Die Begünstigten bedanken sich

Bald ist Ramadan. Gute Taten vorausplanen.

Ramadan rückt näher und mit muslimehelfen kannst Du diesen gesegneten Monat durchdacht organisieren und gleichzeitig Menschen unterstützen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Ein Ramadanpaket: Gutes tun, wenn es zählt

Ein Ramadanpaket schenkt Familien genau das, was sie jetzt brauchen: Grundnahrungsmittel, Entlastung im Alltag und Würde, da sie sich eigenständig aus dem Inhalt versorgen können. Der Richtwert liegt bei 55 Euro. Eine überschaubare Summe mit großer Wirkung. Wenn Du kannst, unterstütze uns heute damit Deine Hilfe rechtzeitig ankommt.

Dein Nutzen: Hier kannst Du guten Gewissens auf unsere Erfahrung vertrauen, ganz konkret helfen und Du kannst mit ruhigem Herzen in den Ramadan starten.

Verbunden bleiben über unseren WhatsApp-Kanal

Unser WhatsApp-Kanal ist ein praktischer Service für Dich. Klar, wertschätzend gegenüber Deiner kostbaren Zeit und auf das Wesentliche konzentriert.

Was Dich erwartet:

– Einblicke in unsere Projekte
– Schnelle, verlässliche Updates
– Spirituelle Impulse rund um Zakat & Sadaqa
– Kein lästiger Spam und jederzeit abmelden

Warum dabei sein?

– Gemeinsam Gutes tun
– Hilfe kommt direkt & rechtzeitig an
– Deine Unterstützung verändert Leben

Bereits 44 Follower sind dabei. Schließe Dich unseren Unterstützern an.

Die Ramadan-Ausgabe unserer Zeitschrift ist jetzt verfügbar

Unsere aktuelle muslimehelfen-Zeitschrift steht für Dich zum Download bereit. Darin findest Du Hintergründe zu unserer Ramadanhilfe, umfangreiche Einblicke in unsere Projekte und Berichte über die Wirkung Deiner Unterstützung.

Mit dem Imsakiye Creator gut organisiert

Alle Fastenzeiten immer griffbereit. Ganz individuell für Deine Stadt, dekorativ gestaltet und direkt auf Deinem Smartphone.
✓ Mit persönlichen Imsak- & Iftar-Zeiten
✓ Klar, übersichtlich, jederzeit verfügbar
✓ Ein organisierter Ramadan für andächtige Ruhe

Winterhilfe: Fasten in der Kälte ist eine doppelte Entbehrung

Während des Fastens nehmen viele Menschen Kälte stärker wahr und fühlen sich energieloser, weil die Körpertemperatur leicht absinkt.

Unsere Winterhilfe wirkt direkt:

– mit Lebensmitteln
– warmer Kleidung
– und Schutz vor Kälte

Diese Hilfe läuft weiter und ist gerade jetzt besonders dringend.

Spielerisch Ramadan erlernen für Kinder

Auf unserer Ramadan-Seite findest Du im Kinderbereich eine liebevoll gestaltete Monduhr mit 3×10 Ramadantagen und kindgerechter Erlärung. So wird Ramadan auch für die Kleinsten erlebbar.

Danke, dass Du Teil dieser Gemeinschaft bist. Möge Deine Großzügigkeit Anlass zum Segen für Dich, Deine Familie und für die Menschen sein, die wir gemeinsam erreichen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Bald Ramadan. Gute Taten vorausplanen.​

Zugehöriges Projekt

Waisen stärken und Wärme schenken

Die Woche der Waisen erinnert uns daran, dass Fürsorge mehr ist als Mitgefühl. Sie bedeutet konkretes Handeln. Wir von muslimehelfen stehen seit Jahrzehnten an der Seite von Waisenkindern weltweit. Zwei aktuelle Projekte zeigen, wie Deine Unterstützung wirkt: Zum einen durch Bildung und zum anderen durch Wärme.

Waisenhilfe: Bildung braucht Würde.
Darum unterstützen wir Waisen in Simbabwe mit Schulkleidung.

In den Städten Mt. Darwin, Bindura und Harare konnten wir 251 Waisenkinder mit  Schulkleidung ausstatten. Die Kinder sind Teil unseres langfristigen Waisenhilfeprogramms. Darin werden Schulgebühren übernommen, sie erhalten monatlich Lebensmittel und ihre Bedürfnisse werden regelmäßig geprüft. Dabei ergab sich, dass es ihnen an angemessener Schulkleidung mangelte, woraufhin die Jungs Hemden, kurze Hosen, Socken und Schuhe erhielten. Die Mädchen bekamen Blusen, Röcke oder ein Kleid sowie Socken und Schuhe.

Diese Unterstützung entlastet die Erziehungsberechtigten spürbar und ermöglicht den Kindern einen gleichberechtigten Schulbesuch.
Ganz ohne Scham oder Ausgrenzung.

Halima, 14 Jahre alt aus Mashonaland sagte dazu:

„Die neue Schuluniform hat mir ein großes Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich bin stolz, sie in der Schule zu tragen.“

Unterstütze uns dabei, weitere großartige Hilfsprojekte für Waisenkinder zu realisieren und ihre Bedürfnisse zu decken.

Winterhilfe: Wärme für Waisenfamilien

Von diesem Hilfsprojekt möchten wir Dir ebenfalls berichten. In Bosnien zählt während den kalten Wintermonaten jede Wärmequelle.

In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj haben wir daher 93 Waisenfamilien dank Spenden mit Brennholz versorgt.

Jede Familie erhielt 2 m³ vorgeschnittenes Holz zum Heizen. Viele dieser Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Staatliche Hilfen reichen nicht aus und ohne Unterstützung bleibt das Zuhause kalt.

Nezira, 53 Jahre alt aus Tuzla sagt dazu:

„[…] ich bin Mutter von zwei Töchtern, Erna und Amila. Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage schon begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Wir danken dem Spender muslimehelfenGott segne euch und eure Familien. Wir wünschen euch gute Gesundheit und senden euch viele Grüße aus Bosnien.

Ramadan rückt näher. Bist Du vorbereitet?

Ramadan steht vor der Tür. Neben dem Fasten erwartet uns auch eine Zeit des Gebens, Lernens und der Gemeinschaft.

Auf unserer Ramadan-Seite findest Du:
– die Möglichkeit Ramadanpakete für Bedürftige zu spenden
– Infos zu aktuellen Hilfsprojekten
– und kostenlose Kinder-Bastelsachen zum Download für eine liebevolle Vorbereitung

Immer informiert mit unserem WhatsApp-Kanal

Du möchtest kurze Updates statt ausführlichen E-Mails?

In unserem WhatsApp-Kanal erfährst Du regelmäßig:
– Aktuelles aus unseren Hilfsprojekten
– Projektfortschritte und Wirkungsberichte
– Spendenaufrufe zu dringenden Nothilfen

Wichtiger Hinweis zu Zuwendungsbestätigungen

Aufgrund der intensiven Projektarbeit im Ramadan versenden wir die Zuwendungsbestätigungen (ZWB) in diesem Jahr ausnahmsweise Ende März 2026.

Die hohe Auslastung im Ramadan wird absehbar dafür sorgen, dass wir Rückmeldungen und Korrekturen nicht wie gewohnt bereits im Februar bearbeiten werden können. Wir bitten um Verständnis und danken Dir für Deine Geduld. Wir melden uns bei etwaigen Anfragen bezüglich Deiner Spendenbescheinigung so schnell wie möglich bei Dir.

Möge Allah (swt) Dich reichlich für Deinen Einsatz belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Waisen stärken und Wärme schenken

Zugehöriges Projekt

Wärme geben. Zukunft sichern.

Wenn der Winter kommt, wird Not sichtbarer und Menschlichkeit umso notwendiger. In vielen Regionen entscheidet Kälte nicht über Komfort, sondern über Gesundheit, Würde und Überleben. Dank Deiner Unterstützung konnte muslimehelfen auch in der vergangenen Wintersaison konkret helfen und zugleich Zukunftsperspektiven schaffen.

❄️ Winterhilfe in Pakistan: Menschlichkeit, die schützt

Im Distrikt Peshawar wurden im Winter 2024/25 insgesamt 326 bedürftige Familien mit dringend benötigten Wintersachen versorgt. Besonderes Augenmerk lag auf Familien, deren Haushalt von alleinerziehenden Müttern geführt wird. In einem stark patriarchalisch geprägten Umfeld stehen sie vor enormen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Jede Familie erhielt ein umfassendes Winter-Paket mit Pullovern und Jacken für Kinder und Jugendliche, Schultertüchern für Frauen, Schals, Socken, Mützen sowie zwei wärmenden Steppdecken. Die Verteilung erfolgte vom 7. bis 9. Dezember 2024. Dafür wurden Spenden in Höhe von 29.700 Euro aufgewendet, wodurch 2.302 Bedürftigen – darunter 1.296 Kinder, von denen 203 Waisen sind – unterstützt werden konnten.

Imran, 14 Jahre alt aus Peshawar sagte dazu:

„Ich bin der Einzige, der meine Familie unterstützt. Mein Vater ist süchtig, meine Mutter leidet an Krebs. Ich sammle Abfälle zum Recycling. Wir leben von der Hand in den Mund. Für den Winter hatten wir nichts. Wir sind muslimehelfen dankbar, dass sie uns geholfen haben.“

Diese Worte stehen stellvertretend für viele Familien. Winterhilfe bedeutet nicht nur Kleidung. Winterhilfe bedeutet Schutz, Würde und gelebte Solidarität.

🎒 Bildung ermöglichen: Schulsachen für Kinder in Pakistan

Neben akuter Nothilfe bleibt Bildung ein zentraler Schlüssel für langfristige Veränderung. Im Distrikt Nowshera erhielten im April 2025 daher dank Spenden von muslimehelfen 400 bedürftige Grundschulkinder, darunter 71 Waisen, ein vollständiges Paket mit Schulsachen.

Obwohl der Schulbesuch kostenfrei ist, scheitert Bildung oft an versteckten Kosten für Materialien oder Transport. Jedes Kind wurde daher mit einem Schulranzen, Heften, Schreib- und Malmaterialien sowie weiterem Lernzubehör ausgestattet. Die Verteilung wurde von unserer Projektmanagerin vor Ort begleitet.

