der akuten Nothilfephase… für 100 obdachlose Familien in Nintavur und Kuchavelli (Sri Lanka) feste Notunterkünfte…
  • ein Waisenhaus für Mädchen in Kinniya… und… eine medizinische Ambulanz. In Aceh (Indonesien)…
  • nochmals Lebensmittel… und Notinstandsetzung zerstörter Häuser… in Durung… Witwen durch ein kleines Landwirtschaftsprojekt… zu eigenem Lebenserwerb zu kommen… , ein zweites ebenfalls speziell zur Unterstützung von Witwen mit Kindern vorgesehenes Projekt ist in Sigli angelaufen. Erneut wurde die „Woche der Waisen“ durchgeführt und die Sammeldosenaktion erweitert. (Verkürzt aus muslimehelfen zeitung 3/2005)
2005 in Sri Lanka Tsunamihilfe mit Wasserpumpen
Beratung mit Tsunami-Betroffenen in Aceh, Indonesien, 2005

Mittlerweile waren die Projekte im dritten Jahrzehnt so zahlreich geworden, daß später in der muslimehelfen-zeitschrift nur noch über die verschiedenen Kategorien berichtet wurde. Unter der Überschrift „Sorgen nehmen, Hoffnung geben“ war zu lesen: Seit 30 Jahren leistet muslimehelfen humanitäre Hilfe. Immer bemüht durch die Hilfsprojekte in die Zukunft der Begünstigten zu investieren. Natürlich sind kurzfristige Hilfen wie im Ramadan oder zu Kurban wichtig. Noch wichtiger ist die Nachhaltigkeit der Projekte, das bedeutet eine langandauernde Wirkung der Spenden. Schon jetzt laufen Projekte erfolgreich, die vor vielen Jahren begonnen wurden. Diese entwickeln sich so gut, dass sie den Bedürftigen langfristig nutzen.

Bildung

Die Bildungsprojekte von muslimehelfen dienen besonders den Kindern, aber auch jungen Erwachsenen. Oft fehlt ihnen Zugang zu Bildung. Erst Ende 2014 hat zum Beispiel das Dorf Vranjt Gujras in Albanien seine erste Grundschule errichten können. Gani H. lebt in dem Dorf und sagt dazu: „Wenn eine Schule gebaut wird, ist das nicht nur für einen Moment gut, das ist wichtig für die Zukunft.“

Nahrung und Landwirtschaft

Hierbei geht es um die Verteilung von Lebensmitteln. Neben dieser kurzzeitigen Hilfe wird auch nachhaltig geholfen. Wie 2014 in Uganda, wo 80% der Einwohner von der Landwirtschaft leben. Den Bedürftigsten im Bezirk Mpogo wurden 10kg Saatgut und 3 Hacken ausgegeben. Bauer Mukite A. aus Kadua, Sironko fasst zusammen: „Das wird unsere landwirtschaftliche Arbeit vereinfachen. Wir haben Hacken und Saatgut erhalten und das hat unseren Lebensstandard verbessert.“

Uganda 2014

Medizin & Gesundheit

Kranken und Verletzten, die sich keinen Arztbesuch leisten können, wird geholfen. Auch Krankenhäuser und mobile Kliniken werden ausgerüstet, um Hilfe langfristig gewährleisten zu können. Das Tawfiq Hospital in Kenia ist eines davon. Es hat drei Inkubatoren erhalten. Frühgeborene, wie der 1200 g leichte Ali, konnten mit den Geräten behandelt werden. Seine Mutter Rukia sagt: „Ich bin Euch so dankbar, dass ihr dem Tawfiq Hospital die Geräte gespendet habt.“

Selbsthilfe

Hilfsbedürftigen soll die Möglichkeit gegeben werden aus eigener Kraft und auf erlaubte Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Berufsbildungszentrum in Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür. Jugendliche erhalten hier eine Ausbildung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. So sieht das auch Herr Ayoub, der Projektmanager: „Dieses Projekt bietet eine Lösung.“

