Die Begünstigten bedanken sich

Ein Fahrrad, das ein Leben verändert

Stell Dir vor, ein einfaches Fahrrad könnte das Leben eines Mädchens in Bangladesch für immer verändern. Kein weiter, unsicherer Schulweg mehr. Keine Angst vor Belästigungen. Stattdessen: Bildung, Selbstständigkeit und eine echte Perspektive.

Genau das macht unser Projekt möglich.

In Kaharol, im Norden Bangladeschs, haben 155 Mädchen aus benachteiligten Familien jeweils ein Fahrrad samt Schloss und Korb bekommen, damit sie regelmäßig zur Schule fahren können. An den Schulen selbst wurden überdachte Fahrradständer gebaut, damit sie ihre Fahrräder sicher abstellen können.

Eine dieser Schülerinnen ist die 13-jährige Juli. Sie besucht die sechste Klasse – und ihr Schulweg war bisher eine tägliche Herausforderung:

„Meine Schule ist vier Kilometer von meinem Zuhause entfernt, und meistens muss ich den Weg zu Fuß zurücklegen, weil ich mir die Fahrkosten nicht leisten kann. Es ist sehr anstrengend, so lange in der Sonne oder im Regen zu laufen. Mit dem Fahrrad, das ich heute bekommen habe, werde ich die Schule viel schneller erreichen. Vielen Dank muslimehelfen.“

Julis Geschichte steht stellvertretend für viele Mädchen in ländlichen Gebieten, die trotz Motivation und Ehrgeiz an äußeren Hürden scheitern – wenn wir sie nicht gemeinsam überwinden!

(Für Spenderinnen und Spender aus der Schweiz ist das Spenden mit TWINT jetzt noch einfacher! Einfach in unserem Spendenformular TWINT als Zahlungsart auswählen und in wenigen Schritten Gutes tun – sicher, schnell und bequem.)

Weitere unterstützte Zahlungsarten sind Lastschrift, PayPal, Überweisung, Kreditkarte, Google Pay, Apple Pay und Revolut Pay.

Deine Spende ist eine nachhaltige Wohltat!

Mit Deiner Spende schenkst Du mehr als ein Fahrrad. Du ermöglichst Bildung, Sicherheit, Bewegung und soziale Teilhabe. Und das Beste: Deine Unterstützung wirkt über den Moment hinaus – als Sadaqa Dscharija.

Denn dieses Fahrrad fährt nicht nur heute. Es trägt über Jahre hinweg Wissen, Hoffnung und Unabhängigkeit in das Leben der Mädchen.

Möge Allah (swt) Dich dafür reichlich segnen!

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Ein Fahrrad, das ein Leben verändert

Zugehöriges Projekt

Informelle Schule: Eine zweite Chance auf Bildung für Kinder in Cox’s Bazar

Kashfa Butt

Als Zuständige für die Projektentwicklung befasse ich mich jährlich mit Hunderten von Projekten. Jedes Projekt ist wertvoll und trägt auf seine eigene Weise – temporär oder langfristig – zur Verbesserung der Lebensbedingungen bei: Eine Lebensmittelhilfe kann temporär den Hunger stillen. Waisenhilfe schenkt den Kindern Geborgenheit und vermittelt ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein. Medizinische Hilfe kann Schmerzen lindern und zur Genesung beitragen.

Eine Projektkategorie, die mir besonders am Herzen liegt, ist die Bildung. Sie hat das Potenzial den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Bildung einen hohen Stellenwert hatte, weil meine Eltern meinen Geschwistern und mir die Chancen ermöglichen wollten, die ihnen selbst verwehrt blieben. Meine Eltern stammen aus Pakistan, einem Land, in dem die Analphabetisierungsrate im Jahr 2022 bei etwa 30 % für Männer und rund 55 % für Frauen lag. Bei meiner Mutter war der Wunsch zu lernen da, doch die Möglichkeiten fehlten. Die große Entfernung zu einer weiterführenden Schule und infrastrukturelle Probleme erschwerten den Zugang zu Bildung. Mein Vater hingegen musste bereits in jungen Jahren als ältester Sohn der Familie Verantwortung übernehmen und meinen Großvater finanziell unterstützen. Bei ihm waren es die fehlenden finanziellen Mittel und die frühe Verpflichtung zur Familienversorgung, die ihm den Bildungsweg versperrten.

Ein solches Schicksal teilen viele Kinder und Heranwachsende in Ländern des Globalen Südens. Umso mehr freute es mich, als sich unsere Projektpartner aus Bangladesch Anfang 2024 mit dem Wunsch meldeten, ein Bildungsprojekt für solche Kinder umzusetzen. Bei den Begünstigten des Projekts handelt es sich um Kinder und Jugendliche aus den Fischergemeinden in Cox´s Bazar, eine marginalisierte Gruppe, die vor vielen sozialen und ökonomischen Herausforderungen steht. Der Großteil der Kinder aus den Küstenfischerdörfern hat keinen Zugang zu Bildung und nie die Möglichkeit erhalten, die Grundschule zu besuchen. Bereits im Alter von sechs bis sieben Jahren beginnen sie mit der Fischerei aufgrund von Armut oder dem Tod eines Elternteils. In einem Alter, in dem Kinder unbeschwert aufwachsen sollten, fangen sie gemeinsam mit den Erwachsenen Fische in Flüssen und im Meer oder trocknen Fisch in der stechenden Sonne. Laut einer Umfrage handelt es sich in dem Distrikt bei 20 % der Arbeiter im Trockenfischsektor um Kinder. Trotz des Interesses der Familien und Kinder bleibt ihnen ihr Recht auf Bildung wegen fehlender finanzieller Mittel verwehrt. Der Lebensunterhalt der bedürftigen Familien aus den Fischergemeinden ist stark von saisonalen Fischfängen abhängig und daher sehr unsicher. Die Unsicherheit wird durch Naturkatastrophen, sinkende Fischbestände und Marktschwankungen zusätzlich verstärkt. Viele Familien stehen vor der täglichen Herausforderung, grundlegende Ausgaben für Nahrung, medizinische Versorgung und Bildung zu decken. Auch die Initiativen seitens der Regierung und weiterer NGOs sind begrenzt. Doch muslimehelfen hatte die Chance, an dieser Stelle unterstützend einzugreifen und diesen Kindern und Jugendlichen eine Chance auf Bildung zu ermöglichen.

