Bangladesch – Informelle Schule 2025-26

In der Provinz von Cox’s Bazar wurde im Juni 2024 eine Informal School („School for Working Children of Fishing Communities“) für 25 Schulkinder eingerichtet. Ziel dieser Schule ist es, für die 25 Schulkinder im Alter von 10 bis 14 Jahren die Möglichkeit anzubieten, eine Grundschulbildung zu erhalten. Die Kinder sind eigentlich damit beschäftigt, ihren Familien beim Lebensunterhalt zu helfen, und arbeiten somit über den ganzen Tag als Fischer oder Tagelöhner. Aus diesem Grund haben die Kinder weder eine Schule besucht noch haben sie einfache Kenntnisse wie das Lesen, Schreiben oder Rechnen erlernt. Dafür wurden die 25 Schulkinder trotz ihres unterschiedlichen Alters in eine gemeinsame Klasse für die erste Schulstufe zusammengetan und von zwei Lehrerinnen gemäß dem nationalen Schullehrplan von Bangladesch unterrichtet. Die Schulkinder besuchten nach der verrichteten Arbeit in ihrer raren Freizeit am Abend die gemeinsame Schulklasse und lernten dort das Lesen, Schreiben und Rechnen.

Das zweite Schuljahr und der damit verbundene Projektzeitraum erstreckten sich vom 1. Juni 2025 bis zum 31. Mai 2026. Das Projekt umfasste neben der Bereitstellung von Unterricht und Schulmaterialien auch die Finanzierung der Gehälter der beiden Lehrerinnen, die Miete und Stromkosten für das Schulzimmer, Transportkosten, behördliche Vorgänge sowie die Organisation eines jährlichen Picknicks und Schulausflugs mit Preisverleihung.

Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Familien kam es während des zweiten Projektjahres zu einer hohen Ausfallrate. Zwischen Juli und November 2025 schieden 18 Kinder aus dem Projekt aus, da sie ihre Familien verstärkt beim Lebensunterhalt unterstützen mussten. Um die Klassengröße von 25 Schülerinnen und Schülern aufrechtzuerhalten, wurden die ausgeschiedenen Kinder schrittweise durch neue Schülerinnen und Schüler ersetzt, die ihre Schulausbildung zuvor aus finanziellen oder familiären Gründen unterbrechen mussten. Nach weiteren Anpassungen im Januar 2026 umfasste die Klasse wieder 25 Kinder. Diese schlossen das zweite Schuljahr erfolgreich ab und wurden nach einer Leistungsüberprüfung durch die lokale Schulbehörde offiziell in die dritte Schulstufe versetzt, die sie nun besuchen.

Um die hohe Ausfallrate künftig nachhaltig zu verringern, sind ergänzende Unterstützungsmaßnahmen für die Familien vorgesehen. Geplant sind insbesondere Lebensmittelhilfen sowie einkommens-schaffende Maßnahmen, damit die wirtschaftliche Belastung der Familien reduziert wird und die Kinder weniger zum Familieneinkommen beitragen müssen. Dadurch sollen sie regelmäßig am Unterricht teilnehmen und ihre Schulausbildung erfolgreich fortsetzen können.

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