Frauenhilfe

Diese Projekte fördern ausschließlich alleinstehende und alleinerziehende Frauen. Sie sollen sich und ihre Familien langfristig selbst versorgen. Das funktioniert bei der Frauen-Kooperative aus Ruanda schon gut. Die Endprodukte, die sie mit den gespendeten Maismühlen herstellen, verkaufen sie und erwirtschaften so ihren Lebensunterhalt. Erst kürzlich wurde das Projekt durch den Bau eines neuen Maismehllagers erweitert. „Es ist so eine Freude,“ sagt die 43-jährige Murekezi T., Mitglied der Nyagatare Vision Cooperative, „Möge Allah euch belohnen.“

Ruanda 2014

Existenzgründung

In Kambodscha haben 150 Familien zwischen Mai 2014 und Mai 2015 einen Mikrokredit erhalten. Natürlich zinslos. Einzelhändler wie die Schneiderin Kei A. aus Phnom Penh konnten so ihre Geschäfte festigen und erweitern. „Ich habe mich so über den Mikrokredit gefreut, weil er ohne Zinsen ist und ich ihn Schritt für Schritt zurückzahlen kann“, berichtet sie.

Waisenhilfe

Waisen erhalten neben den anderen Projekten noch eine zusätzliche Hilfe. Dazu gehören Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung. Ihre selbst bedürftigen Verwandten sind für jede Hilfe dankbar. So wie Yasmeen, die Tante des Waisenjungen Musharaf aus Indien: „Einige meiner Lasten haben sich durch diese Ausbildungshilfe von muslimehelfen verringert. Jetzt habe ich Hoffnung, dass er eine gute Ausbildung haben wird und sein Traum, Arzt zu werden, sich erfüllen wird“.

Not- & Katastrophenhilfe

Durch einen eigenen Notfallfonds kann muslimehelfen bei Katastrophen und Notständen unmittelbar und gezielt Hilfe leisten. So konnten nach der schweren Flut in Kaschmir dort zügig neue Unterkünfte gebaut werden. Witwen, wie der 62-jährigen Jana Begum, wurde geholfen: „Mein Haus wurde zerstört. Ich hatte keinen Ort zum Leben. Durch die Gnade Gottes haben mir einige gute Leute ein Häuschen gebaut. Sie werden dafür belohnt.“ Inschallah.

Winterhilfe

In schwerzugänglichen Gebieten wird armen Gemeinden zum Jahreswechsel geholfen, wie dem Kindergarten in Rozaje, einer Stadt in Montenegro.

Die 52 Kleinkinder dort haben seit 2014 eine Heizung. Eltern wie Mersiha G. sind nun beruhigt: „Als Mutter bin ich besonders für die Heizung dankbar, weil ich mich jetzt nicht mehr sorgen muss, dass mein Kind sich dort erkältet.“ (muslimehelfen 3. Ausgabe 2015)

Diese Darstellung übergeht leider viele für muslimehelfen wichtige Projekte aus dem dritten Jahrzehnt, auf die einzugehen hier indes auch hier der Platz fehlt. Nur als Beispiele seien erwähnt Projekt Olivenbaum Gaza 2007-2009, Erdbebennothilfe Pakistan 2007-2009, Zweites Waisenhaus Bau Sri Lanka 2007/8, Waisenschule Bau Burundi 2009/10, Waisenschule Bau Garut/Indonesien 2010/11, Blindenzentrum Togo 2010, Klinik Bau Haiti 2012, Berufsbildungszentrum Bau Ruanda 2012, Blindenzentrum Bau Togo 2013.

Montenegro Winterhilfe 2014

Das vierte Jahrzehnt

Von mancherlei Widrigkeiten abgesehen, die nicht allein muslimehelfen betrafen, brachte das vierte Jahrzehnt (2015-2024) der Arbeit von muslimehelfen, zwei besondere Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren. Einerseits machten personelle Veränderungen die Einarbeitung jüngerer Mitarbeiter, im Übrigen meist Schwestern, notwendig. Andererseits verursachten die coronabedingten Einschränkungen 2020-2023 veränderte Arbeitsweisen, vermehrten den Bedarf an Hilfsmaßnahmen aber erschwerten zugleich deren Umsetzung vor Ort und schränkten auch den persönlichen Kontakt mit den Partnern ein.

