Die Begünstigten bedanken sich

Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Bangladesch: Ein Rohingya-Flüchtlingsjunge präsentiert eine wärmende Decke und einen Schal.

In der Wintersaison 2023-2024 hat sich muslimehelfen um zahlreiche Projekte gekümmert, um Bedürftigen in verschiedenen Regionen der Welt durch den Winter zu helfen. Von den Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch und Indien über die Unterstützung einheimischer Gemeinschaften in Südasien bis hin zur Winterhilfe in Europa und dem südlichen Afrika – unsere Mission bleibt, den Bedürftigen Wärme, Hoffnung und Unterstützung zu bringen.

In diesem Rückblick möchten wir Dir die Höhepunkte unserer Winterhilfe präsentieren und dabei die besonderen Herausforderungen und Erfolge in den jeweiligen Regionen beleuchten.

Winterhilfe für Rohingya-Flüchtlinge

Im Winter 2023 haben wir gezielte Hilfsprojekte für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch und Indien unterstützt. Im Flüchtlingslager von Cox’s Bazar, dem größten seiner Art weltweit, wurden 675 Rohingya-Familien mit warmen Wintersachen versorgt. Jede Familie erhielt eine warme Decke und einen Schal, während zusätzlich 225 bedürftige einheimische Familien in der Region unterstützt wurden.

Insgesamt profitierten über 5.200 Menschen von dieser Initiative.

Das Projekt wurde vom 01. Oktober bis zum 17. Dezember 2023 durchgeführt und hatte einen Wert von 14.900,00 €.

In Indien, im Distrikt Hyderabad, konnten 800 bedürftige Rohingya-Familien mit dringend benötigten Wintersachen versorgt werden. Jede Familie erhielt eine dicke Decke, einen Pullover sowie ein großes Bettlaken mit Kissenbezügen. Die Unterstützung war entscheidend, da viele Flüchtlinge als Tagelöhner arbeiten und oft nur ein sehr geringes Einkommen erzielen, das nicht ausreicht, um ihre Familien ausreichend zu versorgen. In der kalten Jahreszeit sind diese Familien besonders gefährdet, da sie kein richtiges Zuhause haben und häufig krank werden. Das Projekt fand in der Zeit vom 10. November bis zum 16. Dezember 2023 statt und hatte einen Wert von 19.960,00 €.

Indien: Ein Rohingya-Flüchtlingsvater und sein Kind freuen sich über den Erhalt der Winterhilfe.
Winterhilfe für Einheimische in Südasien

Neben den Rohingya-Flüchtlingen haben wir auch einheimische Gemeinschaften in Indien und Bangladesch unterstützt. In Bangladesch wurden in den Distrikten Sirajganj und Dinajpur insgesamt 900 bedürftige Familien mit warmen Wintersachen, darunter große Decken und Schals, unterstützt. Diese Familien, die in der Landwirtschaft und im Kleingewerbe tätig sind, sehen sich erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen gegenüber, die durch Naturkatastrophen und globale Krisen verschärft wurden. Das Projekt fand vom 1. Oktober 2023 bis 15. Januar 2024 statt und hatte einen Wert von 15.000,00 €.

In Indien wurde im Distrikt Dindigul Winterhilfe für 287 Familien geleistet. Jede Familie erhielt eine Decke, eine warme Unterlage zum Schlafen sowie Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln, um die finanzielle Belastung zu verringern. Die Unterstützung fand vom 4. Oktober bis 5. Dezember 2023 statt und hatte einen Wert von 19.840,00 €.

Darüber hinaus wurden in den Armenvierteln des Distrikts Dharwad 600 bedürftige Familien mit dicken Decken, Pullovern und Bettwäsche versorgt. Die Begünstigten, darunter Tagelöhner, Alte, Witwen und Waisen, leiden besonders im Winter unter der Kälte. Das Projekt wurde vom 1. November bis 10. Dezember 2023 umgesetzt und hatte einen Wert von 14.997,00 €.

In Nepal, speziell im Distrikt Kathmandu, wurden warme Winterkleidung und Decken an 436 bedürftige Familien verteilt. Diese Familien setzen sich aus Bettlern, Müllsammlern, Lohnarbeitern, Obdachlosen und Menschen mit Behinderungen zusammen. 

Aufgrund ihres niedrigen Lebensstandards können sie sich nicht angemessen gegen die Kälte kleiden. Besonders nachts und morgens wird es in Nepal sehr kalt, was die Lebensbedingungen dieser Bedürftigen erheblich erschwert. Durch die Bereitstellung warmer Kleidung können sie trotz der widrigen klimatischen Bedingungen ihren täglichen Aktivitäten nachgehen und ihre Lebensgrundlage sichern. Dieses Projekt wurde vom 20. Oktober 2023 bis 20. Januar 2024 umgesetzt und hatte einen Wert von 13.007,00 €, was insgesamt 2.834 begünstigten Personen zugutekam.

Nepal: Einer der Begünstigten nimmt lächelnd eine Decke und warme Kleidung entgegen.
Winterhilfe in Pakistan

Im Distrikt Peshawar wurden warme Wintersachen an 190 bedürftige Familien verteilt. Jede Familie erhielt zwei Steppdecken sowie für jedes Kind einen Pullover, eine Jacke, eine Mütze und ein Paar Socken. Auch die erwachsenen Familienmitglieder erhielten jeweils einen Schal. Das Winterhilfeprojekt fand vom 1. bis 20. Februar 2024 statt. 

Pakistan: Einige der begünstigten Kinder gemeinsam mit den Hilfsgütern.
Winterhilfe in Europa
Bosnien: Eines der Waisenkinder vor dem Brennholz im Schnee.