Für dieses Projekt wurde eine informelle Schule für 25 Schulkinder – 16 Mädchen und 9 Jungen – im Alter von 10 bis 14 Jahren eingerichtet, wovon 3 Kinder Waisen sind. Informelle Schulen in Bangladesch sind Bildungseinrichtungen, die außerhalb des formalen Schulsystems agieren und grundlegende Bildung für Kinder anbieten. Dazu gehören arbeitende Kinder und Straßenkinder, die nie die Möglichkeit hatten, eine formale beziehungsweise reguläre Schule zu besuchen. Diese Schulen befinden sich oft in Slums, ländlichen Gebieten oder benachteiligten Gemeinschaften und werden meist von lokalen Gemeindemitgliedern, NGOs oder anderen Organisationen gegründet. Dabei richten sich die informellen Schulen nach dem Alltag der Kinder und bieten flexible Unterrichtszeiten an. Der Unterricht findet häufig abends oder an Wochenenden statt, damit die Kinder ihre Arbeit und Bildung miteinander vereinbaren können.

Für die Einrichtung der informellen Schule wurde ein Raum für ein Jahr gemietet, dekoriert und mit allem ausgestattet, was für eine förderliche Lernumgebung benötigt wird. Es wurden Lernmaterialien wie Notizbücher, Stifte, Federmappen und Schultaschen an die Kinder verteilt und die Lehrerinnen haben didaktische Materialien wie ein Whiteboard sowie Marker für den Unterricht erhalten. Außerdem wurden die Kosten für Ventilatoren, eine gute Raumbeleuchtung, Bodenmatten, Lernposter, Wasserfilter mit Trinkgläsern sowie Reinigungsmittel und Hygieneartikel gedeckt. Die Lehrkräfte wurden aus den lokalen Gemeinschaften rekrutiert, da sie die sozialen Strukturen vor Ort gut kennen und die Herausforderungen arbeitender Kinder besser nachvollziehen können. Zudem wurden weitere Betriebskosten wie die Stromkosten für das Schulzimmer und weitere Ausgaben für Transport und behördliche Vorgänge von muslimehelfen übernommen.

Unsere informelle Schule bietet eine Grundschulbildung von der ersten bis zur fünften Klasse an und folgt dem nationalen Schullehrplan von Bangladesch. Die 25 Schulkinder wurden, unabhängig von ihrem unterschiedlichen Alter, in einer gemeinsamen Klasse der ersten Schulstufe zusammengeführt und abends unterrichtet. Dabei wurden grundlegende Kenntnisse wie das Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt.

Alle 25 Schulkinder haben das erste Schuljahr erfolgreich absolviert und wurden nach einer Überprüfung durch die lokale Schulbehörde offiziell in die zweite Klasse versetzt. Die Prüfungsergebnisse zeigen, dass die Kinder trotz ihrer schwierigen Lebensumstände beeindruckende Leistungen erbracht haben: 8 Schüler haben die Bestnote A+ erhalten, 6 Schüler die Note A, 5 Schüler erzielten A-, weitere 5 Schüler erreichten die Note B und die Leistung nur einer Schülerin wurde mit der Note C bewertet. Der Projektzeitraum erstreckte sich vom 1. Juni 2024 bis 31. Mai 2025.

Wichtig für den Erfolg des Projekts war die regelmäßige Teilnahme der Kinder am Unterricht, die kontrolliert wurde. Die hohen Anwesenheitsraten haben gezeigt, dass der Schulunterricht am Abend optimal an den Alltag der Kinder angepasst war. Außerdem war für den Erfolg die aktive Beteiligung der Gemeinschaft entscheidend. In der Planungsphase des Bildungsprojekts wurden Vertreter der Fischergemeinden – darunter Eltern, Gemeindeälteste und arbeitende Kinder – eingebunden, um ihre tatsächlichen Bedürfnisse besser nachzuvollziehen. Außerdem fanden während des Projektzeitraums regelmäßige Feedback-Sitzungen mit den Eltern, Gemeindevertretern und den Kindern statt. Zudem standen unsere Projektpartner in regelmäßigem Austausch mit den Lehrerinnen, die fortlaufend über den Lernfortschritt der Kinder und möglichen Herausforderungen berichteten. Dadurch konnten die Wirkung des Projekts bewertet und gezielte Verbesserungen umgesetzt werden.

Der Erfolg des Projekts spiegelt sich in den Aussagen der Kinder wider. Tahmina ist 14 Jahre alt und gehört zu den Schülern, die die Bestnote A+ erhalten haben. Sie ist dankbar für ihre zweite Chance auf Bildung:

„Ich komme aus einer sehr armen Familie. Mein Vater fängt Fische im Meer und arbeitet täglich auf dem Boot eines anderen. Es ist sehr schwer für ihn die Ausgaben unserer siebenköpfigen Familie zu decken. Früher bin ich zur Schule gegangen, musste aber abbrechen. Doch seitdem Eure Partnerorganisation hier eine Schule gegründet hat, kann ich wieder am Unterricht teilnehmen. Nachdem ich die erste Klasse abgeschlossen habe, besuche ich jetzt die Zweite. Hier lernen wir mit Freude. Ich möchte selbstständig werden, damit ich meinen jüngeren Geschwistern helfen kann, auch zur Schule zu gehen. Ich liebe das Lernen sehr. Danke muslimehelfen.“

Auch der 13-jährige Omor hat eine sehr gute Note, A-, erreicht. Er erzählt:

„Unsere Familie besteht aus acht Personen. Mein Vater arbeitet als Tagelöhner und auch ich fange Fische im Meer. Wir leben von Tag zu Tag. Meine Eltern wünschen sich, dass ich eine gute Bildung erhalte. Mittlerweile besuche ich die zweite Klasse an dieser Schule. Meine Mutter, mein Vater und ich sind sehr glücklich darüber. Ich bin der Einzige in der Familie, der zur Schule geht. Tagsüber arbeite ich, und am Abend besuche ich den Unterricht. Es macht mich sehr glücklich, lernen zu dürfen. Danke.“

Der Dank gebührt jedoch unseren Spendern, die solch ein nachhaltiges Projekt ermöglicht haben. Mit nur 6.360 Euro konnte der Betrieb dieser informellen Schule über ein Jahr sichergestellt werden. Das entspricht etwa 255 Euro pro Jahr oder gerade einmal 21 Euro im Monat für die Bildung eines Kindes. Ein kleiner Betrag, der Großes bewirken kann und das Potenzial hat, das Leben dieser 25 Kinder nachhaltig zu verändern.

Wir möchten das Projekt dieses Jahr fortführen, gerne mit Deiner Hilfe.

