Die Begünstigten bedanken sich

Drei lebensverändernde Ausbildungswege

In Ruanda träumen viele junge Menschen von einem Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für 150 Männer und Frauen wurde dieser Traum im vergangenen Jahr dank der Unterstützung unserer Spender Wirklichkeit.

Unterschiedliche Karrierepfade, aber ein Ziel

Im Berufsbildungszentrum Kwigira in Kigabiro absolvierten sie dafür eine einjährige, praxisnahe Ausbildung in den Bereichen Schneiderei, Kochen oder Elektrotechnik. Dieses Wissen ist in Ruanda eine gute Basis für ein eigenständiges Einkommen, doch dies allein reicht nicht. Deshalb erhielten alle Absolventen dank Spenden auch die nötigen Utensilien, um direkt durchstarten zu können.

58 Schneiderinnen und Schneider erhielten je eine Nähmaschine. 52 Köchinnen und Köche wurden jeweils mit einer Gaskochplatte, einer Gasflasche, einer Pfanne und einem Waffeleisen ausgestattet und 40 Elektrotechnikerinnen und Elektrotechnikern wurde jeweils ein Werkzeugkoffer mit einem Multimeter, einem Schraubendreher, einem Spannungsprüfer, einem Hammer und Zangen ausgehändigt.

Einer der Absolventen ist Mupenzi. Er ist 18 Jahre alt und hat seine Ausbildung als Elektrotechniker erfolgreich abgeschlossen. Mupenzi lässt Euch folgendes ausrichten:

„Dank muslimehelfen konnte ich Fähigkeiten erwerben, die mir helfen, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich möchte auf professionelle Weise Elektroinstallationen anbieten und damit für meine Zukunft sorgen. Vielen Dank an unsere Schule und die Unterstützer!“

Alle Absolventen stammen aus armen Familien. Viele waren zuvor ohne Aussicht auf Arbeit oder Einkommen. Jetzt können sie alhamdulillah ihr Handwerk ausüben, Kunden gewinnen und für sich und ihre Familien sorgen.

Mit Deiner Spende schenkst Du jungen Menschen wie Mupenzi eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Jeder Euro wirkt. Ob für Lehrmaterial oder Werkzeuge. Mach mit!

Eine Ausbildung verändert nicht nur Lebenswege. Sie verändert ganze Gemeinschaften. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich in Ruanda und in weiteren Projektländern noch viele weitere Türen öffnen.

Möge Allah (swt) den beruflichen Weg der Jugendlichen segnen und Dich für Deine großzügige Unterstützung reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Drei lebensverändernde Ausbildungswege

Zugehöriges Projekt

„Ich wünsche Euch ein gutes Leben.“

Diese Worte stammen von Halima aus Bujumbura. Sie ist 13 Jahre alt, Waise und besucht dank Deiner Unterstützung die muslimehelfen Primary School in Burundi. Sie bekommt dort nicht nur Unterricht, sondern auch tägliche Mahlzeiten, Schulmaterialien, Kleidung und medizinische Versorgung. Ihre Dankbarkeit ist spürbar, ihre Hoffnung ansteckend.

„Wir haben gute Lehrer und eine Krankenschwester, um uns zu behandeln, wenn wir krank sind. Vielen Dank für all dies!“, sagt Halima.

Bildung ist ein Schlüssel – auch in Burundi

In einem Land, in dem viele Familien ums Überleben kämpfen, ist Bildung oft der einzige Weg, dem Kreislauf von Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Umso wertvoller ist Deine Hilfe: Sie schenkt Kindern in Burundi nicht nur Schulbildung, sondern auch Schutz, Wärme und eine echte Chance auf eine hoffnungsvolle Zukunft.

Zwei unserer Projekte machen dies möglich. Eines bietet für 175 Kinder, von denen 158 Waisen sind, Unterricht von der 1. bis zur 6. Klasse. Vom zweiten Projekt profitieren 75 Kinder, die größtenteils Waisen sind, in den Klassen 7–9. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Verpflegung mit warmen Mahlzeiten in der Mittagspause, ein nahrhaftes Frühstück, Schulmaterialien, Uniformen und für die Gehälter der Lehrer und des medizinischen Personals wird aufgekommen.

Die Kinder haben bei offiziellen Tests sehr gut abgeschnitten. Dies ist ein starkes Zeichen für die Qualität des Unterrichts.

Was wir gemeinsam erreicht haben und warum es weitergehen muss

Diese Projekte zeigen: Bildung ist weit mehr als Lesen und Schreiben. Sie bedeutet Sicherheit, Nahrung, Gesundheitsversorgung und vor allem Würde.

Dass diese Kinder lernen, lachen und träumen dürfen, ist auch Dein Verdienst. Deine Spende hat echte Veränderung bewirkt. Du hast Kindern wie Halima einen Ort geschenkt, an dem sie lernen, satt werden und sich geborgen fühlen dürfen.

Unser Prophet Muhammad (ﷺ) ermutigte uns, Wissen zu suchen. Sowohl für uns selbst als auch für andere. Eine Sadaqa zugunsten von Bildungsprojekten ist daher weit mehr als materielle Hilfe: Sie ist eine Investition in die Zukunft – im Diesseits und im Jenseits.

Schon mit kleinen Beträgen kannst Du viel bewirken.

Möge Allah (swt) Dich und Deine Familie für Deine Großzügigkeit reichlich belohnen.

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
„Ich wünsche Euch ein gutes Leben.“ – Halima, 13 Jahre, aus Burundi

Zugehöriges Projekt

Ein Fahrrad, das ein Leben verändert

Stell Dir vor, ein einfaches Fahrrad könnte das Leben eines Mädchens in Bangladesch für immer verändern. Kein weiter, unsicherer Schulweg mehr. Keine Angst vor Belästigungen. Stattdessen: Bildung, Selbstständigkeit und eine echte Perspektive.

Genau das macht unser Projekt möglich.

In Kaharol, im Norden Bangladeschs, haben 155 Mädchen aus benachteiligten Familien jeweils ein Fahrrad samt Schloss und Korb bekommen, damit sie regelmäßig zur Schule fahren können. An den Schulen selbst wurden überdachte Fahrradständer gebaut, damit sie ihre Fahrräder sicher abstellen können.