Die Wintermonate in Europa sind besonders hart für Menschen, die aufgrund von Konflikten und Krisen aus ihrer Heimat geflohen sind. In dieser Region haben wir gezielte Hilfsprojekte durchgeführt, um denjenigen zu helfen, die leiden oder Leid erfahren.

In den ukrainischen Regionen Kiew und Lwiw wurde Winterhilfe für geflüchtete Familien geleistet, die aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs ihr Zuhause verlassen mussten. Die größte Sorge der Kriegsbetroffenen im Winter ist, sich warm zu halten. Insgesamt wurden 150 Familien mit elektrischen Heizgeräten und warmen Decken ausgestattet. Das Winterhilfeprojekt fand vom 5. Dezember 2023 bis 5. Januar 2024 statt.

In Bosnien wurde ein Projekt umgesetzt, das speziell Waisenfamilien begünstigte.

In den Kantonen Sarajevo, Tuzla und Zenica-Doboj erhielten insgesamt 82 Waisenfamilien dringend benötigtes Brennholz. Jede Familie bekam zwei Kubikmeter vorgeschnittenes Holz, um ihre Häuser während der kalten Monate zu beheizen. Diese Familien leben unter der Armutsgrenze und haben mindestens eine Elternteil verloren, was ihre Situation besonders herausfordernd macht. In den bergigen Regionen von Bosnien und Herzegowina sind die Winter extrem kalt, und der Zugang zu Wärme ist lebensnotwendig. Während diejenigen, die über Brennholz oder Kohle verfügen, den Winter erträglich gestalten können, wird das Leben für Familien ohne diese Ressourcen nahezu unerträglich.

Im Kanton Tuzla wurde auch an bedürftige Familien ohne Waisen Brennholz und Kohle verteilt. Insgesamt erhielten 50 bedürftige Familien jeweils zwei Raummeter vorgeschnittenes Holz, um sich in den kalten Monaten zu wärmen. 

Zudem wurden 26 Tonnen Kohle an das Aufnahmezentrum Duje geliefert, das Obdachlose und Menschen mit Behinderungen beherbergt. Durch diese Unterstützung konnten zusätzlich 440 Personen durch den Winter kommen. Da die Sozialhilfeleistungen des Landes diese Art der Hilfe nicht abdecken, sind viele Bedürftige auf externe Unterstützung angewiesen. Die Winterhilfeprojekte in Bosnien wurden vom 10. Oktober 2023 bis 10. Januar 2024 umgesetzt.

Bosnien: Eine ältere Dame schaut in die Kamera während Helfer das vorgeschnittene Brennholz entladen.
Winterhilfe im südlichen Afrika

Der Winter im südlichen Afrika bringt für die dort lebenden Menschen eine ganz eigene Reihe von Herausforderungen mit sich, die oft in der Gesellschaft hierzulande nicht wahrgenommen werden. Viele Menschen in dieser Region sind auf Hilfe angewiesen, um die kalten Monate zu überstehen.

In Malawi erhielten 1.000 bedürftige Familien in den Regionen Kasungu und Dowa warme Decken, um die kalten Nächte von Mai bis Juli zu überstehen. Die Unterstützung richtete sich insbesondere an alleinerziehende Mütter, Waisen, Witwen und ältere Menschen, die oft in schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen leben. Das Projekt wurde vom 30. Juni 2023 bis 15. August 2023 durchgeführt und hatte einen Wert von 26.774,00 €. Insgesamt profitierten 6.000 Menschen.

In Simbabwe erhielten 457 bedürftige Familien in vier Ortschaften der Provinz Manicaland ebenfalls warme Decken.

Darüber hinaus wurden 300 Waisen und gefährdete Kinder mit Trainingsanzügen ausgestattet, um sie in den kalten Wintermonaten warm zu halten. Diese Unterstützung zielte auf ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke ab, die in der Regel auf die bäuerliche Landwirtschaft angewiesen sind. Das Projekt fand vom 30. Juni 2023 bis 30. Juli 2023 statt und hatte einen Gesamtwert von 19.855,00 €, was insgesamt 3.042 begünstigten Personen zugutekam.

In Südafrika wurden in zwei Projekten insgesamt 1.510 bedürftige Familien mit Winterhilfen versorgt. 

In Johannesburg erhielten 510 Familien Decken, während in Kapstadt und Gauteng 1.000 Familien mit Decken sowie Sets aus Mützen, Handschuhen und Socken unterstützt wurden. Die Wintermonate von Juni bis August sind in Südafrika durch sinkende Temperaturen und heftige Regenfälle gekennzeichnet, was die Situation für einkommensschwache Familien, Witwen und Menschen mit Behinderungen besonders herausfordernd macht. Die Projekte in Südafrika wurden zwischen dem 20. Juni und 30. August 2023 durchgeführt, mit einem Gesamtwert von 24.292,00 € für beide Projekte.

Zusammengefasst konnten wir gemeinsam tausenden bedürftigen Menschen an zahlreichen Orten der Welt im Winter solidarisch beistehen. Doch unsere humanitäre Arbeit ist noch lange nicht getan. Auch diesen Winter stehen unzählige Familien erneut vor den harten Bedingungen der Wintermonate und Du kannst mit Deinem Einsatz für die Winterhilfe unterstützen und Wärme spenden.

Südafrika: Begünstigte Frauen zeigen voller Freude die erhaltenen Wintersachen und Decken.

Vielen Dank, dass Du ein Teil von muslimehelfen bist.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Großzügigkeit belohnen. Amin.