Bangladesch: Strahlende Gesichter in der neuen Schule

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Informelle Schule: Eine zweite Chance auf Bildung für Kinder in Cox’s Bazar

Zugehöriges Projekt

Mit dem Fahrrad zu mehr Bildung

Miriam Laiouar

Viele Mädchen in Bangladesch stehen vor großen Herausforderungen, wenn es um den Schulbesuch geht. Armut, frühe Heirat und lange Schulwege gehören zu den häufigsten Gründen für den Bildungsabbruch. Besonders in ländlichen Regionen müssen Kinder oft mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen, um die nächste Schule zu erreichen. Diese langen und anstrengenden Wege führen dazu, dass viele Mädchen dem Unterricht fernbleiben – sei es wegen der körperlichen Belastung, des hohen Zeitaufwands oder der Gefahr von Belästigungen unterwegs.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Regierung Bangladeschs und verschiedene NGOs viele Grundschulen gebaut, um die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Während Grundschulen dadurch zahlreicher und näher an Dörfern liegen, gibt es deutlich weniger weiterführende Schulen in erreichbarer Nähe. Für Mädchen ist es daher üblicher nur eine Grundschule zu besuchen. Der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet sich hingegen oft schwierig, sodass viele ihre Schulbildung vorzeitig abbrechen.

Ein Transportmittel könnte den Schulweg erheblich erleichtern und sicherer machen. Doch oft sind diese nicht verfügbar oder sie sind für Familien finanziell nicht tragbar. In vielen Haushalten werden zudem Söhne bei der Bildung bevorzugt, während die Ausbildung der Töchter vernachlässigt wird. Um diesen Hindernissen entgegenzuwirken und Mädchen bessere Bildungschancen zu ermöglichen, haben wir gemeinsam mit unserem lokalen Partner in Bangladesch ein Fahrradprojekt umgesetzt.

Planung des Fahrradprojekts

Schon im Vorfeld erhielt unsere Partnerorganisation zahlreiche Anfragen von ländlichen Schulbehörden, Schülerinnen und deren Eltern, die dringend Fahrräder benötigten, um den täglichen Schulweg zu bewältigen. Nach einer sorgfältigen Bedarfsanalyse wurden 150 Mädchen aus finanziell benachteiligten Familien ausgewählt. Sie legen täglich eine Strecke von durchschnittlich 4 bis 5 Kilometern zurück, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Jedes dieser Mädchen sollte ein Fahrrad erhalten, um ihre Mobilität zu verbessern und einem frühzeitigen Schulabbruch entgegenzuwirken.

Die Schülerinnen besuchen zwei weiterführende Schulen in der Region Kaharol im Distrikt Dinajpur. Bei beiden Schulen stellte sich heraus, dass es keine geeigneten Abstellplätze für Fahrräder gab. Bisher mussten diese auf offenen Flächen abgestellt werden, was das Risiko von Diebstahl oder Beschädigung erhöhte. Um eine sichere Unterbringung der Fahrräder während des Unterrichts zu gewährleisten, entschieden wir uns, an beiden Schulen Fahrradabstellplätze zu errichten.

Umsetzung des Projekts

Bangladesch: Schulmädchen erhalten neue Fahrräder, um ihren Schulweg zu erleichtern.

Für die Umsetzung des Projekts wurden 23.703 € benötigt. Durch einen günstigen Wechselkurs konnten mit dieser Summe fünf zusätzliche Fahrräder verteilt werden, sodass insgesamt 155 Schülerinnen von der Initiative profitierten. Die feierliche Übergabe fand am 27. Februar 2025 statt, begleitet von Lehrkräften, Erziehungsberechtigten sowie Vertretern lokaler Regierungsbehörden, Gemeindeverantwortlichen und Journalisten. Jedes Mädchen erhielt ein brandneues Fahrrad, ausgestattet mit einem Korb und einem Sicherheitsschloss. Direkt im Anschluss wurden die Schülerinnen in einer kurzen Schulung mit der Handhabung und Wartung ihrer Fahrräder vertraut gemacht, um eine langfristige Nutzung zu gewährleisten.

Juli, eine 13-jährige Schülerin aus Kaharol, bedankt sich für ihr neues Fahrrad: „Ich bin Juli, Schülerin der sechsten Klasse. Meine Schule ist vier Kilometer von meinem Zuhause entfernt und meistens muss ich den Weg zu Fuß zurücklegen, weil ich mir die Fahrkosten nicht leisten kann. Es ist sehr anstrengend, so lange in der Sonne oder im Regen zu laufen. Mit dem Fahrrad, das ich heute bekommen habe, werde ich die Schule viel schneller erreichen. Vielen Dank muslimehelfen.“

Am 27. Februar 2025 wurden auch die beiden Fahrradabstellplätze feierlich eingeweiht und zur Nutzung freigegeben – einer mit einer Kapazität von 100 Fahrrädern, der andere für bis zu 80. Durch ihren Bau entstand eine nachhaltige Infrastruktur, die die Fahrradnutzung auch noch in den kommenden Jahren fördert. Zudem trägt der vermehrte Einsatz von Fahrrädern ökologisch zur Reduzierung des Bedarfs an motorisierten Fahrzeugen und zur Senkung der Kohlenstoffemissionen bei – ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zum Umweltschutz in der Region Kaharol. Die Spendengelder, die in dieses Projekt eingeflossen sind, sind somit Spenden mit langfristigem Nutzen (Sadaqa Dscharija), da in die Bildung von Mädchen zu investieren einen nachhaltigen positiven Mehrwert für sie selbst, ihre Familien und die Gesellschaft insgesamt bringt.

Dank der finanziellen Unterstützung von muslimehelfen und dem engagierten Einsatz aller Beteiligten konnte das Projekt innerhalb von 1,5 Monaten erfolgreich umgesetzt werden. Insgesamt wurden 155 benachteiligte Schülerinnen in ländlichen Gebieten mit hochwertigen Fahrrädern ausgestattet und zwei Fahrradabstellplätze an den beteiligten Sekundarschulen in Kaharol errichtet. Dies markiert einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Chancengleichheit und verbesserten Zukunftsaussichten für Mädchen in Bangladesch. Die Fahrräder sind mehr als nur Transportmittel – sie stehen für Hoffnung, Freiheit und die Verwirklichung von Träumen.

Bangladesch: Ein Lächeln voller Hoffnung – mit dem Fahrrad zur Schule und in eine bessere Zukunft.

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Mit dem Fahrrad zu mehr Bildung

Zugehöriges Projekt

Ibnu Sina: Hoffnung und Bildung für Kinder in Aceh

Miriam Laiouar

Nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im Jahr 2005 in der Provinz Aceh wurde die islamische Internatsschule Ibnu Sina von einer Gruppe Lehrer gegründet, um Kindern , die durch das Unglück ihre Eltern verloren hatten, ein Zuhause und eine Schule zu bieten. Da aufgrund mangelnder finanzieller Mittel das Fortbestehen der Internatsschule gefährdet war, übernahm eine unserer indonesischen Partnerorganisationen die Verantwortung für die Einrichtung im Jahr 2021. Mit der Hilfe von internationalen Organisationen, darunter auch muslimehelfen, hat sich die islamische Internatsschule seither zu einer der wertvollsten Bildungseinrichtungen der Provinz entwickelt.