„Mein Vater ist Tagelöhner. Er ist krank und kann derzeit nicht arbeiten. Meine Mutter leidet unter starken Rückenschmerzen und Nierensteinen. Wir sind sehr arm. Wir sind muslimehelfen sehr dankbar für die Unterstützung.“, sagt Sohana, 12 Jahre alt aus Nowshera.

Dank dieser Hilfe verfügen die Kinder nun über das notwendige Werkzeug, um aktiv am Unterricht teilzunehmen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihre Zukunft selbst mitzugestalten.

🗓️ muslimehelfen-Wandkalender & Infomaterial bestellen

Unser muslimehelfen-Wandkalender begleitet Dich durch das Jahr und erinnert Tag für Tag an die Wirkung Deiner Unterstützung. Hol ihn Dir jetzt, solange der Vorrat reicht. Zusätzlich kannst Du weiteres Infomaterial  wie zum Beispiel unser aktuelles Waisenplakat oder unsere Sadaqa Dscharija-Flyer bestellen und mit anderen teilen.

Mit Deiner Spende schenkst Du nicht nur materielle Hilfe, sondern Hoffnung, Perspektive und Mitgefühl. Möge Allah Dein Engagement annehmen und reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Wärme geben. Zukunft sichern.

Zugehöriges Projekt

Deine Zakat wirkt: Winterhilfe & Nothilfe 2025

Das Jahr 2025 hat erneut gezeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen füreinander einstehen. Mit Deiner Unterstützung konnten wir Not lindern, Hoffnung schenken und Verantwortung leben, wo Hilfe dringend gebraucht wurde. Dafür sagen wir von Herzen: vielen Dank!

Zakat: Verantwortung, Reinigung und Hoffnung

Zakat ist mehr als eine Pflicht. Sie reinigt unser Vermögen, stärkt den sozialen Zusammenhalt und gibt Bedürftigen neue Perspektiven. In unserem Artikel aus der Winterausgabe der muslimehelfen-Zeitschrift beleuchten wir die spirituelle und gesellschaftliche Bedeutung der Zakat und zeigen, wie sie konkret wirkt.

Winterhilfe 2024/25: Ein Rückblick, der Mut macht

Kälte, Hunger und Unsicherheit bestimmten für viele Menschen den Winter. Dank Eurer Spenden konnten wir auch in der vergangenen Wintersaison tausende Familien mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und Heizmaterial unterstützen. Unser Rückblick zeigt eindrücklich: Deine Hilfe kommt an.

Nothilfe Indonesien: Gemeinsam nach der Flut

Am 3. März 2025 trafen schwere Überschwemmungen den Großraum Jakarta. Tausende Menschen verloren ihr Hab und Gut. Dank der Solidarität unserer Spender konnte muslimehelfen reagieren.

568 Familien in Jakarta, Tangerang und Bekasi erhielten dringend benötigte Hilfspakete. Unter den Begünstigen waren 52 Waisenkinder. Jede Familie wurde mit Grundnahrungsmitteln versorgt, um die ersten Tage nach der Katastrophe zu überstehen und den Weg zurück in den Alltag zu erleichtern. Ein Video von diesem Hilfsprojekt kannst Du nachfolgend sehen:

Danke für Deine Unterstützung im Jahr 2025

Jede Spende, jedes Vertrauen und jede Weiterempfehlung macht unsere Arbeit möglich und Du bist ein Teil dieser Hilfe. Dafür danken wir Dir aufrichtig.

Jetzt kostenfrei Infomaterial bestellen

Unser Wandkalender begleitet Dich durch das Jahr und erinnert an unsere Hilfe weltweit. Online in unserem Infobereich findest Du außerdem unsere Sadaqa-Dscharija-Broschüre und weiteres Material zum Bestellen und Weitergeben. 

Möge Allah Deine Spenden annehmen, sie vervielfachen und Dich dafür reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Deine Zakat wirkt: Winterhilfe & Nothilfe 2025​

Zugehöriges Projekt

Wärme spenden: Winterhilfe für die Ärmsten in Indien

Der Winter trifft nicht alle Menschen gleich. Während viele von uns zuhause Heizungen aufdrehen und warme Kleidung tragen können, kämpfen zahllose Familien in armen Regionen um das Nötigste: ein warmes Bett, ausreichend Kleidung und ein wenig Schutz in den kalten Nächten. Gerade in den ländlichen Gegenden Indiens bedeutet der Winter für Bedürftige nicht nur Unbehagen, sondern oft auch Krankheit, geschwächte Körper und schlaflose Nächte.

Die Winterhilfe von muslimehelfen setzt genau hier an: Wärme spenden, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Gute Taten, die unmittelbar ankommen, weil sie Menschen in einer ihrer härtesten Jahreszeiten entlasten.

Wenn Kälte zur täglichen Prüfung wird: Die Geschichte von Shaheens Familie

Shaheen lebt mit ihrem Mann und drei Kindern im Distrikt Dharwad im südindischen Bundesstaat Karnataka. Die Familie wohnt in einem kleinen gemieteten Haus, das kaum Schutz vor Wind und Kälte bietet. Die Wände sind notdürftig geflickt, der Boden ist hart und eiskalt. Die beiden Eltern verdienen ihren Lebensunterhalt durch einfache Arbeiten. Zusammen verdienen sie oft nicht mehr als 200 Rupien am Tag. Das reicht kaum für Nahrung, geschweige denn für warme Kleidung oder Decken.

Wenn der Winter über Dharwad hereinbricht, wird jede Nacht für Shaheen und ihre Kinder zu einer Prüfung. Die Familie drängt sich dicht aneinander, um etwas Wärme zu spüren. Die Kinder zittern oft vor Kälte, werden krank und wachen erschöpft auf. Shaheen versucht alles, um sie zu schützen. Sie nutzen Schichten aus alten Kleidern und improvisierte Tücher, die kaum etwas nützen.

„Wir konnten kaum schlafen. Vor allem meine Kinder litten unter der Kälte“, erzählt sie. „Jeden Morgen sah ich, wie sie froren.“

Winterhilfe, die ankommt und Leben verändert

Unterstützung notwendig war. Dank der Spenden an muslimehelfen konnten Shaheen und ihre Kinder ein Winterhilfe-Set erhalten, bestehend aus:

• einer warmen, hochwertigen Decke

• einem Pullover

• einem großen Bettlaken mit Kissenbezügen

Was für uns oft selbstverständlich wirkt, war für Shaheen ein Wendepunkt.

„Heute können wir endlich warm schlafen“, sagt sie. „Ich kann zur Arbeit gehen, ohne zu frieren – und meine Kinder können nachts durchschlafen. Diese Decke ist ein Segen. Möge Allah die Spender von muslimehelfen reich belohnen.“

Ihre Worte zeigen, wie viel Wärme spenden wirklich bedeutet: nicht nur Schutz vor der Kälte, sondern Trost, Hoffnung und neue Kraft für den Alltag.

750 Familien in Dharwad konnten versorgt werden

Die Winterhilfe in Indien wurde im Zeitraum vom 06.12.2024 bis 26.12.2024 umgesetzt. Insgesamt erhielten 750 bedürftige Familien im Distrikt Dharwad dringend benötigte Winterkleidung.

Zu den Begünstigten gehörten Familien unter der Armutsgrenze, Tagelöhnerinnen, ältere Menschen, Witwen und Waisen.

Für sie ist der Winter besonders hart – denn ohne warme Kleidung steigt das Risiko für Krankheiten erheblich. Die Winterhilfe lindert diese Not unmittelbar und nachhaltig.

Dein Beitrag zählt: Wärme schenken mit nur 30 Euro

Mit einer Spende kannst Du Kälte in Wärme verwandeln und gute Taten in die Tat umsetzen:

Mit 30 Euro versorgst Du eine bedürftige Familie in Indien mit einer Decke, einem Pullover und Bettwäsche.

Jede Spende, ob groß oder klein, hilft einem Menschen, den Winter sicherer und würdevoller zu überstehen.

Möge Allah Dich für jede gute Tat reichlich belohnen und Deine Spende zu einem Licht für Menschen machen, die gerade jetzt auf Hilfe angewiesen sind.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Wärme spenden: Winterhilfe für die Ärmsten in Indien​

Zugehöriges Projekt

Indonesien: Gesundheit beginnt mit Wissen

In den entlegenen Dörfern Linge und Penaron in Zentral-Aceh hat muslimehelfen in den vergangenen Monaten gemeinsam mit seinen Partnern einen weiteren wichtigen Schritt umgesetzt: Nach dem Bau der Wasseranlagen im Rahmen der „One Village at a Time“-Initiative lag der Fokus nun darauf, die Menschen vor Ort zu befähigen, ihre Gesundheit, Hygiene und Sauberkeit dauerhaft zu sichern.

Vom 15. Januar bis zum 15. März 2025 nahmen 150 Dorfbewohnerinnen und -bewohner an Schulungen teil, die ihnen praxisnah vermittelten, wie sie ihre Häuser hygienisch halten, Abfälle richtig entsorgen und mit sauberem Trinkwasser verantwortungsvoll umgehen können. Auch die Kinder wurden spielerisch an die Einhaltung der Körperhygiene herangeführt. Vom regelmäßigen Händewaschen bis hin zum täglichen Zähneputzen.

Ein zentrales Ziel: Unabhängigkeit statt Abhängigkeit

Die Teilnehmenden lernten außerdem, die neu errichtete Wasseranlage selbst zu warten und zu pflegen. So entsteht langfristige Selbstständigkeit, die nicht auf externe Hilfe angewiesen ist.

Lia, 43 Jahre, aus Penaron, beschreibt die Bedeutung des Projekts so:

„Alhamdulillah, wir sind sehr dankbar für dieses Training. Wir hoffen, das Gelernte in unseren Alltag mitzunehmen. Möge Allah alle Spender und alle Beteiligten segnen.“

Zum Abschluss erhielt jede Familie ein umfangreiches Gesundheits-Hygiene-Reinigungs-Kit bestehend aus 3 Zahnbürsten, 2 Tuben Zahnpasta,  4 Kernseifen, 2 Shampoos, Waschmittel, Geschirrspülmittel, 2 Packungen Kosmetiktücher  und Eimer mit einem Fassungsvermögen von 15 Litern.

Diese Ausstattung hilft, die neuen Routinen direkt umzusetzen und langfristig beizubehalten.

