Ramadan – Zeit zum Nachdenken, Handeln & für Veränderungen.
Unendliche Tugenden und Gnaden kommen im Ramadan auf uns herab und viele erlangen manche Früchte ihres Fastens im Ramadan selbst in ihrem diesseitigen Leben. Ramadan ist eine Zeit voller Segen, in der Nachsinnen über sich und über das Leben, das gute Handeln und die eigene positive Veränderung eine wichtige Rolle spielen.
- Der Ramadan befähigt uns positive Veränderungen anzunehmen und mit der Zeit richtig umzugehen
Ab dem ersten Tag des Ramadan beginnen die Tarawih-Gebete in den Moscheen und der Sahur wird vor dem Frühlicht eingenommen. Obwohl dies ein starker Einschnitt für den Tagesablauf bedeutet, wird diese Umstellung einen Monat lang durchgehalten. Der Fastende lernt so, dass eine positive Veränderung mögliche ist, solange nur der Wille dazu vorhanden ist. Der Alltag ist dann zeitlich so geregelt, dass die Bezugspunkte des Ramadan eine Rolle spielen: Sahur, Iftar, Tarawih, Zeit zum Koranlesen usw.
- Der Ramadan vergegenwärtigt uns die Wirklichkeit des Lebens und des Todes
Beim Fasten wird uns bewusst wie sehr wir von Nahrung und Trinken abhängen und wie selbstverständlich die Versorgung damit betrachten. So verstehen wir besser die Abhängigkeit von unserem Schöpfer und Seine Gnade, durch wir Versorgung erhalten. Somit erinnern wir uns, dass wir im Jenseits, nach dem Tode, genauso der Gnade und Barmherzigkeit Allahs benötigen. Dieser Eindruck begleitet uns das ganzen Ramadan hindurch.
- Fasten besitzt einen „wunderbaren“ Eindruck auf unser moralisches Benehmen
Gibt einen anderen Monat, in dem so viele gute Taten und so wenig an schlechten Handlungen getan wird wie im Monat Ramadan? Sicherlich nicht! Denn es ist der Monat, an dem die Paradiestore weit geöffnet, die Höllentore geschlossen und die Satane in Ketten gelegt werden. Durch diese Maßnahmen sind wir Muslime in der Lage das Niveau unseres moralischen Handelns zu erhöhen und den Beleg zu liefern, dass der Ramadan „Wunder“ bewirkt.
- Das Fasten erhebt die Seele und steigert unsere Gottesfurcht
Schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte bemühten sich die Menschen ihr physisches und psychisches Selbst, also ihren Körper und ihre Gefühle durch das Fasten unter Kontrolle zu bringen. Begierden durch Hunger unter Kontrolle zu halten ist in diesem Sinne ein mächtiges Instrument. Er reinigt die Seele, macht den Verstand klarer und lehrt einem Demut. So kann man sagen, dass der Fastende seinen Magen leert, um seine Seele mit Frieden, das Herz mit Liebe und Zuneigung und seinen Verstand mit Weisheit und Willenskraft zu füllen. All das ist eine Grundlage für die Gottesfurcht.
So bietet dieser gesegnete Monat uns mit der seltenen Gelegenheit über uns, unser Dasein, unsere Handlungen, unsere Zukunft und über unsere Familie und die muslimische Gemeinschaft nachzudenken. Der Ramadan gibt uns eine geistige Pause vom Alltagstrott und öffnet unsere Augen für das Wesentliche: Das Leben, unser Verhältnis zu anderen und unser Verhältnis bzw. Nähe oder Ferne zu unserem Schöpfer!
Möge Allah, der Erhabene, uns allen einen segensreichen Ramadan schenken. (Amin)
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