Die Ibnu Sina Internatsschule befindet sich im Regierungsbezirk Südwest-Aceh, einer weniger entwickelten Region aufgrund ihrer abgelegenen und durch viele Hügel schwer zugänglichen Lage. Die Bevölkerung Südwest-Acehs besteht größtenteils aus Kleinhändlern, Bauern und Fischern, von denen viele in Armut leben. Besonders Familien, die den Vater und Hauptverdiener verloren haben, stehen vor enormen Herausforderungen. Die Internatsschule bietet derzeit 50 Waisenkindern und 60 Kindern aus sehr bedürftigen Familien nicht nur Bildung, sondern auch umfassende Unterstützung und Versorgung.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine fundierte Bildung, die sowohl den nationalen Lehrplan umfasst als auch Unterricht in den Bereichen Koran, islamische Rechtslehre (Fiqh), Arabisch und Auswendiglernen des Korans (Hifz) einschließt. Darüber hinaus bietet die Internatsschule den Kindern einen sicheren Schlafplatz und sorgt täglich für warme Mahlzeiten. Obwohl die meisten Familien der Kinder in weiter entfernten Orten leben, schicken sie ihre Kinder dorthin. Der Grund dafür ist, dass die Schulgebühren vollständig von der Partnerorganisation übernommen werden und die Verpflegung kostenlos bereitgestellt wird. Während der Schulferien und zu den beiden islamischen Festtagen haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Familien zu besuchen. Die übrige Zeit verbringen sie in der Obhut des Internats. Seit 2022 unterstützt muslimehelfen die Einrichtung mit einer Reihe von Projekten.

Wiederaufbau nach verheerendem Brand

Im Mai 2022, nur zwei Tage nach dem Ende des Ramadanfests, brach durch eine Stromstörung ein Feuer aus, das zwei der zentralen Räumlichkeiten der Internatsschule vollständig zerstörte. Dank Projektmitteln in Höhe von 25.254 € konnte muslimehelfen die Bücherei und den Computerraum wiederaufbauen lassen. Zusätzliche Unterstützung kam von lokalen Spendern, die die Räume mit 10 Computern und neuen Büchern ausstatteten. Das Projekt wurde von August bis Mitte Dezember 2022 erfolgreich umgesetzt und markierte den Beginn unserer Unterstützung für die Internatsschule Ibnu Sina.

Indonesien: Die Bücherei und der Computerraum von Ibnu Sina vor und nach dem Neubau 2022.

Mahlzeiten für Schüler des Internats

Die Internatsschule bietet den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Schlafplatz, eine fundierte Bildung und täglich nahrhafte Mahlzeiten. Während des Wiederaufbaus nach dem Brand fielen die Mahlzeiten jedoch aus. Dies stellte eine erhebliche finanzielle Belastung für die Familien dar, die nun eigenständig für die Versorgung ihrer Kinder aufkommen mussten. Unsere Partnerorganisation wandte sich daher an uns, um diese Familien für den Zeitraum von drei Monaten mit Lebensmitteln zu unterstützen. Im Regierungsbezirk Südwest-Aceh leben über 500 Waisenfamilien, von denen 300 in Armut leben. Alle 300 bedürftigen Familien wurden in die Lebensmittelhilfe miteinbezogen, unabhängig davon, ob ihre Kinder die Internatsschule besuchen oder nicht. Jede Familie erhielt ein Lebensmittelpaket, bestehend aus 30 kg Reis, 6 Litern Speiseöl, 3 kg Mungbohnen, 3 Dosen Fisch, 3 kg Zucker, 1,5 kg Salz und 1,8 kg Nudeln. Das Projekt wurde mit 20.023 € finanziert.

Nach Abschluss der Bauarbeiten konnten die täglichen Mahlzeiten für die Schülerinnen und Schüler der Internatsschule wieder bereitgestellt werden. Die Versorgung der 110 Kinder mit drei Mahlzeiten pro Tag, an sieben Tagen in der Woche, wird in der Regel durch lokale Spenden ermöglicht. In Fällen, in denen diese Spenden nicht ausreichen, springt muslimehelfen ein, um sicherzustellen, dass die Kinder nicht ohne Nahrung bleiben. Neben der Bereitstellung von Lebensmitteln werden in solchen Situationen auch die Kosten für Trinkwasser, Gaszylinder für die Küche sowie die Gehälter der drei Köche gedeckt. Von Februar bis Ende September 2024 übernahm muslimehelfen diese Finanzierung mit einem Betrag von 34.981 €. Für den Start des neuen Semesters ab Januar 2025 stellte muslimehelfen erneut etwa 35.000 € bereit, um eine lückenlose Versorgung der Kinder sicherzustellen.

Indonesien: Die Schüler der islamischen Internatsschule Ibnu Sina bekommen drei Mahlzeiten pro Tag serviert.

Jede Mahlzeit umfasste eine Portion Reis, verschiedenes Gemüse, eine Proteinquelle wie Fisch, Ei, Hähnchen- oder Rindfleisch, eine Beilage wie Tofu, Tempeh oder Nudeln sowie frisch geschnittenes Obst, z. B. Drachenfrucht, Wassermelone oder Banane. Für kleine Genussmomente sorgten süße Zutaten wie gezuckerte Kondensmilch und Sirup, die den Kindern eine besondere Freude bereiten.

Eine berührende Danksagung kommt von Muhammad, einem 14-jährigen Schüler der Ibnu Sina Internatsschule. Im letzten Schulsemester äußerte er sich folgendermaßen: „Alhamdulillah, wir möchten uns bei unserem Spender aus Deutschland bedanken, der uns in den letzten 6 Monaten in Ibnu Sina mit leckerem und gesundem Essen unterstützt hat. Wir können unsere Gefühle nicht in Worte fassen. Nur hier kann ich mein Lieblingsessen bekommen, gebratenes Hähnchen, Obst und Milch, weil ich es zu Hause nicht essen kann. Ich bete zu Allah, dass Er all Eure Angelegenheiten erleichtert und Euch mehr Versorgung gibt. Amin.”

Auch wir von muslimehelfen danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich, die diese bedeutenden Projekte an der Ibnu Sina Internatsschule ermöglicht haben. 

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Ibnu Sina: Hoffnung und Bildung für Kinder in Aceh

Zugehöriges Projekt

Warum wir bei einer Sadaqa Dscharija über Brunnenbauten hinausdenken sollten

Wenn es um eine Sadaqa Dscharija geht, denken viele Muslime als Erstes an den Bau eines Brunnens. Dieses Bild hat sich fest in den Herzen und Köpfen der Menschen verankert. Aber warum eigentlich? Ein Brunnen ist ein Symbol für Leben. Wasser ist essenziell für unsere Existenz, und die Errichtung eines Brunnens kann eine ganze Gemeinschaft mit sauberem Trinkwasser versorgen. Es ist ein konkretes und sichtbares Beispiel für eine Wohltat, die langfristig Nutzen stiftet – eine perfekte Verkörperung dessen, was eine Sadaqa Dscharija bedeutet.