Zudem konnte muslimehelfen sich als freies, von Regierungen, Parteien und anderen Interessen unabhängiges muslimisches Hilfswerk wie schon in der Vergangenheit nicht überall betätigen, wo es notwendig und wünschenswert war. Dennoch gelang es mit Allahs Hilfe neben den üblichen Ramadan-, Kurban- und Winterhilfeprojekten weiterhin zahlreiche Hilfsmaßnahmen umzusetzen, darunter 2015 für Flüchtlinge aus Syrien in Serbien, Bosnien und im Libanon sowie für Flüchtlinge von der Krim in der Ukraine, Berufsvorbereitungszentrum Bau Indien 2016-2019, seit 2017 Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch, Indien und Nepal, Erweiterung der Waisenschule Burundi 2017, Krankenhauserweiterung Malindi/Kenia 2018, Waisenhilfen u.a. in Burundi, Indien, Simbabwe 2019, Betrieb des Blindenzentrums in Kadambara/Togo, zahlreiche Corona-Nothilfen in Ländern Afrikas und Asiens 2020-2021, Kleinbauernhilfe in Simbabwe 2023 und viele andere. Für die Begünstigten sind sie allesamt erfreulich, besonders bemerkenswert ist vielleicht eines der Solarprojekte 2024:

Auf den Flachdächern der beiden von muslimehelfen 2005 und 2008 erbauten Waisenhäuser in Kinniya/Sri Lanka wurden 2024 Solarmodule installiert. Die Anlagen versorgen nun die Waisenhäuser mit ihrem eigenen Elektrizitätsbedarf, und überschüssiger Strom kann in das öffentliche Netz gehen. Die Einsparungen einerseits und Einnahmen andererseits erleichtern inschallah den Betrieb beider Waisenhäuser, ein schönes Beispiel für „sadaqa dscharija“ –  eine fortwährende gute Tat.

Anlaß zur Erinnerung

Nun ist muslimehelfen also 40 Jahre geworden, ein Anlaß, daran zu erinnern, wie wir vor 40 Jahren mit dieser Arbeit begonnen haben und wo wir heute mit Gottes Hilfe sind. Anders als der Mensch hat muslimehelfen keine Eltern. Dennoch dürfen und wollen wir Allah danken und allen, die mitgeholfen haben, muslimehelfen das sein zu lassen, was es ist, den Spendern, Helfern, Partnern, Mitarbeitern und Mitgliedern, und Allah bitten, unsere Mängel und Fehler zu vergeben und weiterhin zu Allahs Wohlgefallen und zum Nutzen für die hilfsbedürftigen Menschen als Muslime Rechtschaffenes tun zu dürfen.

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Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Zugehöriges Projekt

Waisenhilfe mit Weitblick

Die Zahl der Waisen weltweit steigt aufgrund von Kriegen, Naturkatastrophen und wirtschaftlichen Krisen dramatisch. Für viele Kinder bedeutet dies Schutzlosigkeit, kein Zugang zu Bildung, keine Perspektive. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Kinder nicht allein gelassen werden. Unsere Waisenhilfe kommt daher nicht nur durch direkte Unterstützung den Waisen selbst zugute, sondern hilft ihnen auch indirekt durch die Förderung der Menschen, die sich tagtäglich für ihr Wohlergehen einsetzen.

Die Heldinnen und Helden des Alltags hinter den Waisen

Hinter jedem erfolgreichen Waisenprojekt steht ein Netzwerk engagierter Menschen. So finanzieren wir beispielsweise in verschiedenen Projekten die Gehälter von Lehrerinnen und Lehrern, die den Waisen regelmäßig Bildung und Halt geben. Wir unterstützen auch weiteres Personal, das sich mit großem Einsatz für eine bessere Zukunft der Waisen aufopfert. Zum Beispiel medizinisches Personal, Köche und Betreuer. Denn Waisenhilfe bedeutet für uns nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern sich mit einem ganzheitlichen Ansatz, um die Waisen zu kümmern und somit die Lebensumstände der Kinder nachhaltig zu verbessern.

