Aschura (arabisch: عاشوراء) bezeichnet den 10. Tag des islamischen Monats Muharram. Das Wort leitet sich vom arabischen Wort „ʿAschara“ (zehn) ab. Der Tag von Aschura besitzt im Islam eine besondere Bedeutung und ist vor allem durch die authentische Sunna des Fastens bekannt.
Als der Prophet Muhammad ﷺ nach Medina kam, sah er, dass die Juden am Tag von Aschura fasteten. Auf seine Nachfrage erklärten sie, dass dies der Tag sei, an dem Allah den Propheten Musa (ʿalayhi as-salām) und die Kinder Israels vor dem Pharao rettete. Daraufhin sagte der Prophet ﷺ:
„Wir haben mehr Anrecht auf Musa als ihr.“
Daraufhin fastete er an diesem Tag und empfahl den Muslimen ebenfalls zu fasten.
Das Fasten am Tag von Aschura gehört zu den besonders empfohlenen freiwilligen Taten im Islam. Der Prophet ﷺ sagte:
„Ich hoffe von Allah, dass das Fasten am Tag von Aschura die Sünden des vergangenen Jahres sühnt.“
(Muslim)
Ursprünglich wurde das Fasten an Aschura den Muslimen empfohlen. Nachdem das Fasten im Monat Ramadan verpflichtend wurde, blieb das Fasten von Aschura eine freiwillige, aber sehr verdienstvolle Sunna.
Um sich von den Angehörigen früherer Gemeinschaften zu unterscheiden, beabsichtigte der Prophet ﷺ außerdem, zusätzlich zum 10. Muharram auch den 9. Muharram zu fasten. Daher empfehlen die Gelehrten, entweder den 9. und 10. Muharram oder den 10. und 11. Muharram gemeinsam zu fasten.
Zu den wichtigsten Vorzügen des Fastens an Aschura gehören: