Bangladesch Nothilfe Flut 2017
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Projektcode: BANG15705-01P17
 

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Bangladesch - Nothilfe nach Flut 2017

Stand 14.08.2017: Die Fluthilfe konnte alhamdulillah erfolgreich umgesetzt werden. 2.117 Familien konnten nach der Flut mit Lebensmitteln versorgt werden. Umgesetzt wurde die Nothilfe in den Kreisen Kulaura, Srimangal und Borolekha im Distrikt Mouluvibazar. Die meisten Begünstigten sind Bauern, die auf den so genannten Haor, Feuchtwiesen, Anbau betreiben. Die Flut hat ihre einzige Ernte in diesem Jahr fortgespült. Jede der 2.117 Familien hat ein Lebensmittelpaket mit 8kg Reis, 2kg Linsen, 1l Speiseöl, 1kg Salz und 2kg Kartoffeln erhalten. Da der Reis teurer war als bei Projektstart angenommen, hat jede Familie statt der geplanten 10kg Reis nur 8kg Reis erhalten. Allerdings waren Linsen, Salz und Speiseöl günstiger, daher konnten für die Verteilung insgesamt 117 Familien mehr berücksichtigt werden.

Abdul ist 61 Jahre alt und lebt in Kulaura. Er erzählt: „Ich habe noch nie so viel Zerstörung durch eine Flut erlebt. All meine Reisfelder sind überschwemmt. Ich bin so froh, dass ich diese Lebensmittelhilfe bekomme. Damit kann ich meine Familie ungefähr eine Woche lang ernähren.
Auch Moharam, 38 Jahre alt, aus Kulaura konnte geholfen werden. Er sagt: „Vielen Dank, dass ihr uns in dieser schweren Zeit mit Lebensmitteln versorgt. Ich habe sechs Angehörige. In den letzten paar Tagen konnte ich meine Kinder nicht ernähren, weil wir kein Essen zu Hause hatten.


Stand 26.04.2017: Im Distrikt Moulvibazar soll inschallah Fluthilfe geleistet werden. 2.000 von einer Flut betroffene Familien sollen Lebensmittel erhalten.

Nach unzeitigen Regenfällen Anfang April sind mehrere Distrikte im Nordosten Bangladeschs überflutet. Zu den Regenfällen kommen Wassermassen, die von den Hügeln aus Indien strömen. Als Folge ist ein Damm gebrochen, der die Feuchtbiotope entlang des Flusses Dholai schützt. Die Reis-, Gemüse- und Gewürzfelder hinter dem Damm sind überschwemmt. Zahlreiche Bauern haben versucht ihre Ernte zu retten, aber der Großteil des Anbaus ist verloren. Betroffen sind auch Viehbauern, da ein Großteil der Weideflächen für ihr Vieh ebenfalls unter Wasser steht. Zu dem Verlust der Einnahmequelle kommt noch eine weitere Gefahr für Mensch und Tier hinzu. Es ist zu erhöhtem Fisch- und Vogelsterben gekommen. Gegen das saure Wasser ist bereits Kalkstein in den Fluß gegeben worden. Kalkstein wird oft bei Boden- und Gewässerversauerung eingesetzt. Die Regierung hat erste Hilfsmaßnahmen unternommen, um den Betroffen zu helfen.

Im April 2017 hat muslimehelfen für diese Nothilfe 22.020,00 € zur Verfügung gestellt. Wir danken allen Spendern, die in den Nothilfe-Fonds von muslimehelfen spenden. Diese Spenden werden ausschließlich für Not- und Katastrophenhilfe verwendet. Möge Allah sie auf die beste Art belohnen.