FAQ

Für wie viele Personen reichen die Lebensmittel?

In den meisten Ländern bestehen die einzelnen Familien aus 2-3 Erwachsenen und 3-4 Kindern. Die Bedürftigen zeigen, wie wichtig es ist, gut zu seinen Nachbarn zu sein, denn oft teilen sie ihre Lebensmittel miteinander. Mit Deiner Ramadanhilfe unterstützt Du sie dabei. Schau mal hier.

In welchen Ländern verteilt ihr Lebensmittel?

Die Verteilung von Lebensmittel, besonders im Ramadan oder nach Naturkatastrophen, helfen Menschen in vielen unserer Projektländer, wie z.B. Indien, Burundi, Indonesien und Tschetschenien. Wo wir in den letzten Jahren geholfen haben, findest Du unter www.muslimehelfen.org/projekt/ramadan. Über aktuelle Verteilungen kannst Du Dich telefonisch unter: 0621-4054670 informieren.

Werden nur Lebensmittel oder auch Geld verteilt?

Damit jeder genug zu essen hat, werden Lebensmittel verteilt. Die Bedürftigen wünschen sich genauso wie wir ein schönes Iftar mit der Familie. Mit wenigen Klicks ermöglichst Du es den Armen. Hilf jetzt!

Kann ich euch Lebensmittel schicken, die ihr dann verteilt?

Wir kaufen alles direkt in den Projektländern, das hat viele Vorteile. Wir sparen die Transportkosten, die Lebensmittel bleiben frisch und wir unterstützen die Händler vor Ort. Also können wir mit Deiner Geldspende viel mehr Lebensmittel kaufen und das Wichtigste, mehr Menschen helfen!

 

Welche Lebensmittel werden verteilt?

Die Bedrürftigen erhalten Grundnahrungsmittel die landestypisch sind. Wir achten darauf, dass es zu den Essgewohnheiten des Landes passt. In der Regel erhalten die Begünstigten Reis oder Nudeln, Mehl, Speiseöl, Gemüse und Hülsenfrüchte. Manchmal gibt es auch etwas Süßes für die Kleinen. Genaueres findest Du in den einzelnen Projektberichten.

Wie lange reichen die Lebensmittel?

Deine Spende ermöglicht den Bedürftigen, sich bis zu einem Monat von den Lebensmitteln zu ernähren. So können auch sie ihr Fasten mit der Familie brechen.

Kommt meine Spende bei den Bedürftigen an, wenn ich sie kurz vor dem Fest überweise?

Ja, Deine Spende erreicht die Bedürftigen. Wenn Du spät dran bist, ruf uns einfach an, wir kümmern uns für Dich darum. Du erreichst uns unter der 0621-40 54 670

Auf welchem Weg wurde das Fasten im Monat Ramadan für Muslime zur Pflicht?

Die Offenbarungen Allahs an Seinen Gesandten (s), die dann als Koran zusammengetragen wurden, begannen im Monat Ramadan im Jahr 610 der christlichen Zeitrechnung. Zur Pflicht wurde den Muslimen das Fasten während dieses Monats jedoch erst im Jahre 624, als folgende Koranverse offenbart wurden:

„Ihr, die glauben, euch ist das Fasten vorgeschrieben wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr vielleicht gottesfürchtig werdet.“ (2:183).

„Der Monat Ramadan, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidungsoffenbarung, und wer von euch den Monat anwesend ist, so soll er ihn fasten, und wer krank ist oder auf einer Reise, so eine Anzahl von anderen Tagen, Allah möchte das Leichte für euch, und Er möchte nicht das Schwere für euch, und dass ihr die Anzahl vollständig macht, und dass ihr Allahs Größe rühmt, dass Er euch rechtgeleitet hat, und damit ihr vielleicht dankbar seid.“ (Koran 2:185).

Gibt es besondere Ereignisse im Monat Ramadan?