Langfristiger Nutzen für kommende Generationen

● Die Dorfgemeinschaft und echte Selbstständigkeit wurde gestärkt

● Nachhaltige Verhaltensänderungen durch lokal angepasste Methoden sind eingetreten

● Ein Beitrag zur Erreichung der UN-Ziele wurde geleistet: insbesondere eine Verbesserung der Gesundheitszustände, der Zugang zu sauberem Wasser und eine Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Gemeinde

Winterhilfe 2025–26: Wärme für Waisenfamilien in Bosnien

Wenn die Temperaturen in Bosnien fallen, beginnt für viele Waisenfamilien eine besonders harte Zeit. Ohne Brennholz ist der Winter kaum zu bewältigen.

Im letzten Winter wurden daher 93 Waisenfamilien in den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj unterstützt. Jede Familie erhielt 2 m³ vorgeschnittenes Brennholz. Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben und einen Elternteil verloren haben, bedeutet das mehr als nur Wärme. Es bedeutet Sicherheit.

Nezira, 53, aus Tuzla, erzählt:

„Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Gott segne Euch und Eure Familien.“

Mit 235 € finanzierst Du zum Beispiel 2 m³ Brennholz für eine Waisenfamilie in Bosnien.

Weitere spannende Beiträge

Für Dein Zuhause: Unser Wandkalender 2026

Ab sofort bestellbar solange der Vorrat reicht. Beachte, dass ein Exemplar auch als Beilage in unserer aktuellen Spenderzeitschrift enthalten ist, die derzeit im Umlauf ist.

Deine Unterstützung wirkt

Ob sauberes Wasser in Indonesien oder Wärme für Waisenfamilien in Bosnien. Mit Deiner Hilfe veränderst Du Leben nachhaltig.

Setz heute ein Zeichen und unterstütze uns.

Möge Allah (swt) Deine Großzügigkeit segnen und Dich und Deine Familie schützen.

 

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Bald Ramadan. Gute Taten vorausplanen.​

Zugehöriges Projekt

Zakat: Verantwortung, Reinigung und Hoffnung

Soufian El Khayari

Die Zakat ist bekanntlich eine der fünf Säulen des Islam und damit weit mehr als eine freiwillige Spende. Diese gottesdienstliche Verpflichtung ist ein Zeichen des Glaubens und ein deutlicher Ausdruck sozialer Verantwortung. Durch sie geben wir einen gerechten Teil unseres Vermögens an diejenigen, die es am dringendsten brauchen. Dabei vertrauen wir darauf, dass Allah (subhanahu wa ta‘ala) unsere Spenden vermehrt, unser Vermögen segnet und unsere Herzen von negativen Eigenschaften befreit.

Allah, der Allerhabene, sagt dazu im edlen Koran in sinngemäßer Übersetzung: „Nimm aus ihrem Besitz eine Spende, durch die du sie reinigst und läuterst.“ (9:103)

Diese Worte machen deutlich, dass die Zakat nicht nur ein Mittel der Umverteilung, sondern vor allem ein Akt der inneren Reinigung ist. Der Charakter wird gesäubert von Geiz, Egoismus und übermäßigem Festhalten an materiellen Gütern. Sowohl das Herz als auch das Vermögen zugleich werden bereinigt, denn wer seine Zakat entrichtet, erkennt an, dass alles, was er oder sie besitzt, ein anvertrautes Gut ist und dass ein Teil davon den Bedürftigen zusteht.

In dieser Verheißung liegt ein tiefes spirituelles Versprechen: Wer gibt, verliert nicht. Er gewinnt. Nicht nur im Diesseits, durch Barakah, Ausgleich und innere Zufriedenheit, sondern auch im Jenseits, wo jede gute Tat Gewicht hat. Zakat ist daher kein Verlustgeschäft, sondern eine Investition in das eigene Schicksal sowohl im Diesseits als auch im Jenseits und in das Wohl der Gemeinschaft.

Wie muslimehelfen Deine Zakat versteht und umsetzt

Bei muslimehelfen verstehen wir die Zakat als eine fortlaufende Aufgabe, die sich durch unsere gesamte Arbeit zieht. Ob im Winter oder im Sommer, in Zeiten akuter Not oder beim Aufbau langfristiger Perspektiven. Deine Zakat ist für uns ein Werkzeug, um Hoffnung zu schenken und gerechte Teilhabe zu ermöglichen.

Jede Zakat-Spende wird verantwortungsvoll eingesetzt. Bevor ein Projekt mit Zakatmitteln umgesetzt wird, prüfen wir sorgfältig, ob es den islamischen Kriterien entspricht. Dabei achten wir darauf, dass die Empfänger zu den berechtigten Gruppen gehören, die Allah (subhanahu wa ta‘ala) im edlen Koran in Sure at-Tauba, Vers 60 nennt.

So kannst Du sicher sein, dass Deine Zakat dort ankommt, wo sie hingehört. Als Hilfe, die ankommt – und als Segen, der bleibt.

Der Zeitpunkt für Deine Zakat

Viele Muslime entrichten ihre Zakat im Ramadan oder aus buchhalterischen oder Steuergründen zum Jahresende. Doch ihre Bedeutung reicht weit über diesen Zeitpunkt hinaus, denn die Zakat ist eine ganzjährige Verpflichtung, deren Wirkung keine Saison kennt.

Bei muslimehelfen stellen wir sicher, dass Deine Zakat jederzeit dort eingesetzt werden kann, wo gerade Not herrscht. So bleibt Deine Hilfe dynamisch und flexibel. Wenn Du Deine Zakat berechnen möchtest, unterstützt Dich www.zakat-rechner.de, damit Du Deine Pflicht mit Klarheit und gutem Gewissen erfüllen kannst.

Ein Akt der Barmherzigkeit und Verbundenheit

Zakat ist mehr als ein finanzieller Beitrag. Sie ist gelebte Barmherzigkeit, ein Ausdruck des Mitgefühls und der Solidarität. Sie erinnert uns daran, dass unser Wohlstand nicht allein uns gehört, sondern auch eine Verantwortung in sich trägt.

Die Zakat stärkt somit das Band zwischen den Menschen: zwischen Reich und Arm, Spendern und Begünstigten, zwischen den Generationen und über Länder und Kontinente hinweg. Sie verwandelt materielle Mittel in eine spirituelle Brücke. Eine Brücke der Anteilnahme, der Nächstenliebe und der Hoffnung.

Möge Allah, der Barmherzige, Deine Zakat annehmen, sie vermehren und sie zu einem Licht machen. Für Dich, für Deine Familie und für jene, denen Du damit neue Hoffnung schenkst.

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Zakat: Verantwortung, Reinigung und Hoffnung

Zugehöriges Projekt

Berichte und Erfahrungen aus den Projektreisen – Malawi und Kenia

Jusuf v.Denffer
Malawi: Wärmende Decken für die Begünstigten, 2025.

In diesem Jahr, 2025, hat alhamdulillah das Reisen zu den Partnern und den Begünstigten der Projekte von muslimehelfen im Ausland wieder begonnen. Darauf bin ich bereits in unserer letzten Ausgabe bei den Schilderungen zu den Dörfern Linge und Penaron in Aceh, Indonesien, eingegangen. Neben Indonesien hat die Projektabteilung von muslimehelfen aber auch Reisen nach Bosnien, Pakistan, Südafrika, Malawi, Simbabwe, Kenia und Tansania unternommen. Ziel der Reisen war es, sich vor Ort ein eigenes Bild von den Lebensumständen der Begünstigten und den Bedingungen für die Projektumsetzungen zu machen. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Reisen nach Bosnien und Pakistan von unserer Projektmanagerin Schwester Kashfa Butt durchgeführt wurden (auf S. 12-14) und ich die übrigen Reisen zu den afrikanischen Ländern getätigt habe. Die Reisen und Schilderungen darüber könnten allein bereits eine gesamte Ausgabe füllen. Doch ich möchte den Blick wesentlich auf zwei Länder und bestimmte Projektumsetzungen dort lenken: Malawi und Kenia.

Malawi wurde gemeinsam mit den Ländern Südafrika und Simbabwe im Monat Juli von mir besucht, als auf der Südhalbkugel Winter war. Anders als in unserem europäischen Winter mit Schnee, Eisregen und Minusgraden hat man es in den drei Ländern des südlichen Afrikas mit anderen Herausforderungen zu tun. Die Monate Juli und August sind in diesem Sinne die kältesten Monate des Jahres, da es zwar tagsüber bei Sonnenschein 20 Grad erreichen kann, die Temperaturen nach Sonnenuntergang jedoch beständig unter 10 Grad sinken. Die Tage sind im Winter wie bei uns von einer kurzen Tageslichtdauer geprägt und die niedrigen Temperaturen halten meistens länger als zwölf Stunden an. Zudem besitzen viele Menschen keine beheizte Unterkunft und werden bei den anhaltend niedrigen Temperaturen schnell krank. Einen Arztbesuch und die Einnahme von Medikamenten können sich nicht alle Betroffenen leisten, sodass sie krank bleiben und das führt leider oft zu Todesfällen.

Seit einigen Jahren setzt muslimehelfen in diesen drei Ländern Winterhilfe-Projekte mit seinen Partnern um (auf S. 5), bei denen wärmende Decken und teilweise auch wärmende Kleidungsstücke an Bedürftige verteilt werden. So bleibt den Betroffenen zumindest während der langanhaltenden kalten Tagesabschnitte die Wärme erhalten und sie können Erkrankungen vermeiden. In Malawi, Südafrika und Simbabwe konnte ich im Juli dieses Jahres bei den Verteilungen der wärmenden Decken vor Ort anwesend sein und mir so einen direkten Eindruck von den Lebensbedingungen der Begünstigten verschaffen.

Neben der Verteilung von Decken durch die Winterhilfe war Malawi auch deswegen interessant, weil muslimehelfen dort in den letzten fünf Jahren gemeinsam mit seinem Partner das Projekt zur Kleinbauernhilfe umgesetzt hat. Abgesehen von kleinen Unterschieden bestand das Projekt darin, die zu unterstützenden Kleinbauern mit Saatgut und Dünger zu versorgen, damit sie Mais für sich und ihre Familien anbauen und von den Ernteerträgen leben können. Der Mais ist ein Grundnahrungsmittel in Malawi, aber seit Jahren herrscht dort eine anhaltende Dürre, die die übliche Bewirtschaftung der Maisfelder sehr erschwert bis unmöglich macht. Die schwierige wirtschaftliche Lage des Landes und eine hohe Inflationsrate verhindern zusätzlich, dass sich die Kleinbauern den Kauf von Saatgut und Dünger überhaupt leisten können. Angesichts dieser Schwierigkeiten war die Kleinbauernhilfe von muslimehelfen in den letzten Jahren eine der wenigen Möglichkeiten, eine ausreichende Maisernte zu gewährleisten.