Dein muslimehelfen-Team
Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Zugehöriges Projekt

Deine Sadaqa Dscharija im Einsatz: Neues Anästhesiegerät rettet Leben!​

Deine Sadaqa Dscharija im Einsatz: Neues Anästhesiegerät rettet Leben!

Dank Deiner Unterstützung konnten wir in der Tawfiq-Klinik in Malindi, Kenia, lebenswichtige Hilfe leisten: Mit der Anschaffung eines modernen Anästhesiegeräts sind nun jährlich etwa 4.200 Operationen möglich. Dies ist ein bedeutender Schritt für die Gesundheitsversorgung in der Region und eine dauerhafte Verbesserung, die besonders bei Notoperationen über Leben und Tod entscheiden kann.

Ein brandneues Anästhesiegerät dank Spenden

Bisher musste das medizinische Team in der Tawfiq-Klinik mit veralteter Technik und nur zwei zuverlässigen Anästhesiegeräten in drei großen und einem kleinen Operationssaal arbeiten. Das dritte Gerät war ständig defekt.

Dr. Malingi, Leiter der chirurgischen Abteilung, beschreibt die Herausforderungen deutlich:

„Wir hatten Schwierigkeiten, unsere Patienten rechtzeitig zu versorgen, da uns funktionierende Anästhesiegeräte fehlten. Das neue Gerät ermöglicht es uns, auf den hohen Bedarf einzugehen und die Wartelisten abzuarbeiten. Es ist eine große Erleichterung für uns und die gesamte Küstenregion.“

Das neu erworbene Mindray Wato A5 Anästhesiegerät bietet umfangreiche Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen, die insbesondere in komplexen Eingriffen eine sichere und stabile Narkose gewährleisten. Anästhesistin Sophia unterstreicht die Bedeutung dieser Anschaffung:

„Die vorhandenen Anästhesiegeräte waren veraltet, was häufige Wartungsprobleme und Ausfallzeiten verursachte. Das neue Gerät von muslimehelfen reduziert dieses Risiko erheblich und erhöht die Patientensicherheit durch fortschrittliche Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen. Es verbessert außerdem den Arbeitsablauf im Operationssaal und verringert die Behandlungsdauer.“

Sicherheit und Hoffnung für Patienten in Not

Dieses Projekt wirkt direkt in kritischen Situationen und rettet Leben. Leben, wie das des Patienten Lawrence, der nach einem schweren Unfall in die Klinik überwiesen wurde. Dank des neuen Geräts konnte ihm eine Vollnarkose verabreicht und eine erfolgreiche Operation durchgeführt werden. „Nach dem Eingriff war ich wach und die Operation war ein Erfolg. Ich danke muslimehelfen und der Tawfiq-Klinik für ihren Dienst an der Menschheit“, sagte er.

Ein Anästhesiegerät als Sadaqa Dscharija

Ein Projekt wie dieses gilt als Sadaqa Dscharija – eine fortlaufende Wohltat, die langfristig Gutes für die Gesellschaft schafft. Die Investition in moderne Medizin-Technologie bleibt nicht auf den Moment beschränkt, sondern verbessert die Gesundheitsversorgung auf Dauer. Mit jeder Operation und jedem geretteten Patienten wird diese Wohltat fortgesetzt. Unterstütze uns mit Deiner Sadaqa Dscharija und ermögliche weitere Projekte dieser Art

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Großzügigkeit segnen und dieses Projekt erfolgreich machen. Amin.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

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Wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Zugehöriges Projekt

Die Woche der Waisen endet, aber Dein Einsatz wirkt weiter!

Die diesjährige Woche der Waisen geht zu Ende, und wir möchten uns von Herzen für Deine Unterstützung bedanken.

Um Dir zu zeigen, wie nachhaltig Dein Engagement wirkt, möchten wir Dir unser Projekt zur Erwerbshilfe für Witwen in Indonesien vorstellen. Viele dieser Frauen sind alleinerziehend und Hauptversorgerinnen ihrer Kinder. Im nachfolgenden Video bekommst Du einen Einblick davon, wie wir 150 Witwen durch gezielte Hilfen befähigt haben, ein eigenes Einkommen zu erzielen – und wie entscheidend Deine Unterstützung zum Beispiel für die Witwe Rajibayani aus Aceh war.

Du siehst, dass Deine Hilfe Leben verändern kann und Frauen darin unterstützt, nicht nur ihre wirtschaftliche Lage zu stabilisieren, sondern auch den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und eine bessere Zukunft für ihre Kinder zu schaffen.

Eine weitere der begünstigten Witwen ist Dahniar. Sie berichtet mit tiefem Dank über ihre Erfahrungen und sagt:

„Alhamdulillah, ich bin Allah so dankbar, dass ich als eine der Begünstigten für die Werkzeuge ausgewählt wurde. Vor allem der Gasherd bedeutet mir viel – ich wollte schon lange einen, aber konnte ihn mir nicht leisten. Nun, durch Eure Hände, habe ich endlich die Möglichkeit, mein kleines Geschäft zu erweitern. Ich bin unendlich dankbar.“

Dahniars Worte verdeutlichen, wie wertvoll diese Hilfe für sie und ihre Familie ist – eine Hilfe, die nur durch Deine Unterstützung möglich wurde.

Mit Deiner Spende für die Waisenhilfe und durch Projekte wie die Witwen-Erwerbshilfe eröffnen wir benachteiligten Familien eine Zukunftsperspektive. Ob durch eine monatliche Spende oder eine einmalige Unterstützung – jede Hilfe zählt. Auch ehrenamtliches Engagement ist eine Möglichkeit, diesen Frauen und Kindern langfristig zu helfen. So könntest Du z.B. in Deiner Gemeinde einen Benefiz-Kuchenverkauf organisieren und den Erlös spenden, um Waisen und Witwen zu unterstützen.

Vielen Dank, dass Du ein Teil von muslimehelfen bist.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für deine Großzügigkeit belohnen. Amin.

Herzliche Grüße und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Die Woche der Waisen endet, aber Dein Einsatz wirkt weiter!

Zugehöriges Projekt

Licht und Hoffnung: Solare Behelfsbeleuchtung in Sirajganj, Bangladesch

Aleyna Işık
Abendliche Besprechung der Inselbewohner unter der Solarlaterne.

In Sirajganj, einer abgelegenen Flussinsel in Bangladesch, hat die Installation von zehn solarbetriebenen Straßenlaternen das Leben von 354 Familien grundlegend verändert. Die Insel, die bisher ohne Strom auskommen musste, ist nun nachts erleuchtet, was zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität geführt hat.

Die Bewohner der Flussinsel gehören zu den Ärmsten in Bangladesch. Ihre Haupteinkommensquellen, Landwirtschaft und Fischerei, werden häufig durch saisonale Überschwemmungen und Flusserosion gestört. Die schlechte Infrastruktur erschwert den Zugang zu Märkten, Gesundheitsversorgung und Bildung.

Durch das Projekt, das von unserer Partnerorganisation in Bangladesch sorgfältig geplant und von Februar bis Mai 2024 umgesetzt wurde, können Landarbeiter, Fischer und Tagelöhner ihre Arbeit nun auch abends fortsetzen. Dies führt zu einer Steigerung ihrer wirtschaftlichen Erträge. Darüber hinaus verbessert sich das Sicherheitsgefühl der gesamten Gemeinschaft erheblich. Besonders Frauen und Mädchen profitieren von der verbesserten Beleuchtung, da sie sich nun sicherer bewegen können. Auch der Weg zur Moschee in den Abend- und Nachtstunden ist jetzt sicherer und einfacher.

Liton, ein 42-jähriger Inselbewohner, drückt die Erleichterung und Freude der Gemeinschaft aus: „Assalamu alaikum. Wir sind sehr zufrieden mit der Installation dieser Solarstraßenlaternen. Sie sorgen nachts für eine gute Beleuchtung in den Straßen in der Nähe der Geschäfte. Seit der Installation der Straßenlaterne neben dem Flusspier legen wir nicht mehr versehentlich Boote am falschen Pier an.“

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in mehreren Schritten: Von der Standortbestimmung über die Installation bis hin zu Schulungsworkshops, in denen die Gemeinde den Betrieb und die Wartung der Laternen erlernte. Eine feierliche Übergabe der Solarstraßenlampen an die Gemeinde rundete das Projekt ab.

Die Flussinselbewohner profitieren nun von einem helleren, sichereren und wirtschaftlich stabileren Umfeld. Gut beleuchtete Wege und öffentliche Plätze haben das Risiko von Kriminalität und Belästigung verringert. Gleichzeitig haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten durch verlängerte Öffnungszeiten ausgeweitet.

Das Solarstraßenbeleuchtungsprojekt auf der Flussinsel Sachalia ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie nachhaltige Technologien und die Einbeziehung der Gemeinschaft eine positive, langfristige Veränderung bewirken können. Mit einem Projektbudget von nur 8.300,00 € wurde ein fundamentaler Wandel hin zu mehr Sicherheit, wirtschaftlicher Stabilität und Gemeinschaftswohl geschaffen.

Licht und Hoffnung: Solare Behelfsbeleuchtung in Sirajganj, Bangladesch

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Hungerhilfe 2024 in Kenia

Soufian El Khayari

Die Bewohner der ländlichen Gebiete von Kenia, besonders in den Dörfern des Countys Tana River, erleben derzeit eine besonders herausfordernde Zeit. Nachdem sie in den letzten Jahren mit einer intensiven Dürre zu kämpfen hatten, wurden sie dieses Jahr von heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und dem Wetterphänomen El Niño heimgesucht. Der vertrocknete Boden kann das Wasser jedoch nicht aufnehmen. Die Lebensgrundlage vieler Familien, die stark von Landwirtschaft und Viehzucht abhängig sind, wurde dabei schwer getroffen. In dieser schwierigen Lage konnten wir gemeinsam durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen einen wichtigen Beitrag leisten.

Ende März dieses Jahres erhielten bedürftige Familien in mehreren Dörfern von Tana River Lebensmittelpakete, die Maismehl, Reis, Bohnen, Speiseöl, Salz und Zucker enthielten. Diese Unterstützung kam genau zur rechten Zeit und wurde von den betroffenen Familien mit großer Dankbarkeit aufgenommen.

Kenia: Omar ist dankbar für die Notfall-Lebensmittelverteilung.

Omar, 52 Jahre alt, lebt in Malindi und hat mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen: „Ich bin blind und mit einer Frau verheiratet, die eine Behinderung an den Beinen hat. Sie nutzt Krücken, um sich beim Gehen zu stützen, und wir haben zwei Kinder, aber eines von ihnen ist ebenfalls körperlich eingeschränkt und kann nicht ohne Krücken gehen. Früher war ich Automechaniker, doch durch den übermäßigen Gebrauch von Schweißgeräten habe ich das Augenlicht verloren. Alhamdulillah, ein Philanthrop aus Kuwait baute mir ein Haus und eröffnete einen kleinen Laden, um meine Familie zu ernähren. Doch ich kam nicht zurecht. Als ich in der örtlichen Moschee die Leute zum Gebet rief, erhielt ich ein Paket mit verschiedenen Lebensmitteln von muslimehelfen. Ich bin dankbar und möge Allah Ihre guten Taten annehmen. Danke“

Kenia: Fahim erhielt ebenfalls eine Notfall-Lebensmittelverteilung.

