Der islamische Kalender: Monate, Feiertage und wichtige Tage

Der islamische Kalender begleitet Musliminnen und Muslime durch das Jahr. Er gibt Orientierung bei wichtigen religiösen Zeiten wie Ramadan, den beiden Festen, dem Tag von Arafat und besonderen Fastentagen.

Anders als der bei uns übliche gregorianische Kalender richtet sich der islamische Kalender nach dem Mond. Er besteht aus zwölf Monaten und ist deshalb kürzer als das Sonnenjahr.

„Die Anzahl der Monate bei Allah beträgt zwölf Monate …“
(Koran 9:36)

Wer die islamischen Monate kennt, kann wichtige Zeiten bewusster wahrnehmen und seinen Alltag entsprechend planen.

Was ist der islamische Kalender?

Der islamische Kalender wird auch Hidschra-Kalender genannt. Seine Jahreszählung beginnt mit der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad ﷺ von Mekka nach Medina.

Das islamische Jahr besteht aus zwölf Mondmonaten. Ein Monat hat 29 oder 30 Tage. Dadurch hat ein islamisches Jahr etwa 354 oder 355 Tage und ist damit rund zehn bis zwölf Tage kürzer als das gregorianische Jahr.

Deshalb verschieben sich die islamischen Monate jedes Jahr im Verhältnis zu unserem Kalender.

Das gilt auch für Ramadan: Der Fastenmonat beginnt jedes Jahr zu einem anderen Datum im gregorianischen Kalender. Im Laufe von ungefähr 33 Jahren wandert Ramadan einmal durch alle Jahreszeiten.

Wann beginnt ein islamischer Tag?

Im islamischen Kalender beginnt ein neuer Tag mit dem Sonnenuntergang.

Wenn die Sonne am Donnerstag untergeht, beginnt aus islamischer Sicht bereits der Freitag. Deshalb gehört beispielsweise der Donnerstagabend bereits zur Nacht des Freitags.

Beim Fasten ist davon zu unterscheiden, wann das Fasten beginnt: Es beginnt mit der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenuntergang.

Die zwölf islamischen Monate

Das islamische Jahr besteht aus diesen zwölf Monaten:

  1. Muharram
  2. Safar
  3. Rabi’ul-Awwal
  4. Rabi‘ ul-Thani
  5. Dschumaada al-Awwal
  6. Dschumaada al-Achira
  7. Radschab
  8. Scha’ban
  9. Ramadan
  10. Schawwal
  11. Dhul-Qa’da
  12. Dhul-Hidscha

Jeder Monat hat seinen eigenen Platz im islamischen Jahr. Einige Monate sind mit besonderen religiösen Ereignissen, Fastenzeiten oder Festen verbunden.

Ramadan – der Fastenmonat

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders und für Musliminnen und Muslime eine besonders wichtige Zeit.

Im Ramadan wird von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang gefastet. Gleichzeitig ist der Monat eine Zeit des Gebets, der Koranrezitation, der Barmherzigkeit und der guten Taten.

Eine besondere Bedeutung haben die letzten zehn Nächte des Ramadan. In ihnen wird die Lailatul Qadr, die Nacht der Bestimmung, gesucht.

Ramadan ist für viele Menschen auch eine Zeit des verstärkten Gebens und der Unterstützung Bedürftiger.

Schawwal und das Fest des Fastenbrechens

Auf Ramadan folgt Schawwal, der zehnte Monat des islamischen Kalenders.

Der 1. Schawwal ist der Tag des Festes des Fastenbrechens (Idul Fitr). Damit endet der Fastenmonat Ramadan.

Die ersten Tage von Schawwal sind für viele Familien und Gemeinschaften eine besondere Zeit des gemeinsamen Gebets, der Begegnung und der Freude.

Dhul-Hidscha und das Opferfest

Dhul-Hidscha ist der zwölfte und letzte Monat des islamischen Jahres.

In diesem Monat findet die Pilgerfahrt nach Mekka, die Hadsch, statt. Der Tag von Arafat fällt auf den 9. Dhul-Hidscha.

Am 10. Dhul-Hidscha beginnt das Opferfest (Idul Adhha). Es gehört zu den wichtigsten Festen im islamischen Jahr.