Malawi: Dünger und Saatgut für die Kleinbauern und ihre Familien, 2024.

Im Dezember 2024 konnten 85 Kleinbauernfamilien im Distrikt Kasungu in Malawi mit je 5 kg Maissamen sowie je 50 kg NPK- und UREA-Dünger unterstützt werden. Dadurch war es ihnen möglich, ihren Lebensunterhalt durch den Maisanbau und die anschließende Ernte zu sichern. Wenn man dann die Worte der 33-jährigen Dorothy liest: „Vielen Dank, dass ihr mir Samen und Dünger gegeben habt. Möge Allah Euch leiten und Euch das Beste in diesem und im nächsten Leben gewähren.“, spürt man ihre tiefe Dankbarkeit und weiß zugleich, dass die Kleinbauern in Malawi auf diese Unterstützung wirklich angewiesen sind. 

Ich wollte die Reise nach Malawi nutzen, um die Kleinbauern zu treffen und einen Einblick zu erhalten, wie die letzte Maisernte für sie ausgefallen war. Am 3. Juli 2025 kam ich gemeinsam mit unserem Partner aus Malawi nach einer 90-minütigen Autofahrt um 9:02 Uhr im Dorf Santhe im Distrikt Kasungu an. Dort waren im Dezember 2024 Saatgut und Dünger an die Kleinbauern verteilt worden und wir wurden bereits von den Dorfbewohnern erwartet. Der Dorfälteste Jackson hieß uns im Namen des Dorfes herzlich willkommen. Nach einem Austausch über die Verteilung im vergangenen Dezember bedankten sich die begünstigten Kleinbauern und baten zugleich darum, auch für die nächste Aussaat wieder Saatgut und Dünger zu erhalten. Anschließend begaben wir uns auf die umliegenden Felder. Wie erwartet lagen die Felder brach, da die Ernte bereits vor einigen Monaten eingefahren worden war. Trotzdem war ich etwas erstaunt über den Zustand der Felder, da sie aufgrund der Dürre sehr ausgetrocknet waren.

Nun wollte ich wissen, wie die Ernte ausgefallen war, und bat einige Kleinbauern, mir die Bestände in ihren Häusern zu zeigen. Jackson war sehr bereitwillig, mir seine Ernte zu zeigen und mir Auskunft zu geben. Bei ihm zu Hause angekommen, zeigte er mir zwei 50-kg-Säcke mit Maiskolben und zwei weitere mit geschroteten Maiskernen. Gewöhnlich erntete er vier Säcke zu je 50 kg, bevor er die Unterstützung von muslimehelfen erhielt. In diesem Jahr war es ihm möglich gewesen, zwölf Säcke Mais zu je 50 Kilogramm zu ernten. Davon hatte er bereits acht Säcke für den Lebensunterhalt seiner erwachsenen Kinder, weiterer Verwandter, für sich und seine Frau verwendet. Bis zur nächsten Ernte im Frühjahr würden die vier übrigen Säcke ausreichen, die zuvor eine ganze Jahresernte gewesen waren und zum Leben nicht ausgereicht hatten. In diesem Jahr konnte er sogar seine Verwandten unterstützen – alhamdulillah, diese Ernte war wirklich gut für Jackson.

Malawi: Ein brachliegendes Feld während der anhaltenden Dürre in Santhe.
Malawi: Maiskolben aus der Ernte.

Bei einem weiteren Kleinbauern konnte ich Ähnliches beobachten. Zuvor, so teilte er mir mit, war er ohne die Unterstützung von muslimehelfen in der Lage gewesen, 20 Säcke zu je 50 kg Mais zu ernten. Das reichte für ihn und seine Familie aber kaum zum Leben aus. In diesem Jahr konnte er 60 Säcke Mais zu je 50 kg ernten – maschallah diese Ernte war wirklich reichlich. Bei meinem kurzen Besuch in Santhe konnte ich nicht alle begünstigten Kleinbauern besuchen. Die stichprobenartige Durchsicht der Ernteerträge lieferte mir jedoch Zahlen, die wir in der Projektabteilung von muslimehelfen zuvor nicht hatten, und gewährte uns einen zusätzlichen Einblick, wie wirkungsvoll und hilfreich die Kleinbauernhilfe von´muslimehelfen in Malawi doch gewesen ist.

Malawi: Maiskerne aus der Ernte.

Im August dieses Jahres besuchte ich unseren Partner in der kenianischen Küstenstadt Malindi, um über die Projektumsetzungen und die Situation der Begünstigten vor Ort zu erfahren. Die Zusammenarbeit mit unserem Partner in Kenia besteht seit dem Jahr 2000 und 25 Jahre Unterstützung der Bedürftigen in Kenia sind, maschallah und alhamdulillah, eine beachtliche Zeit! Wie bereits in den vergangenen Ausgaben geschildert, ist das Tawfiq Hospital in Malindi für muslimehelfen ein langfristiges Projekt. Während meines Besuchs in Malindi hatte ich die Gelegenheit, das Tawfiq Hospital zu besichtigen. Ich war wirklich vom Ausmaß der vorhandenen medizinischen Versorgungsmöglichkeiten beeindruckt.

Kenia: Außenansicht auf das Tawfiq Hospital in Malindi.
Kenia: Im Behandlungsraum für die Chemotherapie im Tawfiq Hospital in Malindi.

In mehreren miteinander verbundenen, vierstöckigen Gebäuden sind neben der Anmeldung und einer eigenen Hausapotheke zahlreiche unterschiedliche Kliniken und Stationen untergebracht. So befinden sich eine Zahnklinik, eine Augenklinik, eine chirurgische Abteilung, eine allgemeine Arztpraxis, eine gynäkologische Abteilung, eine Entbindungs- und Neugeborenenstation, eine MutterKind-Station, eine Krebsstation, eine Dialysestation, eine Physiotherapieabteilung, eine Röntgenabteilung, mehrere Operationssäle sowie eine Notaufnahme mit einem Krankenwagen auf dem Gelände des Tawfiq Hospitals. In vielen dieser Bereiche hat muslimehelfen in den letzten Jahren zahlreiche medizinische Geräte, Instrumente, Zubehör und den Krankenwagen wie auch die Einrichtung von Kliniken und Stationen finanziert und somit wesentlich zur medizinischen Versorgung in Malindi und Umgebung beigetragen.

Daneben hat in den letzten fünf Jahren die Bedeutung der Hungerhilfe bei den Projekten in Kenia zugenommen. Die Begünstigten erhalten Lebensmittelpakete, da sie aufgrund von Naturkatastrophen wie Überflutungen und anhaltender Dürren ihre Dörfer verlassen mussten und sich als Viehzüchter und Bauern nicht mehr selbst versorgen können. Bei den Begünstigten handelt es sich oft um Dorfbewohner, die von der Regierung umgesiedelt wurden. Während meines Besuchs in Kenia hatte ich die Gelegenheit, einige dieser Begünstigten im Ort Minjila im Tana River Distrikt zu treffen. Unser Partner in Kenia hat dort auf Anfrage der umgesiedelten Dorfbewohner während einer Verteilung der Hilfsgüter für die Hungerhilfe zwei kleine Moscheen und zwei Brunnen errichtet. 

Am Freitag, dem 22. August, wusch ich mir in Minjila am Brunnen neben der Al Thureya Moschee die Hände. Das Team unseres kenianischen Partners hatte mich bereits vorgewarnt, dass das Wasser an diesem Brunnen salzig ist und sich zwar für die Gebetswaschung, jedoch nicht als Trinkwasser eignet. Während ich mir die Hände wusch, probierte ich etwas von dem Wasser. Tatsächlich war es sehr salzig und als Trinkwasser ungeeignet. Bevor das Freitagsgebet begann, wollte ich noch mit Bruder Mohamed sprechen. Er untersucht im Auftrag der kenianischen Regierung die Lebensbedingungen der umgesiedelten Dorfbewohner und die klimatischen Verhältnisse im Tana River Distrikt.

Zunächst bedankte er sich für die seit fünf Jahren geleistete Unterstützung von muslimehelfen bei der Hungerhilfe in den verschiedenen Regionen Kenias. Er fügte hinzu, dass für die nächsten Unterstützungsmaßnahmen von muslimehelfen bei der Hungerhilfe neben der Bereitstellung von Lebensmitteln auch die Bereitstellung von Medikamenten dringend erforderlich ist. Zwar habe die Dürre in diesem Jahr eine kleine Pause eingelegt, für die kommenden Jahre verhießen die klimatischen Prognosen jedoch nichts Gutes und man müsse mit einer sehr langen und schwerwiegenden Dürre rechnen. Mit diesen
Informationen begab ich mich zum Freitagsgebet. Im anschließenden Gespräch mit den Begünstigten waren Lebensmittel und Medikamente erneut ein Thema. 

Auch von der Noor Al Islam Moschee, der anderen Moschee in Minjila, wurden wir zu einem Gesprächsaustausch mit den Begünstigten gebeten. Ich sprach die benötigten Lebensmittel und Medikamente für die nächste Unterstützung von muslimehelfen bei der Hungerhilfe an. Einer der Begünstigten entgegnete mir freundlich: „Das Wasser am Brunnen hier können wir nicht trinken. Lebensmittel und Medikamente sind auch wichtig, aber ohne Trinkwasser können wir hier nicht lange bleiben.“ Ich bedankte mich sofort für diesen wichtigen Hinweis und gab ihm voll und ganz recht. Als Begünstigter und direkt
Betroffener wusste er am besten, was am dringendsten zu tun war und welche Unterstützung muslimehelfen leisten sollte. Zwar hatte ich vor dem Freitagsgebet das salzige Wasser probiert, allerdings war aber mir dabei noch nicht das gesamte Ausmaß der Auswirkungen für die Betroffenen vor Ort klar.

Kenia: Der Brunnen bei der Al Thureya Moschee in Minjila.

