Radschab 1425 - Chance für glücklichere Zeiten
Radschab 1425 – Chance für glücklichere Zeiten
LIEBE GESCHWISTER, as-Salamu alaikum wa Rahmatu llahi wa Barakatuh!
Der Heilige Monat Radschab steht wieder vor der Tür, dieses Jahr fällt der erste Radschab inschaa’ Allah (so Gott will) auf den 17.08.04. Vor gut einem Jahr haben wir bereits über den Radschab und die Heiligen Monate (al-Aschhuru l-hurum) berichtet:
Allah schenkt uns bestimmte Zeiten, in denen Er rechtschaffene Werke, derer die notleidenden Menschen so sehr bedürfen, besonders belohnt. Allah mahnt uns auch, uns in den Heiligen Monaten kein Unrecht anzutun (vgl. 9:36). Was das für den Einzelnen heute noch bedeuten kann, berichteten wir ebenfalls im letzten Jahr.
Wir berichteten auch, dass die Araber in vorislamischer Zeit in einem Jahr die Heiligkeit des Monats Muharram auf den Monat Safar zu legen pflegten, damit sie im Muharram ihren Stammesfehden nachgehen konnten, um sich im nächsten Jahr im Safar wieder zu bekriegen.
Da der Monat Safar unmittelbar nach den drei Heiligen Monaten Dhu l-Qa’da, Dhu l-Hiddscha und Muharram folgt und die Araber in ihm unmittelbar nach Ablauf der Heiligen Monate oftmals wieder zu den Waffen griffen, bekam er mit der Zeit unheilvolle Bedeutung zugeschrieben. Doch der Prophet Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Heil (s), wies diesen Aberglauben mit den Worten: „Kein Safar!“ zurück (Sahih Muslim). Denn es ist Allah alleine, der die Schicksale bestimmt und alles lenkt, und nicht ein bestimmter Monat oder eine bestimmte Zeit.
Allahs Gesandter (s) warnte deshalb auch davor, bestimmte Zeiten zu verfluchen, in dem man beispielsweise in einem Anflug von Ärger den Tag verflucht, an dem man seine Frau oder seinen Geschäftspartner kennen gelernt hat oder die Stunde, in der dies und jenes geschah. Der Prophet (s) sagte sinngemäß: „Verflucht nicht die Zeit, denn Allah ist ja die Zeit: Er wechselt zwischen Nacht und Tag“ (Sahih Muslim). Es ist Allah, der die Nacht in den Tag übergehen lässt und den Tag in die Nacht, Er ist der Herr der Zeit und all der Dinge, die sich in ihr abspielen.
Der vorislamische Aberglaube an den Safar als unheilvollen Monat bildete sich natürlich nicht von ungefähr, sondern weil die Araber Allahs Gesetze brachen, indem sie sich gegenseitig beraubten und töteten, und sie in der Folge schwere Zeiten durchlebten.
LIEBE GESCHWISTER, Allah schenkt uns besonders segensreiche Zeiten wie die Heiligen Monate, den Ramadan, die Lailatu l-Qadr etc., in denen wir uns intensiver anstrengen sollen, Ihm aufs Beste zu dienen. Tun wir dies und achten darüber hinaus Seine Gesetze, wird Er uns auch - inschaa’ Allah – glücklichere Zeiten bescheren.
Und hier kommen wir wieder zum viel zitierten koranischen Prinzip:
„...Allah ändert ja nicht, was mit einem Volk ist, bis sie ändern, was mit ihnen selbst ist...“ (13:11).
Strengen wir uns also an, machen wir uns diese segensreichen Zeiten zunutze, auch durch wohltätige Werke wie Spenden, sich in der Ansar-Arbeit engagieren etc., damit Allah uns selbst, aber nicht zuletzt auch den notleiden Menschen, weltweit wieder glücklichere Zeiten beschert. Amin.
Und Allah weiß es am besten, und mit Allah ist der Erfolg.
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