Ein Rückblick auf unsere Kurban-Projekte im vergangenen Jahr

Soufian El Khayari

Für Millionen von Menschen weltweit ist Fleisch ein Luxus, den sie sich im kräftezehrenden Alltag aufgrund extremer Armut und steigenden Lebensmittelpreisen einfach nicht leisten können. Dank großzügigen Spenden konnten wir auch 2025 anlässlich des Opferfestes wieder ein weitreichendes globales Kurban-Programm umsetzen.

In insgesamt 14 Ländern und durch 20 sorgfältig geplante Projekte haben wir gemeinsam knapp 30.000 bedürftige Familien erreicht. Das sind weit über 140.000 Menschen. Unsere Spender haben diesen oftmals vergessenen Geschwistern an den Festtagen nicht nur eine seltene, nahrhafte Mahlzeit geschenkt. Sie haben ihnen das wertvolle Gefühl gegeben, in ihrer tiefen Not nicht alleine gelassen zu werden.

Die Umsetzung der Kurban-Projekte 2025 war eine beachtliche logistische Leistung. Von den trockenen Regionen Afrikas bis hin zu den überfüllten Flüchtlingslagern in Südasien kam Deine Hilfe genau dort an, wo sie am dringendsten benötigt wurde. Im Folgenden möchten wir Dir einen detaillierten Überblick über die ermöglichten Kurban-Projekte geben.

Kurban-Hilfe in Afrika

In vielen afrikanischen Ländern leiden Gemeinschaften tagtäglich unter Armut, Dürren und massiver wirtschaftlicher Instabilität. In acht umfassenden Projekten auf dem afrikanischen Kontinent brachten wir Erleichterung.

Unser weitreichendstes afrikanisches Projekt fand in Kenia statt. In den Counties Kwale, Kilifi und Mombasa wurden 320 Ziegen und 200 Schafe geschächtet. Dadurch konnten wir fast 3.500 arme Familien, darunter unzählige Witwen und Waisen, mit je zwei Kilogramm frischem Fleisch versorgen. Das Projekt stärkte zudem lokale muslimische Viehhändler, deren Verkaufserlöse einen extrem wichtigen Impuls für die ganze Region darstellten. In Ruanda konnten wir 50 Rinder schächten und deren Fleisch an 1.920 zutiefst bedürftige Familien in Distrikten wie Rwamagana verteilen. In der Demokratischen Republik Kongo, um genauer zu sein in Goma, erreichten wir 600 verarmte Familien. Das durchschnittliche Tageseinkommen dieser Menschen beträgt oftmals kaum einen Euro. Die Verteilung von 3 kg Fleisch pro Familie bot eine außergewöhnliche Proteinquelle und riesige Festtagsfreude.

Einen besonderen Fokus legten wir auf die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft. In Togo wurden 50 Rinder für 700 Familien geschächtet. Die Fleischverteilung konzentrierte sich gezielt auf Menschen mit starken visuellen, auditiven und körperlichen Beeinträchtigungen. An sie konnten sechs Kilogramm überreicht werden. In Malawi in der Region Salima wurden 600 Familien – darunter chronisch Kranke, ältere Menschen und Witwen – mit Rindfleisch bedacht. In den trockenen ländlichen Gebieten von Simbabwe in Muzarabani und Hambe erhielten 1.360 Familien Kurban-Fleisch. Im städtischen Raum in Südafrika profitierten zudem 740 Familien in den ärmsten Townships von Johannesburg und Sasolburg, die extrem unter hoher Arbeitslosigkeit leiden.

Unermüdliche Solidarität für Flüchtlinge in Asien

Asien bildet aufgrund seiner komplexen Flüchtlingskrisen und den extrem großen, unterhalb der Armutsgrenze lebenden Bevölkerungsgruppen einen traditionellen Schwerpunkt unserer Hilfe. Ein gewaltiger Teil der Spenden half direkt Vertriebenen.

