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Freitags-Blog

Gehört der Islam nach Deutschland?

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08 Apr 2011

Bei der Auseinandersetzung um dieses Thema geht es ja unterschwellig um die These: Wir brauchen den Islam hier nicht, weil er uns nichts nützt. Dass der Islam Zivilisationen und Kulturen nicht nur beeinflusst, sondern auch begründet und entwickelt hat, mag manchen oberflächlich gebildeten Nichtmuslim entgangen sein. Das ist nachvollziehbar und z.T. auch entschuldbar. Kennen wir Muslime die Errungenschaften unserer Religion in Kultur und Zivilisation? Muslimen ist hier und da bekannt, dass die Übersetzungen und Weiterentwicklung z.B. des griechischen, indischen und chinesischen Wissenschaftserbe stattgefunden hat. Durch dieses Wissen, das hauptsächlich über Spanien und Sizilien Eingang nach Europa fand, konnte ja erst die Renaissance in Europa entstehen. Aber es gibt ein weiteres wichtiges Merkmal des Islams, das einen Teil der islamischen Zivilisation ausmacht: Das Stiftungswesen. Die Gründung von Stiftungen geht auf die Aufforderung im Koran zurück, dass der Gläubige spenden soll. Zudem hat unser Prophet (s) uns die frohe Botschaft gegeben, dass ein Muslim bei bestimmten Spenden über den Tod hinaus Belohnung erhält. Stiftung (arab. waqf, Mz. awqaaf) wird vom arabischen Verb „waqafa“ abgeleitet, das auf Deutsch „festsetzen“ und „hindern“ bedeutet. Mit dem Stiften eines waqf setzt man es für die dauerhafte Nutzung der Allgemeinheit fest bzw. man verhindert die Veräußerung. Die Praxis der awqaaf führte der Prophet Muhammad (s) ein, indem er selbst z.B. Dattelplantagen als Stiftung hergab. Seine Gefährten (as) taten es ihm gleich. Bis heute richten sich die Muslime weltweit nach dieser Sunna. So kann ein waqf ein als Stiftungsgut eingetragenes Stück Land sein, eine Schule, eine Moschee, eine Brücke, ein Brunnen, ein Waisenhaus usw. Selbst für Tiere, die im Winter Fressen benötigten, wurden Stiftungen durch Muslime gegründet. Die islamische Kultur wurde derart vom Stiftungswesen beeinflusst, dass man sogar regelrecht im Islam von einer Stiftungskultur sprechen kann. Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass die Muslime bzgl. Umfang und Qualität das Stiftungswesen zum Höhepunkt in der Menschheitsgeschichte entwickelt haben. Gerade das letzte islamische Großreich der Osmanen, die eigens ein Ministerium für Stiftungen gründeten, gibt Zeugnis dafür ab. Muslimehelfen fördert die awqaaf-Kultur im Islam. Projekte wie Brunnen, Ackerland oder Waisenhäuser können oft als Waqf eingetragen werden und werden somit unveräußerlich. Damit wird der regelmäßige Unterhalt und die Fortführung der aufgebauten Projekte sichergestellt. Zur Zeit ist das Waisenhaus in Indonesien an der Reihe.Wer sich an dieser waqf beteiligen möchte, hat noch die Gelegenheit dazu (waqf für die Waisen). Die Belohnung dafür im Jenseits ist groß und der Beitrag für den Islam wichtig. Sowohl die Religion, als auch die Zivilisation des Islam kann Nutzen für die Menschen in Deutschland bringen. Dieses darzustellen und mit der Praxis zu belegen ist die Aufgabe der Muslime in Deutschland. Rüştü Aslandur, muslimehelfen