Diese Bemühungen stiften Hoffnung und dass alles dank Deiner Spende.

5 Wege, wie Du Waisen unterstützen kannst

Neben regelmäßigen finanziellen Spenden kannst Du auch auf anderen Wegen ein Teil dieser Mission werden. Fünf Möglichkeiten für Deine Waisenhilfe möchten wir Dir kurz erläutern:

1. Spendenaktionen starten
Gemeinsam mit Freunden oder im Verein kannst Du Aktionen auf die Beine stellen. Von einem Benefiz-Kuchenverkauf bis zu einem Sportturnier ist vieles denkbar. Jeder Beitrag zählt.

2. Dua sprechen
Nie zu unterschätzen: Aufrichtige Bittgebete für die Waisen, ihre Familien und die Helfenden. Dies ist das Mindeste, was wir tun können.

3. Weiterverbreiten
Erzähle in Deinem Umfeld von unseren Waisenprojekten oder teile Beiträge von muslimehelfen auf Social Media. So erreichen wir mehr Menschen, die helfen möchten.

4. Engagement im Team
Auf der Arbeit, in der Schulklasse oder als Verein könnt ihr gerne monatlich Spenden für Waisen organisieren und gebündelt an uns weiterleiten. Zusammen wirkt es stärker.

5. Zeit schenken
Auch mit Deiner Zeit kannst Du helfen. Zum Beispiel bei Veranstaltungen oder mit einem ehrenamtlichen Blog-Beitrag. Jede Stunde ist wertvoll.

Gemeinsam für Waisen

Ob als Familie, im Freundeskreis oder als Verein. Die Waisenhilfe ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Mit Deinem Engagement, in welcher Form auch immer, schenkst Du Kindern nicht nur Hoffnung, sondern echte Zukunftsperspektiven.

Lass uns den Blick weiten, Verantwortung teilen und die Waisenhilfe als festen Teil unseren Alltags integrieren.

Waisenhilfe mit Weitblick

Zugehöriges Projekt

Die Woche der Waisen endet, aber Dein Einsatz wirkt weiter!

Die diesjährige Woche der Waisen geht zu Ende, und wir möchten uns von Herzen für Deine Unterstützung bedanken.

Um Dir zu zeigen, wie nachhaltig Dein Engagement wirkt, möchten wir Dir unser Projekt zur Erwerbshilfe für Witwen in Indonesien vorstellen. Viele dieser Frauen sind alleinerziehend und Hauptversorgerinnen ihrer Kinder. Im nachfolgenden Video bekommst Du einen Einblick davon, wie wir 150 Witwen durch gezielte Hilfen befähigt haben, ein eigenes Einkommen zu erzielen – und wie entscheidend Deine Unterstützung zum Beispiel für die Witwe Rajibayani aus Aceh war.

Du siehst, dass Deine Hilfe Leben verändern kann und Frauen darin unterstützt, nicht nur ihre wirtschaftliche Lage zu stabilisieren, sondern auch den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und eine bessere Zukunft für ihre Kinder zu schaffen.

Eine weitere der begünstigten Witwen ist Dahniar. Sie berichtet mit tiefem Dank über ihre Erfahrungen und sagt:

„Alhamdulillah, ich bin Allah so dankbar, dass ich als eine der Begünstigten für die Werkzeuge ausgewählt wurde. Vor allem der Gasherd bedeutet mir viel – ich wollte schon lange einen, aber konnte ihn mir nicht leisten. Nun, durch Eure Hände, habe ich endlich die Möglichkeit, mein kleines Geschäft zu erweitern. Ich bin unendlich dankbar.“

Dahniars Worte verdeutlichen, wie wertvoll diese Hilfe für sie und ihre Familie ist – eine Hilfe, die nur durch Deine Unterstützung möglich wurde.

