Frage:
Weil der Ramadan naht, wollte ich fragen, ob es erlaubt ist, Iftare für Nichtmuslime zu organisieren bzw. Nichtmuslime zum Iftar einzuladen?
Antwort:
Antwort von Dr. ’Abdul-Fattah ’Aschuur, Professor für Koran-Tafsir an der Al-Azhar Universität:
Der Iftar (das Fastenbrechen) folgt nach dem Fasten und wir wissen, dass Nichtmuslime das (islamische) Fasten nicht befolgen. Das ist eindeutig. Wenn aber der Iftar für Nichtmuslime mit dem Ziel durchgeführt wird, um das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen zu verbessern, dann ist dies erlaubt. Allah sagt: „Heute sind für euch die guten Dinge gestattet, und die Speise derjenigen, denen die Schrift gegeben wurde ist für euch gestattet, und eure Speise ist für sie gestattet…“ (Al-Maida (5):5).
Auch besteht kein Zweifel daran, dass so eine Unternehmung einem Nichtmuslim helfen kann den Islam richtig zu verstehen und zu erkennen, dass der Islam die Religion der Toleranz, des Friedens und der Geschwisterlichkeit ist. Allah sagt im Koran: „Allah untersagt euch nicht gegen diejenigen, die nicht mit euch wegen der Religion kämpfen und euch nicht heraustreiben aus euren Heimstätten, dass ihr ihnen gut seid und sie richtig behandelt, Allah liebt ja die Richtighandelnden. Allah untersagt euch gegen diejenigen, die mit euch wegen der Religion kämpfen und euch aus euren Heimstätten heraustreiben und unterstützen bei eurer Heraustreibung, dass ihr euch mit ihnen befreundet, und wer sich mit ihnen befreundet, also diese, sie sind die Unrechthandelnden.“ (Al-Mumtahina (60): 8-9)
Darüber hinaus wurde der Islam nicht durch Gewalt verbreitet, sondern mit Mitteln des Zusammentreffens mit Nichtmuslimen. Aus diesem Grund sollte der Muslim im Zusammentreffen mit anderen, wie die leuchtende Sonne sein, die die Dunkelheit verdrängt.
Auszug aus: www.islamonline.net
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