Auch Fahim, 79 Jahre alt, aus Garsen teilt seine bewegende Geschichte: „Ich bin verheiratet und habe 8 Kinder. Fünf meiner Kinder sind innerhalb von 10 Jahren verstorben und die verbleibenden Mädchen sind alle verheiratet und leben weit weg. Früher besaß ich 200 Kühe und alhamdulillah, es ging mir gut. Aber durch die Hungersnot der letzten Jahre habe ich alle meine Tiere verloren. Jetzt arbeite ich als Hirte und nutze das, was ich verdiene, um meine alte und schwache Frau zu unterstützen. Ich war dankbar, das Lebensmittelpaket von muslimehelfen zu erhalten. Besonders im wichtigen Monat Ramadan nutzten wir es als Iftar für die restlichen Tage des heiligen Monats. Möge Allah Dich mit Gutem belohnen.“

Die Ernährungssituation in Kenia ist seit Jahren prekär. Dürreperioden, wie die, die Tana River heimgesucht haben, zerstören Ernten und dezimieren Viehbestände, wodurch die Nahrungsmittelversorgung und die Einkommen der Familien drastisch sinken. Überschwemmungen verschärfen die Situation zusätzlich, indem sie Anbauflächen unbrauchbar machen und die Infrastruktur beschädigen. In solch herausfordernden Zeiten ist die humanitäre Arbeit von muslimehelfen unverzichtbar, um das Überleben und die Gesundheit der Betroffenen zu sichern.

Unsere Not- und Katastrophenhilfe spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die dringend benötigte Lebensmittelhilfe bereitzustellen. Jede Spende trägt dazu bei, das Leid der Menschen zu lindern und ihnen Hoffnung zu geben.

Hungerhilfe 2024 in Kenia

Zugehöriges Projekt

Überschwemmung in Kenia

Lebensrettende Hoffnung in Kenia und Hilfe für Waisen

Heute möchten wir Dir eine Geschichte aus Kenia erzählen. Im Dezember 2023 trat dort nach einer langen Dürreperiode das verheerende Wetterphänomen El Niño auf, was zu schweren Überschwemmungen führte. Besonders betroffen war das Tana River County, wo die Fluten ganze Dörfer und landwirtschaftliche Flächen zerstörten. Viele Familien verloren ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage.

Gemeinsam konnten wir helfen

Unsere Hilfsaktion ermöglichte es uns, 30 Dörfer zu erreichen und 2.214 Familien mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Jede Familie erhielt 5 kg Maismehl, 2 kg Reis, 2 kg Bohnen, 2 Liter Öl und 1 kg Salz, um die schwersten Wochen zu überstehen. Insgesamt konnten wir damit 8.856 Menschen in dieser Krisenzeit unterstützen.

Drei der Betroffenen haben ihre Geschichten mit uns geteilt:

Ali, 60 Jahre alt und Vater von 10 Kindern, lebte mit seiner Familie in Oda. Vor den Überschwemmungen hatten sie 150 Kühe und 200 Ziegen, doch die Dürre nahm ihnen über 100 Tiere. Als die Flut kam, verloren sie den Rest und mussten in ein Vertriebenenlager ziehen. Dank der Lebensmittelverteilung von muslimehelfen konnte seine Familie dennoch überleben. Ali ist sehr dankbar für die Hilfe und spricht ein Bittgebet für die Unterstützer.

Godhana, 67 Jahre alt, lebt seit dem Tod seiner Frau vor 33 Jahren als Witwer. Vor zwei Jahren wurde er von einem Nilpferd angegriffen und erlitt eine schwere Handverletzung, die er aufgrund seiner Armut nicht behandeln lassen konnte. Wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen zeigt er sich umso dankbarer für die erhaltene Hilfe. Die Lebensmittel teilt er mit seinen Nachbarn, die es zubereiten, damit sie die Mahlzeiten gemeinsam essen können.

Habiba, 84 Jahre alt, lebt seit zwei Wochen gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester in einem Vertriebenenlager, nachdem sie durch die Überschwemmungen ihr Zuhause verloren haben. Sie sind beide verwitwet. Da Habibas Kinder weit entfernt leben, muss sie sich oft selbst versorgen. Dies war das erste Mal, dass sie Lebensmittel in dem Camp erhielt. Sie ist daher äußerst dankbar für die Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Während wir den Menschen in Kenia durch diese schwierige Zeit helfen, denken wir auch an die vielen Waisen weltweit, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Unsere Waisenhilfe bietet diesen Kindern eine Zukunft durch Bildung und Schutz. Mehr über unsere Waisenhilfe kannst Du in den folgenden Blogbeiträgen nachlesen:

Wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Ein Rückblick auf unsere Winterhilfe 2023-2024

Zugehöriges Projekt

Woche der Waisen 2024 beginnt: Willkommenspaket sichern solange der Vorrat reicht

Bei muslimehelfen steht die diesjährige Woche der Waisen an.

Gemeinsam wollen wir in dieser Zeit auf die Belange von Waisen in unseren Hilfsprojekten aufmerksam machen!

