Die Begünstigten bedanken sich

Spenden im Islam (Sadaqa): Die Bedeutung von Freigiebigkeit und Großzügigkeit

Spenden im Islam (Sadaqa) gehören zu den edelsten Taten eines Gläubigen. Freigiebigkeit und Großzügigkeit sind zentrale Eigenschaften eines Muslims und ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Allah für Seine unzähligen Gaben. Der Islam ermutigt dazu, Bedürftigen zu helfen und sein Vermögen auf dem Weg Allahs einzusetzen – unabhängig davon, wie groß oder klein die Spende ist.

Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:

„Rettet euch [mit Spenden] vor dem Feuer, selbst wenn es durch den Teil einer Dattel ist.“

(Überliefert von al-Bukhari)

Freigiebigkeit statt Geiz – ein edler Charakter im Islam

Die Liebe zum Besitz ist eine menschliche Eigenschaft. Wird sie jedoch zu Geiz und übermäßiger Anhänglichkeit an das Vermögen, widerspricht sie den islamischen Werten. Eine schlechte Gewohnheit kann nur überwunden werden, indem sie durch eine gute ersetzt wird. Der beste Weg, Geiz zu bekämpfen, ist daher das regelmäßige Spenden.

Manchmal erfordert dies Disziplin und innere Anstrengung. Doch genau darin liegt eine wichtige Prüfung des Glaubens. So wie ein Muslim Allah durch das Gebet und das Fasten dankt, sollte er auch seine Dankbarkeit für materiellen Wohlstand durch Großzügigkeit und Wohltätigkeit zeigen.

Ein Gläubiger sollte deshalb jederzeit bereit sein, anderen zu helfen. Allah prüft den Menschen immer wieder: Ist die Liebe zu Ihm größer als die Liebe zum eigenen Besitz? Wer den Wunsch verspürt zu spenden, sollte diesen Moment nutzen und die gute Tat nicht aufschieben.

Die Belohnung der Sadaqa

Der Prophet Muhammad ﷺ sagte:

„Die Spende (Sadaqa) löscht die Sünden, wie das Wasser das Feuer löscht.“

(Überliefert von At-Tirmidhi)

Jeder Mensch begeht Fehler und hofft auf Allahs Vergebung. Deshalb ist jede Spende eine wertvolle Möglichkeit, Allah näherzukommen und auf Seine Barmherzigkeit zu hoffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Spende groß oder klein ist – entscheidend sind die Aufrichtigkeit und die Absicht.

Ist eine heimliche Spende besser?

Obwohl es unter bestimmten Umständen erlaubt ist, öffentlich zu spenden, empfiehlt der Islam grundsätzlich, Geld- oder Sachspenden im Verborgenen zu geben. Dadurch schützt der Gläubige seine Absicht vor Prahlerei oder Heuchelei.

Allah sagt im Quran:

„Und wenn ihr sie [die Spenden] verbergt und sie den Armen gebt, dann ist dies besser für euch. Und dadurch wird euch von euren Sünden vergeben. Und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.“

(Sure Al-Baqara, Vers 271)

Auch kleine Spenden haben bei Allah großen Wert

Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die Mutter der Gläubigen, spendete einst eine Weintraube. Als einige Menschen darüber sprachen, sagte sie: „Allah, der Erhabene, sagt: ‚Wer nun Gutes im Gewicht eines Staubteilchens tut, wird es vorfinden.‘ (Sure Az-Zalzala, Vers 7). Und wie viele dieser Teilchen befinden sich in dieser Traube!“

Diese Begebenheit zeigt eindrucksvoll, dass keine gute Tat bei Allah verloren geht. Auch eine kleine Spende kann einen großen Lohn bringen, wenn sie aufrichtig erfolgt.

Wahre Frömmigkeit durch das Spenden

Jede gute Tat wird von Allah belohnt und stärkt die Gottesfurcht (Taqwa). Die höchste Stufe der Frömmigkeit (Al-Birr) erreicht jedoch derjenige, der von dem spendet, was ihm besonders lieb ist.

Allah sagt:

„Sicher erlangt ihr keine Frömmigkeit, ehe ihr nicht von dem hergebt, was ihr liebt; und was immer ihr hergebt, so weiß Allah davon.“

(Sure Āl ʿImrān, Vers 92)

Fazit: Warum Spenden im Islam so wichtig sind

Die Sadaqa ist weit mehr als eine finanzielle Unterstützung für Bedürftige. Sie reinigt das Herz, bekämpft Geiz, stärkt den Glauben und bringt den Gläubigen Allah näher. Selbst die kleinste Spende besitzt bei Allah einen hohen Wert, wenn sie aus aufrichtigem Herzen gegeben wird.

Möge Allah uns zu freigiebigen und großzügigen Menschen machen, unsere Spenden annehmen und uns dadurch einen edlen Charakter schenken.

Amin!

Spenden im Islam

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Warum muslimehelfen auf Deutsch kommuniziert

Vor einiger Zeit war ich zum Freitagsgebet in einer Moschee in der Nähe unseres Büros. Die meisten Besucher stammen aus der Türkei. Die Predigt wurde auf Türkisch gehalten, die religiösen Teile auf Arabisch.