Eine dieser Schülerinnen ist die 13-jährige Juli. Sie besucht die sechste Klasse – und ihr Schulweg war bisher eine tägliche Herausforderung:

„Meine Schule ist vier Kilometer von meinem Zuhause entfernt, und meistens muss ich den Weg zu Fuß zurücklegen, weil ich mir die Fahrkosten nicht leisten kann. Es ist sehr anstrengend, so lange in der Sonne oder im Regen zu laufen. Mit dem Fahrrad, das ich heute bekommen habe, werde ich die Schule viel schneller erreichen. Vielen Dank muslimehelfen.“

Julis Geschichte steht stellvertretend für viele Mädchen in ländlichen Gebieten, die trotz Motivation und Ehrgeiz an äußeren Hürden scheitern – wenn wir sie nicht gemeinsam überwinden!

(Für Spenderinnen und Spender aus der Schweiz ist das Spenden mit TWINT jetzt noch einfacher! Einfach in unserem Spendenformular TWINT als Zahlungsart auswählen und in wenigen Schritten Gutes tun – sicher, schnell und bequem.)

Weitere unterstützte Zahlungsarten sind Lastschrift, PayPal, Überweisung, Kreditkarte, Google Pay, Apple Pay und Revolut Pay.

Deine Spende ist eine nachhaltige Wohltat!

Mit Deiner Spende schenkst Du mehr als ein Fahrrad. Du ermöglichst Bildung, Sicherheit, Bewegung und soziale Teilhabe. Und das Beste: Deine Unterstützung wirkt über den Moment hinaus – als Sadaqa Dscharija.

Denn dieses Fahrrad fährt nicht nur heute. Es trägt über Jahre hinweg Wissen, Hoffnung und Unabhängigkeit in das Leben der Mädchen.

Möge Allah (swt) Dich dafür reichlich segnen!

Amin und wassalam

Dein muslimehelfen-Team
Ein Fahrrad, das ein Leben verändert

Zugehöriges Projekt

Die andere Seite der Nothilfe

Schwester Kashfa im Interview

Auf den Seiten zuvor sprachen wir über unsere Nothilfeprojekte im Zusammenhang mit Naturkatastrophen, doch es gibt auch andere Ursachen. Schwester Kashfa kann uns mehr darüber erzählen.

Schwester Kashfa, kannst Du Dich für unsere Leser kurz vorstellen und erläutern, welche Funktion Du in unserem Team erfüllst?

Kashfa: „Ich arbeite seit 2020 für muslimehelfen und zu meinen Aufgaben gehört die Entwicklung und Betreuung unserer Hilfsprojekte weltweit. Dabei arbeite ich eng mit unseren lokalen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Hilfe effektiv und nachhaltig umgesetzt werden kann und die Spenden ordnungsgemäß eingesetzt werden.“

Das heißt, Du kümmerst Dich auch um unsere Nothilfe?

Kashfa: „Ja, genau. Gemeinsam mit meinen Team-Mitgliedern aus der Projektabteilung beobachten wir kontinuierlich weltweite Entwicklungen und versuchen, bei akuten Notlagen gezielt zu handeln und auf entsprechende Projektanträge zu reagieren. Neben Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen gibt es jedoch viele weitere Notlagen, bei denen unsere Hilfe dringend benötigt wird.“

Interessant. Kannst Du uns erzählen, mit welchen Ursachen unsere Projektabteilung bei der Nothilfe außerhalb von Naturkatastrophen bisher noch konfrontiert wurde?

Kashfa: „Neben Naturkatastrophen gibt es zahlreiche weitere Ursachen, die zu humanitären Notlagen führen. Technische Defekte, wie Kurzschlüsse, können zu verheerenden Häuserbränden führen und ganze Gemeinden obdachlos machen. Auch politische Unruhen und bewaffnete Konflikte verschärfen die Situation vieler Menschen, die oft aus ihren Häusern fliehen müssen. Zudem haben politische sowie wirtschaftliche Krisen, wie steigende Lebensmittelpreise oder hohe Arbeitslosigkeit, gravierende Auswirkungen auf einkommensschwache Bevölkerungsgruppen. In all diesen Fällen ist schnelle und gezielte Hilfe gefragt.“

Hast Du konkrete Projektbeispiele und kannst Du uns verraten, wie wir dank unserer Spender helfen konnten?

Kashfa: „Ja, gerne. Ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr sind verheerende Häuserbrände in Kambodscha. Zwischen April und Mai 2024 kam es in den Provinzen Phnom Penh, Kratie und Tboung Khmum zu mehreren Bränden, die durch ein Kabelbrand ausgelöst wurden.

8 Häuser wurden dabei vollständig zerstört. Insgesamt 14 Familien verloren ihr Zuhause und standen vor dem Nichts. Dank der großzügigen Spenden konnten unsere Partner schnelle Nothilfe leisten: Jede bedürftige Familie erhielt jeweils ein Lebensmittelpaket bestehend aus 50 kg Reis, 10 Dosen Thunfisch, 6 Flaschen Sojasoße, 1 Liter Öl und 2 kg Zucker sowie 500 € Bargeld. Diese Unterstützung war für die Betroffenen ein erster Schritt zurück zur Normalität.

Ein weiteres Beispiel ist unsere Unterstützung für Teeplantagenarbeiter in Bangladesch, die aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der National Tea Company infolge von Korruption und politischer Instabilität monatelang keine Löhne erhielten. Die Krise verschärfte sich nach dem Regierungswechsel im August 2024, als führende Unternehmensvertreter der National Tea Company flüchteten und die Arbeiter ohne Einkommen zurückließen. Um ihre Grundversorgung zu sichern und Erleichterung zu schaffen, wurden Lebensmittelpakete verteilt.

Auch die anhaltende Notlage der Rohingya-Flüchtlinge zeigt, dass Nothilfe nicht nur bei plötzlichen Katastrophen, sondern auch bei langfristigen Krisen notwendig ist. Unsere Unterstützung umfasst hier unter anderem Nahrungsmittelhilfe, Winterhilfe und weitere Maßnahmen.“

Kambodscha: Häuserbrand 2024

In welchem Verhältnis stehen solche Nothilfe-Projekte im Vergleich zu den Projekten im Zusammenhang mit Naturkatastrophen?

Kashfa: Im letzten Jahr haben wir insgesamt 25 Nothilfeprojekte umgesetzt, von denen rund 70 % auf Naturkatastrophen zurückzuführen waren. Die verbleibenden 30 % waren auf humanitäre Hilfe in Folge anderer Krisensituationen ausgerichtet.