Die Tage von Dhul-Hidscha erinnern unter anderem an Glauben, Opferbereitschaft und die Bereitschaft, Gutes zu tun.

Muharram und der Tag von Aschura

Muharram ist der erste Monat des islamischen Kalenders und gehört zu den vier heiligen Monaten.

Der 10. Muharram, der Tag von Aschura, hat eine besondere Bedeutung. Das freiwillige Fasten an diesem Tag ist in der Sunna überliefert.

Weitere besondere Zeiten im islamischen Kalender

Auch andere Monate und Tage können für Musliminnen und Muslime eine besondere Bedeutung haben.

Scha’ban geht dem Ramadan voraus und ist unter anderem für das freiwillige Fasten bekannt.

Radschab gehört zu den vier heiligen Monaten.

Rabi’ul-Awwal wird in vielen muslimischen Traditionen mit dem Maulid, der Erinnerung an die Geburt des Propheten Muhammad ﷺ, verbunden. Über das genaue Datum gibt es unterschiedliche Überlieferungen.

Auch die weißen Tage (13., 14. und 15. eines Mondmonats) sowie das freiwillige Fasten montags und donnerstags können für die persönliche religiöse Praxis eine Rolle spielen.

Wie beginnt ein islamischer Monat?

Der islamische Kalender orientiert sich am Mond. Traditionell wird der Beginn eines neuen Monats mit der Sichtung der Neumondsichel verbunden.

Heute spielen auch astronomische Berechnungen eine wichtige Rolle. In der islamischen Gelehrsamkeit gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Methode bei der Festlegung des Monatsbeginns maßgeblich sein soll.

Deshalb kann es vorkommen, dass Ramadan oder islamische Feiertage in verschiedenen Ländern oder Gemeinden an unterschiedlichen Tagen beginnen.

Bei der konkreten Festlegung ist es daher sinnvoll, sich an die für die eigene Gemeinde oder Gemeinschaft maßgebliche Entscheidung zu halten.

Was bringt mir der islamische Kalender im Alltag?

Der islamische Kalender hilft Dir dabei, wichtige religiöse Zeiten im Blick zu behalten.

Er erinnert Dich beispielsweise daran:

  • wann Ramadan beginnt,
  • wann das Fest des Fastenbrechens stattfindet,
  • wann Dhul-Hidscha beginnt,
  • wann der Tag von Arafat ist,
  • wann das Opferfest gefeiert wird,
  • wann Du Deine Zakat einplanen möchtest,
  • und wann Du Dir bewusst Zeit für gute Taten nehmen möchtest.

Gerade in Deutschland, wo der Alltag nach dem gregorianischen Kalender organisiert wird, ist es praktisch, beide Kalender nebeneinander zu sehen.

Dein islamischer Wandkalender von muslimehelfen

Genau dabei kann unser muslimehelfen-Wandkalender helfen.

Er verbindet den gregorianischen Kalender mit dem islamischen Kalender und macht wichtige islamische Feiertage und besondere Tage sichtbar.

So hast Du die islamischen Monate das ganze Jahr über im Blick und kannst wichtige Zeiten frühzeitig planen – von Ramadan über das Fest des Fastenbrechens bis hin zu Dhul-Hidscha und dem Opferfest.

Vielleicht erinnert Dich der Blick auf den Kalender dabei nicht nur an einen Termin, sondern auch an eine gute Tat, die Du Dir vorgenommen hast.

Du hast keinen Wandkalender erhalten?

Der muslimehelfen-Wandkalender wird zum Jahresende zusammen mit unserer Spenderzeitschrift versendet.

Falls Du keinen Kalender erhalten hast oder noch einen Kalender bestellen möchtest, kannst Du ihn kostenlos über unsere Infomaterial-Seite anfordern:

Wandkalender und Infomaterial von muslimehelfen

Ein Kalender für Dein islamisches Jahr

Der islamische Kalender macht die besonderen Zeiten des Jahres sichtbar – von Muharram über Ramadan bis Dhul-Hidscha.

Nutze ihn als Orientierung für Deine religiösen Vorhaben, für Ramadan, Zakat, die islamischen Feiertage und vielleicht auch für die eine oder andere gute Tat.

Denn jeder neue Tag ist auch eine neue Möglichkeit, Gutes zu tun.

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