Mit diesen Eindrücken und Berichten möchte ich das Erlebte auf den Projektreisen wiedergeben und gleichzeitig aufzeigen, wie wertvoll und nützlich die gemachten Erfahrungen aus den direkten Gesprächen mit den Partnern und insbesondere mit den Begünstigten für die Vorbereitung und Umsetzung von Projekten bei muslimehelfen sind. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Reisen zu den Partnern und Begünstigten vor Ort stattfinden, bei denen solche
Gespräche und Erkenntnisse entstehen. Die nächsten Reisen sind auch schon in der Planung und inschallah können mir die Begünstigten vor Ort dann wieder verdeutlichen, was für eine Hilfe sie konkret benötigen.

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Berichte und Erfahrungen aus den Projektreisen – Malawi und Kenia

Zugehöriges Projekt

Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Miriam Laiouar

Wenn die Temperaturen fallen, wird Kälte vielerorts zu einer echten Herausforderung – vor allem dort, wo Heizmöglichkeiten, warme Kleidung oder ein sicherer Unterschlupf fehlen. Dank Eurer Spenden konnte muslimehelfen während der letzten Wintersaison an 15 verschiedenen Orten, über Kontinente hinweg, helfen – mit Decken, Kleidung, Lebensmitteln und Heizmaterial.

Verteilung von Decken und Kleidung in Südasien

Bangladesch: Ein Junge kann seine Freude über das Winterpaket kaum verbergen.

Besonders in Südasien, wo die Menschen über den Großteil des Jahres Hitze gewohnt sind, macht der Winter vielen Familien zu schaffen. Kaum jemand besitzt Winterkleidung, die Häuser sind schlecht isoliert, und dicke Decken und Jacken sind Luxus.

In Bangladesch spüren das vor allem Tagelöhner, Rikscha-Fahrer und Kleinbauern. Sie arbeiten hart, doch ihr Einkommen reicht nicht aus, um für den Winter vorzusorgen. In den Distrikten Dinajpur und Lalmonirhat konnten ganze 1.430 Familien mit Decken und Schals unterstützt werden. Mit Spenden in Höhe von 21.500 Euro konnte so Wärme an eine Vielzahl bedürftiger Familien verteilt werden.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Auch in Indien konnte Hilfe geleistet werden. In Dharwad erhielten 750 besonders arme Familien je eine dicke Decke, Jacken sowie ein Bettlaken-Set. Für das Projekt standen 18.000 Euro zur Verfügung. Gousiya, eine 32-jährige Mutter von drei Kindern, erzählt, wie sehr sich ihr Leben durch die Winterhilfe verändert hat: „Wir hatten nichts, womit wir uns vor der Kälte schützen konnten. Alhamdulillah, heute haben wir von muslimehelfen ein Winterpaket bekommen. Jetzt können meine Kinder warm schlafen, ohne Sorgen. Es wäre für mich unmöglich gewesen, solche hochwertigen Wintersachen zu kaufen. Ich bete von Herzen, dass Allah die Spender reichlich segnet.”

Ihre Familie lebte bislang mit selbstgenähten Tüchern als Decken, die Kinder waren ständig krank. Erst das Winterpaket aus Decke, Jacken und Bettlaken brachte Erleichterung.

Indien: Gousiya und ihre drei Kinder freuen sich über das Winterpaket.

Nicht nur Kleidung, auch Nahrung war ein Thema: In der indischen Berglandschaft Kodaikanal arbeiten viele Tagelöhner auf Kaffee- und Pfefferplantagen. Für sie bedeutet der Winter nicht nur Kälte, sondern auch weniger Arbeit und Hunger. Um sie und ihre Familien zu entlasten, verteilten wir Decken, Schlafunterlagen und zusätzlich große Lebensmittelpakete mit 25 kg Reis, 10 kg Mehl, 4 kg Linsen, 2 Litern Speiseöl sowie Zucker, Salz, Tee und Gewürzen. Mit 29.953 Euro konnten sogar mehr Familien versorgt werden als ursprünglich geplant. Insgesamt erreichten wir 451 Familien im Ort Kodaikanal mit den ausgiebigen Winterpaketen.

In Nepal sinken die Temperaturen im Winter oft auf unter 5 °C. Besonders in den Morgen- und Nachtstunden ist ein Schutz gegen die Kälte daher lebenswichtig. In Kathmandu verteilten wir an 456 arme Familien Pullover oder Jacken, Decken und Mützen. Zu den Empfängern gehörten unter anderem Tagelöhner, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. 13.504 Euro wurden hier für Schutz und Wärme eingesetzt. Junu, eine alleinstehende Mutter aus Kathmandu, arbeitet als Straßenreinigerin, um ihre Kinder zu versorgen. Nach Erhalt unseres Winterpakets berichtete sie Folgendes: „Meine älteste Tochter ist jetzt 8 Jahre alt und geht zur Schule. Ich habe nicht einmal die Möglichkeit, ihr eine Uniform und Schreibwaren zu kaufen. Durch das Metalldach dringt Wasser ein, und es wird sehr kalt wegen des Windes. Vielen Dank, dass Sie uns mit einer warmen Decke, einer Jacke und einer Wollmütze geholfen haben. “

Pakistan: Große Winterpakete aus Decken, Kleidung, Matratzen und Kissen kommen in Dera Ghazi Khan an.

Auch in Pakistan war die Not groß. In den Distrikten Muzaffargarh, Multan, Jhang, Rajanpur und Dera Ghazi Khan erhielten 250 Familien nicht nur Decken und Kleidung für Groß und Klein, sondern auch Bodenmatratzen und Kissen. Ein weiteres Projekt in Peshawar konzentrierte sich auf von Frauen geführte Haushalte. 326 Haushalte erhielten große Winterpakete mit Kleidung und Decken. Insgesamt waren in den Paketen jeweils 3 Kinder- und Jugendpullover, 2 Kinder- und Jugendjacken, ein Schal, ein Paar Kindersocken, ein Paar Erwachsenensocken, eine Kindermütze, 2 Steppdecken und ein Schultertuch für Frauen. Für dieses Winterprojekt wurden 29.700 Euro aufgewendet.

Rohingya-Hilfe: Wärme im Exil

In Cox’s Bazar in Bangladesch befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt. Es besteht aus mehreren Camps, die zusammen ein Megacamp bilden und so groß wie eine Großstadt sind. Insgesamt beherbergt es über 900.000 Menschen, die hauptsächlich Rohingya sind – eine muslimische Minderheit, die im überwiegend buddhistischen Myanmar verfolgt und aus dem Land vertrieben wurde. Der Winter trifft sie besonders hart, da sie nur in provisorischen Hütten leben, die ihnen kaum Schutz gegen die Kälte bieten. Im letzten Winter verteilte muslimehelfen Decken und Schals an 773 Flüchtlingsfamilien. Auf Anregung der lokalen Behörden konnten wir zusätzlich 257 einheimische Familien in die Verteilung einbeziehen – auch sie litten unter den schwierigen Umständen. Insgesamt kamen hier 15.550 Euro zum Einsatz.

Indien: Voller Freude schlüpfen Rohingya-Kinder in ihre neuen Winterjacken.

Auch in den Camps von Hyderabad in Indien erhielten 910 Rohingya-Familien Winterhilfe: Decken, Jacken und Bettwäsche. Für die Menschen, die nur mit Gelegenheitsarbeit ihr Überleben sichern, bedeutet die Kälte oft Krankheit und Hunger. So berichtete Mohammad, ein 46-jähriger Familienvater, über die Erschwernisse seiner Familie in Hyderabad: „Ich arbeite als Tagelöhner, doch mein Einkommen reicht kaum, um die Grundbedürfnisse meiner Familie zu decken. Manchmal mussten meine Kinder hungrig schlafen, was sehr schwer zu ertragen war, insbesondere bei sechs Kindern. Im Winter hatten wir keine angemessene Kleidung, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In dieser schwierigen Zeit erhielt ich die Winterhilfe von muslimehelfen mit einer dicken Decke, Bettwäsche und einer Jacke. Ich bin sehr dankbar für dieses Hilfspaket, das meine Kinder nun vor der Kälte schützt. Alhamdulillah, es erleichtert uns das Leben sehr. Möge Allah Euch reichlich segnen.“

Winterhilfe im südlichen Afrika

Auch im südlichen Afrika, wo die Winter von Juni bis August dauern, während wir auf der Nordhalbkugel mitten im Sommer sind, konnten mehrere Projekte umgesetzt werden. In Malawi führten wir unsere Winterhilfe von Mitte Juni bis Mitte Juli 2024 durch. Insgesamt erhielten 575 Familien in den Distrikten Mulanje und Phalombe je eine dicke Decke. Vor allem die kalten Nächte machen den Menschen dort zu schaffen, weshalb diese einfache Hilfe eine große Erleichterung bedeutete.

In Südafrika wurden gleich zwei Hilfsaktionen durchgeführt: In den Provinzen Gauteng und Nordwest erhielten 1.000 bedürftige Familien jeweils eine Decke und ein Set aus einer Mütze, einem Paar Handschuhe und einem Schal. Die Projektkosten beliefen sich hier auf 16.484 Euro. In Johannesburg bekamen 350 Familien Decken und 350 Kinder ein eigenes Winterbekleidungspaket, bestehend aus einem Kindertrainingsanzug, einem Paar Handschuhe, einem Paar Wintersocken und einer Wintermütze. Die Kosten lagen hier bei 9.982 Euro. Maryam, eine 61-jährige Frau aus der Provinz Gauteng, bedankte sich mit folgenden Worten: „Ich bin muslimehelfen so dankbar, dass sie mir bei diesem extrem kalten Wetter eine warme Decke zur Verfügung gestellt haben. Da wir keinen Strom haben, können wir keine Heizungen benutzen. Ich bin Euch so dankbar. Möge Allah Euch reichlich belohnen.”

Simbabwe: Herzerwärmender Moment bei der Übergabe warmer Kinderkleidung.

Auch in Simbabwe sind Decken und warme Kleidung für viele Familien Luxus. Die meisten bedürftigen Familien leben von kleinen landwirtschaftlichen Tätigkeiten oder Gelegenheitsjobs und verfügen nicht über ausreichend finanzielle Mittel, um sich mit warmen Wintersachen einzudecken. Im Juli 2024 verteilten wir daher an 866 bedürftige Familien Decken und an 380 Kinder warme Trainingsanzüge, Mützen und Handschuhe. Mit 34.769 Euro halfen wir so vielen Menschen den Winter gesund zu überstehen.

