Wer Lebensmittel anbaut, sollte normalerweise seine Familie ernähren können. Doch für viele Kleinbauern weltweit ist genau das nicht selbstverständlich.
Dürren, Überschwemmungen, steigende Preise und wirtschaftliche Krisen treffen besonders jene Menschen hart, die von der Landwirtschaft leben. Viele Familien verfügen nur über kleine Anbauflächen und kaum finanzielle Reserven. Fällt eine Ernte aus oder werden Saatgut und Dünger unbezahlbar, steht oft die Versorgung der ganzen Familie auf dem Spiel.
Dabei sind Kleinbauern für die Ernährung vieler Regionen unverzichtbar. Weltweit produzieren Kleinbauern einen erheblichen Teil der Nahrungsmittel und tragen entscheidend zur Ernährungssicherheit ihrer Gemeinschaften bei. Fällt ihre Landwirtschaft aus, betrifft das nicht nur einzelne Familien, sondern ganze Dorfgemeinschaften.
2025 wurden zahlreiche Familien in den pakistanischen Distrikten Multan, Bahawalpur und Layyah von schweren Überschwemmungen getroffen. Viele Kleinbauern verloren ihre Ernten und damit ihre wichtigste Lebensgrundlage.
Besonders betroffen waren ohnehin benachteiligte Haushalte, darunter Witwen, Tagelöhner und Familien, die bereits unterhalb der Armutsgrenze lebten. Für viele fehlten die finanziellen Mittel, um neues Saatgut, Dünger oder landwirtschaftliche Geräte zu kaufen und die nächste Anbausaison überhaupt zu beginnen.
Mit Deiner Unterstützung konnte muslimehelfen 300 Kleinbauernfamilien helfen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Insgesamt profitierten 1.957 Menschen von dem Projekt, darunter 1.657 Kinder und 63 Waisen.
Einer der Begünstigten ist Naseer aus Multan, der sagte:
„Ich habe vier Kinder und bewirtschafte gepachtetes Land. Die Überschwemmung von 2025 hat mich finanziell zerstört. In dieser Zeit der Not haben muslimehelfen und die lokale Organisation mir Saatgut, Dünger, eine Sprühmaschine und Geräte zur Verfügung gestellt, sodass ich nun wieder mein Leben als Landwirt fortsetzen kann. Durch diese Hilfe werden meine Felder jetzt wieder grün und fruchtbar. Wegen dieser Hilfe ist das Leben in meine Familie zurückgekehrt.“
Jede Familie erhielt ein sorgfältig zusammengestelltes Landwirtschaftspaket mit den wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Anbausaison:
• Hochwertiges Saatgut für Mais, Perlhirse, weißen Sesam und Sonnenblumen
• DAP-Dünger und Bio-Kompost zur Verbesserung der Bodenqualität
• Schutzausrüstung für den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
• Landwirtschaftliche Werkzeuge wie Hacke, Sichel und Schaufel
• Handsprühgeräte für die Feldbewirtschaftung
• Schulungen und begleitende Beratung durch lokale Fachkräfte
Die Unterstützung wurde gezielt an die klimatischen Bedingungen und Bedürfnisse der Region angepasst.
Perlhirse
• benötigt wenig Wasser
• ist besonders hitzeresistent
• liefert eine wichtige Nahrungsgrundlage auch bei schwierigen Wetterbedingungen
Mais
• sorgt für zuverlässige Erträge
• dient sowohl der Ernährung als auch der Einkommenssicherung
Sonnenblumen
• liefern wertvolle Speiseöle
• können zusätzlich verkauft werden
Weißer Sesam
• erzielt häufig gute Marktpreise
• eröffnet zusätzliche Einkommensmöglichkeiten
Die Hilfe bestand deshalb nicht nur aus einzelnen Sachspenden. Sie sollte den Familien ermöglichen, ihre Felder wieder produktiv zu bewirtschaften und langfristig selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.
Nothilfe ist wichtig. Doch nachhaltige Hilfe beginnt dort, wo Familien wieder selbst Nahrung produzieren und ihren Lebensunterhalt sichern können.
Genau deshalb unterstützt muslimehelfen Kleinbauern mit Saatgut, Werkzeugen und Wissen. Die Familien erhalten dadurch die Möglichkeit,
• eigene Lebensmittel anzubauen,
• ihre Abhängigkeit von Hilfen zu reduzieren,
• zusätzliches Einkommen zu erzielen,
• Saatgut für kommende Anbausaisons zurückzulegen und
• ihre Familien langfristig besser zu versorgen.
Die Ergebnisse des Projekts zeigen bereits die Wirkung:
Im Distrikt Multan nutzten 69 % der Landwirte ihre Ernte für die Versorgung ihrer Familien. Weitere 31 % konnten einen Teil der Ernte verkaufen und zusätzliches Einkommen erzielen.
In Bahawalpur verwendeten 72 % der Familien ihre Ernte für den Eigenbedarf und bewahrten zugleich Saatgut für die nächste Aussaat auf. 28 % konnten Überschüsse vermarkten.
In Layyah nutzten sogar 78 % der Familien ihre Ernte für die Ernährung ihrer Haushalte und legten einen Teil als Saatgutreserve zurück. Weitere Familien erzielten durch den Verkauf ihrer Ernte zusätzliche Einkünfte.
Diese Ergebnisse zeigen: Das Projekt hat nicht nur kurzfristige Not gelindert. Es hat die Ernährungssicherheit gestärkt und neue Perspektiven geschaffen.
Auch in Indien, Malawi und Simbabwe konnte muslimehelfen bereits Kleinbauernfamilien unterstützen. Die Erfahrungen aus diesen Projekten zeigen immer wieder, dass gezielte Investitionen in Saatgut, Werkzeuge und Schulungen weit über eine einzelne Ernte hinauswirken können.
Viele Kleinbauernfamilien kämpfen weiterhin mit den Folgen von Armut, Klimarisiken und steigenden Lebenshaltungskosten.
Mit Deiner Hilfe können weitere Familien Zugang zu Saatgut, Werkzeugen und landwirtschaftlicher Unterstützung erhalten. So entstehen neue Ernten, mehr Ernährungssicherheit und langfristige Perspektiven für Menschen in Not.
Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) Dich für Deine Unterstützung reichlich belohnen.
Amin und wassalam