Im edlen Koran und in Hadith-Übersetzungen heißt es sinngemäß:

„Wetteifert miteinander in guten Taten.“

(2:148 und Sahih al-Bukhari)

Vor diesem Hintergrund bieten wir den ersten 30 Spendern, die auf diesen Aufruf hin einen regelmäßigen Betrag für unsere Waisenhilfe einrichten als besonderes Dankeschön jeweils ein persönliches Willkommenspaket mit verschiedenen muslimehelfen-Werbeartikeln! Du kannst dafür beispielsweise ein monatliches, vierteljährliches, halbjährliches oder jährliches Intervall auswählen. Zur Orientierung bei der Spendenhöhe haben wir folgende Spendenbeispiele ausgerechnet:

Du möchtest noch mehr über unsere Waisenhilfe erfahren? Dann können wir Dir wahlweise einen Blick auf unsere Website oder in die digitale Waisen-Ausgabe unserer Spenderzeitschrift empfehlen, die Du hier kostenlos als PDF runterladen kannst:

Vielen Dank für Deinen Einsatz zum Wohle der Waisen

und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Woche der Waisen 2024 beginnt: Willkommens-Paket sichern solange der Vorrat reicht​

Zugehöriges Projekt

Deine Spende noch für 2023 steuerrechtlich geltend machen: So geht's

2023 ist fast vorbei, aber damit Deine Spende auch noch innerhalb der letzten Tagen des Jahres für Deine Spendenbescheinigung 2023 berücksichtigt werden kann, solltest Du auf Folgendes achten. So kommt es steuerrechtlich nämlich nicht darauf an, wann Du den Spendenauftrag erteilst, sondern der Tag der Wertstellung ist für das Finanzamt ausschlaggebend. Einfacher gesagt geht es darum, wann Deine Spende auf dem Vereinskonto eingeht. Wie lange dies wiederum dauert hängt von der genutzten Zahlungsart und dem Abbuchungszeitpunkt ab.

So wäre beispielsweise eine Spende per Lastschrift inzwischen zu spät, da es einige Tage dauert bis der nächste verfügbare Abbuchungstermin erfolgt. Deine Spende würde daher erst 2024 das Vereinskonto von muslimehelfen e.V. erreichen und könnte somit erst bei Deiner Steuererklärung für 2024 geltend gemacht werden.

Gleiches gilt für eine herkömmliche SEPA-Überweisung über Deine Bank oder Online Banking bzw. Mobile Banking, da die Durchführung ebenfalls mehrere Tage dauern kann und nicht gewährleistet ist, dass die Überweisung noch 2023 erfolgt, zumal die Feiertage die Abwicklung von Überweisungen etwas verlangsamen. Eine Ausnahme wäre eine sogenannte Echtzeit-Überweisung, was jedoch mit einer kleinen Gebühr verbunden ist. Die Höhe der Gebühr schwankt dabei je nach Bank zwischen 25 Cent bis 1,50 Euro.

Wir empfehlen daher für kurzfristige Spenden den Weg über unser Online Spendenformular unter Verwendung von PayPal als Zahlungsart. Spenden über Paypal werden nämlich sofort verbucht und können somit selbst bei einer Spende kurz vor Neujahr steuerrechtlich noch für 2023 geltend gemacht werden. Zwar fallen bei PayPal auch Gebühren an, aber dafür kann Deine Spende ohne Verzögerung erfasst werden.

Fazit: Wenn es Dir gegenüber dem Finanzamt wichtig ist, dass Deine Spende noch für 2023 gilt, nutze PayPal über unser Spendenformular.

Wenn es für Dich hingegen völlig  in Ordnung ist, dass Deine Spende 2024 verbucht wird und Du diese Zuwendung somit erst bei Deiner Einkommenssteuererklärung für 2024 geltend machen kannst, empfehlen wir Lastschrift als bevorzugte Zahlungsart, da die anfallenden Gebühren dort geringer sind. Die Spendenbescheinigung erhältst Du übrigens Ende Februar automatisch per E-Mail. Teile uns daher Deine aktuelle E-Mail Adresse mit. Auch solltest Du darauf achten beim Ausfüllen des Spendenformulars Deine korrekte Anschrift anzugeben, da diese Daten für die Angaben auf Deiner Spendenbescheinigung genutzt werden und für das Finanzamt wichtig sein könnten.

Deine Spende noch für 2023 steuerrechtlich geltend machen: So geht’s​

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Damit Mädchen auch an ihren Tagen in die Schule können

Ein Thema, das oft tabuisiert wird, aber dennoch von großer Bedeutung ist, sind die Kosten für Damenbinden, die für viele Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt teils unerschwinglich sind. Dies hat wiederum einen großen Einfluss auf das tägliche Leben der Betroffenen. Laut aktuellen Studien haben weltweit schätzungsweise 1,25 Milliarden Frauen und Mädchen keinen Zugang zu adäquaten Menstruationsprodukten. Insbesondere Mädchen aus armen Familien stehen dadurch vor großen Herausforderungen. Die finanzielle Belastung durch Einwegbinden kann dazu führen, dass diese Mädchen nicht zur Schule gehen können, was zu einem Verlust an Bildung und sozialer Ausgrenzung führt.

Das Problem wird außerdem durch den Mangel an sanitären Einrichtungen und fehlenden Entsorgungsmöglichkeiten in Schulen verschärft. Dadurch bleiben Mädchen oftmals 4 bis 7 Tage pro Monat der Schule fern, was sich auf 48 bis 84 Tage pro Jahr summieren kann.

Einem UNESCO-Bericht zufolge verpassen Mädchen in Afrika südlich der Sahara bis zu 20 Prozent ihrer Schulzeit aufgrund der Schwierigkeiten, die mit der Menstruation in diesen Lebensverhältnissen einhergehen. 

Ein Beispiel für ein Hilfsprojekt, das sich dieser Problematik widmet, kommt aus Südafrika. 