Europa: Wärme in Zeiten von Krieg und Kälte

Auch in Europa gibt es Regionen, in denen die Winter für viele Menschen schwer zu überstehen sind. Besonders spürbar ist das in der Ukraine, die nach wie vor unter den Folgen des Krieges leidet. Einige Familien haben ihr Zuhause verloren und mussten in andere Landesteile fliehen. Im Winter steht für sie an erster Stelle die Frage: „Wie können wir uns warmhalten?“ In den Regionen Kiew, Charkiw und Odessa erhielten deshalb 150 geflüchtete Familien je eine warme Decke und ein elektrisches Heizgerät. Für diese Winterhilfe wurden 25.628 Euro eingesetzt.

Während die Menschen in der Ukraine vor allem durch die Folgen des Krieges leiden, sind es in Bosnien und Herzegowina die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die den Winter für viele kaum erträglich machen. Holz und Kohle sind teuer, Sozialleistungen decken die Kosten nicht ab. Vor allem arme Familien, ältere Menschen und Waisen sind betroffen. Im Kanton Tuzla erhielten deshalb 50 Familien jeweils zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Darüber hinaus gingen 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje, in dem Obdachlose und Menschen mit Behinderungen aufgenommen und versorgt werden. So konnten 440 weitere Bedürftige den Winter in Wärme überstehen. Die Projektkosten lagen bei 10.500 Euro.

Bei einem zweiten Winterprojekt in Bosnien und Herzegowina lag der Fokus auf Waisenfamilien. In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten 93 Waisenfamilien je zwei Raummeter gespaltenes Brennholz. Verwendet wurden hierfür 17.500 Euro. Eine 53-jährige Mutter von zwei Waisenkindern bringt ihre Dankbarkeit mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Assalamu alaikum lieber Spender, mein Name ist Nezira und ich bin Mutter von zwei Töchtern […]. Da ich arbeitslos bin und die kalten Tage schon begonnen haben, bedeutet uns die Brennholzspende sehr viel. Wir danken dem Spender muslimehelfen. Gott segne Euch und Eure Familien. Wir wünschen Euch gute Gesundheit und senden Euch viele Grüße aus Bosnien.”

Bosnien: Älterer Mann freut sich beim Erhalt von zwei Raummeter Brennholz.

Ein Dank von Herzen

Auch wir möchten unseren Dank an unsere Spenderinnen und Spender aussprechen: Durch Eure Spenden konnten wir während der Winterhilfe 2024–25 erneut tausenden Menschen in Asien, Afrika und Europa Wärme, Schutz und Hoffnung schenken. Jedes Projekt, jedes Paket, jede Decke – es sind Zeichen der Barmherzigkeit, die durch Euch möglich wurden. Möge Allah Euch reichlich belohnen, Eure Spenden annehmen und Euch mit Barakah erfüllen! Amin

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Ein Rückblick auf die Winterhilfe 2024-25

Zugehöriges Projekt

Vierzig Jahre muslimehelfen Projekte

Ahmad von Denffer

Im Koran heißt es vom Menschen, wenn er vierzig Jahre erreicht hat, er sagt: Mein Herr, erteile mir, daß ich Deine Wohltat danke, mit der Du mir wohlgetan hast und meinen beiden Eltern, und daß ich Rechtschaffenes tue, das Dir wohlgefällt, und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft, ich kehre reuig um zu Dir, und ich bin einer von den friedenmachend Ergebenen (d.i. Muslimen, 46:15).

Gegründet 1985

Als Reaktion auf das Leiden, weltweit hervorgerufen durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not und sichtbar geworden durch die große Hungersnot in Ostafrika 1984, gründeten in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität nach einigen Vorarbeiten am 5. April 1985 das Hilfswerk muslimehelfen e.V. (mh). Sie legten damit den Grundstein für die erste organisierte muslimische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus. Zweierlei war dabei wesentlich und miteinander verbunden – das konkrete Helfen und der Gottesbezug.

Viel hat sich verändert

Die erste Hilfsmaßnahme war eine Medikamentensammlung für notleidende Menschen im kriegsgeplagten Afghanistan. Seither sind vier Jahrzehnte vergangen, und es hat sich viel verändert, von der Fortentwicklung der Kommunikation und Medien über die welt- und innenpolitischen Verhältnisse bis hin zum Klima. Optimisten, die eine Verbesserung erwarteten, sind enttäuscht. Selbst die erst im Jahr 2000 festgelegten „Millennium-Entwicklungsziele“ der Vereinten Nationen wurden weitgehend, wenn nicht überhaupt, verfehlt. Insbesondere die weltweite Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen sinkt nicht, sondern steigt immer mehr, allein von 2023 auf 2024 um 5 Prozent auf über 122 Millionen Menschen. Ebenso kommt es zu mehr klimabedingten Naturkatastrophen, die vor allem den ohnehin Armen ihre Lebensgrundlagen zerstören.

Während all dieser Zeit setzte muslimehelfen sich ein „für bedürftige Menschen vor allem in Notstandsgebieten, bei Krieg, Hungersnot und Naturkatastrophen sowie für anderweitig unschuldig in Not geratene Menschen…“, wie es schon von Anfang an in der Satzung hieß.

Große und kleine Katastrophen

Über die großen Katastrophen wie etwa Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürre, aber auch Kriege, die sich immer wieder ereignen, berichten die Medien und machen damit auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Betroffenen zu helfen. Doch daneben gibt es unzählige kleine Katastrophen, von denen man hierzulande nie etwas erfährt. Wenn beispielsweise in Kambodscha, wo viele Häuser aus Holz gebaut sind und nicht selten noch auf offenem Feuer gekocht wird, ein solches Haus niederbrennt, werden oft auch noch die nahebeigelegenen Häuser von den Flammen erreicht. Der Verlust und die daraus folgende Not für die Betroffenen sind ebenso schlimm wie die Nöte der Opfer von großen Katastrophen. Nur wenn man vielleicht Verbindungen in derart abgelegene Gegenden hat, wird man benachrichtigt und kann dann möglicherweise Menschen in Not Beistand leisten. muslimehelfen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder auch um Hilfe bei kleinen Katastrophen gebeten und konnte sie leisten, al-hamdu li-llah.

Vom Ehrenamt zur Professionalisierung

muslimehelfen begann seine Arbeit als ein sehr kleiner Kreis von „Ehrenamtlichen“, die alles Erforderliche von zuhause aus erledigten und die damit verbundenen Kosten trugen. Die weitere Entwicklung machte schrittweise eine Professionalisierung erforderlich. Sowohl der wachsende Umfang der Spenden als auch die Umsetzung der Hilfsprojekte waren allein von den freiwilligen Mitwirkenden nicht mehr zu bewältigen. Nach etwa fünf Jahren erfolgte erstmals die Einstellung einer unterstützenden Teilzeitkraft und 1993 infolge des Bosnienkriegs erstmals einer Vollzeitkraft. Heute hat muslimehelfen ein Büro mit drei kleinen Abteilungen, überwiegend mit Schwestern als Teilzeitbeschäftigten, die sich um die Bereiche Projekte, Spenden und Verwaltung kümmern.

Ein Gemeinschaftswerk geblieben

An die Stelle der Gründer und anfänglichen Helfer sind längst ihre Nachfolger getreten. Doch trotz mancher Veränderungen ist muslimehelfen ein Gemeinschaftswerk von Muslimen in Deutschland geblieben, das in den vergangenen 40 Jahren allein durch Allahs Hilfe und nur mit der Unterstützung der Spender seine zahlreichen Projekte verwirklichen konnte. Sie hier alle auch nur aufzuzählen, geschweige denn zu schildern, ist nicht möglich. Angefangen mit der Medikamentensammlung von 1985 waren es bald um ein halbes Dutzend im Jahr, dann zunehmend mehr, und schließlich über Hundert jährlich. Allein im vergangenen Jahrzehnt waren es nach Angabe auf der muslimehelfen-Internetseite über 1300. Insgesamt müssen es Zehntausende von Bedürftigen gewesen sein, denen die Hilfsmaßnahmen zugutekamen.

Information über Projekte

Zu Beginn informierte muslimehelfen über die Projekte durch Berichte in der Zeitschrift „Al-Islam“. Später kamen gelegentliche muslimehelfen-Infoblätter hinzu, im März 2000 die erste Ausgabe der „muslimehelfen-zeitung“, und dann mit der Internetseite „www.muslimehelfen.org“ und den „Social media“ sowie „Youtube“ Informationsmöglichkeiten, die es zur Gründungszeit von muslimehelfen noch gar nicht gab.

Arten von Projekten

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Arten von Projekten herausgebildet. Die Hilfsmaßnahmen von muslimehelfen sind teils durch den Jahresablauf oder durch besondere Umstände bedingt. Vom Jahresablauf bedingt sind die alljährlichen Ramadan-Projekte, die Kurban-Projekte, Festgeschenke für bedürftige Kinder und die Winterhilfe. Umständehalber bedingte Projekte sind Not- und Katastrophenhilfe, Flüchtlingshilfe, Waisenhilfe, Gesundheitsfürsorge und medizinische Hilfe, Behinderten- insbesondere Blindenhilfe, Bildungsförderung und Berufsausbildung sowie Existenzgründungsforderung.

Alleinstellungsmerkmale

Allen Projekten gemeinsam ist aber, daß es dabei allein um die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen geht. Dies unterscheidet muslimehelfen von vielen anderen sogenannten Nichtregierungsorganisationen, die humanitäre Hilfe oftmals mit weiteren Interessen verbinden. muslimehelfen führt Hilfsmaßnahmen durch, wo Hilfsbedürftigkeit besteht, wo die Verhältnisse vor Ort eine sinnvolle und effektive Hilfeleistung erlauben, wo die Hilfsmaßnahmen allein den Hilfsbedürftigen zugutekommen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Die Projekte erfolgen stets in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern vor Ort. Auslandsbüros und die damit verbundenen Kosten werden so vermieden. Auch längerfristig angelegte Projekte gehen in die Verantwortung der Partner über, selbst wenn muslimehelfen bei Bedarf weiter unterstützt.