Zusätzlich zu den täglichen fünf Pflichtgebeten gibt es besondere Gebete, Tarawih genannt, das nur im Ramadan gebetet wird. Es beginnt in der Nacht vor Beginn des Fastenmonats und wird das letzte Mal in der vorletzten Nacht des Fastenmonats gebetet. Dabei handelt es sich um eine Reihe von kurzen Gebeten, die hintereinander verrichtet werden. Viele Muslime beten sie in der Gemeinschaft in der Moschee. Man kann sie aber auch mit seinen Gästen, der Familie oder allein zu Hause verrichten. Sie werden nach dem Nachtgebet verrichtet einige Zeit nach Sonnenuntergang. Es gibt aber in diesem besonderen Monat nicht nur zusätzliche Gebete. Eine Nacht innerhalb des Ramadan steht allen anderen Nächten des Ramadan vor. In der so genannten Lailatul-Qadr, der „Nacht der Bestimmung“, gedenken die Muslime der Nacht, in welcher dem Gesandten Allahs (s) die ersten Verse des Korans von Allah durch den Engel Gabriel offenbart wurden. Diese besondere Nacht findet der Überlieferung nach in den letzten 10 Tagen des Ramadans in einer der ungeraden Nächte statt. Muslime sollen im Allgemeinen viel Gutes tun, wie etwa spenden. Besonders im Ramadan spenden Muslime in der Regel mehr. Auch eine besondere Abgabe wird bis spätsten vor Beginn des Festgebetes am Idul-Fitr fällig, die Zakatul-Fitr.

Wird am Ende des Ramadan ein Fest begangen?

Das Fest des Fastenbrechens, das auf Arabisch Idul-Fitr und Ramazan Bayramî auf Türkisch heißt, beginnt mit einem besonderen Festgebet am ersten Tag des neuen Monats. Das Festgebet beginnt nach Sonnenaufgang und setzt sich aus zwei Gebetsabschnitten und einer Ansprache zusammen. Die Muslime beglückwünschen sich nach dem Festgebet gegenseitig und wünschen einander, dass Allah ihr Fasten und ihre übrigen Gottesdienste, die sie während des Fastenmonats verrichtet haben, annehmen möge. Das Fest hält drei Tage an. An diesen Tagen ist es empfohlen, Verwandte und Bekannte zu besuchen, wobei gewöhnlich die Jüngeren die Älteren mit ihrem Besuch ehren. Am ersten Tag des Ramadanfestes darf nicht gefastet werden, da dies eine Zeit des Feierns ist.

Gibt es außerhalb des Ramadans auch Fastentage?

Das für jeden Muslim verpflichtende Fasten gibt es nur im Monat Ramadan. Darüber hinaus hat der Prophet Muhammed (s) an bestimmten Tagen das freiwillige Fasten empfohlen, wie z.B. sechs beliebige Tage im darauffolgenden Monat Schawwal.

Er lehrte, dass derjenige, der den ganzen Fastenmonat und noch sechs Tage im Schawwal fastet, von Gott belohnt wird, als hätte er das ganze Jahr hindurch gefastet. Am 10. Muharram und montags und/oder donnerstags zu fasten wird angeraten.

Das ständige Fasten das ganze Jahr hindurch ist im Islam hingegen nicht erlaubt, und die Maximalgrenze des freiwilligen Fastens wurde vom Propheten (s) aufgezeigt, indem er sagte, dass der Muslim, der viel fasten möchte, abwechselnd einen Tag fasten und den darauffolgenden Tag aber aussetzen sollte.

Wie wirkt sich das Fasten auf den Fastenden aus?

Auf jeden Fastenden wirkt das Fasten unterschiedlich. Es gibt viele Muslime, die durch das Fasten zu einer inneren Einkehr kommen und Ruhe finden, die sie vielleicht das ganze Jahr über vermissen. Oft fühlt der Fastende auch, dass sein Körper sich auf irgendeine Art regeneriert. Andere wiederum müssen sich in Geduld üben, weil sie das Fasten emotional und körperlich stärker belastet als andere.

So empfindet jeder Einzelne das Fasten ein wenig anders. Was jedoch allen fastenden Muslimen gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass sie diesen Akt als Gottesdienst betrachten und dafür von ihrem Schöpfer ihre Belohnung im Jenseits erhoffen.

Was bedeutet das Wort Ramadan?

Das Wort „Ramadan“ ist arabisch und wird von der Wurzel ramida oder arramad abgeleitet, das „brennende Hitze und Trockenheit“ (besonders des Bodens) bedeutet. Der gleichen Wurzel entstammt auch das arabische Wort ramdaa – „sonnengebrannter Sand“. Dies deutet auf das Hitzegefühl im Magen hin, das vom Durst erzeugt wird. Manche erklären die Bedeutung auch damit, dass der Ramadan die Sünden ausbrennt, wie die Hitze den Boden. Im Ramadan sind Herz und Seele eher für die Anbetung und das Gedenken Gottes empfänglich, wie Sand und Steine für die Hitze der Sonne. So hilft das Fasten im Ramadan dem Gläubigen dabei, seine physischen und geistigen Veranlagungen und sein Verhalten zu verbessern und ein besserer Mensch zu werden.