Dort konnte muslimehelfen in Zusammenarbeit mit einer lokalen Hilfsorganisation 500 Mädchen und Frauen in Johannesburg mit je drei wiederverwendbaren Binden ausstatten. Die wiederverwendbaren Binden wurden in Südafrika handgefertigt und bestehen aus natürlichen Materialien. Sie bieten eine nachhaltige Alternative zu Einwegbinden, da sie nach Gebrauch gewaschen und wieder angezogen werden können.  

Südafrika: Einer unserer Helfer bei der Übergabe eines Päckchens mit drei wieder- wendbaren Binden.

Dadurch können die Mädchen ihr Geld sparen und die Umwelt wird es ihnen ebenfalls danken, da weniger Abfall entsteht. Für viele Mädchen und Frauen war es auch das erste Mal, dass sie über wiederverwendbare Binden informiert wurden. 

Drei der Begünstigten aus Johannesburg bedankten sich und schilderten ihre Situation. 

Die 26-jährige Aisha sagte: 

„Möge Allah muslimehelfen und die Spender für die wiederverwendbaren Binden belohnen. Ich hatte noch nie so eine angenehme Periode, wie mit diesen Binden. Sie sind bequem und laufen nicht aus. Weil sie wiederverwendbar sind, muss ich mir nicht mehr jeden Monat Geldsorgen wegen teuren Einwegbinden machen. Bitte verteilt zukünftig noch mehr davon, damit weiteren Mädchen geholfen werden kann, die keine Binden haben. Macht weiter so! Möge Allah euch segnen!“ 

Die 19-jährige Hamedah, ebenfalls aus Johannesburg fügte hinzu: 

„Diese Binden haben unsere Lebensqualität und unsere Hygiene wirklich verbessert. Nicht nur für mich, sondern auch für meine kleine Schwester und für viele weitere Mädchen ist das eine Erleichterung. Diese Verteilung ist ein Boost für unser Selbstvertrauen, da jedes Mädchen hier solche Binden erhielt. Vielen Dank!“ 

Und die 16-jährige Fatima merkte an: 

„Ich danke muslimehelfen für die Hilfe der jungen Mädchen an unserer Schule. Ich schätze die wiederverwendbaren Binden sehr. Besonders für mich ist dies großartig, da ich mich um unseren Haushalt kümmere. Nun kann ich das Geld einsparen und statt Einwegbinden andere Dinge kaufen.“ 

Mit der Unterstützung dieser Initiative konnte muslimehelfen auf lokaler Ebene eine positive Veränderung im Leben vieler Mädchen und Frauen bewirken. Dennoch ist es wichtig, dass weltweit mehr Bewusstsein für diese Herausforderung geschaffen wird und weitere Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass alle Frauen und Mädchen Zugang zu bezahlbaren Damenhygieneprodukten haben und dadurch nicht von Bildungschancen und sozialer Teilhabe ausgeschlossen werden.

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Damit Mädchen auch an ihren Tagen in die Schule können

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Ausbildungskurse ermöglichen finanzielle Sicherheit

Ausbildungskurse ermöglichen finanzielle Sicherheit

Miriam Laiouar
Ausbildungskurse ermöglichen finanzielle Sicherheit
Ruanda: Junge Auszubildende bei der praktischen Übung einer Wasserinstallation.

Armut bringt neben Hunger und mangelhafter gesundheitlicher Versorgung viele weitere negative Folgen mit sich, wie einen erschwerten Zugang zu Bildung. Weltweit gehen rund 260 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule, laut den Schätzungen der UNESCO. Dabei gehört das Recht auf Bildung zu den festgeschriebenen Menschenrechten. Ohne einen schulischen Abschluss oder das Erlernen einer Fertigkeit finden in Armut lebende Menschen oft keinen Ausweg aus ihrer Lage. Da sie ohne Qualifikationen keinen gut bezahlten Arbeitsplatz finden können, sehen sich viele Kinder und Erwachsene gezwungen, einem schlecht bezahlten sowie körperlich harten Job nachzugehen oder sind von den Almosen der Menschen abhängig.

Um bedürftigen jungen Menschen eine Perspektive zu geben und sie von der Straße zu holen, legen wir bei
muslimehelfen großen Wert auf Bildungsprojekte. Im Jahr 2014 wurde beispielsweise das Berufsbildungszentrum in der Stadt Kigabiro in Ruanda eröffnet, nachdem der Bau und die Ausstattung von muslimehelfen finanziert wurden. Dort werden seitdem Jugendliche aus armen Verhältnissen ausgebildet, damit sie nach erfolgreichem Abschluss in der Lage sind, ihr Leben unabhängig von fremder Hilfe zu meistern. In insgesamt vier Klassenräumen können verschiedene Ausbildungen gleichzeitig laufen. Im letzten erfolgreich abgeschlossenen Lehrjahr 2021-22 konnten 55 junge Männer und Frauen das Schneiderhandwerk erlernen, 14 weitere haben die Ausbildung zum Wasserinstallateur erfolgreich abgeschlossen, 10 können jetzt als Elektroinstallateure arbeiten und 33 haben eine Kochausbildung hinter sich. In den Projektkosten sind die Gehälter des Schul-, Lehr- und Reinigungspersonals enthalten sowie die Kosten aller Materialien und Geräte, die für die Ausbildung benötigt werden. Insgesamt beliefen sich die Kosten für das letzte Lehrjahr auf 12.000 €. 