Das zeigt, dass ein signifikanter Teil unserer Arbeit in Notlagen erfolgt, die nicht durch Naturkatastrophen ausgelöst wurden. Unabhängig von der Ursache ist es unser Ziel, den betroffenen Menschen so effektiv wie möglich zu helfen. Denn jede Notlage bedeutet für die Betroffenen Angst, Unsicherheit und Entbehrung, und genau hier möchten wir mit Eurer Unterstützung ansetzen.“

Gibt es eine Geschichte oder ein persönliches Erlebnis aus Nothilfe-Projekten, das Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Kashfa: „Ich erinnere mich noch gut an meine Anfangszeit bei muslimehelfen, als ich mir die Bilder unserer Projekte ansah. Besonders geprägt hat mich eine Reihe von Aufnahmen aus der Hungerhilfe in Kenia, wo seit Jahren eine schwere Dürre herrscht. Eines dieser Bilder hat sich bis heute in mein Gedächtnis eingebrannt – es zeigte die verheerenden Auswirkungen der Trockenheit auf das Land, verendete Tiere und Menschen, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen und sich auf die Suche nach lebensnotwendigen Ressourcen zu begeben. Diese Unsicherheit begleitet viele von ihnen bis heute, denn die anhaltende Dürre nimmt ihnen jede Existenzgrundlage. Deshalb leisten wir weiterhin Hungerhilfe in Kenia, um den Betroffenen zumindest ein Stück Stabilität und Hoffnung zu geben.“

Lebensmittelhilfe für Teeplantagenarbeiter in Bangladesch

Vielen Dank für die Einblicke in die Ursachen unserer Not- und Katastrophenhilfe, Schwester Kashfa!

Kashfa: „Gern geschehen! Bei weiteren Projektfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.“

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Die andere Seite der Nothilfe

Zugehöriges Projekt

Wie muslimehelfen nach Naturkatastrophen hilft

Soufian El Khayari

Die Erde bebt, die Fluten steigen, Stürme fegen über das Land und Dürren trocknen den Boden aus – wenn Naturkatastrophen eintreffen, sind es oft die Ärmsten, die am härtesten getroffen werden. Sie verlieren unvermittelt ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Nutztiere, ihre Ernten, ihre Lebensgrundlage und manchmal sogar ihre Angehörigen. In diesen Momenten zählt jede Hilfe und jeder Beistand.

Bei muslimehelfen nehmen wir diese Verantwortung sehr ernst. Unsere Not- und Katastrophenhilfe steht mit Deiner Unterstützung und Allahs Willen bereit. Sei es mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten, Decken, Kleidung oder medizinischer Versorgung – wir tun unser Möglichstes, um gemeinsam mit unseren lokalen Projektpartnern den Betroffenen ihrem Bedarf entsprechend beizustehen und ihnen Hoffnung in ihrer schwersten Stunde zu schenken.

Effektive Hilfe durch vorausschauende Planung

Wer allerdings erst anfängt Spenden zu sammeln, wenn eine Katastrophe eingetreten ist, verliert wertvolle Zeit. Wir setzen daher auf eine effizientere Vorgehensweise. Unsere Unterstützer können jederzeit mitmachen und Spenden für unsere Not- und Katastrophenhilfe tätigen. Diese finanziellen Mittel werden in unserem Nothilfe-Fonds gesammelt und können schnell bereitgestellt werden, sobald sie gebraucht werden.

Durch diese vorausschauende und bewährte Strategie können wir effizient helfen. Damit dieses System jedoch auf Dauer funktioniert und wir langfristig handlungsfähig bleiben, muss gewährleistet werden, dass regelmäßig genügend neue Spenden für unsere Not- und Katastrophenhilfe eingehen. Nur so können wir für die nächste Krise gewappnet sein.

Krisen, wie sie zum Beispiel am 27. Mai 2024 in der Küs-tenregion von Bangladesch eintrat. An diesem tragischen Tag verdunkelte sich der Himmel, der Wind heulte und die Wellen des Meeres schlugen immer höher. Mit voller Wucht entfaltete sich der Zyklon Remal. Die Menschen in den betroffenen Gebieten konnten nichts anderes tun, als sich in Sicherheit zu bringen und mit anzusehen, wie der Sturm alles mit sich riss.

Eine dieser Menschen ist Shahabina. Sie ist 55 Jahre alt, Witwe und lebt mit ihrem körperlich beeinträchtigem Sohn im Distrikt Satkhira. „Ich habe all mein Hab und Gut in diesem Zyklon verloren. Mein Haus, was meine Unterkunft war, wurde ebenfalls zerstört“, erzählt sie. Ihr Zuhause, einst ein einfacher, aber sicherer Rückzugsort, war nun nur noch ein Trümmerhaufen.

Nach der Katastrophe herrschte in vielen betroffenen Gebieten Not. Die Menschen standen vor dem Nichts, viele hatten keinen Zugang zu Lebensmitteln oder sauberem Wasser. Besonders hart traf es die einkommensschwachen Familien, Tagelöhner, Fischer und Bauern, die von ihrem täglichen Einkommen abhingen. Ohne Arbeit, ohne Ersparnisse – wie sollten sie ihre Familien ernähren?

Um schnell und gezielt Hilfe zu leisten, ließ muslimehelfen am 10. und 11. Juni 2024 dringend benötigte Hilfspakete an 1000 betroffene Familien zukommen. Jedes Paket enthielt 25 kg Reis, 2 kg Linsen, 2 Liter Sojaöl, 3 kg Kartoffeln, 3 Stück Seife und 1 kg Waschpulver.

Bangladesch: Ein Blick in eines der Hilfspakete.

Zusätzlich erhielten die Frauen einen Sari und die Männer einen Lungi, um ihre verlorene Kleidung zu ersetzen. Diese Hilfspakete waren nicht nur eine materielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung. „Diese Hilfe von Euch wird für meine Familie sehr nützlich sein. Möge Allah Euch segnen. Heutzutage ist nicht jeder bereit zu helfen. Vielen Dank“, sagt Shahabina voller Dankbarkeit.

Bangladesch: Eine der Begünstigten nach dem Zyklon.

Zusätzlich erhielten die Frauen einen Sari und die Männer einen Lungi, um ihre verlorene Kleidung zu ersetzen. Diese Hilfspakete waren nicht nur eine materielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung. „Diese Hilfe von Euch wird für meine Familie sehr nützlich sein. Möge Allah Euch segnen. Heutzutage ist nicht jeder bereit zu helfen. Vielen Dank“, sagt Shahabina voller Dankbarkeit.

Indonesien: Die Lebensmittel für die Verteilung der Nothilfe.

Insgesamt wurden 5500 Menschen mit diesem Hilfsprojekt erreicht – darunter Männer, Frauen und vor allem Kinder, die unter den Folgen der Katastrophe litten. Die Unterstützung verhinderte nicht nur Hunger und Unterernährung, sondern half den Familien auch, sich wieder ein Stück Normalität aufzubauen.