Doch wie steht es um die Nachhaltigkeit solcher Projekte?

Ein Brunnen bringt nur dann anhaltenden Nutzen, wenn er sorgfältig geplant, fachgerecht gebaut und regelmäßig gewartet wird. Ohne Instandhaltung kann die Infrastruktur schnell Schaden nehmen oder sogar komplett unbrauchbar werden. Eine Frage, die wir uns daher stellen müssen: Was passiert mit der Sadaqa Dscharija, wenn die errichtete Infrastruktur nicht mehr besteht? Verliert sie dann ihren Wert? Auf materieller Ebene sicherlich, denn ein versiegter oder defekter Brunnen erbringt keinen Nutzen. Auch stellt sich die Frage, ob die Spenden, die für einen vergleichsweise kostspieligen Brunnen eingesetzt wurden, nicht in anderen Projekten einen nachhaltigeren Nutzen hätten.

Nachhaltigkeit erfordert Weitsicht

Auch wenn ein Brunnen ein wundervolles Beispiel für die Definition einer Sadaqa Dscharija ist, dürfen wir unser Verständnis nicht darauf verengen. Um wirklich langfristigen Nutzen zu stiften, müssen wir über die physische Infrastruktur hinausblicken. Hier kommen immaterielle Projekte ins Spiel, die ebenfalls einen nachhaltigen und vielfältigen Nutzen bringen können.

Bildung als Sadaqa Dscharija

Bildungsprojekte gehören zu den effektivsten Formen der nachhaltigen Wohltätigkeit. Beispielsweise durch die Übernahme von Schulgebühren ermöglichst Du Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu Bildung, was ihre Zukunftschancen enorm verbessert. Aber es geht nicht nur um die klassische Schulbildung für Kinder oder Waisen: Weiterbildungen oder berufsbildende Maßnahmen wie Computerkurse oder Nähkurse sind ebenfalls ein kraftvolles Werkzeug. Sie geben heranwachsenden Menschen die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu entwickeln, die ihnen ein dauerhaftes Einkommen sichern können.

Der Clou? Wissen, das einmal erworben wurde, kann nicht verloren gehen. Es wird oft weitergegeben – an Freunde, Nachbarn oder künftige Generationen. So entsteht ein Kreislauf des Nutzens, der weit über den einzelnen Empfänger hinausgeht. Eine Sadaqa Dscharija sondergleichen.

Darum setzen wir auf immaterielle Projekte

Ein Kind, das lesen und schreiben lernt, trägt dieses Wissen ein Leben lang in sich. Eine Frau, die durch einen Nähkurs lernt, Kleidung herzustellen, oder den Umgang mit einem Computer beherrscht, kann ihre Familie langfristig unterstützen. Diese Form der Sadaqa Dscharija ist nicht nur nachhaltig, sondern wirkt auch vielfältig. Sie befähigt Menschen, ihre Lebensumstände eigenständig zu verbessern, und hat oft eine transformative Wirkung auf ganze Gemeinschaften.

Selbstverständlich ist beides wichtig

Der Bau eines Brunnens ist eine wunderbare Möglichkeit, eine Sadaqa Dscharija zu leisten, doch wir sollten uns nicht allein darauf beschränken. Nachhaltige Projekte wie Bildungs- und Berufsbildungsmaßnahmen sind ebenso wichtig und oft noch wirksamer, wenn es darum geht, dauerhaften Nutzen zu schaffen. Lasst uns gemeinsam eine Welt gestalten, in der eine Sadaqa Dscharija mehr bedeutet als nur den Bau von Infrastruktur – eine Welt, in der durch Spenden echte Perspektiven eröffnet und Menschen nachhaltig unterstützt werden.

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Warum wir bei einer Sadaqa Dscharija über Brunnenbauten hinausdenken sollten

Zugehöriges Projekt

Vom Waisenkind zum Lehrer, Ingenieur und Unternehmer

Dank Spenden kümmert sich muslimehelfen seit Jahrzehnten in zahlreichen Projekten um Waisen. Viele der Waisen haben wir dabei einen großen Teil ihres Lebens von der Kindheit bis hin zu den Herausforderungen junger Erwachsener begleitet. Gemeinsam wollen wir daher nachfolgend den Lebensweg einzelner begünstigter Waisen aus Burundi betrachten.  

Ibrahim ist inzwischen 33 Jahre alt. Er wurde über 20 Jahre durch muslimehelfen unterstützt. Inzwischen arbeitet er als Französischlehrer in einem Kultur- und Sprachzentrum. Er beschreibt seinen Lebensweg als äußerst aufregend. 

(Links Ibrahim als Schüler, rechts als Lehrer)

2003 begann seine Unterstützung. In dem damaligem Hilfsprojekt war er das fünfte Kind von weniger als 30 Waisen, die anfangs jeweils Lebensmittel in Form eines halben Kilos Reis, Bohnen, Zucker und Speiseöl erhielten. Mit der Fortsetzung der Waisenhilfe und den entsprechenden Spenden wurde die Versorgung aufgestockt. Die Waisen erhielten daraufhin genügend Lebensmittel für einen ganzen Monat, Zugang zu kostenlosen medizinischen Untersuchungen, Schulmaterial und ihre Schulgebühren wurden übernommen. 

Ibrahim fasst diese Unterstützung folgendermaßen zusammen: „Ich habe eine voll finanzierte Ausbildung von der Grundschule bis zum Universitätsabschluss und eine Krankenversicherung vom 11. bis zum 25. Lebensjahr erhalten und bis jetzt seid ihr immer da. […] Ich schätze Euren Beistand sehr.“  

Emotional bewegt blickt er auf die Vergangenheit zurück. So zeigt sich Ibrahim nicht nur sehr dankbar für die Fürsorge, Freundlichkeit, Leidenschaft und Liebe, die ihm über Jahre zuteil wurde, sondern er hat gelernt der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Aus diesem Antrieb heraus unterstützt er dank weiterer Spenden Waisenkinder in Sansibar in Tansania, für deren Schulgeld und Schulsachen er aufkommt. „Möge Allah für Eure Großzügigkeit mit Euch sein in diesem Leben und im Jenseits und Euch mit dem Paradies belohnen. Wir können nicht dankbar genug sein. Eure Spenden und Euer aufrichtiges Geben waren die treibende Kraft, die uns am Leben hielt.“ 

(Links Nargis in Burundi 11, rechts Nargis in den USA.)

