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Freitags-Blog

Urteil: Das Un-Friedens-Gebet

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02 Dec 2011
Das Gebet führt zu Frieden mit Gott und den Mitmenschen

Das Gebet ist Pflicht

Das Gebet führt zu Frieden mit Gott und den Mitmenschen

Beide hatten unschuldige - vielleicht sogar naive - Vorstellungen: Sie vertrauten auf die Garantie ihrer Grundrechte, des Plularismus und der Glaubensfreiheit, das in Deutschland jedem unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion zugesichert wird.

Fereshta fand es deswegen ganz selbstverständlich als gläubige Muslima, Kinder in der Grundschule zu unterrichten, und studierte aus diesem Grund auf das Lehramt - bis sie eines Tages eines Besseren belehrt wurde. Sie wurde von der baden-württembergischen Kultusministerin Anette Schavan, selbst gläubige Katholikin, und promoviert über das Thema „Person und Gewissen“, nämlich vor die Wahl gestellt: Kopftuch oder Lehrerin in Staatsdienst - aber beides ginge nicht!

Wie wir wissen, wurde der Rechtsstreit dazu mit einem Urteil des Verfassungsgerichts beendet. Das Ergebnis war, dass nun die meisten Bundesländer Kopftücher für Lehrerinnen in der Schule verboten haben und Baden-Württemberg dieses Verbot sogar für Erzieherinnen der kommunalen Kindergärten ausgeweitet hat. Etliche Instutionen und gesellschaftliche Bereiche in Deutschland  z.T. in Europa sind diesem Beispiel gefolgt und verbannten die Koptücher von gläubigen Musliminnen aus dem öffentlichen Leben.

Diese Woche haben wir einen weiteren Akt dieses Trauerstücks erlebt: Yunus aus Berlin wollte nur sein Gebet in der Schule verrichten. Es sind nur 5 Minuten in der Pause, dachte er sich. Dass gerade sein Gebet, das den Frieden mit seinem Schöpfer und seinen Mitmenschen begründet, den Schulfrieden stören sollte, kam ihm wahrscheinlich nicht in den Sinn. Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, können sich nun alle Lehrkräfte und Verantwortlichen in staatlichen Schulen darauf berufen, dass das (muslimische) Gebet Unfrieden in die Schule bringt.

In den staatlichen Schulen werden nun die Kräfte gestärkt, die Schritt für Schritt die Religionsfreiheit für Muslime einschränken wollen, und man kann weiteren Druck auf die Muslime erwarten.  Denn auch dieses Urteil wird Signale der Religionseinschränkung in die Gesellschaft senden.

Gibt es da noch irgendwelche Lösungen und Möglichkeiten der Religionsausbüng für Muslime, speziell in diesem Gebiet, ohne die Gebote Gottes zu missachten?

Eine mögliche Lösung für beide Fälle wäre, muslimische Privatschulen, wo u.a. Lehrerinnen mit Kopftuch ungehindert unterrichten und Schüler ihre Gebete verrichten könnten.

Klar, das ist nach den Grundsätzen von Grundrecht, Pluralismus und Freiheit zwar wieder theoretisch möglich, aber in der Praxis eher schwer durchsetzbar.

Warum? Weil die Muslime sich ja mit solchen Privatschulen abschotten und diese Vorhaben der Integration zuwiderlaufen würde, so der Einwand!

Also, gleich aufgeben und auswandern?

Nein, niemand außer Allah selbst weiß, welche Veränderungen Allah allein durch unsere Bemühungen für die richtige Sache bringen wird. Denn Allah sagt:

“Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz gewiß Unsere Wege leiten...“ (29:69).

Zudem dürfen wir den Grundsatz, den Allah uns verdeutlicht, bei aller Frustration niemals vergessen:

Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung! Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung! (94:5-7).

Aus diesem Grund sollten wir versuchen auch diesen Weg gehen.

Rüştü Aslandur, muslimehelfen