Der Wiederaufbau wird lange dauern, doch durch schnelle und zielgerichtete Hilfe konnten die Menschen in Satkhira einen ersten Schritt in Richtung Zukunft machen. Sie wissen: Sie sind nicht allein. Ihre Hoffnung lebt weiter, getragen von der Solidarität und der Großzügigkeit derer, die bereit sind, zu helfen.

Ein weiterer Fall für unsere Not- und Katastrophenhilfe war der 7. Juli 2024 in Indonesien. An diesem Tag fiel der Regen unaufhörlich. Die Erde konnte die Wassermassen irgendwann nicht mehr aufnehmen, bis es schließlich geschah. Ein gewaltiger Erdrutsch erschütterte die Provinz Gorontalo. Nur wenige Tage später, vom 10. bis 13. Juli, sorgten anhaltende Regenfälle für massive Überschwemmungen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünfte fliehen.

Um den Überlebenden das Nötigste bereitzustellen, verteilte muslimehelfen in der Zeit vom 23. August bis zum 23. September 2024 Hilfspakete an 750 betroffene Familien. Jedes Paket enthielt 5 kg Reis, 2 kg Mehl, 2 Liter Speiseöl, 15 Packungen Instant-Nudeln, 2 Dosen Kondensmilch, 1 kg Zucker und 2 Packungen Tee. Unter den Begünstigten waren auch 79 Waisenkinder, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind.

Indonesien: Eine Momentaufnahme während der Verteilung der Nothilfe.

Eine der Betroffenen ist die 50-jährige Mira. „Herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ich hoffe, muslimehelfen und seine Unterstützer bekommen dafür Allahs Segen.“ sagt sie. Ihre Dankbarkeit ist groß, denn in einer Zeit, in der die Menschen alles verloren hatten, kam diese Nothilfe genau zur richtigen Zeit.

Indonesien: Sichtliche Freude beim Erhalt der Nothilfe.

Insgesamt wurden 3000 Menschen mit dieser Hilfe erreicht – Männer, Frauen und viele Kinder, die nach der Katastrophe auf eine neue Perspektive hofften. Die Lebensmittelpakete halfen, den akuten Mangel an Nahrung zu überbrücken und den Familien ein Stück Sicherheit zu geben.

Während der Wiederaufbau in Gorontalo Zeit braucht, hat die schnelle Nothilfe gezeigt, dass die betroffenen Menschen auf Unterstützer wie Dich zählen können. Sie wissen: In schweren Zeiten gibt es hilfsbereite Menschen, die an sie denken.

Gerade mal zwei Monate zuvor, ereignete sich in der indonesischen Provinz Westsumatra eine andere Katastrophe.

Es begann mit heftigem Regen, der nicht nachlassen wollte. Tagelang prasselten die Wassermassen auf die Hänge des Vulkans Marapi. Bis Schlammlawinen aus kalter Asche und Wasser, sogenannte Lahare, die Berghänge hinab donnerten und alles mit sich rissen. Häuser, Felder, Existenzen – binnen Minuten wurden ganze Dörfer verwüstet.

Unter den Betroffenen ist die 50-jährige Susi. Mit bewegenden Worten sagte sie beim Erhalt der Hilfsgüter: „Vielen Dank an muslimehelfen für die Fürsorge gegenüber uns. Hoffentlich wird die Hilfe gesegnet und nützlich für die Opfer der Flut sein.“ Ihre Dankbarkeit steht stellvertretend für viele, die durch die Katastrophe alles verloren haben.

Um die notleidenden Familien zu unterstützen, verteilte muslimehelfen vom 24. Juni bis zum 23. Juli 2024 Lebensmittelpakete an 813 betroffene Familien. Dank eines günstigen Wechselkurses konnten sogar 13 Familien mehr als geplant unterstützt werden. Jedes Paket enthielt 5 kg Reis, 2 kg Mehl, 2 Liter Speiseöl, 15 Packungen Instant-Nudeln, 2 Dosen Kondensmilch, 1 kg Zucker und 2 Packungen Tee. Auch 68 Waisenkinder erhielten die dringend benötigte Hilfe.

Mit dieser Nothilfe erreichte muslimehelfen insgesamt 3.252 Menschen – Männer, Frauen und Kinder, die von einem Moment auf den anderen vor dem Nichts standen. Die Lebensmittel gaben ihnen die Kraft, die ersten Tage nach der Katastrophe zu überstehen und Hoffnung auf einen Neuanfang zu schöpfen.

Indonesien: Helfer stellen die Pakete zusammen.

Die Naturkatastrophe mag unwiederbringliche Verluste gebracht haben, doch die schnelle Hilfe zeigte den Betroffenen, dass sie nicht alleine sind. In Zeiten der Not gibt es Menschen, die ihre Hände ausstrecken und helfen. Mitfühlende Menschen wie Dich. Und genau das gibt Hoffnung für die Zukunft.

Jetzt mitmachen und Menschen in Not helfen

Wir rufen Dich daher dazu auf uns im Rahmen Deiner Möglichkeiten zu unterstützen. Wir können zwar nicht voraussagen, wann und wo die Krise auftritt, aber mit Gewissheit wird Deine Hilfe benötigt.

Mit diesem Wissen über unsere Arbeitsweise, können wir Dir auch besonders ans Herz legen eine regelmäßige Spende zu Gunsten der Not- und Katastrophenhilfe einzurichten. Beispielsweise mit einem monatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Betrag. Eine solche wiederkehrende Spende kannst Du bequem über unsere Webseite einstellen. Dafür kannst Du online das gewünschte Intervall für Deine Spende auswählen. Alternativ kannst Du auch einen Dauerauftrag über Deine Bank einrichten.

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Wie muslimehelfen nach Naturkatastrophen hilft

Zugehöriges Projekt

Informelle Schule: Eine zweite Chance auf Bildung für Kinder in Cox’s Bazar

Kashfa Butt

Als Zuständige für die Projektentwicklung befasse ich mich jährlich mit Hunderten von Projekten. Jedes Projekt ist wertvoll und trägt auf seine eigene Weise – temporär oder langfristig – zur Verbesserung der Lebensbedingungen bei: Eine Lebensmittelhilfe kann temporär den Hunger stillen. Waisenhilfe schenkt den Kindern Geborgenheit und vermittelt ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein. Medizinische Hilfe kann Schmerzen lindern und zur Genesung beitragen.