Nargis wurde seit ihrem 6. Lebensjahr unterstützt, bis sie die Gelegenheit bekam in die USA auszuwandern. Dies sind ihre Dankesworte: „Ich möchte meine Wertschätzung aus tiefstem Herzen äußern für den unglaublichen Einfluss, den Ihr mit Eurer Freundlichkeit und Aufopferung auf mich ausgeübt habt. Eure jüngste Unterstützung hat nicht nur einen merklichen Unterschied auf mich persönlich hinterlassen, sondern dieses Verhalten ist auch ein bemerkenswertes Vorbild im Bereich der Bildung und der Unterkunft für Bedürftige. Dies demonstriert wahrlich Leidenschaft und Einsatzbereitschaft in der Hilfe anderer. Ich kann kaum beschreiben, wie dankbar ich bin, aber möge Allah Euch mit dem Paradies belohnen.“ 

Djuma ist ebenfalls einer der Waisen, die in Burundi von muslimehelfen unterstützt wurden. Er bedauert, dass er seinen Dank erst jetzt mitteilen kann, aber er ist zutiefst dankbar für alles, was für Ihn getan wurde. Er wollte seine Dankbarkeit für die unschätzbare Unterstützung ausdrücken und sagt: „Ihre Hilfe und Anwesenheit waren für mich eine unerschütterliche Quelle des Trostes, da sie mich stärker und unabhängiger gemacht hat. Ich bin Ingenieur für Computertechnik geworden, weil ich dank der Bemühungen und Eurer Hilfe meinen Bachelor-Abschluss an der Universität von Burundi machen konnte. Ich arbeite heute problemlos in verschiedenen Abteilungen, die notwendigen Fähigkeiten, die ich erwerben konnte, habe ich Ihnen zu verdanken. Ich konnte mein eigenes Unternehmen gründen, das sich mit verschiedenen Dienstleistungen befasst, insbesondere mit Informatik und Bauingenieurwesen. Alles, was ich heute bin, habe ich Ihnen zu verdanken.“ 

Abschließend spricht er Bittgebete für jeden Unterstützer und er bittet um weitere Kraft und Mitteln, um mehr Waisenkindern zu helfen. 

Bizabishaka wuchs mit unserer Waisenhilfe auf. Seine Ausbildung und seine Lebensmittel wurden dank Spenden getragen. Eine andere Unterstützung als muslimehelfen hatte er nicht. Wie Nargis konnte auch er in die Vereinigten Staaten auswandern. „Ich arbeite jetzt und habe alhamdulillah alles, was ich nicht hatte. Ich habe ein Geschäft und besitze drei Autos. Ich werde Eure Freundlichkeit nie vergessen. Ihr habt mich gelehrt, anderen Gutes zu tun. Ich habe nicht viel zu sagen, außer dass ich mich bedanken möchte. Möge Gott es möglich machen, damit weiterzumachen und Euch mit all Seinen Segnungen belohnen. Ich liebe Euch alle so sehr.“, sagt er. 

Dies war eine kleine exemplarische Auswahl an Lebensgeschichten aus unseren Projekten, die stellvertretend für viele weitere Waisen stehen, die erfolgreich ihren Weg in unterschiedlichen Berufen gegangen sind, zu verantwortungsbewussten Erwachsenen gereift sind und voller Dankbarkeit niemals vergessen werden, was für eine Hilfe für sie geleistet wurde. 

Einige der ehemaligen Begünstigten besuchten außerdem Anfang Juli 2024 ihre ehemalige Schule, um bei einer Abschlusszeremonie die besten Absolventen mit einer Geldprämie auszuzeichnen und sie mit einer Ansprache als positives Beispiel zu motivieren und um etwas zurückzugeben. 

Vom Waisenkind zum Lehrer, Ingenieur und Unternehmer

Zugehöriges Projekt

Wie neue Fahrräder das Leben dreier Schulmädchen verändern

Heute möchten wir Dir von einem bemerkenswerten Hilfsprojekt aus Karnataka in Indien erzählen. In den ländlichen Gebieten des Distrikts Dharwad wurde im Rahmen eines unserer Hilfsprojekte ein wichtiger Beitrag gegen die Benachteiligung von Mädchen geleistet. Sage und schreibe 400 Fahrräder samt Sicherheitsschlössern wurden dank der Spender von muslimehelfen an Schülerinnen verteilt, um ihnen den Zugang zu Bildung zu erleichtern und ihren langen und beschwerlichen Schulweg zu verkürzen. Dieses Projekt wurde zu Beginn des Jahres umgesetzt und hat das Leben vieler junger Mädchen maßgeblich verändert.

Mädchen wie die 14-jährigen High School Schülerinnen Ayeesha, Fatima und Shagufta. Mehr über diese drei Mädchen erfährst Du nachfolgend:

Ayeeshas inspirierender Weg zur Ärztin

Die Achtklässlerin Ayeesha wollte schon immer Ärztin werden. Doch das Leben in ihrem Dorf mit ihren vier Geschwistern und ihrem Vater, der in einem Geflügelgeschäft arbeitet, machte diesen Traum zu einer Herausforderung. Der tägliche 6 Kilometer lange Schulweg, der oft mit erheblichen Wartezeiten und überfüllten Bussen verbunden war, kostete Ayeesha viel Energie und Zeit. Sie musste bisher um 6:30 Uhr aufstehen, um nach ihren Gebeten Hausarbeiten zu erledigen, bevor sie sich auf den Weg zur Schule machen konnte. Oft kam sie erschöpft und verspätet an, was ihre schulischen Leistungen beeinträchtigte.

Dank der Unterstützung von muslimehelfen erhielt Ayeesha jedoch ein Fahrrad, das ihr Leben veränderte. Mit dem Fahrrad konnte sie die Strecke zur Schule schnell und sicher zurücklegen, ohne dabei unter der körperlichen Erschöpfung und dem Stress der langen Busfahrten zu leiden.

„Jetzt kann ich mehr Zeit und Energie in mein Studium investieren“, sagt Ayeesha mit einem Lächeln.

Die regelmäßige Teilnahme am Unterricht und die gesteigerte Konzentration brachten sie ihrem Traum, eines Tages Ärztin zu werden, ein Stück näher.

Fatima überwindet Hindernisse

Fatima hatte ähnliche Schwierigkeiten wie Ayeesha. Ihr Vater, der als Schneider arbeitet, verdient nur wenig und kämpft, um die Grundbedürfnisse der siebenköpfigen Familie zu decken.

Der Schulweg von 8 km war für Fatima eine tägliche Strapaze. Sie musste stets sehr früh aufstehen und auf den überfüllten Bus warten, oft ohne einen Sitzplatz zu ergattern. Dies führte dazu, dass sie regelmäßig die erste Schulstunde verpasste, was wiederum ihre akademische Leistung negativ beeinflusste.

Dieser Zustand gehört nun der Vergangenheit an, denn muslimehelfen und unsere Projektpartner erkannten die Notlage von Fatima und stellten ihr ein Fahrrad zur Verfügung.

„Jetzt kann ich alle meine Kurse pünktlich besuchen und gute Noten erzielen. Danke, muslimehelfen“, sagt Fatima glücklich.