Am Ende des Gebets rief der Imam zu Spenden für die Moschee auf. Er erklärte, dass Strom, Wasser, Miete und andere laufende Kosten bezahlt werden müssten und jede Unterstützung helfe. Aus der Gemeinde kam die Bitte, den Spendenaufruf auch auf Deutsch zu wiederholen. Der Imam tat dies ohne Schwierigkeiten.

Daraufhin meldete sich ein Bruder zu Wort. Er sagte sinngemäß: „Ich komme seit vielen Jahren zum Freitagsgebet. Wenn es um die Stromrechnung geht, sprechen wir auf einmal Deutsch. Ich würde mich aber genauso freuen, wenn wir auch etwas über unseren Glauben auf Deutsch hören würden – damit wir und unsere Kinder ihn besser verstehen.“

Dieser Moment ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Nicht, weil jemand kritisiert wurde, sondern weil er gezeigt hat, wie wichtig Sprache ist. Sprache verbindet. Sie schafft Verständnis. Sie gibt Menschen das Gefühl, dazuzugehören.

Genau deshalb kommuniziert muslimehelfen auf Deutsch.

Unsere Spenderinnen und Spender haben Wurzeln in vielen verschiedenen Ländern. Sie sprechen Türkisch, Arabisch, Bosnisch, Albanisch, Kurdisch, Urdu und viele weitere Sprachen. Was sie verbindet, ist nicht ihre Herkunft, sondern ihr Wunsch, gemeinsam Gutes zu tun. Und die Sprache, die sie in Deutschland miteinander teilen, ist für viele Deutsch.

Deshalb möchten wir niemanden bevorzugen und niemanden ausschließen. Wir möchten alle gleichermaßen erreichen – unabhängig davon, welche Sprache sie zu Hause sprechen oder wo ihre Familie ursprünglich herkommt.

Allah (swt) sagt im Koran:

„Und Wir haben keinen Gesandten gesandt, außer in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen die Botschaft klar macht.“ (Koran 14:4)

Für uns bedeutet das: Wenn wir Menschen in Deutschland erreichen und zum Helfen motivieren möchten, dann sprechen wir mit ihnen in der Sprache, die sie gemeinsam verbindet.

Deshalb kommuniziert muslimehelfen auf Deutsch – aus Überzeugung, aus Respekt gegenüber der Vielfalt unserer Gemeinschaft und weil Hilfe Menschen verbinden soll, nicht voneinander trennen.

Warum muslimehelfen auf Deutsch kommuniziert

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Das Opferfest im Islam – Bedeutung, Ursprung und Sinn

Zur Zeit der Hadsch feiern wir Muslime jedes Jahr das Opferfest. Dieses Ereignis fällt auf den 10. Dhul-Hidscha des islamischen Mondkalenders. Das Fest steht in Verbindung mit dem Propheten Ibrahim (a.s.), der Pilgerfahrt (Hadsch) und dem Opfern eines Opfertieres.

Ein Opfer als Prüfung und Zeichen

Kannst Du auf das Liebste in Deinem Leben verzichten? Dem Propheten Ibrahim (a.s.) wurde diese Frage gestellt. Um Allahs Willen sollte er seinen einzigen Sohn Ismail (a.s.) opfern. Als die beiden in völliger Gottergebenheit Allahs Anweisungen umsetzen wollten, befreite der Allbarmherzige sie von dieser Prüfung und sandte ihnen stattdessen ein Opfertier.

Ziel und Absicht des Opferns

Es ging bei Kurban also nie um Fleisch oder Blut. Wenn wir Muslime das Opfer durchführen, geht es um unsere Gottesfurcht. Allah prüft damit unsere Opferbereitschaft. Im Koran heißt es dazu: „Sicher erreicht nicht ihr Fleisch Allah, und nicht ihr Blut, sondern es erreicht Ihn die Gottesfurcht von euch.“ (Koran 22:37).

Das Gebot des Opferns

Zum Gebot des Opferns sagte Prophet Muhammad (s): „Wer (sich im) Wohlstand (be-)findet und nicht opfert, der soll sich bestimmt nicht unserem Gebetsplatz nähern!“, überliefert ist dieses Hadith bei Darimi.
Daraus ziehen islamische Gelehrte den Schluss, dass es verpflichtend ist (wadschib), ein Opfertier darzubringen, bzw. dass es eine starke Sunnah (sunnah al-mu’akkadah) darstellt.

Jemanden zum Opfern beauftragen

Allahs Gesandter (s) hat im Namen seiner Ehefrauen Tiere geopfert. Im Islam ist es daher zulässig, jemanden zu beauftragen, für ihn zu schächten. Daher senden viele Muslime Geld zu Verwandten ins Ausland oder beauftragen Hilfsorganisationen, wie z.B. muslimehelfen, mit der Schächtung ihres Kurban. So erhält jeder Muslim die doppelte Belohnung: Zum einen, weil er eine islamische Vorschrift erfüllt. Und zum anderen, weil er sein ganzes Opfertier spendet und es Bedürftigen überlässt.

Möge Allah alle Kurban-Opfer annehmen und das Leid der Bedürftigen lindern.

Kurban – Sinn und Praxis

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