Eine Projektkategorie, die mir besonders am Herzen liegt, ist die Bildung. Sie hat das Potenzial den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Bildung einen hohen Stellenwert hatte, weil meine Eltern meinen Geschwistern und mir die Chancen ermöglichen wollten, die ihnen selbst verwehrt blieben. Meine Eltern stammen aus Pakistan, einem Land, in dem die Analphabetisierungsrate im Jahr 2022 bei etwa 30 % für Männer und rund 55 % für Frauen lag. Bei meiner Mutter war der Wunsch zu lernen da, doch die Möglichkeiten fehlten. Die große Entfernung zu einer weiterführenden Schule und infrastrukturelle Probleme erschwerten den Zugang zu Bildung. Mein Vater hingegen musste bereits in jungen Jahren als ältester Sohn der Familie Verantwortung übernehmen und meinen Großvater finanziell unterstützen. Bei ihm waren es die fehlenden finanziellen Mittel und die frühe Verpflichtung zur Familienversorgung, die ihm den Bildungsweg versperrten.

Ein solches Schicksal teilen viele Kinder und Heranwachsende in Ländern des Globalen Südens. Umso mehr freute es mich, als sich unsere Projektpartner aus Bangladesch Anfang 2024 mit dem Wunsch meldeten, ein Bildungsprojekt für solche Kinder umzusetzen. Bei den Begünstigten des Projekts handelt es sich um Kinder und Jugendliche aus den Fischergemeinden in Cox´s Bazar, eine marginalisierte Gruppe, die vor vielen sozialen und ökonomischen Herausforderungen steht. Der Großteil der Kinder aus den Küstenfischerdörfern hat keinen Zugang zu Bildung und nie die Möglichkeit erhalten, die Grundschule zu besuchen. Bereits im Alter von sechs bis sieben Jahren beginnen sie mit der Fischerei aufgrund von Armut oder dem Tod eines Elternteils. In einem Alter, in dem Kinder unbeschwert aufwachsen sollten, fangen sie gemeinsam mit den Erwachsenen Fische in Flüssen und im Meer oder trocknen Fisch in der stechenden Sonne. Laut einer Umfrage handelt es sich in dem Distrikt bei 20 % der Arbeiter im Trockenfischsektor um Kinder. Trotz des Interesses der Familien und Kinder bleibt ihnen ihr Recht auf Bildung wegen fehlender finanzieller Mittel verwehrt. Der Lebensunterhalt der bedürftigen Familien aus den Fischergemeinden ist stark von saisonalen Fischfängen abhängig und daher sehr unsicher. Die Unsicherheit wird durch Naturkatastrophen, sinkende Fischbestände und Marktschwankungen zusätzlich verstärkt. Viele Familien stehen vor der täglichen Herausforderung, grundlegende Ausgaben für Nahrung, medizinische Versorgung und Bildung zu decken. Auch die Initiativen seitens der Regierung und weiterer NGOs sind begrenzt. Doch muslimehelfen hatte die Chance, an dieser Stelle unterstützend einzugreifen und diesen Kindern und Jugendlichen eine Chance auf Bildung zu ermöglichen.

Für dieses Projekt wurde eine informelle Schule für 25 Schulkinder – 16 Mädchen und 9 Jungen – im Alter von 10 bis 14 Jahren eingerichtet, wovon 3 Kinder Waisen sind. Informelle Schulen in Bangladesch sind Bildungseinrichtungen, die außerhalb des formalen Schulsystems agieren und grundlegende Bildung für Kinder anbieten. Dazu gehören arbeitende Kinder und Straßenkinder, die nie die Möglichkeit hatten, eine formale beziehungsweise reguläre Schule zu besuchen. Diese Schulen befinden sich oft in Slums, ländlichen Gebieten oder benachteiligten Gemeinschaften und werden meist von lokalen Gemeindemitgliedern, NGOs oder anderen Organisationen gegründet. Dabei richten sich die informellen Schulen nach dem Alltag der Kinder und bieten flexible Unterrichtszeiten an. Der Unterricht findet häufig abends oder an Wochenenden statt, damit die Kinder ihre Arbeit und Bildung miteinander vereinbaren können.

Für die Einrichtung der informellen Schule wurde ein Raum für ein Jahr gemietet, dekoriert und mit allem ausgestattet, was für eine förderliche Lernumgebung benötigt wird. Es wurden Lernmaterialien wie Notizbücher, Stifte, Federmappen und Schultaschen an die Kinder verteilt und die Lehrerinnen haben didaktische Materialien wie ein Whiteboard sowie Marker für den Unterricht erhalten. Außerdem wurden die Kosten für Ventilatoren, eine gute Raumbeleuchtung, Bodenmatten, Lernposter, Wasserfilter mit Trinkgläsern sowie Reinigungsmittel und Hygieneartikel gedeckt. Die Lehrkräfte wurden aus den lokalen Gemeinschaften rekrutiert, da sie die sozialen Strukturen vor Ort gut kennen und die Herausforderungen arbeitender Kinder besser nachvollziehen können. Zudem wurden weitere Betriebskosten wie die Stromkosten für das Schulzimmer und weitere Ausgaben für Transport und behördliche Vorgänge von muslimehelfen übernommen.

Unsere informelle Schule bietet eine Grundschulbildung von der ersten bis zur fünften Klasse an und folgt dem nationalen Schullehrplan von Bangladesch. Die 25 Schulkinder wurden, unabhängig von ihrem unterschiedlichen Alter, in einer gemeinsamen Klasse der ersten Schulstufe zusammengeführt und abends unterrichtet. Dabei wurden grundlegende Kenntnisse wie das Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt.

Alle 25 Schulkinder haben das erste Schuljahr erfolgreich absolviert und wurden nach einer Überprüfung durch die lokale Schulbehörde offiziell in die zweite Klasse versetzt. Die Prüfungsergebnisse zeigen, dass die Kinder trotz ihrer schwierigen Lebensumstände beeindruckende Leistungen erbracht haben: 8 Schüler haben die Bestnote A+ erhalten, 6 Schüler die Note A, 5 Schüler erzielten A-, weitere 5 Schüler erreichten die Note B und die Leistung nur einer Schülerin wurde mit der Note C bewertet. Der Projektzeitraum erstreckte sich vom 1. Juni 2024 bis 31. Mai 2025.

Wichtig für den Erfolg des Projekts war die regelmäßige Teilnahme der Kinder am Unterricht, die kontrolliert wurde. Die hohen Anwesenheitsraten haben gezeigt, dass der Schulunterricht am Abend optimal an den Alltag der Kinder angepasst war. Außerdem war für den Erfolg die aktive Beteiligung der Gemeinschaft entscheidend. In der Planungsphase des Bildungsprojekts wurden Vertreter der Fischergemeinden – darunter Eltern, Gemeindeälteste und arbeitende Kinder – eingebunden, um ihre tatsächlichen Bedürfnisse besser nachzuvollziehen. Außerdem fanden während des Projektzeitraums regelmäßige Feedback-Sitzungen mit den Eltern, Gemeindevertretern und den Kindern statt. Zudem standen unsere Projektpartner in regelmäßigem Austausch mit den Lehrerinnen, die fortlaufend über den Lernfortschritt der Kinder und möglichen Herausforderungen berichteten. Dadurch konnten die Wirkung des Projekts bewertet und gezielte Verbesserungen umgesetzt werden.