Stressfrei kann sie nun ihren Schulweg absolvieren und sich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren.

Shagufta macht ihren Traum wahr

Shagufta, die wie Fatima und Ayeesha die 8. Klasse der staatlichen High School in Kundugol besucht, träumt davon, Kardiologin zu werden. Doch die schlechten Transportmöglichkeiten in ihrem Dorf erschwerten ihren Weg. Ihr Vater, der als Tagelöhner arbeitet, konnte sich kein Fahrrad für seine Tochter leisten, und Shagufta musste oft lange auf überfüllte Busse warten, was dazu führte, dass auch sie wichtige Unterrichtsstunden verpasste.

Dank Spenden konnten wir eingreifen und Shagufta mit einem Fahrrad beschenken, das ihr Leben veränderte.

„Jetzt muss ich nicht mehr lange an der Bushaltestelle warten. Ich kann früh zur Schule gehen, verpasse keine Kurse mehr und kann gute Noten in meinen Prüfungen erzielen“, sagt Shagufta voller Dankbarkeit und Freude.

Dieses Projekt zeigt, wie muslimehelfen durch gezielte Maßnahmen das Leben junger Mädchen verbessern kann. Mit Spenden in Höhe von 39.264 Euro konnten alhamdulillah 400 Fahrräder bereitgestellt werden, die als Sadaqa Dscharija gelten, da dadurch kontinuierliches Gutes geleistet wird und die Bildung Hunderter Mädchen gefördert wird. Diese Fahrräder sind mehr als nur Transportmittel; sie sind Symbole der Hoffnung, der Freiheit und der Möglichkeit, Träume zu verwirklichen. Wissenswert ist auch, dass unter den 400 begünstigten Mädchen 156 Waisenkinder waren.

Gerne kannst Du mit Deiner Sadaqa Dscharija dafür sorgen, dass weitere großartige und nachhaltige Projekte wie diese Verteilung von Fahrrädern inklusive Sicherheitsschlössern umgesetzt werden können und Bedürftigen wie Ayeesha, Fatima und Shagufta geholfen wird.

Wie neue Fahrräder das Leben dreier Schulmädchen verändern

Zugehöriges Projekt

Start ins Berufsleben: muslimehelfen fördert Berufsbildung in Ruanda

Corinna Rapp

In Ruandas Distrikt Rwamagana haben junge Menschen einen bedeutenden Schritt in Richtung Unabhängigkeit und beruflicher Selbstständigkeit gemacht: Sie haben ein einjähriges Ausbildungsprogramm an der Kwigira Technical and Vocational Education Training School abgeschlossen.

Seit dem Jahr 2014 unterstützt muslimehelfen das Berufsbildungszentrum in Kigabiro. Das Engagement zielt insbesondere darauf ab, jungen Menschen aus benachteiligten Verhältnissen eine fundierte Berufsausbildung in verschiedenen handwerklichen Disziplinen zu ermöglichen. Die zentrale Idee hinter diesem Projekt ist es, den Auszubildenden nicht nur die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn zu vermitteln, sondern ihnen auch eine solide Basis für ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit zu bieten.

Durch die Übernahme der Studiengebühren und die Bereitstellung aller notwendigen Materialien und Geräte durch muslimehelfen konnten bis heute unzählige Lernende in verschiedenen Berufsfeldern geschult werden.

Im Jahr 2023 wurden 146 Frauen und Männer erfolgreich in verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet und für den Start in die Selbstständigkeit ausgestattet.

Ruanda: Während der Übergabe der Materialien und Geräte an die Begünstigten.
Hilfe zur Selbsthilfe

Durch die Ausbildung in gefragten Berufsfeldern wie Schneiderei, Elektrotechnik und Kochen sind die Absolventen in der Lage, eigene Unternehmen zu gründen oder in bestehenden Betrieben tätig zu werden. Dies trägt direkt zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei und reduziert die Erwerbslosigkeit in der Gemeinschaft.

Erhöhung des Einkommens

Dank der durch die Ausbildung erworbenen Fähigkeiten können die Absolventen Einkommen generieren und so die Lebensqualität für sie und ihre Familien nachhaltig verbessern.

Förderung des Unternehmertums

Die Unterstützung motiviert junge Menschen, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und umzusetzen. Innovation ist die Folge, neue Wirtschaftsstrukturen entstehen und regen lokales Wachstum an. Unternehmen, die von ehemaligen Absolventen gegründet wurden, können zudem Ausbildungsplätze für zukünftige Generationen bieten. So entsteht ein Kreislauf der wirtschaftlichen Entwicklung.

Ausrüstung als Schlüssel zur Selbstständigkeit

Ein Merkmal des Programms war die Übergabe der passenden Ausrüstung an die Absolventen,  die den Übergang von der Theorie zur Praxis erleichtern sollte. Dazu gehörte eine Nähmaschine für die Schneider, die Köche erhielten eine Kochplatte, eine Gasflasche, eine Pfanne sowie ein Waffeleisen. Die Elektriker wurden mit einer Werkzeugkiste ausgerüstet, die einen Digitalmultimeter, einen Schraubenzieher, einen Spannungstester, einen Elektriker-Hammer und vier verschiedene Zangen umfasste.

Die Ausrüstung dient vor allem als praktische Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. So können die Begünstigten sofort nach ihrem Abschluss beginnen, ihre Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen und so zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Gemeinschaften beizutragen.

Ruanda: Regelmäßige Verteilung von Verbrauchsmaterial; hier Lebensmittel für die Köchinnen und Köche.
Stimmen der Begünstigen

Unter den Begünstigten ist Hamimu, der eine Ausbildung zum Koch absolviert hat und sich besonders über die Ausrüstung freute, um in seine Selbstständigkeit zu starten. Die Freude teilte auch Diane Aburumuri. Beide planen die Eröffnung eines eigenen Restaurants bzw. Cafés.

Auch Nusura, die im Bereich Schneiderei ausgebildet wurde, hat konkrete Pläne. Sie möchte zunächst Kleidung „Made in Ruanda“ herstellen und sich anschließend mit einer eigenen Schneiderei und weiteren Angestellten vergrößern. 

 

Seth Iradukunda, ein frisch gebackener Elektriker, freute sich besonders über die Unterstützung der Jugend in Ruanda.

Zuvor war er als Bauarbeiter tätig und bezeichnete die Ausbildung als einen Start in ein neues Leben.

Wie solche Projekte zum sozialen Frieden beitragen

Wirtschaftliche Stabilität trägt zu sozialem Frieden und Sicherheit bei. Durch die Verringerung von Armut und Erwerbslosigkeit werden weniger Menschen zu extremen Maßnahmen oder zur Migration gezwungen. Das stärkt die soziale Integration und Stabilität in den Gemeinschaften.

