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Freitags-Blog

Frauen zur Zeit des Propheten (s)

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14 May 2011
arabische kalligraphie

arabische kalligraphie

Das 7. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung würde man nicht unbedingt als„zivilisiert“ bezeichnen. Von der Zivilisation war damals auch die Bevölkerung der arabischen Halbinsel abgeschnitten, wobei im Grunde nur ihre Händler Kontakte zur Außenwelt besaßen. Der Einzelne war in Stammesstrukturen eingebunden und es galt das Recht des Stärkeren. So ist es nicht verwunderlich, dass Frauen und sozial Schwache allgemein gesellschaftlich benachteiligt waren. Dennoch besaßen die von der Zivilisation fernab lebenden Araber auch Eigenschaften und Sitten, die ihre Ehrlichkeit, Loyalität, Freiheit und Großzügigkeit widerspiegelten.

Die arabische Stammeskultur beherbergte in der vorislamischen Zeit aber auch grausame Praktiken wie das Töten von Mädchen, um eine mögliche spätere Versklavung dieser in einem Krieg zu verhindern. So dachten sie die Ehre ihrer Frauen und Familie schützen zu können. Weiterhin konnte ein Mann eine uneingeschränkte Anzahl von Frauen heiraten oder Sklavinnen besitzen. Dabei gab es verschiedene „Heiratsformen“ wie z.B. die Ehelichung der Stiefmutter nach dem Tod des Vaters oder die Heirat der leiblichen Schwestern im Austausch usw.

Mit der letzten Offenbarung Allahs und Übertragung dieser Offenbarung in das praktische Leben durch den abschließenden Gesandten Gottes (s) veränderte sich mit der Zeit auch die Situation der Frauen. Als den Männern vor Allah gleichgestellte Geschöpfe, erhielten die Frauen mehr Selbstbewusstsein, Anerkennung und Rechte, das sich in den unterschiedlichen Bereichen des muslimischen Lebens und Gesellschaft auswirkte. So ist die folgendee Überlieferung bezeichnend, die Omar bin Khatab (ra) zugeschrieben wird: „In der vorislamischen Zeit galten die Frauen nichts unter uns. Als der Islam kam und uns Allah diesbezüglich aufmerksam machte, verstanden wird, dass sie Rechte über uns besitzen“ (Buhari, Libâs, 31; Tafsîr 66, 2). Diese Anerkennung der Rechte und das gestiegene Selbstbewusstsein führte bei den Gefährtinnen des Propheten (s) dazu, dass sie ihre Aufgabe und Verantwortung als Muslimas in der Gemeinschaft besser wahrnehmen konnten. Sie waren sich zudem der Tatsache bewusst, dass ihnen die Rechte nicht für die Auseinandersetzung zum Widerstreit mit den Männern oder ihren Familien gegeben war. Sie setzten diese Freiheit und Rechte für das wahre Ziel ein, nämlich den Wettstreit für das Gute voranzubringen - in diesem Sinne auch im Wettstreit für das Gute mit den Männern. Muslimische Frauen wurden vom Propheten (s) motiviert sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie der Bildung, Lehre, Wirtschaft, Medizinische Versorgung und sich sogar auf dem Schlachtfeld einzusetzen (in den nächsten Blogs werden wir uns inschallah an dieser Stelle auch mit einigen markanten Beispielen beschäftigen). Die Männer wurden durch die Offenbarung somit in der richtigen Verhaltensweise gegenüber ihren Schwestern im Glauben erzogen und konnten das lebendige Beispiel des Propheten Muhammad (s) nachahmen. Leider konnte dieser Zustand der angemessenen Behandlung der Frauen durch die Männer wie sie zur Zeit des Propheten (s) bestand, scheinbar nicht gehalten und gefestigt werden, wie uns die Überlieferung Abdullah Ibn Omars (ra) zeigt: „Wie hielten uns in der Zeit des Propheten zurück den Frauen (Schlechtigkeiten) zu sagen, ihre Rechte zu beschneiden und uns ihnen gegenüber grob zu verhalten, weil wir fürchteten, dass (dann) eine Offenbarung diesbezüglich hinabkommen könnte. Als aber der Prophet verstorben war, sagten wir ihnen gegenüber viel (verletzende) Worte und unser Verfehlungen ihnen gegenüber wurden größer.“ (Buhârî, Nikâh, 81).

Rüştü Aslandur, muslimehelfen