Das erste Jahrzehnt

Über die ersten zehn Jahre berichtete das muslimehelfen-Infoblatt zum Ramadan 1996, nachstehend gekürzt, wie folgt:

1985 

  • Als Reaktion auf das Leiden, das Muslimen weltweit durch Kriege, Naturkatastrophen und strukturelle Not widerfährt, gründen in Deutschland ansässige Muslime unterschiedlicher Nationalität das Hilfswerk muslimehelfen V. Sie legen damit den Grundstein für die erste organisierte islamische Hilfsarbeit von deutschem Boden aus….

1986  

  • muslimehelfen versorgt Hungernde in Äthiopien und organisiert… mit anderen…
  • einen Medikamententransport für afghanische Flüchtlinge.
Sachspenden für Afghanistan, Februar 1986

1987

  • Auch in diesem Jahr zwingt der Krieg, den die damalige Sowjetunion nach Afghanistan getragen hat, zu umfassender Flüchtlingshilfe von Pakistan aus: Medikamente, Lebensmittel und Decken.

1988  

  • Zwei erste längerfristige Projekte… Flüchtlingshilfe von Uganda aus,
  • und finanzielle Unterstützung von Witwen und Waisen in Palästina…

1989  

  • Hungersnöte in Äthiopien und … Sudan erfordern… Unterstützung… mit Lebensmitteln und Medikamenten.
  • Nach… Erdbeben im Iran erstmals Hilfslieferungen auch in dieses Land.

1990  

  • Schwerpunkt… Hilfe für Palästina in… der Intifada … Patenschaften für Waisenkinder.

1991  

  • … Lebensmittel und Medikamente nach Albanien… In Palästina… Aufbau einer Poliklinik…
  • Hilfslieferungen in afrikanische Länder… verstärkt.
  • Nach Afghanistan… Medikamente und medizinisches Großgerät…

1992  

  • Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Gerät… verschifft… Sudan, Somalia, Uganda, Tansania und Südafrika.
  • Erstmals erreichen Hilfsgüter Bosnien.

1993  

  • muslimehelfen und Muslim Aid vereinbaren enge Zusammenarbeit…
  • Bosnienhilfe…
  • neben der Hilfe für Afghanistan, Palästina und Afrika das größte Volumen…
  • Brunnenbauprojekte in Sierra Leone… seit 1991… abgeschlossen.

1994  

  • Bosnienkrieg verlangt… größten Einsatz. In Visoko … pharmazeutische Produktion aufgebaut… großangelegte Paketaktion…
  • In Sri Lanka… Grundstück zur Ansiedlung von muslimischen Flüchtlingen… finanziert.
  • Im Sudan … Schulen, Lehrstätten und Selbsthilfeprojekt aufgebaut und ausgestattet. Muslimische Studenten in der GUS und Muslime in Kasan … finanziell und mit Medikamenten unterstützt…

1995  

  • Pakete für Bosnien… unterschiedlichen… Zielgruppen angepaßt: Hungernde, Mütter und Säuglinge…
  • In Palästina… Bau einer Poliklinik in Gaza-Stadt gefördert… mit AREA…
  • Mutter-Kind-Pflegezentrum in Kandahar…
  • Medikamente erreichen Muslime in Togo, Kuba und Albanien… In Tschetschenien… medizinische Hilfe…
Mutter-Kind Gesundheitsfürsorge Jalalabad/Afghanistan Okt. 1995

Das zweite Jahrzehnt

Im Dezember 1994 hatte der erste Tschetschenienkrieg begonnen, der Bosnienkrieg endete im Dezember 1995, und die enge Zusammenarbeit mit Muslim Aid lief nach einiger Zeit aus. Ein zusammenfassender Blick auf die Projekte im zweiten Jahrzehnt erschien in der muslimehelfen-zeitung 3/2005, nachstehend nur stark gekürzt wiedergegeben:

1996  

  • Hilfsmaßnahmen für Bosnien… Container mit Hilfsgütern kamen in Senegal an, …
  • Studenten in der ehemaligen Sowjetunion gefördert…
  • Waisenkinder im Sudan erhielten Kleidung, …
  • Klinik in Lomé (Togo) medizinische Ausstattung…
  • umfangreiche Kurban-Aktion eingeleitet und seither jährlich durchgeführt.

1997  

  • Mutter-Kind-Zentrum in Dschalalabad… zweites… in Herat (Afghanistan)…
  • Universitätskrankenhaus Lomé (Togo)… medizinische Geräte (Dialyse u.a.m.),
  • ebenso… Kinderkrankenhaus… Alexandria (Ägypten) und…
  • Krankenhaus Priština (Kosovo).
  • In… Flüchtlingslagern bei Muzaffarabad (Kaschmir/Pakistan) wurden 746 Kinder… neu eingekleidet.
  • Nochmals… Studenten in Russland unterstützt, …
  • in Tulkarem (Palästina) Waisenkinder… Die Palästina-Waisenhilfe… erweitert in „muslimehelfen Waisen“…

1998   

  • … infolge El-Nino-Trockenheit… Reisverteilung im Gebiet Zamboanga (Mindanao). In…
  • Rückkehrersiedlung der Krimtataren… Bachtschisaray (Ukraine) …
  • „Medical Point“ … in Betrieb… Auch für Kosovo… medizinische Hilfe…
  • Weitere Hilfeleistungen… in Afghanistan, Burkina Faso, Ghana, Palästina, Senegal und Uganda.

1999  

  • Kosovo… Soforthilfe sechs Tonnen Lebensmittel, Hygiene-Artikel … drei Tonnen Medikamente… zeitweilig Koordinierungsstelle in Pogradec (Albanien)…
  • 12 000 Hilfspakete an Kosovo-Flüchtlinge…
  • Erdbebenkatastrophe… Türkei… Soforthilfe… 400 kg Medikamente und Wasserreinigungstabletten… anschließend mehrfach Lebensmittel und Zelte, … dann vor allem Wohncontainer…
  • Hilfe für Tschetschenienflüchtlinge in Georgien… fortgesetzt…
Hygieneartikel in Kosovo, 1999
Wohncontainer nach Erdbeben in der Türkei 1999

2000  

  • Erneut… Ostafrika… Dürrekatastrophe… in Fafan (bei Dire Dawa, Äthiopien)… Mutter-Kind-Ernährungsstation…,
  • In Kenia… zehn neue Brunnen gebaut und zehn… bestehende mit Handpumpen ausgestattet…
  • in Afghanistan… Flüchtlinge… erhielten über vier Monate Lebensmittelpakete und Haushalts-Sets… in Kabul…
  • Flüchtlinge in Peschawar (Pakistan) … Steppdecken für den Winter…
Mutter-Kind Ernährungsprogram in Äthiopien 2000.

2001  

  • Tschetschenische Flüchtlinge in Georgien…
  • erneut… Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung. Medizinisches Gerät… nach Baku (Aserbaidschan)… dort zudem… Hilfsprojekt für tschetschenische Mütter und Waisen…, auch in den Folgejahren…
  • Reisverteilungen in Mindanao (Philippinen)…
  • fortgesetzt… Erdbebenopfer in Gujarat (Indien)… unterstützt…
  • Auf der Krim (Ukraine)… „Medical Point“ in Bachtschisaray… zudem… dort… TBC-Vorsorgeprogramm…

2002  

  • Lebensmittelpakete, Decken… in… Nangarhar (Afghanistan) und… Kabul… Abazak-Klinik (Provinz Logar)… mit Personal und Medikamenten ausgestattet…
  • Lebensmittelhilfen sowie Erste Hilfe-Material… nach Jericho und Hebron (Palästina),
  • Lebensmittelhilfe… in zehn Dörfern bei Garut (Java, Indonesien)…
  • Versorgung von Kriegsflüchtlingen mit Reis in… North Cotabato und Davao (Mindanao, Philippinen), „Medical Mission“ auf Palawan (Philippinen)… Unterstützung eines Waisenhauses in Karabulag (Inguschetien)…

2003  

  • „40 Brunnen“-Projekt für Ostafrika…
  • Lebensmittelhilfen… in Sierra Leone…
  • Medikamente für … bevorstehenden Krieg… in den Irak gebracht, … Notversorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Wasser in Bagdad, Kerbela und Basra (Irak)…,
  • in Grozny (Tschetschenien) Ambulanz („Medical Point“) insbesondere für Frauen …
  • Medikamente für die El-Wafa-Klinik… sowie Unterstützung der Zentralen Blutbank in Gaza (Palästina),…
  • Lebensmittelpakete… für Rückkehrerfamilien im Gebiet Srebrenica (Bosnien) 20 Milchkühe…

2004  

  • … Hilfe für die Überlebenden des… Erdbebens in Bam (Iran)…
  • Erdbebenopfer um Al-Houceima (Marokko) erhielten Unterstützung…
  • In Afghanistan sorgte muslimehelfen für die Neueröffnung… eines Krankenhauses in… Gardez (Provinz Paktia)…
  • Puwami-Moschee-Klinik in… Slum von Nairobi (Kenia) erhielt… Medikamentenausstattung…
  • tschetschenische Flüchtlinge in Georgien Winterhilfen,…
  • groß angelegte Sammelaktion von Brillen, … für bedürftige Brillenträger in Kenia…
  • Am 26. Dezember 2004 … die ersten Nachrichten von… Flutwellenkatastrophe in Süd- und Südostasien ein. muslimehelfen… noch am selben Tag aktiv, lieferte bereits drei Tage darauf Trinkwassertanks, Wasserpumpen, Bodenmatten sowie Lebensmittel nach Marathamunai (Sri Lanka) und traf Vorbereitungen für… Notpakete in Indien und Indonesien.

