Indien Karnataka Flut Nohilfe muslimehelfen 2019
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Projektcode: INDI54711-01P19(2)
 

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Indien – Nothilfe nach verheerender Flut in Karnataka 2019

Stand 17.01.2020: Heftige Regenfälle, die in der Monsunzeit im August 2019 zu verheerenden Fluten geführt hatten, haben allein in den beiden Bundesstaaten Karnataka und Maharashtra auf fast 8.870.000 Menschen längerfristige Auswirkungen. Hunderte Dörfer sind betroffen. Über 80.500 Hektar Land wurde weggeschwemmt, 1.050km Straßennetz wurde beschädigt, sowie 140 Brücken und Dämme. Eine der bedeutensten Autobahnen sowie eine wichtige Zugstrecke in den Süden mussten gesperrt werden. Durch die Überschwemmungen und den starken Regen wurden Ferien für öffentliche Einrichtungen in den Distrikten Dharwad, Haveri, Belagavi, Kodagu, Chikkamagaluru, Hassan, Dashina Kannada und Uttara Kannanda ausgerufen.

Die schweren Schäden und Verwüstungen beeinträchtigen den Alltag vieler Betroffener. In Zusammenarbeit mit Ansprechpartnern vor Ort in den betroffenen Gebieten konnte 1.200 von der Flut betroffenen, bedürftigen Familien Nothilfe geleistet werden. Berücksichtigt wurden Familien aus den Städten Sangli und Kolhapur im Bundesstaat Maharashtra, sowie in Belgaum im Bundesstaat Karnataka. Jede Familie hat 12kg Reis, 5kg Weizenmehl, 5l Speiseöl, 2kg Linsen, 1kg Milchpulver, 250g Tee, 500ml antiseptische Seife, 1 Handtuch, 1 Decke und 1 Bettlaken erhalten. Die Nothilfe wurde im Zeitraum vom 25. September bis 25. Oktober 2019 umgesetzt. Dieses Nothilfeprojekt wurde von muslimehelfen mit 57.310 Euro finanziert. Wir danken allen Spendern für ihre Großzügigkeit. Möge Allah sie dafür segnen.

Irrabai ist 66 Jahre und lebt in Sangli. Sie ist eine der Begünstigten, die ein Nothilfepaket erhalten haben und sagt:
„Ich heiße Irrabai, bin 66 Jahre alt und lebe in Sangli. Vor sechs Jahren habe ich bei einem Unfall meine drei Söhne, meine Schwiegertochter und meine Enkelkinder verloren. Ich blieb mit einer Enkeltochter zurück. Das Leben wurde elendig, nachdem ich alle meine Familienmitglieder verloren habe. Unter schweren Bedingungen habe ich meine Enkelin großgezogen. Es gibt für uns keine Einkommensquelle. Irgendwie ist es mir gelungen mich um meine Enkelin zu kümmern und auf dem Feld zu arbeiten. Am 2. August fing es in der Stadt plötzlich an heftig zu regnen. Als das Unglück geschah war ich völlig hilflos. Ich saß mit meiner Enkelin auf meinem Bett. Unser Haus wurde völlig vom Wasser überflutet. Das Wasser stieg bis zu meiner Taille an, so dass unsere Nachbarn kamen und uns aus dem Haus halfen. In der Nacht des 4. Augusts war der Wasserpegel bei sieben Fuß (ca. 2,13 m). in den nächsten zwei Tagen sieg er dann auf tödliche 12 Fuß (ca. 3,66m) und überflutete die meisten einstöckigen Häuser in dieser Gegend. Wir wurden an einen sicheren Ort in eine Notunterkunft von der Regierung gebracht. Wir waren dort für 15 Tage und haben dort Tag und Nacht ums Überleben gekämpft. Nachdem wir nachhause zurückgekehrt waren, sahen wir die Schäden am Haus. Mein Herz brach, da alles Geschirr und unsere Betten vom Wasser fort geschwemmt wurden. Die Beginnende Kälte hat unsere unglückliche Lage noch verschlimmert, ohne angemessene Kleidung und Bettdecken. In dieser Lage kamen freiwillige Helfer der Partnerorganisation von muslimehelfen zu unserem Haus und brachten uns Lebensmittel und wichtige Utensilien. Ich bin so glücklich. Meine Enkelin und ich beten für die Gesundheit der Spender von muslimehelfen. Allah möge die Spender mit Besserem belohnen, als das, mit dem sie bedürftigen Menschen geholfen haben.