Mit Deiner Spende für die Waisenhilfe und durch Projekte wie die Witwen-Erwerbshilfe eröffnen wir benachteiligten Familien eine Zukunftsperspektive. Ob durch eine monatliche Spende oder eine einmalige Unterstützung – jede Hilfe zählt. Auch ehrenamtliches Engagement ist eine Möglichkeit, diesen Frauen und Kindern langfristig zu helfen. So könntest Du z.B. in Deiner Gemeinde einen Benefiz-Kuchenverkauf organisieren und den Erlös spenden, um Waisen und Witwen zu unterstützen.

Vielen Dank, dass Du ein Teil von muslimehelfen bist.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für deine Großzügigkeit belohnen. Amin.

Herzliche Grüße und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Die Woche der Waisen endet, aber Dein Einsatz wirkt weiter!

Zugehöriges Projekt

Überschwemmung in Kenia

Lebensrettende Hoffnung in Kenia und Hilfe für Waisen

Heute möchten wir Dir eine Geschichte aus Kenia erzählen. Im Dezember 2023 trat dort nach einer langen Dürreperiode das verheerende Wetterphänomen El Niño auf, was zu schweren Überschwemmungen führte. Besonders betroffen war das Tana River County, wo die Fluten ganze Dörfer und landwirtschaftliche Flächen zerstörten. Viele Familien verloren ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage.

Gemeinsam konnten wir helfen

Unsere Hilfsaktion ermöglichte es uns, 30 Dörfer zu erreichen und 2.214 Familien mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Jede Familie erhielt 5 kg Maismehl, 2 kg Reis, 2 kg Bohnen, 2 Liter Öl und 1 kg Salz, um die schwersten Wochen zu überstehen. Insgesamt konnten wir damit 8.856 Menschen in dieser Krisenzeit unterstützen.

Drei der Betroffenen haben ihre Geschichten mit uns geteilt:

Ali, 60 Jahre alt und Vater von 10 Kindern, lebte mit seiner Familie in Oda. Vor den Überschwemmungen hatten sie 150 Kühe und 200 Ziegen, doch die Dürre nahm ihnen über 100 Tiere. Als die Flut kam, verloren sie den Rest und mussten in ein Vertriebenenlager ziehen. Dank der Lebensmittelverteilung von muslimehelfen konnte seine Familie dennoch überleben. Ali ist sehr dankbar für die Hilfe und spricht ein Bittgebet für die Unterstützer.

Godhana, 67 Jahre alt, lebt seit dem Tod seiner Frau vor 33 Jahren als Witwer. Vor zwei Jahren wurde er von einem Nilpferd angegriffen und erlitt eine schwere Handverletzung, die er aufgrund seiner Armut nicht behandeln lassen konnte. Wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen zeigt er sich umso dankbarer für die erhaltene Hilfe. Die Lebensmittel teilt er mit seinen Nachbarn, die es zubereiten, damit sie die Mahlzeiten gemeinsam essen können.

Habiba, 84 Jahre alt, lebt seit zwei Wochen gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester in einem Vertriebenenlager, nachdem sie durch die Überschwemmungen ihr Zuhause verloren haben. Sie sind beide verwitwet. Da Habibas Kinder weit entfernt leben, muss sie sich oft selbst versorgen. Dies war das erste Mal, dass sie Lebensmittel in dem Camp erhielt. Sie ist daher äußerst dankbar für die Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Während wir den Menschen in Kenia durch diese schwierige Zeit helfen, denken wir auch an die vielen Waisen weltweit, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Unsere Waisenhilfe bietet diesen Kindern eine Zukunft durch Bildung und Schutz. Mehr über unsere Waisenhilfe kannst Du in den folgenden Blogbeiträgen nachlesen:

Wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Waisen aus Simbabwe wünschen Dir ein gesegnetes Fest!

Zugehöriges Projekt

Woche der Waisen 2024 beginnt: Willkommenspaket sichern solange der Vorrat reicht

Bei muslimehelfen steht die diesjährige Woche der Waisen an.

Gemeinsam wollen wir in dieser Zeit auf die Belange von Waisen in unseren Hilfsprojekten aufmerksam machen!