Das dritte Jahrzehnt

2005  

  • Im Vordergrund… stand… das Tsunami-Katastrophengebiet…
  • im Januar im Gebiet Cochin (Kerala, Indien) Haushalts-Sets und Medikamente an Flutopfer…
  • und versorgte obdachlos gewordene Überlebende in Aceh (Indonesien) mit Lebensmitteln…
  • Seit Abschluss der akuten Nothilfephase… für 100 obdachlose Familien in Nintavur und Kuchavelli (Sri Lanka) feste Notunterkünfte…
  • ein Waisenhaus für Mädchen in Kinniya… und… eine medizinische Ambulanz. In Aceh (Indonesien)…
  • nochmals Lebensmittel… und Notinstandsetzung zerstörter Häuser… in Durung… Witwen durch ein kleines Landwirtschaftsprojekt… zu eigenem Lebenserwerb zu kommen… , ein zweites ebenfalls speziell zur Unterstützung von Witwen mit Kindern vorgesehenes Projekt ist in Sigli angelaufen. Erneut wurde die „Woche der Waisen“ durchgeführt und die Sammeldosenaktion erweitert. (Verkürzt aus muslimehelfen zeitung 3/2005)
2005 in Sri Lanka Tsunamihilfe mit Wasserpumpen
Beratung mit Tsunami-Betroffenen in Aceh, Indonesien, 2005

Mittlerweile waren die Projekte im dritten Jahrzehnt so zahlreich geworden, daß später in der muslimehelfen-zeitschrift nur noch über die verschiedenen Kategorien berichtet wurde. Unter der Überschrift „Sorgen nehmen, Hoffnung geben“ war zu lesen: Seit 30 Jahren leistet muslimehelfen humanitäre Hilfe. Immer bemüht durch die Hilfsprojekte in die Zukunft der Begünstigten zu investieren. Natürlich sind kurzfristige Hilfen wie im Ramadan oder zu Kurban wichtig. Noch wichtiger ist die Nachhaltigkeit der Projekte, das bedeutet eine langandauernde Wirkung der Spenden. Schon jetzt laufen Projekte erfolgreich, die vor vielen Jahren begonnen wurden. Diese entwickeln sich so gut, dass sie den Bedürftigen langfristig nutzen.

Bildung

Die Bildungsprojekte von muslimehelfen dienen besonders den Kindern, aber auch jungen Erwachsenen. Oft fehlt ihnen Zugang zu Bildung. Erst Ende 2014 hat zum Beispiel das Dorf Vranjt Gujras in Albanien seine erste Grundschule errichten können. Gani H. lebt in dem Dorf und sagt dazu: „Wenn eine Schule gebaut wird, ist das nicht nur für einen Moment gut, das ist wichtig für die Zukunft.“

Nahrung und Landwirtschaft

Hierbei geht es um die Verteilung von Lebensmitteln. Neben dieser kurzzeitigen Hilfe wird auch nachhaltig geholfen. Wie 2014 in Uganda, wo 80% der Einwohner von der Landwirtschaft leben. Den Bedürftigsten im Bezirk Mpogo wurden 10kg Saatgut und 3 Hacken ausgegeben. Bauer Mukite A. aus Kadua, Sironko fasst zusammen: „Das wird unsere landwirtschaftliche Arbeit vereinfachen. Wir haben Hacken und Saatgut erhalten und das hat unseren Lebensstandard verbessert.“

Uganda 2014

Medizin & Gesundheit

Kranken und Verletzten, die sich keinen Arztbesuch leisten können, wird geholfen. Auch Krankenhäuser und mobile Kliniken werden ausgerüstet, um Hilfe langfristig gewährleisten zu können. Das Tawfiq Hospital in Kenia ist eines davon. Es hat drei Inkubatoren erhalten. Frühgeborene, wie der 1200 g leichte Ali, konnten mit den Geräten behandelt werden. Seine Mutter Rukia sagt: „Ich bin Euch so dankbar, dass ihr dem Tawfiq Hospital die Geräte gespendet habt.“

Selbsthilfe

Hilfsbedürftigen soll die Möglichkeit gegeben werden aus eigener Kraft und auf erlaubte Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Berufsbildungszentrum in Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür. Jugendliche erhalten hier eine Ausbildung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. So sieht das auch Herr Ayoub, der Projektmanager: „Dieses Projekt bietet eine Lösung.“

Frauenhilfe

Diese Projekte fördern ausschließlich alleinstehende und alleinerziehende Frauen. Sie sollen sich und ihre Familien langfristig selbst versorgen. Das funktioniert bei der Frauen-Kooperative aus Ruanda schon gut. Die Endprodukte, die sie mit den gespendeten Maismühlen herstellen, verkaufen sie und erwirtschaften so ihren Lebensunterhalt. Erst kürzlich wurde das Projekt durch den Bau eines neuen Maismehllagers erweitert. „Es ist so eine Freude,“ sagt die 43-jährige Murekezi T., Mitglied der Nyagatare Vision Cooperative, „Möge Allah euch belohnen.“

Ruanda 2014

Existenzgründung

In Kambodscha haben 150 Familien zwischen Mai 2014 und Mai 2015 einen Mikrokredit erhalten. Natürlich zinslos. Einzelhändler wie die Schneiderin Kei A. aus Phnom Penh konnten so ihre Geschäfte festigen und erweitern. „Ich habe mich so über den Mikrokredit gefreut, weil er ohne Zinsen ist und ich ihn Schritt für Schritt zurückzahlen kann“, berichtet sie.

Waisenhilfe

Waisen erhalten neben den anderen Projekten noch eine zusätzliche Hilfe. Dazu gehören Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung. Ihre selbst bedürftigen Verwandten sind für jede Hilfe dankbar. So wie Yasmeen, die Tante des Waisenjungen Musharaf aus Indien: „Einige meiner Lasten haben sich durch diese Ausbildungshilfe von muslimehelfen verringert. Jetzt habe ich Hoffnung, dass er eine gute Ausbildung haben wird und sein Traum, Arzt zu werden, sich erfüllen wird“.

Not- & Katastrophenhilfe

Durch einen eigenen Notfallfonds kann muslimehelfen bei Katastrophen und Notständen unmittelbar und gezielt Hilfe leisten. So konnten nach der schweren Flut in Kaschmir dort zügig neue Unterkünfte gebaut werden. Witwen, wie der 62-jährigen Jana Begum, wurde geholfen: „Mein Haus wurde zerstört. Ich hatte keinen Ort zum Leben. Durch die Gnade Gottes haben mir einige gute Leute ein Häuschen gebaut. Sie werden dafür belohnt.“ Inschallah.

Winterhilfe

In schwerzugänglichen Gebieten wird armen Gemeinden zum Jahreswechsel geholfen, wie dem Kindergarten in Rozaje, einer Stadt in Montenegro.

Die 52 Kleinkinder dort haben seit 2014 eine Heizung. Eltern wie Mersiha G. sind nun beruhigt: „Als Mutter bin ich besonders für die Heizung dankbar, weil ich mich jetzt nicht mehr sorgen muss, dass mein Kind sich dort erkältet.“ (muslimehelfen 3. Ausgabe 2015)

Diese Darstellung übergeht leider viele für muslimehelfen wichtige Projekte aus dem dritten Jahrzehnt, auf die einzugehen hier indes auch hier der Platz fehlt. Nur als Beispiele seien erwähnt Projekt Olivenbaum Gaza 2007-2009, Erdbebennothilfe Pakistan 2007-2009, Zweites Waisenhaus Bau Sri Lanka 2007/8, Waisenschule Bau Burundi 2009/10, Waisenschule Bau Garut/Indonesien 2010/11, Blindenzentrum Togo 2010, Klinik Bau Haiti 2012, Berufsbildungszentrum Bau Ruanda 2012, Blindenzentrum Bau Togo 2013.

Montenegro Winterhilfe 2014

Das vierte Jahrzehnt

Von mancherlei Widrigkeiten abgesehen, die nicht allein muslimehelfen betrafen, brachte das vierte Jahrzehnt (2015-2024) der Arbeit von muslimehelfen, zwei besondere Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren. Einerseits machten personelle Veränderungen die Einarbeitung jüngerer Mitarbeiter, im Übrigen meist Schwestern, notwendig. Andererseits verursachten die coronabedingten Einschränkungen 2020-2023 veränderte Arbeitsweisen, vermehrten den Bedarf an Hilfsmaßnahmen aber erschwerten zugleich deren Umsetzung vor Ort und schränkten auch den persönlichen Kontakt mit den Partnern ein.

Zudem konnte muslimehelfen sich als freies, von Regierungen, Parteien und anderen Interessen unabhängiges muslimisches Hilfswerk wie schon in der Vergangenheit nicht überall betätigen, wo es notwendig und wünschenswert war. Dennoch gelang es mit Allahs Hilfe neben den üblichen Ramadan-, Kurban- und Winterhilfeprojekten weiterhin zahlreiche Hilfsmaßnahmen umzusetzen, darunter 2015 für Flüchtlinge aus Syrien in Serbien, Bosnien und im Libanon sowie für Flüchtlinge von der Krim in der Ukraine, Berufsvorbereitungszentrum Bau Indien 2016-2019, seit 2017 Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch, Indien und Nepal, Erweiterung der Waisenschule Burundi 2017, Krankenhauserweiterung Malindi/Kenia 2018, Waisenhilfen u.a. in Burundi, Indien, Simbabwe 2019, Betrieb des Blindenzentrums in Kadambara/Togo, zahlreiche Corona-Nothilfen in Ländern Afrikas und Asiens 2020-2021, Kleinbauernhilfe in Simbabwe 2023 und viele andere. Für die Begünstigten sind sie allesamt erfreulich, besonders bemerkenswert ist vielleicht eines der Solarprojekte 2024:

Auf den Flachdächern der beiden von muslimehelfen 2005 und 2008 erbauten Waisenhäuser in Kinniya/Sri Lanka wurden 2024 Solarmodule installiert. Die Anlagen versorgen nun die Waisenhäuser mit ihrem eigenen Elektrizitätsbedarf, und überschüssiger Strom kann in das öffentliche Netz gehen. Die Einsparungen einerseits und Einnahmen andererseits erleichtern inschallah den Betrieb beider Waisenhäuser, ein schönes Beispiel für „sadaqa dscharija“ –  eine fortwährende gute Tat.

Anlaß zur Erinnerung

Nun ist muslimehelfen also 40 Jahre geworden, ein Anlaß, daran zu erinnern, wie wir vor 40 Jahren mit dieser Arbeit begonnen haben und wo wir heute mit Gottes Hilfe sind. Anders als der Mensch hat muslimehelfen keine Eltern. Dennoch dürfen und wollen wir Allah danken und allen, die mitgeholfen haben, muslimehelfen das sein zu lassen, was es ist, den Spendern, Helfern, Partnern, Mitarbeitern und Mitgliedern, und Allah bitten, unsere Mängel und Fehler zu vergeben und weiterhin zu Allahs Wohlgefallen und zum Nutzen für die hilfsbedürftigen Menschen als Muslime Rechtschaffenes tun zu dürfen.

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