Besonders in den überfüllten Rohingya-Camps in Bangladesch (Cox’s Bazar) brachten wir 1.200 vor Gewalt geflohenen Familien Trost. Zudem berücksichtigten wir 400 arme bangladeschische Gastfamilien, um den sozialen Frieden zu stärken. Eine ähnlich dramatische Situation fanden wir in Indien, wo wir in Hyderabad 1.270 völlig verarmte Rohingya-Flüchtlingsfamilien mit Ziegenfleisch versorgen konnten. Für sie, die nur als Tagelöhner überleben, war dieses Fleisch mehr als simple Nahrung. Es war schieres Überleben und ein Zeichen der Hoffnung. In Pakistan (Peshawar) versorgten wir 400 afghanische Flüchtlingsfamilien. Darunter hauptsächlich alleinerziehende Mütter ohne Einkommen. Ein weiteres Projekt half dort 400 armen einheimischen Müttern und Familien.

Zusätzlich führten wir in Indien starke Einsätze für die einheimische ländliche Bevölkerung durch. Mit über drei Projekten in Indien erreichten wir 3.300 lokale Familien, vor allem witterungsabhängige Kleinbauern. Ein Kraftakt war unser Hilfsprojekt im von Unwettern gebeutelten Sri Lanka: Hier haben wir nach der Schächtung von 99 Rindern für 4.077 bedürftige Familien Fleisch bereitgestellt. Allein 1.650 Waisenkinder profitierten davon. Auch außerhalb der riesigen Camps in Bangladesch erhielten 1.686 Familien in überschwemmungsgefährdeten Gebieten wertvolles Kurban-Fleisch. Ein guter Wechselkurs ermöglichte alhamdulillah sogar mehr Tiere als geplant.

Trost für abgelegene Inseldörfer in Südostasien

In Südostasien durften sich abertausende Muslime über den reichen Segen des Opferfestes freuen. In Indonesien realisierten wir mehrere großflächige Verteilungen in Aceh, Lombok und West Nusa Tenggara. Gemeinsam wurden über 3.700 Familien bedacht, und wir brachten zudem 1.757 starken Waisenkindern ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Lokale islamische Religionslehrer wurden in die direkten Verteilungen involviert, um sie wertzuschätzen. In Kambodscha dehnten wir das Kurban-Programm auf sage und schreibe 32 Dörfer in 11 völlig unterschiedlichen ländlichen Provinzen aus. Exakt 2.250 Familien von Reisbauern und einfachen Fischern, die mit großen finanziellen Nöten extrem schwer zu kämpfen haben, durften sich am Festtag über Rindfleisch für ihre Familien und Kinder freuen.

Europa: Direkte Hilfe in Bosnien

In der europäischen Nachbarschaft wird Hilfe ebenso dringend benötigt. In Bosnien in Städten wie Srebrenica, Srebrenik und Zvornik wurden an den Festtagen 10 Rinder geschächtet. Insgesamt 30 der bedürftigsten Waisenfamilien wurden direkt mit Spenden von frischem Kurban-Fleisch versorgt. Zudem sorgten wir für eine nachhaltige Weiterverwendung: Ein beträchtlicher Großteil des Fleisches wurde eingefroren, um über das Jahr verteilt einem Aufnahmezentrum, städtischen Armenspeisungen sowie einer speziellen Einrichtung für bedrohte Internatskinder laufend zugutezukommen.

Der wahre Segen des Teilens

Hinter diesen beeindruckenden Zahlen von 20 erfolgreichen Projekten und über 140.000 versorgten Begünstigten, stehen echte Menschen mit echten Emotionen. Beispielhaft ein lachendes kambodschanischen Waisenkind, eine Witwe tief im ländlichen Peshawar voller Erleichterung, der spürbare Trost eines blinden Menschen in Afrika. Sie alle haben gemerkt, dass Geschwister wie Du sie nicht vergessen haben.

Mit dem Kurban 2025 hast Du mehr als eine fleischhaltige Mahlzeit gespendet. Du hast Inklusion, echte Wertschätzung und Lebensfreude ermöglicht. Im Namen aller begünstigten Familien und den Partnern von muslimehelfen bedanken wir uns von tiefstem Herzen. Möge Allah (swt) Deine herzlichen Spenden annehmen, Dich und Deine Familie segne und Euch in beiden Welten Frieden schenken. Amin. Lass uns diesen Weg der Barmherzigkeit gemeinsam stetig weitergehen!

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