Der Erfolg des Projekts spiegelt sich in den Aussagen der Kinder wider. Tahmina ist 14 Jahre alt und gehört zu den Schülern, die die Bestnote A+ erhalten haben. Sie ist dankbar für ihre zweite Chance auf Bildung:

„Ich komme aus einer sehr armen Familie. Mein Vater fängt Fische im Meer und arbeitet täglich auf dem Boot eines anderen. Es ist sehr schwer für ihn die Ausgaben unserer siebenköpfigen Familie zu decken. Früher bin ich zur Schule gegangen, musste aber abbrechen. Doch seitdem Eure Partnerorganisation hier eine Schule gegründet hat, kann ich wieder am Unterricht teilnehmen. Nachdem ich die erste Klasse abgeschlossen habe, besuche ich jetzt die Zweite. Hier lernen wir mit Freude. Ich möchte selbstständig werden, damit ich meinen jüngeren Geschwistern helfen kann, auch zur Schule zu gehen. Ich liebe das Lernen sehr. Danke muslimehelfen.“

Auch der 13-jährige Omor hat eine sehr gute Note, A-, erreicht. Er erzählt:

„Unsere Familie besteht aus acht Personen. Mein Vater arbeitet als Tagelöhner und auch ich fange Fische im Meer. Wir leben von Tag zu Tag. Meine Eltern wünschen sich, dass ich eine gute Bildung erhalte. Mittlerweile besuche ich die zweite Klasse an dieser Schule. Meine Mutter, mein Vater und ich sind sehr glücklich darüber. Ich bin der Einzige in der Familie, der zur Schule geht. Tagsüber arbeite ich, und am Abend besuche ich den Unterricht. Es macht mich sehr glücklich, lernen zu dürfen. Danke.“

Der Dank gebührt jedoch unseren Spendern, die solch ein nachhaltiges Projekt ermöglicht haben. Mit nur 6.360 Euro konnte der Betrieb dieser informellen Schule über ein Jahr sichergestellt werden. Das entspricht etwa 255 Euro pro Jahr oder gerade einmal 21 Euro im Monat für die Bildung eines Kindes. Ein kleiner Betrag, der Großes bewirken kann und das Potenzial hat, das Leben dieser 25 Kinder nachhaltig zu verändern.

Wir möchten das Projekt dieses Jahr fortführen, gerne mit Deiner Hilfe.

Bangladesch: Strahlende Gesichter in der neuen Schule

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Informelle Schule: Eine zweite Chance auf Bildung für Kinder in Cox’s Bazar

Zugehöriges Projekt

Mit dem Fahrrad zu mehr Bildung

Miriam Laiouar

Viele Mädchen in Bangladesch stehen vor großen Herausforderungen, wenn es um den Schulbesuch geht. Armut, frühe Heirat und lange Schulwege gehören zu den häufigsten Gründen für den Bildungsabbruch. Besonders in ländlichen Regionen müssen Kinder oft mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen, um die nächste Schule zu erreichen. Diese langen und anstrengenden Wege führen dazu, dass viele Mädchen dem Unterricht fernbleiben – sei es wegen der körperlichen Belastung, des hohen Zeitaufwands oder der Gefahr von Belästigungen unterwegs.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Regierung Bangladeschs und verschiedene NGOs viele Grundschulen gebaut, um die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Während Grundschulen dadurch zahlreicher und näher an Dörfern liegen, gibt es deutlich weniger weiterführende Schulen in erreichbarer Nähe. Für Mädchen ist es daher üblicher nur eine Grundschule zu besuchen. Der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet sich hingegen oft schwierig, sodass viele ihre Schulbildung vorzeitig abbrechen.

Ein Transportmittel könnte den Schulweg erheblich erleichtern und sicherer machen. Doch oft sind diese nicht verfügbar oder sie sind für Familien finanziell nicht tragbar. In vielen Haushalten werden zudem Söhne bei der Bildung bevorzugt, während die Ausbildung der Töchter vernachlässigt wird. Um diesen Hindernissen entgegenzuwirken und Mädchen bessere Bildungschancen zu ermöglichen, haben wir gemeinsam mit unserem lokalen Partner in Bangladesch ein Fahrradprojekt umgesetzt.

Planung des Fahrradprojekts

Schon im Vorfeld erhielt unsere Partnerorganisation zahlreiche Anfragen von ländlichen Schulbehörden, Schülerinnen und deren Eltern, die dringend Fahrräder benötigten, um den täglichen Schulweg zu bewältigen. Nach einer sorgfältigen Bedarfsanalyse wurden 150 Mädchen aus finanziell benachteiligten Familien ausgewählt. Sie legen täglich eine Strecke von durchschnittlich 4 bis 5 Kilometern zurück, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Jedes dieser Mädchen sollte ein Fahrrad erhalten, um ihre Mobilität zu verbessern und einem frühzeitigen Schulabbruch entgegenzuwirken.

Die Schülerinnen besuchen zwei weiterführende Schulen in der Region Kaharol im Distrikt Dinajpur. Bei beiden Schulen stellte sich heraus, dass es keine geeigneten Abstellplätze für Fahrräder gab. Bisher mussten diese auf offenen Flächen abgestellt werden, was das Risiko von Diebstahl oder Beschädigung erhöhte. Um eine sichere Unterbringung der Fahrräder während des Unterrichts zu gewährleisten, entschieden wir uns, an beiden Schulen Fahrradabstellplätze zu errichten.

Umsetzung des Projekts

Bangladesch: Schulmädchen erhalten neue Fahrräder, um ihren Schulweg zu erleichtern.

Für die Umsetzung des Projekts wurden 23.703 € benötigt. Durch einen günstigen Wechselkurs konnten mit dieser Summe fünf zusätzliche Fahrräder verteilt werden, sodass insgesamt 155 Schülerinnen von der Initiative profitierten. Die feierliche Übergabe fand am 27. Februar 2025 statt, begleitet von Lehrkräften, Erziehungsberechtigten sowie Vertretern lokaler Regierungsbehörden, Gemeindeverantwortlichen und Journalisten. Jedes Mädchen erhielt ein brandneues Fahrrad, ausgestattet mit einem Korb und einem Sicherheitsschloss. Direkt im Anschluss wurden die Schülerinnen in einer kurzen Schulung mit der Handhabung und Wartung ihrer Fahrräder vertraut gemacht, um eine langfristige Nutzung zu gewährleisten.

