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Freitags-Blog

„Prophetengefährten in Düsseldorf gesichtet“

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06 May 2011
Nachthimmel

Nachthimmel

Die Kette der Propheten (as) ist mit dem Siegel der Propheten (as) beendet. So wird nach dem letzten Gesandten Allahs (s) auch keiner mehr kommen, der eine Offenbarung Gottes empfangen wird. In diesem Sinne müssen wir alle dem letzten Propheten (s) folgen und ihn als Beispiel nehmen. Selbst zu Lebzeiten des Propheten Muhammad (s) war die Situation nicht anders: Auch die Zeitgenossen Muhammads (s) mussten dem abschließenden der Gesandten folgen und ihn zum Vorbild nehmen. Die Menschen, die dem Propheten Muhammad (s) folgten, werden Gefährten (ra) (Sahaba) genannt. Was zeichnet die Sahaba (ra) diesbezüglich aber aus? Es ist zunächst die Tatsache, dass sie die beste Gemeinschaft ihrer Zeit waren. Ist es darüber hinaus dann die bloße Feststellung, dass sie den Propheten (s) gesehen, an ihn geglaubt und eine gewisse Zeit mit ihm verbracht haben? Und somit auch ein besseres Verständnis der Offenbarung Allahs und die Praxis durch den „Koran auf zwei Beinen“ erhielten? Wenn dies der Fall wäre, hätte Allah sie damit nicht „bevorzugt“ und die nachfolgenden Generationen in einer gewissen Weise „benachteiligt“?

Leider haben wir nicht das Glück, dass der Prophet (s) uns mit seinen eigenen Händen erzieht, wie er (s) es bei seinen Gefährten (ra) getan hat. Wir besitzen nicht die Chance, Dinge, die wir über den Islam wissen wollen ihn direkt zu fragen und sichere und verbindliche Antworten zu erhalten.

Dennoch hat uns Allah auch in diesem Bezug nicht „benachteiligt“. Wir haben das größte Wunder, das Allah Seinem letzten Gesandten (as) geschickt hat - den Koran - unverfälscht zu unserer Verfügung. Wir haben zigtausende Berichte über unseren geliebten Propheten (s) und die Sammlung eines immensen Schatzes von Millionen von Abhandlungen über diese beiden Quellen von fast anderthalb Jahrtausend. Dies hatten die Sahaba ja nicht. Zudem haben wir auf der ganzen Welt tausende islamische Bildungseinrichtung wie Islamische Universitäten, islamwissenschaftliche Forschungsinstitute und Stiftungen. Und es gibt Millionen von hochmotivierten Islam-Studenten, gut ausgebildeten Imamen und brillianten islamischen Gelehrten, die sich tagtäglich intensiv mit dem Islam befassen.

Genügen diese Voraussetzungen nicht, den Islam richtig bzw. gut verstehen zu können? Mir ist so, als ob ich einen Einwand hören würde: Verstehen ist nur die Voraussetzung für den eigentlich wichtigeren Schritt, nämlich die Umsetzung. Das ist völlig richtig. Aber auch dazu sind die Voraussetzungen da. Wir haben als Angehörige einer zahlenmäßig kleineren Gesellschaftsgruppe selbst in diesem Land die Möglichkeit uns frei zu organisieren und den Islam zu praktizieren. Das zeigen alleine die bestehenden 2000 Moscheen und islamischen Vereine. Was fehlt also? Wir müssen die Qualität und das Niveau sowohl in der Anstrengung beim Verständnis (Lernen und Lehren), als auch der Umsetzung (praktischen Anwendung des Gelernten) erhöhen. Und dies geht natürlich nur in einer islamischen Gemeinschaft, die sich genau das zum Ziel gesetzt hat.

Als letztes müssen wir dann noch ein (anderes) Verständnis entwickeln, dass jeder von uns die Verantwortung besitzt ein Sahabi d.h. ein Gefährte seines eigenen Zeitalters und seiner Umgebung zu werden. Mit diesen Voraussetzungen hat jeder, auch nach dem Tode des Propheten Muhammad (s), die Möglichkeit ein „Prophetengefährte“ zu werden. Dann könnte bald eine Schlagzeile, wie die Überschrift dieses Blogs, lauten: „Prophetengefährten in Düsseldorf gesichtet“! Selbstverständlich dann nicht nur Düsseldorf.

 

Rüştü Aslandur, muslimehelfen