Durch weitere 6.513 € konnten den 55 Absolventen des Schneiderkurses während einer feierlichen Zeremonie nach Abschluss des Kurses im Sommer 2022 jeweils eine Nähmaschine überreicht werden. Zwei junge Männer und 53 junge Frauen sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, das Gelernte direkt anzuwenden und mit Hilfe der Nähmaschinen ein eigenes Einkommen zu erzielen. Ihnen stehen hierbei viele Wege offen. Sie können entweder eine eigene Schneiderwerkstatt eröffnen, von zu Hause aus arbeiten, oder eine Anstellung bei einem etablierten Bekleidungshersteller anstreben.

Auch in Kambodscha bieten wir regelmäßig Ausbildungskurse an. Im letzten Jahr fand der 13. Nähkurs in einem Dorf des Distrikts Krouchmar statt. Der kostenlose Kurs fand in 2 Semestern mit der Länge von je 6 Monaten statt. Pro Semester konnten 60 bedürftige junge Frauen das Nähen erlernen. Zwei qualifizierte Schneiderinnen haben sowohl morgens als auch nachmittags unterrichtet. Mit insgesamt 17.080 € wurden unter anderem die Gehälter der Schneiderinnen, die Kosten für die verschiedenen Stoffe und Nähmaterialien, die Miete der Räume, Stromkosten sowie 20 neue Nähmaschinen, die den besten 20 Teilnehmerinnen während der Abschlusszeremonie geschenkt wurden, finanziert. Zudem wurden allen Teilnehmerinnen in Anwesenheit von verschiedenen politischen und muslimischen Persönlichkeiten eine Teilnahmeurkunde überreicht. Ein Teil der während des Kurses angefertigten Kleidungsstücke erhielten die Teilnehmerinnen und ein anderer Teil ging an Bedürftige vor Ort. Laut unserer Partnerorganisation in Kambodscha ist es einigen Frauen aus dem Projekt in nur kurzer Zeit bereits gelungen, sich mit den neuerlernten Fähigkeiten ein eigenes Einkommen zu generieren. Dies erfreut uns besonders, denn es zeigt, dass die Ausbildungskurse zu schnellen Ergebnissen führen können und eine nachhaltige Methode sind, um Familien aus der Armut zu helfen.

Ausbildungskurse ermöglichen finanzielle Sicherheit
Kambodscha: Begünstigte Schülerinnen erlernen die englische Sprache.

Ein weiterer wiederkehrender Kurs in Kambodscha ist der Computer- und Englischkurs. Mit der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender konnte im letzten Jahr das inzwischen 12. Computer- und Englischkurs-Projekt im Distrikt Chlong erfolgreich umgesetzt werden. Insgesamt erhielten 160 bedürftige Schüler und Schülerinnen von montags bis freitags für 6 Monate die Möglichkeit Basisgrundwissen der englischen Sprache sowie die Anwendung von verschiedenen Designprogrammen und der gängigen Office Programme, Word, Excel und PowerPoint, kostenlos zu erlernen. Um den Fortschritt der Lernenden zu evaluieren, wurde einmal im Monat eine Prüfung absolviert. Der erfolgreiche Abschluss wird den Schülern und Schülerinnen ihren weiteren schulischen und universitären Bildungsweg erleichtern und ihre Chance auf dem zunehmend digitalisierten und englischsprachigen Arbeitsmarkt erhöhen. Das Ende der Kurse wurde mit einer Abschlusszeremonie am 21. Januar 2023 gekrönt, in der den erfolgreichen Absolventen offizielle Teilnahmeurkunden überreicht wurden und sich die zehn besten Teilnehmer an Geschenken erfreuen durften.

Im Land Südafrika hat muslimehelfen seine ersten Näh- und Computerkurse von August bis Dezember 2022 durchführen können. Wir sind glücklich darüber, dass wir in einem weiteren Land die Chancen auf finanzielle Sicherheit erhöhen durften. In der Provinz Gauteng haben insgesamt 63 Begünstigte das Nähen erlernt und weitere 41 Begünstigte konnten an einem Computerkurs teilnehmen. Sie sind alle in armen Verhältnissen aufgewachsen und konnten daher keine Bildung genießen. Einige Teilnehmer des Näh- und Computerkurses sind zudem Waisen, was ihre Situation noch schwieriger macht. Um zu überleben, war die Mehrheit der Begünstigten bisher von den Almosen der Menschen abhängig, berichtet uns unser Partner vor Ort. Doch nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer jeweiligen Kurse konnten fast alle Teilnehmer für sich und ihre Familien ein stabiles Einkommen generieren. Die Teilnehmer des Nähkurses nutzten dafür ihre beim Abschluss des Kurses erhaltene Nähmaschine und die Teilnehmer des Computerkurses ihre neu erlernten Kenntnisse zu Microsoft Office-Programmen sowie ihre neuen Verwaltungs-, Sekretariats- und Call-Center-Fähigkeiten. Durch die Hilfe der Partnerorganisation schafften es viele Teilnehmer einen Arbeitsplatz als Verwaltungsmitarbeiter Callcenter-Agent zu bekommen.

Ausbildungskurse ermöglichen finanzielle Sicherheit
Südafrika: Beim Abschluss des Nähkurses erhielt jeder Teilnehmer eine neue Nähmaschine .

„[…] meine Eltern sind beide verstorben, als ich noch jung war. Seitdem musste ich mich um meine Geschwister kümmern, ich musste Teilzeitjobs finden und habe in der Moschee um Spenden gebeten. So habe ich hauptsächlich gelebt, aber Gott schickte mir muslimehelfen, um mich mit dem Nähkurs zu unterstützen. Heute arbeite ich und ich genieße es so sehr, dass ich jetzt mein Essen kaufen kann, für die Bedürfnisse meiner Kinder sorgen kann und das Minimum für meine Familie tun kann. Ich danke euch sehr, das bedeutet mir wirklich sehr viel.“

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