Vor allem Bildungsprojekte und die Förderung von wirtschaftlicher Unabhängigkeit sind nachhaltige Wege zur Armutsbekämpfung. Sie bieten langfristige Lösungen, indem sie Menschen die Werkzeuge in die Hand geben, um ihr eigenes Leben und das ihrer Gemeinschaft aktiv zu verbessern.

muslimehelfen unterstreicht mit diesem Projekt die Bedeutung der Sadaqa Dscharija , die über den unmittelbaren Nutzen hinausgeht. Langfristige, positive Veränderungen in der Gesellschaft sind die Folge.

Ruanda: Die Begünstigen während ihrer Ausbildung.
Start ins Berufsleben: muslimehelfen fördert Berufsbildung in Ruanda

Zugehöriges Projekt

Erfolgreiches Studium im Ramadan: Darauf solltest Du achten

Auch im Ramadan ist es wichtig, die Schule und das Studium nicht zu vernachlässigen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die aufmerksame Teilnahme am Unterricht und den Vorlesungen, die gründliche Nachbereitung des Stoffs, die Erledigung der Hausaufgaben, die rechtzeitige Abgabe von Referaten, die Vorbereitung von Präsentationen oder sogar die Vorbereitung auf wichtige Abschlussprüfungen. Besonders die Prüfungsphasen während des Ramadan können eine Herausforderung darstellen.

Dein Zeitmanagement ist entscheidend

Du hast zwar meist keinen Einfluss auf die Termine der Prüfungen, aber die Planung im Vorfeld liegt in Deiner Hand. Du kannst selbst entscheiden, wann Du lernen möchtest. Einige finden es beispielsweise schwierig, nach dem Iftar am Abend neuen Stoff zu lernen. In diesem Fall ist es ratsam, die frühen Morgenstunden für das Lernen zu nutzen und direkt nach dem Morgengebet wach zu bleiben, um sich den akademischen Aufgaben zu widmen. Die Abende eignen sich hingegen besser für das reine Wiederholen des Gelernten. Wichtig ist, die Realität anzuerkennen und die Lerneinheiten nicht ständig aufzuschieben, nur weil man müde ist oder glaubt, mit leerem Magen nicht produktiv sein zu können. Disziplin und Regelmäßigkeit sind entscheidend.

Die richtige Ernährung hilft

Die Ernährung spielt auch eine wichtige Rolle für den Erfolg. Zu viel Essen beim Iftar macht bekanntlich träge. Es ist auch wichtig, genug Wasser zu trinken, um tagsüber nicht dehydriert zu werden, was das Lernen erschweren und die Aufmerksamkeit beeinträchtigen kann. Frische Luft und kurze Spaziergänge können ebenfalls hilfreich sein. Es ist bemerkenswert, dass sich der Stoffwechsel bereits nach den ersten Fastentagen anpasst und der Hunger sowie der Durst in den Hintergrund treten, was das Lernen effektiver macht, da man weniger abgelenkt ist.

Sei dankbar für Deine Möglichkeiten

Natürlich ist es herausfordernd, die gewohnten Lernroutinen einzuhalten, wenn man zwischendurch weder essen noch trinken kann und auch mehr Zeit für Gebete oder den Besuch der Moschee benötigt. Dennoch solltest Du bedenken, dass Du zu den Menschen gehörst, die in Frieden und Sicherheit leben und in Erwartung des vorbereiteten Iftar lernen können. Daher solltest Du alhamdulillah sprechen und Deine Geschwister in Not nicht vergessen, die unter widrigen Bedingungen dennoch ihrer Bildung nachkommen.

Vor diesem Hintergrund sollten wir uns daher positiv den akademischen Aufgaben stellen, insbesondere weil das Streben nach Wissen mit der richtigen Absicht auch im religiösen Sinne als gute Tat betrachtet wird.

Hast Du weitere Tipps für das Studium im Ramadan?

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Erfolgreiches Studium im Ramadan: Darauf solltest Du achten

Zugehöriges Projekt

Ein Jahr der Dankbarkeit

Das vergangene Jahr war für uns eine Zeit voller Engagement und Unterstützung für Bedürftige. Bedürftige, die aufgrund widriger Umstände mehr denn je auf unsere Hilfe angewiesen waren. Umso stolzer sind wir auf jede Familie, der dank kontinuierlicher Solidarität und großzügigen Spenden geholfen werden konnte.

Aktuell geht es dabei verstärkt um unsere saisonale Winterhilfe, über die Du in dieser Ausgabe unserer Zeitschrift umfangreiche Informationen bekommst.

Vor der Winterhilfe widmeten wir uns verstärkt dem Wohl der Waisen, der Situation der Geflüchteten, Bildungsprojekten, Erleichterungen für Menschen mit
Behinderungen und landwirtschaftlichen Projekten.

Ein Schwerpunktthema, das uns jedoch das ganze Jahr durchgängig begleitet hat und uns auch weiterhin fordert, ist die Nothilfe. Wir appellieren daher in diesen schwierigen Zeiten daran muslimehelfen insbesondere mit Spenden für diesen Spendenzweck zu unterstützen.

Wie geht es weiter?

Da sich unsere Winterhilfe wetterbedingt voraussichtlich bis Anfang März erstreckt und sich der islamische Kalender im Vergleich zum gregorianischen Kalender jährlich 10 bis 12 Tage nach vorne bewegt, erwarten uns im Anschluss bereits unsere Ramadan-Projekte, inklusive der Verteilung von Zakatul-Fitr und Ramadanpaketen, die den begünstigten Familien die Fastenzeit erleichtern sollen. Auch wollen wir zum Ende von Ramadan die Möglichkeit bieten Festgeschenke an Bedürftige verteilen zu lassen. Selbstverständlich informieren wir Dich wie gewohnt zeitnah in einer eigenen Ausgabe unserer Spenderzeitschrift und auch online zu diesen Vorhaben.

Unsere Zielsetzung im kommenden Jahr ist es unseren Einsatz zu verstärken und gemeinsam mit unseren Projektpartnern inschallah noch mehr Bedürftigen beizustehen. Gerne mit Deiner Unterstützung. 2022 konnten wir bereits über 650.000 Bedürftigen helfen. Wie es 2023 aussieht, wird sich noch zeigen, da zum Zeitpunkt des Verfassens von diesem Artikel noch einige Projekte insbesondere im Rahmen der Winterhilfe laufen und weitere Projekte noch abschließend geprüft werden. Für aktuelle Zahlen verweisen wir daher online auf www.muslimehelfen.org, wo die Anzahl des Begünstigten nach einer abschließenden Prüfung aller Projekte des Jahres veröffentlicht werden.

Kontoinhaber: muslimehelfen e.V.
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IBAN: DE55430609676030448700
BIC: GENODEM1GLS

Möge Allah Dich für Deine Spende belohnen. Amin.

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