Wann beginnt die Fastenzeit?

Anders als der europäische Kalender, der christlich geprägt ist und sich am Sonnenjahr orientiert, folgen Muslime dem Mondkalender. Bedingt durch den Lauf des Mondes verschieben sich so die Monate jeweils immer um zehn oder elf Tage. So ändern sich auch jährlich Beginn und Ende des Ramadans, dem neunten Monat im islamischen Kalender. Das ist auch der Grund, warum jeder islamische Monat jede Jahreszeit durchläuft und an keine gebunden ist. Ein Muslim wird deswegen im Laufe seines Lebens Fastentage sowohl im Winter mit kürzeren Tagen erleben, als auch Fastentage im Sommer, an denen die Tage lang sind und das Fasten schwieriger wird.

Wäre eine bestimmte feste Jahreszeit für das Fasten festgelegt, würde das für manche der Muslime in verschiedenen Erdteilen einen dauernden Vorteil, für andere wiederum eine ständige Benachteiligung bedeuten.

Gibt es Personen, die vom Fasten ausgenommen sind?

Nur, wer das Fasten, so wie es im Islam vorgeschrieben ist, ohne gesundheitlichen Schaden durchführen kann, ist zu diesem Gebot verpflichtet. Deshalb sind Kranke, die so krank sind, dass das Fasten eindeutig ihrer Gesundheit schaden würde, Altersschwache und Schwangere, wenn entweder ihrer Gesundheit oder die ihres ungeborenen Kindes durch das Fasten Schaden nehmen würde, vom Fasten befreit. Auch stillende Mütter, menstruierende Frauen, solche, die gerade entbunden haben, und ähnliche Personengruppen sind ebenfalls von dieser Pflicht ausgenommen. Personen, deren gesundheitliche Situation sich voraussichtlich nicht bessern wird, wie z.B. chronisch Kranke oder Altersschwache, sollen für jeden im Ramadan versäumten Fastentag einen Bedürftigen speisen. Sie leisten also die so genannte Fidjah, eine Art Ersatz für das nicht geleistete Fasten. Andere, die unter die Ausnahmeregelung fallen und deren Situation sich ändern wird, wie z.B. Schwangere und stillende Mütter, sind verpflichtet, die versäumten Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt, allerdings noch vor dem nächsten Ramadan, nachzuholen.

Wer ist zum Fasten verpflichtet?

Das Fasten, zumindest das im islamischen Monat Ramadan, ist zunächst jedem Muslim vorgeschrieben. Generell gilt diese Fastenvorschrift für alle Muslime, die gesund und geistig zurechnungsfähig sind und die Pubertät erreicht haben. Dies gilt für Männer wie für Frauen. Denn die Pubertät kennzeichnet den Beginn der Mündigkeit im Islam. Allerdings werden Kinder, welche die Pubertät noch nicht erreicht haben, ermutigt, so viele Tage zu fasten, wie sie können. So fällt es ihnen leichter, sich mit zunehmendem Alter an dieses Gebot zu gewöhnen.

Wie wird im Islam gefastet?

Das Fasten im Islam heißt, dass der Muslim bzw. die Muslima von Beginn der Morgendämmerung an bis zum Sonnenuntergang nichts isst, nichts trinkt, allgemein also keine Nahrung zu sich nimmt und sich des Beischlafes mit dem Ehepartner enthält. Das ist das „äußere“ Fasten. Das Fasten hat aber auch eine „innere“ Dimension. Der Muslim soll demnach im Ramadan noch mehr als sonst darauf achten, sich gänzlich von Sünden fernzuhalten, d.h. nichts Verwerfliches bewusst anzuschauen, nichts Schlechtes zu reden, auf nichts Böses zu hören und nichts Verabscheuungswürdiges zu tun. Denn fasten heißt, erkennen, dass man in Wahrheit einzig und allein von Gott abhängig ist.

Zugleich soll sich der Fastende darüber klar werden, dass er sich von der vermeintlichen Abhängigkeit anderer Dinge lossagen kann und muss. Er ist ein Pilger, der sich mit seinem Fasten zu seinem Schöpfer aufgemacht hat und alles, woran er gewöhnt ist, aber nicht unbedingt benötigt, hinter sich zurücklässt. Zudem beschäftigt sich der Muslim, wenn er fastet, intensiver mit den restlichen Gottesdiensten, wie z.B. den Gebeten oder dem Lesen des Korans.