Im edlen Koran und in Hadith-Übersetzungen heißt es sinngemäß:

„Wetteifert miteinander in guten Taten.“

(2:148 und Sahih al-Bukhari)

Vor diesem Hintergrund bieten wir den ersten 30 Spendern, die auf diesen Aufruf hin einen regelmäßigen Betrag für unsere Waisenhilfe einrichten als besonderes Dankeschön jeweils ein persönliches Willkommenspaket mit verschiedenen muslimehelfen-Werbeartikeln! Du kannst dafür beispielsweise ein monatliches, vierteljährliches, halbjährliches oder jährliches Intervall auswählen. Zur Orientierung bei der Spendenhöhe haben wir folgende Spendenbeispiele ausgerechnet:

Du möchtest noch mehr über unsere Waisenhilfe erfahren? Dann können wir Dir wahlweise einen Blick auf unsere Website oder in die digitale Waisen-Ausgabe unserer Spenderzeitschrift empfehlen, die Du hier kostenlos als PDF runterladen kannst:

Vielen Dank für Deinen Einsatz zum Wohle der Waisen

und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Woche der Waisen 2024 beginnt: Willkommens-Paket sichern solange der Vorrat reicht​

Zugehöriges Projekt

Solaranlage Waisenhäuser Sri Lanka muslimehelfen

Zwei Waisenhäuser, zwei Solaranlagen, stetiger Segen

In Sri Lanka unterstützt muslimehelfen zwei Waisenhäuser. Eins für Jungs und eins für Mädchen. In beiden Waisenhäusern konnten dank Spenden Solaranlagen installiert werden. Die erste Anlage verfügt über 10 kW Leistung und die zweite über 20 kW, da ein großzügiger lokaler Spender die Kosten für ein Upgrade übernommen hat. Insgesamt profitieren 38 Kinder direkt von diesem nachhaltigen Projekt, das einen Gesamtwert von 15.192,00 € hat.

Einnahmen durch überschüssigen Strom

Die Einsparungen bei den Stromkosten ermöglichen es den Waisenhäusern, die Mittel in die Bildung und Betreuung der Kinder zu investieren. Gleichzeitig generieren sie durch die Einspeisung von überschüssigem Strom in das nationale Netz zusätzliche Einnahmen. So helfen die Solaranlagen den Waisenhäusern, unabhängiger und zukunftssicherer zu werden.

Dankesworte aus dem Waisenhaus für Mädchen

Safana, die seit sechs Jahren im Mädchen-Waisenhaus arbeitet, bestätigt: „Der Stromverbrauch ist hoch, was zu teuren Stromrechnungen führt. Ich danke muslimehelfen für diese Solaranlage zur alternativen Stromversorgung.“

Auch die Jugendlichen profitieren direkt von den Anlagen. Rikkasa, eine Schülerin der 12. Klasse, erzählt: „Ich bin seit vier Jahren in diesem Waisenhaus. Hier bekommen wir alhamdulillah jede Hilfe. Angesichts der hohen Stromrechnungen danken wir muslimehelfen aus tiefstem Herzen für die Bereitstellung dieser Solaranlage.“ Afra, Schülerin der 9. Klasse, fügt hinzu: „Wegen des hohen Energieverbrauchs ist die Stromrechnung recht hoch. Die Solaranlage bringt uns viel Erleichterung.“

Was ist eine Sadaqa Dscharija?

Eine Sadaqa Dscharija ist eine Form der fortlaufenden Wohltätigkeit, deren Belohnung auch nach dem Tod der spendenden Person anhält. Sie umfasst gute Taten und Investitionen, die der Gemeinschaft dauerhaft Nutzen bringen, wie zum Beispiel der Bau von Brunnen, die Errichtung von Schulen oder wie in diesem Fall der Bau von Solaranlagen. Weitere Sadaqa Dscharija-Projekte kannst Du Dir hier anschauen.
Die Belohnung für wohltätige Projekte dieser Art ist somit inschallah immerwährend.

Danke für Deinen Einsatz und wassalam.

Dein muslimehelfen-Team
Zwei Waisenhäuser, zwei Solaranlagen, stetiger Segen​

Zugehöriges Projekt

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