Juli, eine 13-jährige Schülerin aus Kaharol, bedankt sich für ihr neues Fahrrad: „Ich bin Juli, Schülerin der sechsten Klasse. Meine Schule ist vier Kilometer von meinem Zuhause entfernt und meistens muss ich den Weg zu Fuß zurücklegen, weil ich mir die Fahrkosten nicht leisten kann. Es ist sehr anstrengend, so lange in der Sonne oder im Regen zu laufen. Mit dem Fahrrad, das ich heute bekommen habe, werde ich die Schule viel schneller erreichen. Vielen Dank muslimehelfen.“

Am 27. Februar 2025 wurden auch die beiden Fahrradabstellplätze feierlich eingeweiht und zur Nutzung freigegeben – einer mit einer Kapazität von 100 Fahrrädern, der andere für bis zu 80. Durch ihren Bau entstand eine nachhaltige Infrastruktur, die die Fahrradnutzung auch noch in den kommenden Jahren fördert. Zudem trägt der vermehrte Einsatz von Fahrrädern ökologisch zur Reduzierung des Bedarfs an motorisierten Fahrzeugen und zur Senkung der Kohlenstoffemissionen bei – ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zum Umweltschutz in der Region Kaharol. Die Spendengelder, die in dieses Projekt eingeflossen sind, sind somit Spenden mit langfristigem Nutzen (Sadaqa Dscharija), da in die Bildung von Mädchen zu investieren einen nachhaltigen positiven Mehrwert für sie selbst, ihre Familien und die Gesellschaft insgesamt bringt.

Dank der finanziellen Unterstützung von muslimehelfen und dem engagierten Einsatz aller Beteiligten konnte das Projekt innerhalb von 1,5 Monaten erfolgreich umgesetzt werden. Insgesamt wurden 155 benachteiligte Schülerinnen in ländlichen Gebieten mit hochwertigen Fahrrädern ausgestattet und zwei Fahrradabstellplätze an den beteiligten Sekundarschulen in Kaharol errichtet. Dies markiert einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Chancengleichheit und verbesserten Zukunftsaussichten für Mädchen in Bangladesch. Die Fahrräder sind mehr als nur Transportmittel – sie stehen für Hoffnung, Freiheit und die Verwirklichung von Träumen.

Bangladesch: Ein Lächeln voller Hoffnung – mit dem Fahrrad zur Schule und in eine bessere Zukunft.

Möge Allah Euch für Eure Großzügigkeit reichlich belohnen! Amin.

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Mit dem Fahrrad zu mehr Bildung

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Wie aus Deiner Sadaqa Dscharija Hoffnung wird

In unserem heutigen Newsletter möchten wir eine inspirierende Erfolgsgeschichte aus Ruanda mit Dir teilen. Dieses Hilfsprojekt wurde dank großzügigen Sadaqa Dscharija-Spenden im Wert von 11.911 Euro ermöglicht und gab vielen Jugendlichen eine berufliche Perspektive und Starthilfe für ihre zukünftige Versorgung. Um genau zu sein, konnten hierbei 150 junge Männer und Frauen im Berufsbildungszentrum Kwigira in Kigabiro erfolgreich eine einjährige Ausbildung in verschiedenen Bereichen abschließen. 

Wissen und Ausrüstung für einen erfolgreichen Start

Die Absolventen erhielten neben ihrem Abschluss auch Werkzeuge und Geräte, die sie direkt in den Berufseinstieg oder die Selbstständigkeit führen. Junge Schneiderinnen und Schneider starteten mit Nähmaschinen, Elektriker mit professionellem Werkzeug, und zukünftige Köche erhielten je eine Gaskochplatte, eine Gasflasche, eine Pfanne und ein Waffeleisen. Mit diesen Hilfsmitteln können sie ihre Fähigkeiten direkt einsetzen, um Einkommen zu generieren und ihre Familien zu unterstützen.

Ein Beispiel ist Mupenzi, 18 Jahre alt, der seine Ausbildung als Elektrotechniker abgeschlossen hat und einen Werkzeugkoffer mit einem Digitalmultimeter, einem Schraubendreher, einem Spannungsprüfer, einem Elektrikerhammer und vier verschiedenen Zangen erhielt. Er sagte folgendes:

„Dank muslimehelfen konnte ich Fähigkeiten erwerben, die mir helfen, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich möchte auf professionelle Weise Elektroinstallationen anbieten und damit für meine Zukunft sorgen. Vielen Dank an unsere Schule und die Unterstützer!“

Diese Kombination aus nachhaltiger Wissensvermittlung und dem richtigen Equipment sorgt dafür, dass Deine Spende einen nachhaltigen Effekt auf das Leben hat und jahrelang Nutzen bringen kann.

Unterstütze uns, damit wir weiterhin wertvolle Projekte dieser Art umsetzen können. Mehr davon, kannst Du hier in unserer Sadaqa Dscharija-Projektübersicht sehen.  Gerne kannst Du auch regelmäßig dafür spenden. Zum Beispiel monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Dafür einfach das entsprechende Intervall in unserem Spendenformular auswählen.

 
Wie aus Deiner Sadaqa Dscharija Hoffnung wird

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Warum wir bei einer Sadaqa Dscharija über Brunnenbauten hinausdenken sollten

Wenn es um eine Sadaqa Dscharija geht, denken viele Muslime als Erstes an den Bau eines Brunnens. Dieses Bild hat sich fest in den Herzen und Köpfen der Menschen verankert. Aber warum eigentlich? Ein Brunnen ist ein Symbol für Leben. Wasser ist essenziell für unsere Existenz, und die Errichtung eines Brunnens kann eine ganze Gemeinschaft mit sauberem Trinkwasser versorgen. Es ist ein konkretes und sichtbares Beispiel für eine Wohltat, die langfristig Nutzen stiftet – eine perfekte Verkörperung dessen, was eine Sadaqa Dscharija bedeutet.

Doch wie steht es um die Nachhaltigkeit solcher Projekte?

Ein Brunnen bringt nur dann anhaltenden Nutzen, wenn er sorgfältig geplant, fachgerecht gebaut und regelmäßig gewartet wird. Ohne Instandhaltung kann die Infrastruktur schnell Schaden nehmen oder sogar komplett unbrauchbar werden. Eine Frage, die wir uns daher stellen müssen: Was passiert mit der Sadaqa Dscharija, wenn die errichtete Infrastruktur nicht mehr besteht? Verliert sie dann ihren Wert? Auf materieller Ebene sicherlich, denn ein versiegter oder defekter Brunnen erbringt keinen Nutzen. Auch stellt sich die Frage, ob die Spenden, die für einen vergleichsweise kostspieligen Brunnen eingesetzt wurden, nicht in anderen Projekten einen nachhaltigeren Nutzen hätten.

Nachhaltigkeit erfordert Weitsicht

Auch wenn ein Brunnen ein wundervolles Beispiel für die Definition einer Sadaqa Dscharija ist, dürfen wir unser Verständnis nicht darauf verengen. Um wirklich langfristigen Nutzen zu stiften, müssen wir über die physische Infrastruktur hinausblicken. Hier kommen immaterielle Projekte ins Spiel, die ebenfalls einen nachhaltigen und vielfältigen Nutzen bringen können.

Bildung als Sadaqa Dscharija

Bildungsprojekte gehören zu den effektivsten Formen der nachhaltigen Wohltätigkeit. Beispielsweise durch die Übernahme von Schulgebühren ermöglichst Du Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu Bildung, was ihre Zukunftschancen enorm verbessert. Aber es geht nicht nur um die klassische Schulbildung für Kinder oder Waisen: Weiterbildungen oder berufsbildende Maßnahmen wie Computerkurse oder Nähkurse sind ebenfalls ein kraftvolles Werkzeug. Sie geben heranwachsenden Menschen die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu entwickeln, die ihnen ein dauerhaftes Einkommen sichern können.

Der Clou? Wissen, das einmal erworben wurde, kann nicht verloren gehen. Es wird oft weitergegeben – an Freunde, Nachbarn oder künftige Generationen. So entsteht ein Kreislauf des Nutzens, der weit über den einzelnen Empfänger hinausgeht. Eine Sadaqa Dscharija sondergleichen.

Darum setzen wir auf immaterielle Projekte

Ein Kind, das lesen und schreiben lernt, trägt dieses Wissen ein Leben lang in sich. Eine Frau, die durch einen Nähkurs lernt, Kleidung herzustellen, oder den Umgang mit einem Computer beherrscht, kann ihre Familie langfristig unterstützen. Diese Form der Sadaqa Dscharija ist nicht nur nachhaltig, sondern wirkt auch vielfältig. Sie befähigt Menschen, ihre Lebensumstände eigenständig zu verbessern, und hat oft eine transformative Wirkung auf ganze Gemeinschaften.

Selbstverständlich ist beides wichtig

Der Bau eines Brunnens ist eine wunderbare Möglichkeit, eine Sadaqa Dscharija zu leisten, doch wir sollten uns nicht allein darauf beschränken. Nachhaltige Projekte wie Bildungs- und Berufsbildungsmaßnahmen sind ebenso wichtig und oft noch wirksamer, wenn es darum geht, dauerhaften Nutzen zu schaffen. Lasst uns gemeinsam eine Welt gestalten, in der eine Sadaqa Dscharija mehr bedeutet als nur den Bau von Infrastruktur – eine Welt, in der durch Spenden echte Perspektiven eröffnet und Menschen nachhaltig unterstützt werden.

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Warum wir bei einer Sadaqa Dscharija über Brunnenbauten hinausdenken sollten

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muslimehelfen – Gemeinsam durch den Winter

Der Winter ist da – und während er für viele mit Gemütlichkeit verbunden ist, bedeutet er für andere einen harten Überlebenskampf. Besonders Menschen in Flüchtlingslagern oder in ärmlichen Verhältnissen leiden unter den eisigen Temperaturen. Ohne warme Decken, mit nur dünnen Plastikplanen als Schutz vor Wind und Wetter und einem Einkommen, das kaum zum Überleben reicht.

Deine Winterhilfe schützt vor Kälte

So zum Beispiel in den Rohingya-Flüchtlingscamps im indischen Hyderabad, wo es den Menschen an allem fehlt, um den Winter zu überstehen.

Abdul, 25 Jahre alt, erzählt:
„Ich lebe mit meiner Frau und fünf Kindern in einem kleinen Zelt, das aus Plastikplanen und Bambus besteht. Manchmal leihe ich mir Geld, um Essen für meine Kinder zu kaufen. Aber an Winterkleidung oder Decken war nicht zu denken. Der Winter war besonders hart, und meine Kinder wurden durch die Kälte krank. Alhamdulillah, durch die Winterhilfe von muslimehelfen haben wir eine warme Decke, ein Bettlaken und Jacken erhalten. Diese Hilfe hat uns vor dem Winter geschützt. Möge Allah die Spender segnen!“

Auch Mohammed, 38 Jahre alt, schildert die Notlage seiner Familie:

„Mein Haus schützt uns kaum vor der rauen Kälte. Ich habe kein richtiges Laken oder eine Decke, um meine Kinder zuzudecken, und es gibt keine Kleidung, die sie warmhält. In diesem Winter war die Kälte unerträglich. Doch alhamdulillah, durch muslimehelfen haben wir eine weiche, warme Decke bekommen, die meine Kinder schützt. Diese Hilfe hat unser Leben verändert. Möge Allah muslimehelfen und die Spender segnen!“

So wirkt Deine Winterhilfe: Ein Projektbeispiel aus Indien

Dank Dir konnten wir im vergangenen Winter 800 bedürftigen Rohingya-Flüchtlingsfamilien in Hyderabad helfen.

Jede dieser Familien erhielt eine dicke Decke, einen Pullover und ein Bettlaken mit Kissenbezügen.

Besonders Kinder und ältere Menschen, die in der eisigen Kälte am meisten gefährdet sind, konnten so geschützt werden. Deine Hilfe hat den Winter für diese Familien sicherer und wärmer gemacht.

Ein kleines Dankeschön für Dich

Als Zeichen unserer Wertschätzung kannst Du jetzt unseren beliebten muslimehelfen-Wandkalender 2025 kostenlos bestellen! Du kannst bis zu 9 Exemplare anfordern – perfekt zum Verschenken oder zum Aufhängen an Orten, die auf unsere gemeinsame humanitäre Arbeit aufmerksam machen.

Dekorativ mit den gesetzlichen und islamischen Feiertagen, den Schulferien und Empfehlungen für Fastentage. Eine praktische Werbung für unsere gemeinsame humanitäre Arbeit. Nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahre über.

Wir danken Dir von Herzen für Deine Unterstützung und Dein Vertrauen.
Möge Allah (t) Dich und Deine Familie segnen. Amin.

Drei lebensverändernde Ausbildungswege

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